Achsschenkel / Bolzen / Lager - Falsche Werte im WHB

steelstyler

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28. März 2017
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Becklingen
Moin,

ich habe hier derzeit ein Problem wo ich auf der Suche nach der Lösung bin .

Mein 406 121 Baujahr 1987 mit G Achsen bekommt von mir gerade einen neuen Achsschenkelbolzen und einen neuen Rep Satz

Bolzen : A4163320374
Repsatz : A4163300012

Der Bolzen wurde mit einem Drehteil eingesetzt um das genaue Maß von 32,2 mm zu bekommen , dieses stimmt wirklich genau.

Nun Wollte ich gerade unten die Lager verbauen mit dem Klemmstück und den Druckstücken - Bolzen zu lang !

Wenn ich nur das Klemmstück nehme ( Das untere Teil wo der Schmiernippel eingesetzt ist ) und oben das Druckstück auflege ( Was oben drauf schwimmt und die Verbindung zum Bolzen herstellt )
fehlen mit 6 mm !

Der Obere Sitz ist ok , das obere Pendellager ist neu und sitzt so wie es soll , doch unten passt es einfach nicht.

Die im Schenkel eingefräste Nut , sitzt Oberkante bünding mit dem Bolzen.

Schenkel ist nicht verbogen.

Dann habe ich die andere Seite auf gemacht , da ist der Bolzen ca 26mm lang - Ich hätte den alten einfach messen sollen , egal wie kaputt er war , doch habe ich mich hier auf das WHB verlassen.

Wurden an den Achsen später noch Änderungen eingeführt was nicht gelistet ist ?

Meine Achsen haben innen auch Nadellager und keine Büchsen .

Ich kürze den Bolzen jetzt und schleife ihn auf richtiger Länge , das ist zwar mühsam und dauert seine Zeit , doch ist das besser als den Bolzen wieder raus zu holen.

Evtl kann jemand was dazu schreiben ob an den Achsen noch andere Maße eingeführt wurden.


Gruß Rene
 
Hallo Rene,

Da handelt es sich um einen Fehler im WHB.
Im Handbuch wird eine Seite vorher das Einbauwerkzeug skizziert und die Einbaumaße angegeben:

Achsschenkelbolzen oben Maß A: 18 mm
Achsschenkelbolzen unten Maß B: 23,5 - 0,5 mm

Auf der nächsten Seite ist das Maß B mit 32,2 mm falsch angegeben. Dies bestätigt auch die mir vorliegende "Service-Infirmation 33/42" von 01.89. Denn auch in dieser stehen für den U406 folgende Einbaumaße:

Achsschenkelbolzen oben Maß A: 18 mm
Achsschenkelbolzen unten Maß B: 23,5 - 0,5 mm (Länge L Werkzeug: 23,2 mm)

Bei den Achsschenkel-Reparatursätzen gibt es jedoch 2 unterschiedliche je nach FIN beziehungsweise Baujahr.

Viele Grüße
Florian
 
Moin Florian,

danke .

Ich habe eben auch nochmal nachgeschaut , es handelt sich wirklich um einen Zahlendreher im WHB !
Ich habe die Werte aus dem Bild genommen und nicht von den Werkzeug .

Dann werde ich mir mal eine Hülse drehen um den Bolzen gerade zu schleifen.


- sowas ärgert einem , alles neu , alles vorbereitet und dann solch ein Käse :roll:


Gruß Rene
 
Hallo Rene, bin an meinem 403 auch gerade am Achsschenkelbolzen dran, und glaube auch da von den 32,2 gelesen zu haben (nicht sicher). Wenn ich Dich richtig verstehe, hast Du auf Grund des Zahlendrehers im WHB den Bolzen nicht weit genug eingetrieben. Da müssten dann ja knapp 9mm fehlen, die Du dann am überstehenden Ende entfernen willst. Ist der Bolzen insgesamt zu lang, so, daß man bedenkenlos kürzen kann, oder steckt er dann nur teilweise im Achsgehäuse? Danke und Grüße Norman.
 
Hallo Norman,

Der Bolzen ist insgesamt nicht zu lang. Wenn er mit dem korrekten Maß eingebaut wird, muss er auch nicht gekürzt werden.

Die korrekten Maße habe ich oben geschrieben.

Viele Grüße
Florian
 
Hallo Florian,
das ist mir soweit klar. Meine Frage an Rene zielte eher darauf ab, ob ein Bolzen, der nicht weit genug in seiner Passung sitzt, sicher ist, oder ob nicht Auspressen und danach korrekt wieder einbauen sinnvoller wäre. Es sei denn, der Bolzen wäre lang genug, wo von ich bei einem Originalteil eher nicht ausgehen würde.

Grüße Norman
 
Hallo Norman,

der Bolzen sollte mit dem vorgegebenem Maß im "Achsrohr" sitzen, da die Kräfte über die Übermaßpassung und somit im Sitz des Bolzens übertragen werden. Eine kraftschlüssige Verbdinung über die gesamte Fläche / Länge ist hier von Vorteil. Die Schweißnaht dient lediglich als Sicherung. Daher sollte auch auf die richtige Schweißmethode (nicht zu viel Hitze) geachtet werden, um die Härtung des Bolzens nicht zu zerstören.

