temperaturmessung Vorgelege??

Philjf

New member
28. Mai 2006
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Servus zusammen,

hat jemand Erfahrung mit Sinn und Unsinn einer Temperatur Messung des Vorgelegeöls?

Ist ja ein neuralgischer Punkt an den 404, vorallem bei den Dieselbuben wie mir.

Habe immer Panik, dass mir mal unbemerkt das Öl aus den Portalachse verschwindet und ich havariere.

Könnte man nicht mit einer Temp. Messung schon frühzeitig erkennen, ob ein Vorgeleg trocken läuft, oder fest geht, oder sonst was ist??

Hat man überhaupt die Möglichkeit nen Fühler in einen Ölsumpf zu bekommen, oder ist von dem bischen Öl in den Vorgelegen im Betrieb alles im Umlauf (Ölnebel)??

Traumhaft wäre es einen Fühler in die mittlere Kontrollschraube der Vorgelege zu integrieren, da man recht schnell merken würde wenn er ins "Leere" misst wegen Ölverlust.

Bei einem Fühler in der Ablassschraube kann ich Ölverlust nur über leichte Temp. Zunahme messen.

Sind die Gedanken Blödsinn, oder hat das einer von euch schon mal durchgekaspert?

Meine ich hätte hier vor 3-4 Jahren mal sowas gelesen, kann aber leider nix mehr finden.


Dank euch.

Grüssle,
Philip
 
Hallo Philip
Das Thema bereitet mir immer wieder auf meinen Reisen und Ausfahrten ein flaues Gefühl im Magen.
Bei jeder Pinkelpause schaue ich nach der Vorderachse.
Habe schon neuere Unimogreisefahrzeuge mit Temperaturfühlern in den Vorgelegen gesehen - weis nicht obs was bringt?
Bin im Frühjahr 5 Wochen durch Italien und Tunesien gehagelt ohne einen Tropfen öl zu verlieren.
Im Sommer hat auf einer Wochenendtour dann ständig Öl aus den vorderen Radvorgelegeentlüftungen herausgedrückt.
Ich war ständig am Nachkippen.
Nach der Tour habe ich die Öle gewechselt und seit dem ist wieder Ruhe.
Im Herbst sind wir 2000 km Sardienen mit scharfen Autobahnetappen gefahren und kein Ölproblem gehabt.
Dieses Spiel zieht sich bei meinem Mog so die letzten 15 Jahre hin.

Ich vermute wenn sich eine gewisse Menge Feuchtigkeit im Öl ansammelt, verdampft diese bei bestimmten Temperaturen und drückt Öl raus.

Ich hatte vor Jahren auch an der Hinterachse einen unsichtbaren Ölverlust im Radvorgel.
...alle Lager kaputt.
Der Unimog Murr bietet einen Überlaufsystem an welches solche Schäden verhindern soll.
Ich schwöre auf Kontrolle ca. alle max. 1000km und häufigen Ölwechsel.

Bin für hilfreiche Tips aber aufgeschlossen.

Gruß Wolf
 
Hy
das ist ein richtig gutes Thema die Frage beschäftigt mich gerade im Moment wo ich mal wieder ein Vorgelege wechseln muß, nämlich auch!
Nur wie in den Griff kriegen??

Einen Behälter anzuschließen etc., ist nicht das Thema, nur wie bekommt man den Ölstand gemessen zumal ja beide Werte relevant sind.
Zuviel ist ja genauso schädlich wie zu wenig!
Da habe ich schlicht keine Idee.
Gerade bei den Langstrecken Diesel 404, taucht das Problem ja auch immer wieder mal auf.

Für ne Lösung wäre also eine günstige und zuverlässige Meßmöglichkeit gefragt.

Tschau Torsten
 
guude,

wie wäre es mit "Ölschaugläsern"?
http://www.norelem.de/cms/wm?catId=1696&CmiProdId=620896368cb2ec0cef4a0227966296d2&showTables=true&nextFamily=false
oder "Ölstandsanzeigern"? die sind halt in heftigem gelände möglicherweise problematisch, gibts aber mit thermometer!
http://www.norelem.de/cms/wm?catId=1696&CmiProdId=4490af27ad5b508c57c2f84e9b063746&showTables=true&nextFamily=false

mit gruß, justus.
 
Servus die Buben,
sieht wie immer genial aus was der Franz gezaubert hat.

Hätte ich das nötige Kleingeld, würd ich nicht lange rummachen und mir sowas bestellen.

Hat jemand die Funktionsweise voll durchschaut?

Wär ja was tolles zum nachbauen für meine Lehrlinge :lol:

Ist ein offenes System mit Steigbehälter in dem sich das Öl ausdehnen+"beruhigen" kann und dann über geodätischen Druck langsam zur Ausslasschraube zurückfliesst.
Die richtigen Leitungsquerschnitte zu finden, dass das Öl den Richtigen Weg findet stelle ich mit kniffelig vor.

