2 Thermostate?

Falls jemand die Lötarbeiten durchführen möchte:

Für die Flicken bietet sich Spaltlöten mit entsprechendem Lot und Flussmittel an. Da die Fläche recht groß ist, muss das Lot keine hohe Festigkeit haben. Das Auflöten sollte dann aber nach dem Einlöten der Rohrstutzen in die Flicken geschehen, wenn diese hartgelötet wurden. Denn wenn man sich für Weichlöten der Flicken entscheidet (z.B. mit S-Sn97Cu3, S-Sn97Ag3) sollten die Nähte an den Rohrstutzen nicht wieder aufschmelzen.

Für die Rohrstutzen bietet sich ggf. ein Fugenlöten (Hartlötverfahren >450°C) mit Messinglot B-Cu60Zn(Si) oder AlSi12 und Flussmittel FH21 an. Das hätte den Vorteil, dass bei Undichtigkeiten die Lötnaht mit Silberlot (Weichlot) nach dem Ausschleifen nachlöten lassen, ohne die Grundnaht wieder aufzuschmelzen.

Wer auf Flussmittel verzichten will, sollte ein selbstfließendes Lot mit Phosphor nehmen. (z. B. Kupfer-Phosphor-Hartlot, "Silphos").

Und das Flussmittel nachher gut abwaschen, da es korrosiv wirkt. Flussmittel sind nur wenige Minuten aktiv und sollten frisch sein. Nach max. 10 min, besser 5 min sollte der Lötvorgang abgeschlossen sein.

Dann gut löten...

Markus
 
mhame schrieb:
Wie sich doch die Erfahrungen gleichen :D

Moin,
Ich habs an der Stelle aber aber nicht verbockt :D Ich musste meinen Kasten damals nach Anleitung von Jochen Schäfer komplett trennen und neu verlöten - Die Naht war nach dem Entkalken undicht. Der Wasserkasten war oben auch verbeult. Hab die Beulen rausgedrückt und mir damit zwei Haarrisse in den Kasten gezaubert. Natürlich erst gemerkt als alles wieder eingelötet + dicht war.

Als Versuch um das alles nicht nochmal auslöten zu müssen hab ich die Stellen dann poliert, mit Uralt-Flussmittel S39 (Wahrscheinlich als Neukauf heute mit anderen, milderen Inhaltsstoffen) eingepinselt, kurz gewartet und mit einer portion Mut und dickflüssigem Karosseriezinn plus Brenner zugetupft:
image.php


Der "Versuch" hält bis jetzt dicht. Den Kasten habe ich dann noch außen gereinigt und schick gemacht.

Gruß
Alex
 
Alex,

wer sprach den von verbocken :?: Verbocken ist für mich, wenn es irreparabel ist. Das ist Erfahrung sammeln. Bevor Jochen den Kasten geöffnet hat, konnte keiner sagen, wie er innen aussieht. Ich wollte auch einen öffnen. Der ist poliert und beulenfrei, läuft aber leider über den Überlauf leer. Vermute einen Bruch des Röhrchens von Deckel/Stutzen aus dem Behälter. Ich habe dann aber einen guten bekommen und den anderen in den Keller gelegt, weil ich nicht wußte, wie er zu reparieren ist. Nach Jochens Bericht war die Ursache klarer, aber der ander funktioniert ja noch.

Haarisse kann man, wenn sie frisch sind, ganz gut löten. Sollte halt kein Kalk abgelagert sein, wie bei alten Wasserrohren. Hätte ich auch so gemacht. Ich gehe davon aus, dass es hält. Gute Fahrt.

Gruß
Markus

P.S.: heutige Flussmittel hätten bei Überlagerung sicher ihre Wirkung ganz verloren. :lol:
 
Soo, die Mutter ist ab und das Ei draussen. Ich habe es nun wie in der Wissensdatenbank beschrieben geöffnet - aber das was da drin ist geht definitiv nicht durch die Öffnung nach oben heraus. Das Loch ist zu klein.
Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass sich das Innenleben des Eis nach Öffnung relativ problemlos entfernen lässt - oder hab ich das falsch aufgesägt ?
Gruß
Tobias
 

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Hallo Tobias,

nicht aufsägen, sondern aufbörteln ist hier angesagt.

