404 ein interaktives Tagebuch

Hallo Jürgen

meine Annahme stützt sich nur darauf, dass bis zu der Verjüngung am Schubrohrflansch ein Ring von ca 30 bis 40mm erscheint. Es macht keinen Sinn, fertigungstechnisch zwei Nähte zu setzen.
Im Trial veringert sich dadurch der hintere Böschungswinkel. Zum zweiten gibt das Kardanwellenschiebestück nur ein paar Zentimeter her, ohne dass eine Neuanfertigung notwendig wäre.
Das wäre zwar alles nicht ganz Regelkonform, aber fällt so keinem auf.
Ob dem so ist weiß ich nicht, sieht auf dem Bild aber so aus. Und eine nicht fachmännisch durchgeführte Schweißung könnte letztendlich auch die Ursache für den Bruch sein.
Ein Ausbau ist unumgänglich, das Rohr muss fluchten. Im einebauten Zustand nicht überprüfbar.
 
Hallo Helmut,

Dass es merkwürdig aussieht stimmt. Meine Vermutung geht daher eher dahin, dass es eben an dieser Stelle bereits eine Reperatur gab.
Aber wie schon geschrieben, werde ich Deinem Hinweis am Wochenende nachgehen.
Was das Argument Modifikation fürs Trial, hinteren Boschungswinkel, anbelangt, da gibt es die einfachere und für TruckTrial legale Möglichkeit des Rahmen kürzen. :wink:

Hallo all
Wenn jemand zufällig ein hinteres 404 Schubrohr günstig abzugeben hat, lass er es mich wissen.
 
Hallo Jürgen,

muß ich mal noch klären. Ich habe noch die Achsen von nem 404 rumliegen, aber ein Bekannter hatte daran bereits Interesse angemeldet.
Muß ich mal fragen, ob er das Schubrohr auch braucht, ansonsten kannst du es haben.

Gruß
Stefan
 
Hallo Mogler,

Bericht 3 - 23.01.2011

Gleich gestern bin ich erstmal Helmuts Hinweis nach gegangen und habe mit einem Präzisionmessgerät, (Stahlmassband)den Radstand vermessen.

Nun habe ich leider keine Masstabellen oder technische Zeichnungen vom Mog, aber das Ergebnis war mit 2,90m ziemlich exakt der Wert der in der BA angegeben wird. Also von daher alles OK. :D

Auch ist ein Ersatzschubrohr organisiert, Ihr habt es vielleicht mitverfolgt, ich muss es nur noch in Franken abholen. Aber das liegt ja fast auf dem Heimweg aus dem Wochenexil :wink:

Also ging es heute nur an etwas Vorbereitung für die Instandsetzung. Hierzu ist es gut, den Mog anders herum als gewöhnlich in die Garage zu bekommen.

Leider ist mein Mog nicht wirklich komplett ausgestattet. 4*4 ist Ok aber für mein Ansinnen wäre nun 4*4*4 notwendig, Allradlenkung :roll:

Hier das Problem:
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Wenn ich vorwärts in die Einfahrt fahre steht vorne ein Stromverteilerkasten, der da auch stehen bleiben muss. Etwa in der selben Flucht zur Grundstücksgrenze (Zaun) steht genau 5m dahinter der Eckpfosten der Garage.

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Auf der rechten Seite steht ein Kirschbaum mit einem kleinen Erdwall. Der Abstand von der gedachten Linie Stromkasten - Garageneckpfeiler ist weniger denn 2m. Die Breite des Mog 2,03m
Beim Rückwärts einparken kann ich quasi um diesen Berg herum fahren. Beim vorwärts einparken ginge dies auch weil ich das rechte hinterrad quasi an den Erdwll drücken kann. Nur beim wieder rausfahren geht dies nicht, er bekomme das Hinterteil nicht herum weil ich vorne nicht weit genug nach Links komme. :cry:

Also hieß es dies Wochenende Erd und Wurzelarbeit mit folgendem Ergebnis:

