Kippzylinder ausziehen

flo6300

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07. Nov. 2011
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Hallo,

ich hoffe dass wird jetzt keine doofe Frage.

Kann / darf man einen Kippzylinder ohne Betätigung der Hydrauliksteuerung auseinander ziehen?

Dachte es mir so, dass der Steuerhebel in Schwimmstellung ist, und ich die Pritsche mit Kran oder Stapler hoch hebe.

Kann man das machen, oder ist dann Schaden am Zylinder oder an der Hydraulikanlage vor programmiert?

Gruß

Florian
 
Hallo Florian,

so schnell geht der Kipperzylinder nicht kaputt.

Wenn Du ihn ausziehst, achte darauf, dass möglichst warmes = dünnflüssiges Öl in ihn hineinfließen kann. Und ziehe gaaanz laaangsam. Sonst kriegst Du über die Dichtungen Luft rein. Und die geht freiwillig nicht wieder raus.

Am besten ist jedoch, Du ziehst gar nicht, sondern pumpst nur.
 
Okay.
Ich überlege nämlich noch, wie ich die Pritsche am besten abhnehme.
Da ich die Beiden Schrauben unter der Pritsche von der Kugelpfanne lösen wollte, dachte ich, alle vier Verriegelungen an den Ecken lösen, anheben, und Schrauben raus.
Gekippt wollte ich die nämlich ungern lösen.
 
Hallo Florian,

ich würd die Pritsche kippen, feststellen mit Kantholz oder ähnlichem, Schrauben lösen, Pritsche mit Kran ablassen, dann an allen 4 Ecken anschlagen und abheben.

So hab ich das gemacht.

Grüsse: Hugo
 
flo6300 schrieb:
Okay.
Ich überlege nämlich noch, wie ich die Pritsche am besten abhnehme.
Da ich die Beiden Schrauben unter der Pritsche von der Kugelpfanne lösen wollte, dachte ich, alle vier Verriegelungen an den Ecken lösen, anheben, und Schrauben raus.
Gekippt wollte ich die nämlich ungern lösen.

Moin Florian,

2 Bolzen gesteckt, Hebel in Schwimmstellung, Pritsche mit Stapler "kippen", an der Kugelpfanne lösen und wieder ablassen, dann die Steckbolzen entfernen und Pritsche abheben.
 
Hallo Florian,es müsste auch so gehen,Hydro-Verschraubung abschrauben sodass Luft in den Zylinder kommen kann,dann dürfte das Ausziehen keine Probleme bereiten und als Zugabe man sieht den Zustand der einzelnen Stufen.

Grüße, Manfred Manimog 411
 
Hallo zusammen,

@ Florian um welchen Unimog geht es denn?

Beim 403/406 usw. geht es ganz einfach, ohne Luft in die Hydraulik zu bekommen.

Ganz normal nach hinten kippen, Brücke gegen senken sichern, die Muttern am Zweilochflansch im Topf der Brücke abschrauben.

Dann die Sicherungskonstruktion entfernen und die Brücke ganz normal mit Schwimmstellung absenken. hintere Stecker ziehen und Brücke abheben.

Ganz einfach, bei den anderen Baureihen wird es nicht anders sein.

Gruß Lothar
 
@ Lothar
so werde ich es dann machen.
Klingt auch logisch, nur wenn man es noch nie gemacht hat, lieber mal fragen.

Es handelt sich um einen 406.121

Gruß
Florian
 
So, ich habe die Pritsche runter.

Habe es so gemacht, wie Lothar es geschrieben hat.
Jetzt habe ich mich jedoch etwas gewundert.
Kaum war die Pritsche runter, schob sich der Zylinder, wieder wie von Geisterhand, ca 20 cm aus.

Ist das normal, oder stimmt da etwas mit der Hydraulik nicht?
Hydraulik Steuerhebel war in Schwimmstellung.

Gruß

Florian
 
Um nochmal auf das Ausschieben des Zylinders zurück zukommen:

Ist dieses evtl normal, da der Gegendruck der Pritsche fehlt, oder ist die Schwimmstellung am Hydrauliksteuergeröt verstellt?

