AnalogoN's 406 - und noch ein paar andere Baustellen

Hi,

@Ingo: Danke für das Lob! Freu mich, wenn das hier auf Anklang stößt :D

Als ich den Rahmen und Anbauteile lackiert habe, habe ich in Ermangelung einer Alternative den alten Tank auch neu lackiert. Er war zwar dicht aber stark verbeult und auf der Unterseite wurde er wie auch der restliche Unimog schon mehrfach mit mäßigem Aufwand geflickt. Durch Zufall habe ich in der Nähe einen guten Tank, eine coole Motorhaube und auch so noch ein paar benötigte Kleinteile gefunden. Der neue Tank ist im Gegensatz zum alten innen in einem wirklich schönen Zustand und hat keine Dellen. Nur die Gewinde für Saugrohr und Tankgeber waren am Ende.

Also kurzerhand die Haltelaschen aufgebogen und den Ring über den Tankstutzen herausgefädelt.

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Die alten Schrauben waren schnell rausgeschnitten und von den Inbusschrauben wurde auf der Drehbank großzügig die Verzinkung abgedreht.

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Noch ein paar Schweißunkte und schon kann es wieder an den Einbau gehen. Das einfädeln ist zwar ein wenig mühsam, aber insgesamt war es eine schnelle Reparatur.

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Das ganze nur noch ein zweites Mal, Tank lackieren und fertig.

Lg
Joe
 
Hi,

mein Krummer war noch mit dem Originalen Hitzeschutz ummantelt, der Teilweise aber schon weggebröckelt ist. Da dem Baujahr nach es nicht direkt unwahrscheinlich war, dass da Asbest drinnen steckt wurde alles ordentlich mit Handschuhen und Atemschutz entfernt und fachgerecht entsorgt. Eine Hitzeschutz muss aber sein, also wieder auf zum Schrotplatz und die Niro Seitenwand von einem Industrigläserspühler extrahiert.



Um die Kanten weniger gefährlich zu machen und um das Blech ein wenig fester zu machen habe ich die ecken umgefalzt und über ein Rohr mit entsprechendem Durchmesser gebogen.



Wie auch schon bei der Instandsetzung der Kabine habe ich für die Montagebohrungen wieder ein Sickenwerkzeug gemacht. Schaut schön aus, verbessert die Steifigkeit und sollte auch verhindern, dass das Blech voll am Haltewinkel aufliegt und so zum Scheppern anfangen kann.



Sitzt, passt und hat Luft

Lg
Joe
 

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Hi,

ich bin gerade bei den Vorbereitungen über die Weihnachtsfeiertage die Hydraulikanlage wieder einzubauen. Statt dem händisch angesteuerten Ventilblock wird ein elektrischer Proportionalsteuerblock oberhalb des Batteriekastens eingebaut. Um die feine Ventiltechnik zu schützen wird auch ein großer Hochdruckfilter vor dem Block mit elektrischer Verschmutzungsüberwachung eingebaut.

Gestern habe ich mal die Pumpe geöffnet. Nachdem sie außen dick mit Dreck zugewachsen war wollte ich eigentlich nur die Dichtungen erfassen und bestellen.

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Du Pumpe war schnell zerlegt und auch gereinigt, nur was zum Vorschein kam war nicht besonders erfreulich. Du Pumpe wurde wohl nicht nur mit Hydrauliköl gefüttert.

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Beide Gehäusehälften sind seitlich stark eingelaufen und auch das eigentliche Gehäuse selbst hat schwere Beschädigungen. Der Zustand der Zahnräder ist auch nicht Ideal aber im Vergleich nicht so schlimm.
Bin mir beim weiteren Vorgehen jetzt ein wenig unsicher. Prinzipiell müsste es ja funktionieren, die beiden Gehäusehälften zu Planen und die stärksten Macken bei der Saugseite des Mittelteils zu entfernen. Dagegen spricht zum einen das nicht einfache Aufspannen und ausrichten der Teile und zum anderen waren diese Teile mit keiner für mich erkennbaren Dichtung versehen. Ein Abdichten mit Flächendichtung scheidet in meinen Augen auch eher aus. Genügend Platz für einen nachträglichen Einstich für einen O-Ring bietet das Ganze auch nicht. Das bedeutet, dass die Oberflächengüte Entsprechend hoch sein muss um metallisch zu dichten. Solche Verbindungen sind zwar schön, wenn sie Dicht sind, aber schwer zu reparieren, wenn sie es nicht sind.

