Hallo Freunde,
es hat mir natürlich keine Ruhe gelassen, Schmerzen hin oder her, und ich habe heute doch mit der Analyse begonnen.
Also habe ich den ETrialMog zunächst vorne einseitig Links aufgebockt. Das Rad läßt sich dann schön leicht freidrehen wie es soll.
Als nächstes Druckluft auf den Kessel gegeben und die Sperre eingeschaltet, klack, die Sperre greift, das RAD läßt sich nicht mehr drehen. Weder Vorwärts noch rückwärts. Und auch nicht, wenn ich einen 55er Ringschlüssel mit etwas längerem Hebel auf die Zentralschraube setze und anschließen auf das äußere Ende des Hebels klettere und dort Wippe. Gut ich weiß, mein wippendes Eigengewicht ist noch weit unter den Kräften im Fahrbetrieb. Aber bei dem Fehler Crailsheim 2012 habe ich mit diesem Test bereits ermitteln können, dass die Sperre nicht hält.
Sperre wieder kurz ausgeschaltet. Sofort war das Rad wieder frei drehbar. Sperre wieder eingeschaltet und uupps Rad ist immer noch frei drehbar.
Also unter Stöhnen unter den ETrialMog gekrabbelt, gerutscht und siehe da, der eigentliche Sperrenhebel wird garnicht betätigt obwohl die Luftventile hörbar geschaltet haben. Etwas am Zylinder gewackelt und, klack, der Zylinder zieht an und Sperre wird betätigt.
Dieses Spiel konnte ich nun mehrfach wiederholen, manchma ging die Sperre gleich, manchmal nicht.
Nun habe ich den Zylinder in Verdacht, dass er innerlich vielleicht die Luft zwischen Druckseite und Druckloserseite diffundieren läßt. Daher den Zylinder abgebaut. Den Schlauch der drucklosen Seite entfernt. Wenn der Kolben undicht ist muß jetzt an dem Anschluß deutlich wahrnehmbar Luft aus treten. Passiert aber nicht.
Nun den Zylinder ganz drucklos geschaltet, der Kolben läßt sich von Hand leicht in der Arbeitsrichtung bewegen, irgendwelches ungewöhnliches Spiel ist an der Führung nicht zu merken. Die beiden Luftleitngen wieder angeschlossen und wechselseitig mit Druck beaufschlagt. Der Zylinder fährt aus und ein wie er soll, zeigt keine Undichtigkeit und läßt sich manuell nicht gegen den Druck bewegen. Der Zylinder scheint generell zu funktionieren.
Alles wieder zusammen gebaut und getestet. Gleiches Spiel wie vorher, mal geht es gleich mal eben nicht.
Tja, und dann habe ich eine mögliche Ursache nach Vergleich mit der Hinterachse gefunden.
Die Zylinder sind doppelwirkend ohne Rückstellfeder. Das heißt beim Ausschalten der Sperre wird der Kolpen und damit das Gestänke aktiv in die ausgeschaltete Position gedrückt und dieser Weg ist scheinbar an Vorder und Hinterachse bedingt durch individuellen Anbau der Zylinder vor über 16 Jahren (Vorbesitzer) unterschiedlich. So kann sich jetzt eine Selbstsichernde Mutter an der Vorderachse zwischen Achsantriebsgehäuse und dem Hebel am Excenterbolzen verklemmen. Der Excenterbolzen wird also beim Ausschalten etwas weiter gedreht als üblich.
Warum dies jetzt Auftritt und früher nicht beobachtet wurde kann ich derzeit nicht beantworten.
Jetzt habe ich den Arbeitsbereich etwas verkürzt und schon schaltet die Sperrenmechanik wieder jedesmal richtig. Bleibt zu hoffen, dass dies der tatsächliche Fehler war und nicht im Inneren an der Klauenkupplung noch ein weiterer Fehler vorliegt.