Hallo,
neben der technischen Seite fällt mir hier noch ein Zitat aus den Pysikern von F. Dürrenmatt ein:
„Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.“
Ich denke das trifft auf die 2x4 Lösungen zu und hat die Legendenbildung geföredert.
Das Getriebe vom 411 ist in seiner Konstruktion vorgegeben. Es gibt verschiedene Potentiale in diesem Getriebe, die genutzt werden können. Dabei werden keine weiteren Übersetzungsmöglichkeiten geschaffen oder neu konstruiert, sondern vorhandene Möglichkeiten genutzt.
Auf die Schaltungsmöglichkeiten kann man kommen, wenn man ohne Schaltplatte alle Kombinationen der Schaltschiebehülsen ausprobiert und durch vorsichtiges Drehen an den Wellen das Ergebnis überprüft. Einige Schaltkombinationen sind möglich, andere würden im Betrieb zum Bruch führen, das alles sieht man beim vorsichtigen durchdrehen. Das kann man auch ohne tiefes technisches Verständnis nachvollziehen.
Alternativ kann man das Getriebe von der Konstruktiuonsseite theoretisch analysieren und über Zähnezahlen, Übersetzungsverhältnisse und Drehzahldifferenzen sich den sinnvollen Schaltkombinatinen nähern. Hier muss man durch Überlegen die sinnvollen Kombinationen bestimmen.
Wer sich die Arbeit vereinfachen will übernimmt die möglichen Kraftverläufe durch das Getriebe aus dem WHB, in dem uns die Konstrukteure von DB schin die Arbeit abgenommen haben. Andere Kraftverläufe sind nicht möglich oder sinnvoll.
Die Ergebnisse sind immer gleich, da das Getriebe immer das selbe ist. Bis hier vollzieht man nur das Wissen der Getriebekonstrukteure aus der Unimog Konstruktion nach.
Im zweiten Schritt geht es um die Schaltung der einzelnen Schaltschiebehülsen. Dabei liegt der Augenmerk auf dem Zulassen der gewünschten Kombinationen und der Vermeidung aller unerwünschten Schaltzustände. Dabei greift man aus Bequemlichkeits auf die vorhandene Schaltplatte zurück.
Einzig die konstruktive Umsetzung der Ansteuerung der Schaltgabeln und Schaltschieber ist das gesitige Eigentum eines jeden, der sich an der Aufgabe veresucht und eine eigene Lösung konstruiert. Ich hatte nicht erwartet, dass mein Vorschlag konstruktiv so nah bei anderen Lösungen liegt, die ich zum Zeitpunkt meiner Überlegungen nicht kannte.
Ich kann gut verstehen, wenn jemand seine geistige Leistung nicht für alle veröffentlichen will. Dafür darf er auch nicht verurteilt werden. Die ungekennzeichnete Übernahme von Erkenntnissen anderer ist m. E. unfair. Ich halte es aber auch nicht für zielführend an dieser Stelle Fertigungszeichnungen zu veröffentlichen, damit jeder für sich individuell weiter arbeiten kann. Das ist nicht im Sinn der Gemeinschaft. Die Erkenntnisse anderer kommerziell auszunutzen wird zukünftig zu mehr Protektionismus führen. Ungerechtfertigt ist auch die Erwartung, als Unbeteiligter eine fertige Lösung präsentiert zu bekommen.
Warten wir mal ab, wie sich dieses Thema neben dem technischen Anspruch entwickelt. Mich persönlich hat es gefreut, dass hier einige anspruchsvolle praktische Umsetzungen uneigennüzig gezeigt wurden. Mehr als ich erwartet hatte.
Gruß
Markus