Leider habe ich keine Daten welche Leistung die Pumpe vor dem Zerlegen noch gebracht hat, der Zustand lässt aber nicht auf viel hoffen. Mal sehen ob ich eine normale Pumpe verbauen kann. Nadelgelagerte Pumpen wären mir da jedenfalls nicht bekannt.

Achja, die Nadellager zerfallen, wenn man sie ausbaut..

Lg
Joe
 
Hi Joe,

Deine Fotos zeigen das typische Verschleißbild einer kaputten Pumpe, die vielleicht noch 100 der nötigen 180 bar bringt. Dazu kommen die Abdrücke größerer Fremdpartikel auf dem Mittelteil, die schon sehr heftig sind.

Selber habe ich noch keine Pumpenteile geplant. Zumal zusätzlich eine teure Beschichtung (Hartcoat) der Planflächen notwendig wäre. Doch mir wurde schon von solchen Maßnahmen berichtet. Wobei die Leistungsverbesserung nicht von langer Dauer war.

Denn es wurde wohl auf die Beschichtung verzichtet und die alten Zahnräder und Nadellager in ihrem Verschleißzustand wieder eingebaut. Durch das entsprechende Lagerspiel verkanten die Zahnräder unter Last oder legen sich an die Dichtspalte an, so dass gleich wieder Material abgefräst wird. Die Zahnräder müssen aber allseits von (Schmier)öl umgeben sein, dürfen also weder axial noch radial metallischen Kontakt haben. Bei einer intakten Pumpe sind also maximal wenige Spuren von durchgezogenen Partikeln zu sehen.

Bei einer Hydraulikanlage mit Schnellkupplungen sollte unbedingt auch ein hochwertiger Rücklauffilter mit ausreichender Kapazität vorgesehen werden. Der Hochdruckfilter ist natürlich ein zusätzlicher Schutz für die Ventile und Verbraucher.

Welche Ventilsteuerung genau hast Du ausgewählt?
 
Hi Christoph,

ich bin eh auch wenig von einer Instandsetzung der Pumpe begeistert. Die Beschichtung hatte ich dabei noch gar nicht bedacht. Von der Bearbeitungsseite wäre es interessant mit der Flächenschleifmaschine die Zahnradseiten nachzusetzen und entsprechend auch den Mittelteil zu bearbeiten. Dieselbe Motivation kann ich für die Aluseitenteile schon wieder nicht finden. Ich werde die Pumpe wohl wie sie ist wieder zusammenbauen und wenn irgendwann mal Zeit ist ein Schnittmodell als Mahnmal für die Notwendigkeit der Ölfilterung daraus machen. Bin ja beruflich auch in der Hydraulik tätig und es ist erschreckend, wie teils große Konzerne mit diesem Thema umgehen oder auch eben nicht umgehen.

Ich hab von einer vergangenen Inventur noch ein Roquet Vorsatzlager für Riementriebe liegen. Die Pumpe hat dann zwar Gleitlager, aber das sollte bei der geringen Einsatzzeit wohl nicht das große Thema sein.

Rücklauffilter ist momentan noch der originale angedacht, aber vielleicht lässt sich hier auch noch was anderes finden. Weiß noch nicht ob ich einen Filter im Tank will, oder zum Beispiel einen Spin-on im Leitungseinbau.
Ventiltechnik wird ein PSL 3 1/D von HAWE mit derzeit einer Sektion für einfachwirkende Zylinder mit nachgeschalteter Weiche für Pritsche und Anhänger Kippen sowie einer Sektion mit entsperrbaren Rückschlagventil für doppeltwirkende Verbraucher. Der Block lässt sich entsprechend mit weiteren Segmenten erweitern.