Bei falscher Montage sollte der Bolzen daher wieder ausgepresst und nicht einfach abgeschliffen werden.

Viele Grüße
Florian
 
Moin,

ich habe den Bolzen gekürzt indem ich mir eine Hülse , bzw. einen Stellring mit passender Schimm Beilage gefertigt habe um diesen dann auf Maß zu kürzen und auch plan zu bekommen.

Da der alte verschweißt war ( Ich denke diese wurden schon mal gewechselt ) musste ich so weit runter schleifen um die Wurzel weg zu bekommen , da hätten die 9mm nach oben auch nicht viel mehr bewirkt. - Ich werde ihn aber nach einer Gewissen Zeit kontrollieren ob er sich abnutzt oder etwas anderes nicht mehr passt.

Ich finde es auch etwas belustigend das wegen allem auf des WHB verwiesen wird, dann nutzt man es , findet 2 Fehler alleine bei dem Bolzen und manche Stimmen sagen dann : Jaaaa, das weiß man doch , oder : Das ist doch bekannt ...
Ich denke ehr das viele diesen Fehler auch gemacht haben , haben geflucht und es verdrängt. Dieser oder andere Fehler gehören zum Schrauben dazu.

Hier ist die komplette Liste vom Aufbau des Unimog zu sehen , das Thema Achsschenkel ab Beitrag 814. Wer nicht angemeldet ist wird mit Sicherheit mal einen Werbeblock sehen , doch die Bilder kann man groß machen.

https://www.deutzforum.de/index.php?thread/50355-steelstyler-und-sein-neuer-unimog-406/&pageNo=41


Gruß Rene
 
Hallo Rene,
steelstyler schrieb:
Ich finde es auch etwas belustigend das wegen allem auf des WHB verwiesen wird, dann nutzt man es , findet 2 Fehler alleine bei dem Bolzen und manche Stimmen sagen dann : Jaaaa, das weiß man doch , oder : Das ist doch bekannt ...
auf wen von uns soll sich das hier beziehen?
Ich habe Dir eine rein fachliche und informative Antwort gegeben, ohne jeglicher Wertung und jetzt wird einem so gedankt?
Ich habe mir auch Deinen Beitrag hier im Deutzforum gelesen, da schreibst Du folgendes:
"Und es gibt sie , die Leute die dann ganz gelassen sagen : Jaaaaa, das weiß man doch und man misst ja vorher auch den Bolzen - Von solch einer Klugscheißerei kommt es mir sauer hoch."
Da ich Dir auch geschrieben habe, dass man den alten Bolzen vorher besser messen sollte, gehe ich auch hier wieder davon aus, Du meinst mich. Wenn Dich meine Antwort in Deiner Ehre so eingeschränkt hat, tut es mir wirklich leid. Und anstatt froh zu sein, dass es ein Forum gibt, wo man Tipps bekommt, fährst Du hier so auf???
Aber kein Problem, ich gebe Dir einfach keine Antwort mehr und Du kannst Dir Deine Infos sonst wo suchen...

Sollte sich Deine obige Aussage nicht auf mich beziehen, ignoriere diesen Beitrag =)

Viele Grüße
Florian
 
Moin,

Florian , nein nein , dich meine ich damit keines Wegs ! Deine Antworten waren mir hilfreich also alles gut. - danke

Es gibt aber noch weitere Gruppen und andere Gespräche die man führt , da stößt man teilweise auf Menschen die die Weisheit mit Löffeln gefuttert haben. 95% aller Unimog Besitzer machen das aus der Hobbylaune , daher kann ich es nicht verstehen wenn es da welche gibt die so tun als hätten die das WHB geschrieben.

Ich habe im Vorfeld auch wirklich viel gelesen über diesen blöden Bolzen , denn die Versuche das Achsrohr zu zerstören ist sehr gering und da sollte es ohne Probleme umgesetzt werden. - Alles penibel vorbereitet und doch gab es Probleme - Lehrgeld eben.

Nun ist der Abschnitt erledigt, die Achse ist zusammen, das Spiel ist raus und die neue Schub und Lenkstange sind eingestellt.- :spitze


Gruß Rene
 
Hallo,
ich beziehe mich hier nochmal auf den "Zahlendreher": bei meinem alten Bolzen habe vor dem Ausbau ich auch ca. 32mm gemessen. Der neue würde sonst auch oben zu weit herausragen. Ich habe einen 1968er 406 mit F-Achse.

Gruß
Hal
 
Ich habe nochmal nachgemessen. Da scheint doch nicht der obere Teil des Bolzens herauszuragen, wenn man ihn unten 23,5 draußen lässt. Keine Ahnung, waraum der alte Bolzen so weit heraus war. Ich bin gespannt, ob der neue sich gut einschlagen lässt.

Gruß
Hal