Wenn der Behälter transparent ist - wenigstens stellenweise- dann sieht man ja sofort wie´s um den Ölstand bestellt ist.

Funktioniert das Ding so, oder liege ich falsch??

Gruss,
Philip
 
Justus Meister der Recherche :wink: , schau mal ob du was findest was min/max und Temp anzeigt und dieses mit 12V/24V an eine Anzeige liefern kann!

Tschau Torsten
 
danke für die blumen,

nur die temp zu messen halte ich nicht für das richtige, ist der ölstand zu niedrig oder gar nicht mehr vorhanden ist auch kein medium zum messen an den zu heißen stellen mehr da. ich halte den füllstand für das wesentlichere.
die temp ließe sich mittels mehrerer fühler, die über schalter mittels des motoröltempanzeige-gerät abgefragt werden, messen.
ansonsten z.b. so etwas:
http://www.omega.de/produkt/t2/pt100-pl.html

mit gruß, justus.
 
hm

hab ich Temp geschrieben, mist :oops: :oops: ich meinte schon den Füllstand, genau der ist relevant min und max sollten erfasst werden!

Tschua Torsten

PS. ich meinte schon was ich sage, was du so alles im Netz findest da bin ich zu doof für! Respekt.
 
guude Torsten,

ich habe Dein lob als ernstgemeintes mit dank angenommen.
wäre das nach Deinen vorstellungen:?

http://www.ganter-griff.de/?cmd=normblatt&guid=7faf4349-cbf7-4895-89fa-3666abf20620&LCID=1031&pageID=14

was mir daran nicht gefällt, ist die mangelnde redundanz. wenn ein kabel ab ist, kommt auch keine meldung wenn man sie braucht.
wir sollten mal ausknobeln, wo sich an den vorgelegen und an den diffs die ölstands/temp anzeiger einbohren lassen.
auf bald in Deiner werkstatt, justus.

ps.: suche ein muster der seitlichen frostschutzplatten vom m180 um mal das vorwärmen mittels tauchsieder anzugehen.
 
Hallo Zusammen,

klingt ja recht interessant, Eure Diskussion, und könnte ja auch für die kleinen 411er etwas abfallen :wink:

Aber eine Frage bzw. Denkanstoss zu dem letzten Beispiel von Justus hätte ich dennoch. Diese Anzeige mit elektrischem Schalter muß ja "außen" irgendwie auf das Radvorgelege geschraubt werden und hat logischerweise Verbindung zum Ölkreislauf.
Was passiert nun wenn dieses Röhrchen beschädigt wird. Schließlich kann es vorkommen, dass unsere Radvorgelege nicht nur auf guten Strassen unterwegs sind. Ein Defekt des Röhrchens ist wohl mit dem Verlust der Schmierung für das betreffende Radvorgelege gleich zu setzen.
 
@ Jürgen,

auf das definitiv marginale risiko hatte ich in meinem ersten posting zum thema schon hingewiesen, u.a. bin ich deshalb auch kein verfechter der elektrischen lösung.
aber- wer nach heftiger bodenberührung oder feindfahrt nicht unter seinen mog schaut..... . die teile sind in der metallgefasten ausführung wohl auch sehr robust.

guude allerseits,

ich bestelle mal

ölschauglas 28004-2251815 B mit Reflektor 25 M18x1,5 ,
ölstandsanzeige 28000-207610 B mit Thermometer M10 bohrungsabstand 76 mm

dan schaun wir mal.

mit gruß, justus.
 
guude Ti,

wenn Du richtig gelesen hast und auch die hintergründe der Franzschen entwicklung kennen würdest, wüsstest Du, daß es das prob des überschäumens und des folgenden kapilarischen abpumpens des öls beim 404 nicht auftritt.
es geht hier darum, rechtzeitig mittels professioneller maschinenbauelemente ölverluste erkennen zu können, daß die temp dabei mit gemessen wird ist außerdem ein schöner nebeneffekt.
ich halte eher die originallösung mit füll- und prüföffnung für eine unfertige und veraltete "Spielerei".

guden noch, justus.
 
Es ist wie Justus es sagt, die Probleme sind nun mal unterschiedlicher Natur, es ist auch stark anzuzweifeln das es ein Entwicklung für die Zitat: "Low Cost 404Fahrer" von ihm geben würde.
Nach etwa 20000km mit Diesel und schwerem Hänger habe ich zudem ein ausgeglühtes Vorgelege das ich gerade wechsle, es bedarf bei 404 also zumindest bei meinem ,eben auch einer größeren Kühlung da es offenstichtlich überhitzte bei längeren Autobahnfahrten.
Und das obwohl das bischen Öl dort blieb wo es hingehöhrt.

