Hallo,
mal ein weiteres "kleines" Update zu meinem Unimog.
In der Zwischenzeit habe ich Helmuts hilfreiche Hinweise verfolgt und bei Gummiprofile Döpper passende Profile gefunden.
Von dort passt Dichtungsprofil 361 D gut für die 3 Heckscheiben. Es ist zwar etwas schmäler als das Original von Mercedes, aber die Scheiben sitzen feste drin.
An den Türen habe ich für die Scheibenführung 361 D entschieden. Die konnte ich noch nicht einbauen.
Am Unimog selber habe ich die Pritsche entrostet, Ösen für die Ladungssicherung eingeschweißt und die Bordwände mit neuem Holz versehen. Allerdings alles nicht perfektionistisch, da die Pritsche ja auch eh wieder benutzt werden soll. Die befindet sich zurzeit aber noch mit den Türen, Motorhaube und Dachluke beim Lackierer.
Desweiteren habe ich am Fahrerhaus gearbeitet. Dort wollte ich bereits möglichst viel wieder einbauen und vorbereiten, bevor ich es auf dem Fahrgestell montiere.
Dazu zählen neu bezogene und geschweißte Sitze.

Eine weiter überarbeitete Elektrik. Dabei habe ich wieder einen Warnblinkerschalter im original Mercedes-Stil verbaut, statt einen von einem Massey Ferguson. Außerdem habe ich noch ein 2 weitere Schalter im Armaturenbrett hinzugefügt. Einen für den Arbeitsscheinwerfer hinten, der an die Kabinenrückwand kommt und einen, um die Schneepflugscheinwerfer als Zusatzfernlicht zu verwenden - der habe ich nämlich auch welche Montiert. Vorbereitungen für eine 0-8-15 Scheibenwischwasser-Anlage gab es auch.
Das Testen steht noch aus, bis die restliche Elektronik vom Fahrgestell mit dem Fahrerhaus verbunden ist.
Am Fahrgestell habe ich ebenfalls den Motorkabelbaum erneuert. Dabei ist der Magnetschalter am Starter auch schon förmlich zerbröselt, genauso wie der Temperaturfühler für das Kühlwasser. Die Isolation der Kabel war auch Lückenhaft.
Eine weitere größere Baustelle für's Fahrgestell waren die Heckzapfwelle und ihr Lagerbock. Die Welle im Lagerbock und die Kreuzgelenke waren alle komplett verrostet, verpittet und vieles mehr, aber hauptsächlich nicht mehr brauchbar. Aus dem Lagerbock musste ich z.B. die Befestigungsschrauben vom Rahmen komplett ausbohren. Der Wechsel der Kreuzgelenke hat sich auch schwieriger erweisen, als erwartet. Der Ausbau hat nur noch mit der Flex funktioniert. Als Ersatz wurden 34 x 89 Kreuzgelenke gekauft, da die vorhandenen Bruchstücke danach aussahen. Obwohl die Augen der Welle und der Flansche jeweils zueinander parallel waren, waren die 89 der Kreuzgelenke zu lang. Mit etwas Zeitaufwand ließen sich die Kappen der Kreuzgelenke jedoch kürzer schleifen. Jetzt passt alles, mal sehen, wie lange das hält. Ich hoffe lange bei meiner Anwendung
Zusätzlich habe ich am Rahmen schon weitere Teile des "neuen" Heckkrafthebers gesäubert und mit einer neuen Schicht Schwarz versehen. Auch wenn einige davon noch überarbeitet werden müssen.
Wie in meinem anderen Beitrag bereits geschrieben, scheint da auch nicht alles zu passen. Ich habe Probleme mit dem Zylinderhalter.
Also dann ein Wechsel zu einer anderen Baustelle:
Ich habe mich dazu entschieden das Fahrerhaus schonmal auf den Rahmen zu setzen. Da ist jedoch noch nichts weiter angeschlossen. Das steht dann in der nächsten Zeit an, um zunächst ein rangierfähiges Fahrzeug zu bekommen und die Elektrikänderungen im Fahrerhaus testen zu können und vielleicht auch schon die Pneumatik mit den "neuen" alten Anhängersteuerventilen.
Es ist was länger her, dass der Unimog so weit zusammengebaut war. Ich hatte ihn auch kleiner in Erinnerung.
Allerdings muss ich sagen, dass die neuen Sitze sehr bequem sind. Auch weil die Verstellung jetzt wieder funktioniert.
Grüße
Sebastian