Für Vorschläge und Anregung was die Hydraulik angeht bin ich immer offen!

Lg
Joe
 
Hi Joe,

PSL 3 1/D - sehr edel! Da gehört eine neue Eckerle-Pumpe dazu. :wink:
 
Mal schauen wie groß das Budget vom Christkind ist. Die Eckerlepumpe samt allen Haltern schlägt ja auch mit ca. 900 zu Buche und so ein PSL Block gibts leider auch nicht umsonst :(
 
Hi,

bei den unzähligen Arbeitswochenenden mit meinem Bruder hatte jeder eigentlich immer seine eigene kleine oder größere Baustelle und so kann es schon passieren, dass man mal fast einen ganzen Tag nicht mitbekommt was der andere eigentlich treibt.



Bei dem Anblick bin ich dann aber doch stutzig geworden. Bei der Ersatzteilsuche für seinen Jaguar ist er in einem Shop auf Heizfolien zum aufkleben für die Rückspiegel gestoßen und hat diese kurzerhand geordert.



Leider sind sie nicht ganz so groß wie die Spiegel selbst aber auf einen Versuch haben wir es trotzdem ankommen lassen.



Den Halter anstatt aus Vollmaterial aus einem Restestück Hydraulikrohr nachgebogen, ein Loch in die Spiegelkappe und zwei in den Unimog gebohrt, alles mit Rostschutz behandelt, Kabeldurchführung angebracht, die beiden Kabel in einem kleinen Hüllschlauch eingezogen und schon sind die beheizbaren Außenspiegel fertig! Die Klappfunktion wird dadurch nicht beeinträchtigt. In der A-Säule wurden die Kabel dann hoch in den Dachhimmel gezogen, wo vor kurzen auch eine Dachkonsole mit Radioschacht und Schalter Einzug gehalten hat.

War jetzt schon einige Male bei feuchtem Wetter unterwegs und bin heilfroh, dass wir die Spiegelheizung eingebaut haben. Die kleine Folie schafft es sehr schnell den Spiegel vollflächig trocken zu bekommen!

Lg
Joe
 

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Hallo Joe

Hab auch einen U 65 neu aufgebaut ist aber schon ca 15 Jahre her !
War ebenfalls Bujahr 1966 der läuft heute in UK in Summerset !
Bei Garten und Holzarbeiten .

Gruss Ingo
 

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Hi,

freut mich, wenn es euch gefällt und vielleicht zum Nachrüsten animiert!

Über die Weihnachtsfeiertage ist leider alle Zeit in die Rostbeseitigung des Schwellers an meinem 4er Golf geflossen. Den Linken hab ich schon vor 2 Jahren gemacht. Der sah aber bei weiten nicht so Schlimm aus..



Jetzt ist alles wieder Heile und beide Schweller mit Hohlraumwachs geflutet. Sollte wieder die nächsten 25 Jahre halten.

Letztes Wochenende hab ich noch die letzte große Problemstelle angegangen und Teile des Pritschenrahmens mit den Kipplagern ersetzt. Diese waren schon mehrfach geflickt und ein abstecken für seitliches Kippen war auch nicht mehr möglich.



Die Querträger mit den Kipplagern sind schon fertig am Unimog, bereit für das aufsetzen, ausrichten und Festpunkten der Pritsche

Zwischenzeitlich ist unter dem Christbaum noch ein verspätetes Geschenk angekommen



Freu mich schon auf das Einbauen.

Lg
Joe
 

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Hy Joe
und hast du die Restaurierung schon beendet ? Denke im Sommer bist du sicher schon unterwegs gewesen !

Gruss Ingo PS mein >Unimog hatte auch mal eine W.. Nummer war bei der MA 45 bei der Stadt Wien im Einsatz