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Tja und wenn der Mog in seinem Zuhause steht habe ich rund rum reichlich Platz zum Arbeiten :D

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Hallo Jürgen,

mit nem Trial-Mog solltest du aber schon über diesen armseligen Hügel kommen, oder????
Wie wärs, wenn du den Baum mal einer Wurzelholzveredelung mit der Kettensäge unterziehst?
Mit so wenigen Wurzeln glaub ich nicht, dass er noch lange durhhält.
Naja, egal, Hauptsache es passt. Mehr Platz wäre nur Verschwendung.
Also das Rohr von mir sieht sehr ähnlich aus wie deines. Kann es ja morgen nochmal nachmessen, zwecks der Sicherheit.

Gruß
Stefan
 
Hallo Jürgen,

haben Dir Deine Nachbarn mal erzählt, was sie von Dir denken? :crazy1: Wir haben jedenfalls vollstes Verständnis, halten zu Dir und wünschen Dir schnellen und guten Erfolg bei der Operation!
 
Hallo Stefan,

nun der Mog wäre sicherlich über diesen Hügel gekommen, selbst mit dem 411 habe ich es mal erfolgreich ausprobiert, an der Steilwand rauf zuklettern :wink:

Hier ist sich aber der Mog selbst im Weg weil TrialMog. Der Mog hat nach oben nur maximal 3cm Spielraum solange sich der Überrollkäfig im Bereich des Garagentor befindet, er muss also quasi ebenerdig in die Garage fahren.

Um den Baum musst Du Dir keine Sorgen machen. Er wächst, blüht bald und gedeiht, obwohl er seit 2006 ständig seiner Wurzeln beraubt wird. Die Wurzelanteile die ich jetzt entfernt habe, waren nur noch Reststummel der damaligen Aktionen. Alle Wurzeln, die augenscheinlich nach unten gehen und den Baum versorgen, habe ich unangetastet gelassen.

Auch wurde der Baum im letzten Herbst sehr deutlich oben rum zurück geschnitten um Überhang zum Nachbarn und zur Strasse zuvermeiden.

Hi Reiner,

man auf die Idee hätte ich auch kommen können, bitte fotografier doch auch noch einmal den passenden Zug, wenn er dort bei Dir vorbei kommt. :D

Hallo Christoph,

die Nachbarn und (Hunde-)Spaziergänger, bei uns führt ein Wanderweg vorbei, haben eigentlich nur anerkennende Worte, oder ist es Mitleid ? :roll:
 
Nein Reiner,

nein, nein, nein
fang nicht so an und fall mir in den Rücken :D

Und im Übrigen fahren bzw fuhren mein aktueller und mein ehemaliger Mog in meinem Besitz einiger Schwächeleien mehr als die meisten anderen hier dargestellten reinen Hobbyspielzeuge. :wink:
 
Hallo Mogler

Bericht 4 - 30.1.2011

Nachdem ich am Freitag auf der Heimfahrt aus meinem Wochenexil bei Nürnberg das Ersatz Schubrohr abholen konnte, habe ich das Wochenende genutzt um die Hinterachse auszubauen.
Begonnen habe ich vom Heck her alle Verbindungen der Achse zum Rest des Mogs zu trennen.

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Zu erst sollten die Rücklichter und Kennzeichenhalter entfernt werden, damit das Herausrollen der Achse nicht zu behindern. Hier bewährt sich doch die einfache Konstruktion, zwei Schrauben ein Stecker und schwubbs :D

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Danach die Federn, Stossdämpfer und den Panhardstab lösen, erstaunlich wie unproblematisch die Schrauben aufgehen. Die Konis konnte ich dann einfach nach hinten oben weg schwenken.

