Unimog 2010, Vom Elsass zurück nach Deutschland

Das "Blubbergeräusch"
 

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Das "Blubbergeräusch"
 
Hallo Winni
- Sprit blies an der Leitungsverschraubung zur Einspritzdüse Zyl. 3 heraus. Mit nachziehen war es nicht dicht zu bekommen.
Vermutlich ist am Kopfnippel ein Haarriss. Das kommt gerne vor, wenn die Leitungsanschluss nicht genau senkrecht in die Einspritzdüse oder den Pumpenanschluss mündet und mit der Überwurfmutter etwas Nachdruck "dichtgezogen" wird.
 
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Die große Abräumaktion zur Demontage des Zylinderkopfes hat bereits begonnen. Das kleine Rohr zur Entlüftung der Wasserpumpe hat Durchgang, ...das ist ja schon mal etwas positives 😀.

Die Kipphebel und Stößelstangen sind auch schon raus. Morgen geht es weiter mit der Luftansaugseite...
 

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Der Zylinderkopf ist gezogen und macht m.E. auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Zumindest sind keine verbrannten Ventile oder umliegende, verbrannte Bereiche vorhanden. Die Oberfläche macht den Eindruck, als ob sie schon mal geplant (überfräst) worden. Vielleicht läßt sich dies auch anhand der Kopfhöhe 106mm, die ich gemessen habe, feststellen. Blick dazu ins Werkstatthandbuch folgt.
Den Zylinderkopf schaue ich noch genauer an. Hier z.B. Ebenheit, Ventilsitze, Reinigungsbedarf....

Nachdem es ja im Bereich des 3. /4. Zylinders etwas herausgeblasen hat, war ich erstaunt, dass die Dichtung zwischen 1. und 2. Zylinder durchgebrannt ist. Beim lösen der Zylinderkopfschrauben fiel aber auf, dass diejenigen im o.g. Blasebereich weniger fest angezogen waren.

Die Zylinderkopfschrauben waren (abgesehen der unterschiedlichen Längen) wie auf dem Foto gezeigt. Spontan also nicht als Dehnschrauben erkennbar. Auch das will ich mir noch genau ansehen.
 

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Auch der Motorblock und die Zylinderlaufflächen machen optisch einen guten Eindruck.
Kolbenmaß ist 74,95mm, damit also auf Ursprungsmaß.
 

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Zylinder 1 und 4.
 

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Fotos Zylinderkopfhöhe / Kolbenmaß.
 

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Die Oberfläche macht den Eindruck, als ob sie schon mal geplant (überfräst) worden. Vielleicht läßt sich dies auch anhand der Kopfhöhe 106mm, die ich gemessen habe, feststellen. Blick dazu ins Werkstatthandbuch folgt.
Mit Blick ins Werkstatthandbuch Seite 01-2/2 darf der Zylinderkopf um max. 1,3mm bis 1,5mm auf höchstens 104,5mm in der Höhe abgenommen werden. Damit ergibt sich also für Neuzustand eine Ausgangshöhe von 106mm.
Fazit: der vorliegende Zylinderkopf dürfte also noch nicht nachgefräst worden sein.

Erste Aktion ist nun die Ebenheit des Zylinderkopfes zu prüfen.
 
Hallo Helmut
Danke für deinen Tipp. Da schaue ich natürlich gerne nach. Hab spontan aber noch keine Idee, wo genau diese sitzen.

P.S. Bei mogparts sind diese als momentan nicht lieferbar bezeichnet. Aber bei Niemöller wohl vorrätig.
 
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Und dann war da noch die kürzlich zugunsten der Unimog-Community von Peter veräußerte Silberne Preismünze. Mit ihrer ausgeprägten Patina hat sie an meinem U2010 einen passenden Platz gefunden.
 

