Hallo Andy,
meinen Anlasser hatte ich seinerzeit unter optimalen Arbeitsbedingungen (Kabine gekippt, diverse andere Teile demontiert) ausgebaut, deshalb kann ich Dir da leider keinen konkreten Tip geben.
Allgemein habe ich bisher jedoch die Erfahrung gemacht, daß die meisten Probleme mit irgend einem Steckschlüsselsatz (Ratschkasten) im Bereich von 1/4 Zoll bis 1/2 Zoll Antriebsvierkant lösbar waren. Wenn man nicht direkt beikommt, funktioniert es meist mit einer oder mehreren Verlängerungen ggf. in Verbindung mit einem Kreuzgelenk... Wenn Du von der Kabine aus nicht an alle Schrauben kommst, versuch es eben mal von außen.
Schau auch mal, ob Du bei einem Werkzeug-/Industriebedarfhändler einen Katalog von einem namhaften Werkzeughersteller bekommen kannst, die bieten diverse Spezialwerkzeuge zu den unterschiedlichsten Problemen an. (Da sieht man dann erst einmal, was einem alles so entgeht, wenn man immer nur im Baumarkt einkaufen geht... :shock: )
- Von Stahlwille kenne ich z.B. gebogene Ringschlüssel (nicht zu verwechseln mit gekröpften!), diese Serie heißt auch recht plakativ "Starter"... (ohne daß ich jedoch dafür garantieren kann, daß Du damit Erfolg bei Deinem konkreten Problem haben wirst)
Den Zahnkranz der Schwungscheibe kannst Du auch recht gut überprüfen, wenn Du den Blechdeckel zwischen Motor und Getriebe abnimmst (drei oder vier Schrauben). Motoren neigen dazu immer in einer oder mehreren bestimmten Kurbelwellenstellungen zum Stillstand zu kommen, dadurch spurt der Anlasser auch immer an diesen Stellen ein - mit anderen Worten: der Verschleiß der Schwungscheibenverzahnung muß nicht an jeder Stelle gleich stark sein.