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Als Nächstes die Hinterachsentlüftung trennen

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Die Differenzialsperre aushängen und Betätigungszylinder samt Leitungen abbauen um diese nicht öffnen zu müßen

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Handbremsseile lösen, Bremsleitung öffnen und Masseband lösen. Wofür ist überhaupt ein Masseband an derhinterachse, ich habe doch gar kein Autoradio :wink:

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Gummimanchette abnehmen und zu guter letzt Schubkuglegehäuse lösen

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Dann den Mog hinten etwas anheben, praktisch so eine Anhängekupplung.

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In der von mir geliebten Holz-Kompositbauweise den Rahmen abstützen

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Ja, und schon ließ sich die Achse nach hinten raus rollen.

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Das WHB schreibt, dass dabei die Antriebswelle nicht gelöst wird und das es hinter funktioniert, die Achse trotzdem wieder ein zu schieben. Na, ich werde sehen. Lösen geht ja immer noch.

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Nachdem jetzt leider mein Werkstattvorplatz nicht beleuchtet ist, und die Halle selbst mit dem Rumpfmog belegt ist, muss ich die weiteren Arbeiten wiedermal um ein paar Exiltage verschieben. :roll:
 
Jürgen,

das sieht so einfach aus(?)!

... und ich finde solche Fotoserien tausendmal aussagekräftiger als die (oft für mich als Dilettanten zu knappen) Angaben eines WHB.

Also Jürgen (und Ret, der das ja sicher genau verfolgt), vielen Dank für Deine (eure) fotografischen Protokolle! :D - Mach weiter so! 8)
 
Hallo Jürgen,

bei Dir ist es, wie es bei mir auch lange war, Mobilie(n) und Immobilie passen einfach nicht zusammen.

Wir haben das vor zwei Jahren, ohne großen finanziellen Zusatzaufwand, geändert. Jetzt stehen alle Fahrzeuge drinnen und stören auch, jedes für sich, nicht, wenn sie mal ein paar Wochen nicht rollfähig sein sollten.
 
Hallo Uwe,

was ist eine Mobilie :wink:
Ich hab doch derzeit nur eine Immobilie in einer geräumigen Garage :D

Hallo Christoph,

das sieht nicht nur so aus, bis hier hin ging es recht gut. Unter einem 404 kann man ja bequem aufrecht sitzen :wink:

Mit Reiners Bilderserie kann ich mich aber noch nicht messen. es ist für mich eher eine Gedankenstütze zum Wiederzusammenbau
 
Hallo Jürgen,

eine geistreiche Erwiderung fällt mir dazu nicht ein - ich lache aber immer noch. Erfahrungsgemäß setzt Du Deine Ziele auch mit den vorhandenen Möglichkeiten um.
 
Hallo Mogler,

Bericht 5 - 6.2.2011

Nachdem letztes Wochenende die Achse schon mal Probeweise ausgefahren wurde, konnnte ich mich jetzt an das Wechseln des defekten Schubrohres machen.
Schnell waren die Schrauben entsplintet, die Handbremsleitungen und die hydraulische Bremsleitung vom Schubrohr bzw den Verstrebungen getrennt und Achse sowie Bremsleitung gegen Abstürzen gesichert und die eine Schraube, die alles zusammenhielt geöffnet.

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Schon fiel das größere Ende des defekten Rohres ab.

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Die Streben habe ich gleich mit gewechselt, wie man sieht sicher zuRecht. Möglicherweise der Grund für den Defekt des Schubrohres ist die deutlich angebogene linke Strebe.

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Der Rohrstummel ließ sich ebenfalls schnell abschrauben. Die Bruchstelle muss ich noch einmal genauer untersuchen, es sieht aber fast nach einen "Sollbruchstelle" aus.

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Das Rohr scheint auf den ersten Blick an der Stelle aus drei Rohrsegmenten zu bestehen, die Stumpf auf ein ander geschweißt sind. Zunächst kommt vom Flansch ein dünneres Rohr, dann ein fast Kegelartiges und dann das eigentliche lange Rohr zum Getriebe.

Am Wellenstummel war so kein Schlag oder Spiel feststellbar, so dass ich
das neue alte Rohr recht unproblematisch wieder montieren konnte.