 

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....oder hab ich das falsch aufgesägt ?

Jo, das hast Du!

Zum Entnehmen des Th. öffnet man das "Ei" an der Bördelung.

Dann erhält man 2 Hälften

[album]4389[/album]

Nun kann man in das Untere (längere) Teil ein neues Th. einlegen und fixieren (mit Lot)...

(Ist hier zu erkennen)

[album]4390[/album]

und das Ganze (mit einem passenden O.Ring) zurück in das Ausdehnungsgefäß verbringen.

Dann die Überwurfmutter drauf, und fertig ist die Sache.

Aus dem oberen Teil des "Eies "könntest Du Dir einen Eierbecher basteln. :wink:
 
Hallo zusammen,

ich dachte, das Ziel wäre es, das "Ei" auszuräumen, wie in der Umbauanleitung zur Thermostatumrüstung auf 3-Wege beschrieben. Dann hätte Tobias alles richtig aufgesägt. Jetzt müsste er nur noch das Innenleben entfernen. Ich habe mangels Drehbank innen direkt am Rand ganz viele kleine Löcher gebohrt, den Kram entfernt und mit dem Geradschleifer alles schön glatt geschliffen.

Gruß Sebastian
 
Hmm, also in der Umbauanleitung steht man soll das Ei über dem Bund absägen. Hab ich gemacht. von oben her die Öffnung noch etwas vergrössert und das Thermostat entfernt. Der Bund - den ich nicht aufgebördelt- habe ist nun unversehrt und hoffentlich wieder dicht. Einziges Problem ist, dass die neue Mutter nicht gut aufs alte Gewinde passt. Geht sehr streng. Möglicherweise ist die Steigung anders ??!!
Evtl. löte ich mir doch noch das Reparaturgewinde auf. Hab ich bisher vermieden, nach dem Motto - never touch a running system....Bisher war das ja alles dicht.
Gruß
Tobias
 
Moin Tobias,

auf Deinem Bild ist leider nicht zu erkennen, wo das Gehäuse getrennt wurde.

Wenn die untere Hälfte wiederverwendbar geblieben ist, ist doch alles ok.


Ich kann mir nicht vorstellen, dass die neue Verschlussmutter mit falschem Gewinde gefertigt wurde.


...davon ausgegangen, dass sich das Innenleben des Eis nach Öffnung relativ problemlos entfernen lässt ...

Falsche Annahme: Der Außendurchmesser des Th. ist größer als der Innnendurchmesser des Gehäuses.

Deshalb würde ich immer die Bördelung öffnen!

Egal, was in der Umbauanleitung steht!!! :wink:
 
Die Bördelung wollte ich nicht öffnen weil ich Sorge hatte, dass hinterher die Auflagefläche für die Dichting nicht mehr plan ist. Ich hab jetzt einfach mit einem dünnen Sägeblatt die Öffnung vergrössert und dann ging das Thermostat problemlos raus. Mal sehen ob das nun alles wieder dicht ist....
Gruß
Tobias
 

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Soo, kleines Update...
Nun hab ich das Ei ausgeräumt, den Behälter gestrahlt, alles wieder zusammengebaut - aber die Kühlwassertemperatur kommt trotzdem nicht über 70 Grad. Thermometer und Thermostat am Zylinderkopf sind ja auch neu.
Ist das nun so in ordnung - oder sollte das Wasser wärmer werden ?

Gruß
Tobias
 
Hallo Tobias,

wenn es bei euch ähnlich kalt war wie bei uns, dann ist 70°C schon okay. Warte mal ab, bis es draußen 35°C ist, dann liegt er eher bei 90-100°C.

Auf dem Weg in die Rhön lagen wir nach stundenlanger zügiger Fahrt mit Anhänger bei 39°C Außentemperatur bei 110°C an der Steigung zur Schwedenschanze. Da war es sogar Zeit, die Motorhaube herauszunehmen. Das brachte dann 20°C weniger.

Gruß
Markus