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Nun habe ich mich mal etwas dem Zylinderkopf gewidmet.
Die mit einem Haarlineal kontrollierte Ebenheit sieht längs/quer/diagonal gut aus. Bekam nur an 2- 3 Stellen knapp eine 0,05mm Fühlerlehre drunter. Hier sehe ich also keinen Bedarf, den Kopf zu planen.
Die Dichtigkeit der Ventile hab ich im ersten Schritt durch aufgießen von Spiritus überprüft. Hier floss im Zeitraum einer halben Stunde nichts erkennbar weg. Dasselbe dann wiederholt und über die Ansaug-/Auslasskanäle mit einem Werkstattsauger Unterdruck erzeugt.
Hier war dann minimal ein abnehmen des Levels erkennbar. Aus meiner Sicht sind die Ventilsitze also recht dicht. Evtl. nehme ich die Ventile aber doch noch raus und schleife/ poliere per Handmethode die Sitze nach.
 

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Auch die Kugelstifte der Vorkammern hab ich angesehen. Deren Stifte sehen passabel aus. Das anhängende Foto steht für den Zustand aller vier.

Die Vorkammern mindestens von Zylinder 3 und 4 plane ich aber trotzdem zu ziehen, nachdem sich beim Herausschrauben der Einspritzdüsen (mit Halter) Öl zeigte. Evtl. ist jeweils die Dichtung zwischen Vorkammer und Zyl.kopf undicht oder die Dichtung zwischen Einspritzdüse und Vorkammer. Beides habe ich schon bestellt. Die letztgenannte Dichtung wird bei allen Zylindern ersetzt, zumindest an Zyl. 2 war sie recht unsymetrisch verdrückt, also unsauber eingelegt.
 

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Desweiteren bin ich Helmuts Empfehlung gefolgt und habe nach Wasserverteilern im Zylinderkopf gesucht. Diese scheinen in der Tat weggerostet zu sein.
Von den beiden Versionen scheint derzeit nur eine lieferbar zu sein.
Die Frage ist, ob damit eine Montage derselben überhaupt sinnvoll erscheint.

Zu guter Letzt habe ich das Thermostat im Wasserausgleichsbehälter noch auf Funktion überprüft. Bei Kaltwasser läuft minimal etwas durch. Bei 80°C öffnet es dann deutlich. Soweit also ok.

Ersatzteile wie Dichtungen, Zylinderkopfschrauben usw. sind bestellt. Und auch Ersatz für die immer leicht tröpfelnde Wasserpumpe.
 
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Hallo Winni
Von den beiden Versionen scheint derzeit nur eine lieferbar zu sein.
Die Frage ist, ob damit eine Montage derselben überhaupt sinnvoll erscheint
es wird mehr oder weniger regelmäßig von Problemen wegen durchbrennender Zylinderkopfdichtung ohne erkennbare Ursach schon nach kurzer Laufzeit berichtet. Die Teile unterscheiden sich in der Größe. Eine verkleinerte Kopie wäre mit etwas Detailarbeit herstellbar.
 
Hallo Helmut
Ja, so eine Nachbildung ist vermutlich machbar. Eine Zeichnung, aus der man sieht, wo die Wasserverteiler platziert werden, konnte ich nicht finden. Aber auf dem Foto hab ich die vermutlichen (!) Positionen mal eingekreist. Zumindest scheinen hier Konturen evtl. eingepresster Teile erkennbar zu sein.
 

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Hallo Winni
Ich habe dir ein Bild angehängt, wo die Wasserverteiler erkennbar sind.

Gruss und frohes Schaffen
 

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Guten Morgen Norbi
Danke für das Foto. Ich schaue mir dann nochmal meinen Zylinderkopf an.
 
Das Rätsel um die Wasserverteiler ist dank eurer Hilfe nun auch gelöst.
Alle sechs habe ich gefunden. Die vier kleineren davon sind intakt. Am größeren Wasserverteiler im Bereich 1. und 2. Zylinder ist der Boden weggerostet. Der andere im Bereich 3. und 4. Zylinder ist intakt.

Folge ich nun Helmuts Gedankengang, dass wegerostete Wasserverteiler durchaus Ursache für unerklärlich durchgebrannte Zylinderkopfdichtungen sein können, passt das zur durchgebrannten Stelle zwischen 1. und 2. Zylinder meiner Dichtung. Ein Glücksfall, dass gerade der große Wasserverteiler derzeit noch durch Fa. Niemöller lieferbar ist. Daher auch sofort bestellt.