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Danach ging es an das Zusammensetzen der Schubkugel

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Das Werkstatthanbdbuch sagt lapidar, man solle den Ring in das äußere Gehäuse von Hand drücken und dann vermessen um den richtigen Distanzring zu ermitteln.
Gesagt getan.
Und genau 1,7mm rechnerisch aus den Messwerten ermittelt.
Der dünnste Distanzring ist aber 2,8mm
Soweit die Praxis für einen Theoretiker.

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Da offensichtlich meine Daumenkraft nicht genügt, habe ich mir eine kleine Hilfsvorrichtung, natürlich aus Holz gebastelt.

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So läßt sich nun durch vorsichtiges und gleichmäßiges anziehen der Muttern der Kunstsoffring richtig ins Schubkugelgehäuse pressen.
Und schon komme ich auf ein vernünftiges Maß.
Jetzt fehlt mir nur der richtige Distanzring, der aber hoffentlich bis zum kommenden Wochenende bei mir eintrifft.
Mogparts ist ja normalerweise sehr zuverlässig.
 
Moin Jürgen,

Das Werkstatthanbdbuch sagt lapidar, man solle den Ring in das äußere Gehäuse von Hand drücken

Ja, das Werkstatthandbuch ist ursprünglich auch für den Praktiker gedacht. :rofl:

Aber, wie man sieht, kann auch ein praktisch Veranlagter damit arbeiten. :thumbup:
 
Hallo Mogler,

Bericht 6 - 13.2.2011

diesmal gibt es keine bilder von meinen Aktivitäten.
Wie sagt das WHB. Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
Und damit wißt Ihr bereits womit ich mich dies Wocheende beschäftigt habe. Ich habe ise Achse mit dem neuen Schubrohr wieder eingefahren. Zunächst ging dieses alleine auch recht gut. Ihr erinnert Euch, ich hatte ja die Antriebswelle nicht vom Getriebe abmontiert. So habe ich das neue Schubrohr, wie der Name ja schon sagt, über die Antriebswelle geschoben. Um mit der Schubkugel über die Rahmenquerträger hinter dem Getriebe zu kommen, habe ich den Mog wieder hinten an meinen kleinen Kran gehängt, die Böcke unter dem Rahmen entfernt und dann den Mog hinten soweit wie möglich abgesenkt. Leider blieb ich dann aber doch mit der Schubkugel am Kardangelenk hängen, weil das Rohr ja vorne durch sein Gewicht sich bis auf die Antriebswelle absenkt.
Mit der Hilfe der jungen Mitglieder des Teams FaMoS ließ sich die Hürde aber nehmen. Während Sohn und Tochter hinten an der Achse über die Räder diese nach vorne drückten, konnte ich das Schubrohrhochdrücken und die Seitenrichtung durch einfache Kommandos an Radbediener dirigieren. Die Antriebswelle selbst flutschte gerade zu auf die Vielzahnwelle hinten im Schubrohr. Die leitgängige Getriebeausgangswelle drehte sich automatisch in die richtige Stellung.
Danach war nur normale Schraubarbeit von nöten um alles wieder zu befestigen. Jetzt muss nur noch die Bremse entlüftet werden und dann sollte der Mog wieder Fahr- und Bremsbereit sein.

Ein Bild möchte ich Euch aber doch zeigen, und diesmal handelt es sich nicht um einen "nachwachsenden Rohstoff"

Nachdem meine Suche nach dem MES3 Werkzeugsatz bislang ja erfolglos war, trudelte diese Woche ein Paket mit diesen Spezialwerkzeugen ein.

Eigenlich müsste ich jetzt mal gleich eine Radnabe abziehen und wieder drauf drücken.

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Die Werkzeuge stammen von Boris Kornfeld, Kornfeld-Maschinenbau, und werden dort auf Wunsch in sehr guter Qualität, soweit ich das bisher beurteilen kann, schnell und für mich bezahlbar gefertigt.

Danke Bo an dieser Stelle.