Gruß

Florian
 
Hallo Florian,

wenn sich der Zylinder "wie von Geisterhand" bewegt, ist das nicht normal, sondern der bereits in den Zylinder gelangten Luft geschuldet, die sich dann ohne äußere Last und damit geringerem Druck ausdehnt. Also doch normal, aber sicher nicht beabsichtigt :wink:
 
Hallo Florian,

hier noch ein paar Tipps, wie man die Luft wieder herausbekommt:
1. Zylinder ganz ausfahren, am besten mit Pumpen, notfalls mit Ziehen
2. Zylinder ausbauen
3. Zylinder auf den Kopf stellen
4. Schnellkupplung entfernen, Zylinder leicht neigen und Zylinderanschluss offen an die oberste Stelle positionieren
5. Möglichst warmes Öl einfüllen, bis er ganz gefüllt ist
6. Ein paar Minuten stehen lassen
7. Schnellkupplung wieder montieren unter Eindrücken des Zylinders, so dass bis kurz vor Abdichtung der Verschraubung Öl austritt. Verschraubungen dicht ziehen.
8. Zylinder einbauen und anschließen
9. Zylinder eindrücken (in Schwimmstellung Ventil)
10. Füllstand im Tank kontrollieren und ggf. richtig stellen
11. Entlüftet und betriebsbereit

Guten Erfolg!
 
Hallo Christoph,

eine Verständnisfrage an Dich als Hydraulik-Experten und zu der Fehlerbeschreibung oben habe ich noch.

Wenn das Betätigungsventil für den Kippzylinder in Schwimmstellung ist sollte doch das Öl aus dem Kippzylinder zurück in den Tank gedrückt werden bis sich ein druckloser Zustand einstellt. Wenn dem so ist kann doch eigentlich die möglicher Weise im Zylinder vorhandene Luft nicht komprimiert sein. Der Luftdruck muss sich doch ebenfalls über das Hydrauloksystem abbauen.

Anders wäre es, wenn sich der Hydraulikdruck nicht ganz abbaut, dann ist aber der Fehler nicht (nur) die Luft im Zylinder sondern auch noch irgendwo anders im Hydraliksystem, zb. ein zugesetzter Filter.
 
Hallo zusammen,

möchte auch meinen Senft dazugeben.

Ich habe meinen Kippzylinder gewechselt. In eingefahrenem Zustand. Klar.

Dann habe ich den Schlauch vom Steckanschluß zum Zylinder an der Drehverschraubung entlüftet. An sich vernachlässigbar, macht nur Sauerei.

Bei eingefahrenem Kippzylinder kann also nur im kleinsten Zylinder Luft sein. Wegen der paar cm³ unbedeutent.

Kann schon sein, daß diese Luftblase den Zylinder leichter ein wenig anheben kann, als das Öl in den höher liegenden Tank zu drücken.

Florian kann nun, falls ihn das stört, den Schlauch an der Steckkupplung trennen und nach unten hängen lassen. Die Schwenkverschraubung ein wenig lösen und den Zylinder nach unten drücken, somit etwas entlüften.

Luft ist dann wohl immer noch drin, aber der Zylinder wird nicht mehr angehoben.

Wenns wirklich stört, meine ich.

Gruß Lothar
 
Hallo Jürgen,

Du hast Recht: Wenn Schwimmstellung geschaltet ist, kann der Zylinder nicht "von Geisterhand" ausfahren. Aber Florian hat dies wohl beobachtet, als der Schieber in Sperrstellung war. Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.

Hallo Lothar,

auch Du magst Recht haben, dass in der Praxis eine kleine Luftblase nicht stört. Jedoch nur mit dem oben beschriebenen Verfahren kriegst Du die Luft zuverlässig raus. Besonders, wenn evtl. in der Zuleitung (Stichleitung!) auch noch Luft drin ist. Bei kleineren Luftvolumina kann man natürlich mit kleineren Maßnahmen - und Glück - Erfolg haben.
 
Vielen dank erstmal für die reichhaltigen Antworten.

Aber nun frage ich nochmal ganz doof von Anfang an...

Ich kann den Steuerhebel zum Senken nach unten drücken, zum Heben zu mir ziehen. Dann gibt es dazwischen eine Mittelstellung, Hebel wird nicht bewegt.

Und dann kann ich den Hebel noch Richtung Lenkrad drücken, wo er einrastet. Dieses ist doch die Schwimmstellung, oder?

In zu letzt genannter Stellung fährt der Zylinder tatsächlich wieder aus. Wenn der Mog etwas länger läuft, fährt er dort sogar wieder ganz aus.
 
Hallo Florian,

das Gestänge muss natürlich richtig eingestellt sein.

Hoffentlich kannst Du anhand des folgenden Schaltplanes die Funktion nachvollziehen und das Gestänge entsprechend anschließen.

Und ja, die hochgezogene gerastete Schaltstellung ist die Schwimmstellung, erkennbar an dem h im Schaltsymbol, das A und B bzw. C und D mit Tank verbindet.
 

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