Schon das Wort Vorgelegeentlüftung unterscheidet sich ganz stark von Ölstandskontrolle/Kühlung. :wink:

Tschau Torsten
 
Das sieht Interessant aus, lässt sich mit einfachen Gebern bestücken für max/min Temp wäre auch möglich und ist klein 75mm, mal sehn wie die preislich liegen hab mal den Preis angefordert.

Tschau Torsten

http://www.hbe-hydraulik.de/deutsch/prod_zeig.php
 
Hallo,

@ Justus

nicht nur in festen Bahnen denken, gelle!

Wenn der Behälter als Ausgleichbehälter genutzt wird, habe ich ein größeres Volumen und dadurch auch keine Überhitzung. :roll:
Und wenn ihr es blickt, dass das Öl zu heiß wurde, ist der Schaden im Vorgelege sowieso schon drin.
Den Ausgleich erreicht man mittels unterschiedlicher Röhrchen im Behälter.

wenn Du richtig gelesen hast und auch die hintergründe der Franzschen entwicklung kennen würdest, wüsstest Du, daß es das prob des überschäumens und des folgenden kapilarischen abpumpens des öls beim 404 nicht auftritt.

Sind solche Angiftungen hier normal? Ich kenne die Hintergründe zur Vorgelegeentlüftung. Nur darf man dabei nicht immer so beschränkt denken. Kann auch anders genutzt werden!


Ti
 
guude Torsten,

die teile sehen sehr gut aus, zumal es sie als öffner gibt. da hast Du auch bei kabelbruch eine meldung. nichts ist schlimmer, als eine sicherheitseinrichtung deren fehlfunktion nicht erkannt wird.
ich muß in kürze nach enkheim, dann schaun wir mal, wo die schaugläser unterbringbar sind. die bohrmaße der beiden hersteller sind gleich.

mit bestem gruß, justus.

@Ti,

normalerweise regiere ich auf anonyme schreiber nicht, oder heißt Du Ti?

die 404 vorgelege sterben, soweit mir bekannt, an ölmangel. die überhitzung tritt in folge dessen auf.
und keine sorge, mir liegt nichts ferner, als sklavisch nach lehrbuch zu handeln, auch wenn Du es als "Spielerei" abtust.

so long, justus.

ps.: der Franzsche behälter ist übrigens ein ausgleichsbehälter, der das ausgeworfene öl aufnimmt und wieder dem vorgelege zuführt. es handelt sich nicht um einen zusätzlichen ölvorratsehälter.
 
hallo ti,

um das volume zu erhöhen müsstes du einen behälter auf höhe des vorgelegeölniveaus bauen. der behälter würde dann unterhalb des achskörpers sitzen. und somit im gefahrenbereich.

wie sieht es eigentlich aus wenn nicht mehr genug öl im vorgelege ist?
dieses müsste doch eigentlich heisser werden, somit würde mann schleichenden verlust zumindest festellen können.

gruß , peter
 
Naja in der Praxis sieht das so aus, der Simmering gibt auf der BAB seinen Geist auf und du hälst ja auch nicht alle 10min an und guckst nach.
Ergo fährst du weiter und Tschüss Vorgelege.
Schleichend sieht man eigentlich sofort da ein kleiner Tropfen auf der Felge sofort ne riesen sauerei gibt oder die Brems nachlässt weil verölt.
Bei mir war das so, das es überhitzt ist weil ich ca. 400km am Stück mit schwerem Hänger im Hochsommer auf der Bab unterwegs war, zu Hause angekommen (schwein gehabt) fings dann an zu knirschen.
Ich muß dazu sagen das ich mit Hänger momentan teilweise 0,8bar bis 1,2bar fahre (Dampfrad und Anzeige im Fahrerhaus, nehme wenn die gewünschte Geschwindigkeit erreicht ist einfach Druck weg oder regle nach wenn ich Leistung brauche) mit meinem Comprex was dann etwa 250 -300Nm (geschätzt, etwas stärker als der 617a meines Kumpels :wink: ) sind (PS müßte man messen dürften so 120-140PS sein in dieser Einstellung. Anders ausgedrückt mein 404 bügelt jetzt auch mit Hänger die Kassler Berge platt. Hat mich aber auch schon ein Hinterachsdif. gekostet isses mir wert! :twisted:
Diese große Belastung ist bei mir schuld für das zerstörte Vorgelege und nicht Ölmangel.

Tschau Torsten der im Moment auf dem Comprextrip ist.

Hy Justus

Ich überlege gerade ob ich nicht ein Stück Allu auf meine kleine CNC Fräse lege und so ne art Banane fräse die von der unteren Ablassschraube angefangen seitlich hochgeht eine der Öleinfüllschrauben mitnimmt usw..... dann eine vertiefung eingfräst für da Meßgerät damit das nicht vorsteht ne Makrolon Platte drüber als Zusatzschutz... hm ich muß mal was in diese Richtung basteln.