Deutz-Fahr 2-Teller-Kreiselmäher Baujahr 196?

Karl_Bauer

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28. Aug. 2002
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Guten Tag,

habe einen Deutz-Fahr 2-Teller-Kreiselmäher ausgeschlachtet. Er dürfte einer der ersten dieses Typ aus der Zeit um 1963 sein. Er hing an einem Deutz D 30.

Will das Getriebe mit der Riemenscheibe als abnehmbaren Antrieb für einen zusätzlichen Elektroantrieb am Holzspalter nehmen, zum Anstecken an die 3-Punkt-Aufnahme. Dazu müßte dann der ganze Antriebsstrang \"umgekehrt\" belastet werden. Also, eine kleine Keliriemenscheibe des E-Motor geht auf die Riemenscheibe des Winkelgetriebes; dieses geht auf den Zapfwellenstummel, dieser ist über die übliche glegenkwelle dann mit der zapfwellenbetriebenen Hydraulikpumpe des Holzspalters 14to verbunden. Bevor ich dem russischen Zoll die 100 kg Eisen vergolde, wollte ich erst mal feststellen, ob es überhaupt Sinn macht! Was haltet ihr davon?

Was mich jetzt interessiert ist die Übersetzung. Von der Zapfwelle geht es über ein Winkelgetriebe auf eine Keilriemenscheibe von ca. 500 mm Druchmesser. Diese ging dann auf den Messerantrieb, der nicht mehr vorhanden ist. Dort schien die Riemenscheibe ca. 15 - 20 mm Durchmesser zu haben.

Bei einer Nenndrehzahl von 540 U/min an der Zapfwelle dürfte sich dann eine Drehzahl der Messerteller von mindestens 540 x (50/20) = 1.350 U/min ergeben. Kann es sein, daß es die Messer so hoch drehen?

Eventuell hat jemand davon noch eine Betriebsanleitung?

Das Gerät ist in Deutschland, deshalb solche Fragen!

Danke und Gruß!
Karl
 
Hallo Karl,
habe die Uebersetzung 50/20 nicht so ganz verstanden, weiss aber von meiner Zeit als \"Landmaschinenschlosserlehrling\" (was fuer ein Wort), dass die Scheiben relativ hoch drehten und eine Drehzahl ueber 1000 U/min hatten bei voller Zapfwellendrehzahl. Kann mich nicht erinnern, ob der Winkeltrieb 1 zu 1 war. Wenn ja, kannst Du das Ding sicher \"rueckwaerts\" benutzen. Wenn nicht, wuerde ich vorsichtig sein, denn die Lager und Zahnraeder wuerden total anders belastet und ein verfruehter Schaden ist gut moeglich. Das alles haengt natuerlich vonn der Belastung ab. Toll, so viele Variable, in Russland, wie auch in Kanada ist eben alles moeglich. :D
 
Hallo Karl,
mach es nicht so kompliziert. Zwischen Zapfwellenpumpe und Spalter eine hydraulische Steckkupplung in Vor- und Rücklauf eingebaut und bei externem Antrieb einen E-Motor mit angeflanschter Pumpe, die ebenfalls mittels Schnellkupplungen dann satt der Zapfwellenpumpe das Gerät mit Öl versorgt. Motor mit Pumpe müßte es doch bei euch auch geben. Vor allem entfällt dann deine ganze Antriebsmimik, da geht allerhand Kraft verloren.
 
War jetzt plötzlich mal in Deutschland: Der Kreiselmäher hat kein Zwischengetriebe, sondern nur eine Welle mit der großen Riemenscheibe. Die Messer schlugen mit einer Geschwindigkeit von mehr als 1.000 U/min um sich.

Habe übrigens meinen Spalter (Herkules 14 to) jetzt in Moskau im Zoll. Am Montag lasse ich ihn abholen. Hofffentlich versacke ich nicht im aufgeweichten Lehmboden. So warm war der Spätmärz noch nie in den letztne 100 Jahren. Beim Mog sind die Filter zu, weil ich nach dem Volltanken sofort losgefahren bin. Wir konnten dne Tank immer noch nicht durchreinigen.

Die Voralpen ersticken derweil im Schnee. Baron von Münchhausen könnte isch heute Russland nicht mehr als Ort seiner Flunkerei auswählen!

Gruß! Karl