404 ein interaktives Tagebuch

Jürgen,
trudelte diese Woche ein Paket mit diesen Spezialwerkzeugen ein.

Eigenlich müsste ich jetzt mal gleich eine Radnabe abziehen und wieder drauf drücken.
BoaheYYY! - Ja ne is klaah :shock: Sehen die geil aus! Doller Hinweis! Ich meine, so eine Radnabe kann ja immer mal undicht werden. Hat dieser Juwelier auch andere "Kleinode" im Programm? (Juwelier nur, weil das Werkzeug noch eher wie Schmuckstücke ausschaut)
 
Hallo Christoph,

so wie ich den Boris kennengelernt habe, baut er Dir was Du brauchst.
Er ist ja nicht nur Unimog Liebhaber mit eigenem vom feinsten verbessertem Rallyemog, wie wir ja hier an anderer Stelle verfolgen können.

Neben bei unterhält er auch noch einen Maschinenbaubetrieb um sein Hobby zu realisiern.

Schreib Ihn einfach an.
 
Hallo Mogler,

Der

Bericht 7 - 20.2.2011

fällt wieder nur knapp aus, eigentlich ist nicht viel geschehen, außer ... :D

... einer kleinen Cabrio-Probefahrt bei Temperaturen so um 0°C. :wink:

Ok, damit Ihr keine Angst haben müsst, weil doch da letzte Woche noch etwas fehlte, haben wir, die Tochter und ich, zuvor noch die Bremsanlage entlüftet und gleich auch noch die Bremsbacken neu eingestellt.

Ja und weil ich gerade so unter dem Mog lag konnte ich mir auch noch meine Ölwanne näher betrachten. Hier habe ich auf der in rechten Seite in Fahrtrichtung einen leichten Ölverlust und dazu gleich drei Fragen:

CIMG0892.JPG


1. Sind die Schrauben für die Zugstreben zur Kupplungsglocke in Sacklöcher oder Durchgangslöcher bis ins Öl geschraubt?
Gemäß meiner Ersatzteilliste für den M130 sind Gewindeeinsätze angegeben. Dies deutet meiner Meinung nach auf Sacklöcher hin, die nur optional mit Gewinden versehen werden.

Aber ich konnte meine Ölwanne nicht eindeutig identifizieren, daher folgt:

2. Was für eine Ölwanne habe ich eigentlich? Auf der Wanne befindet sich die Bezeichnung 180 010 29 13 K2. Die Nummer scheint aber dem EPC, zumindest so wie ich gesucht habe, unbekannt zu sein. Wer kennt sich da aus und kann mir mit Infos weiterhelfen.

Und

3. Die Ölwanne ist mit Schlitzschrauben am Motorblock befestigt. Nun bin ich überhaupt kein Fan von Schlitzschrauben. Hat schon jemand die Schrauben gegen Sechskant oder besser Innensechskantschrauben gewechselt? Sind dass "normale" Schrauben oder irgendwelche besonderen Gewinde?
 
Hallo Jürgen,

die Schrauben von der Ölwanne sind normale M6´er Schrauben.
Ich habe meine Ölwanne seiner Zeit mit 6´er Edelstahl Imbus-Schrauben unter den Block geschraubt.
Es sind aber verschiedene Längen der Schrauben.
Soweit ich mich erinnere sind in der Ölwanne Sacklöcher für die Zugstreben. Das heißt es sind Stahlgewindeeinsätze in der Aluwanne.
 
Hallo Mogler,

nun war etwas Unimog-Pause bei mir angesagt, es gibt ja leider auch noch ab und an andere Aktivitäten am Wochenende, vor denen ich mich nicht erwehren kann.

@Thilo, vielen Dank für Deine Nachricht zu den Schrauben, das klingt ja schon mal gut. Kann ich die Schrauben ohne etwas weiteres zu Beachten einfach so rausdrehen und wechseln? Eine nach der anderen natürlich :wink:. Oder fällt dann innen irgendetwas auseinander.

Hat vielleicht noch jemand eine Antwort zu der 2.Frage, Typ der Ölwanne.

Doch nun Bericht 8 - 13.3.2011

Die oben beschrieben Schlitzschrauben habe ich auf der in Fahrtrichtung rechten Seite versucht so gut es ging nach zuziehen. Und tatsächlich war dies bei ein paar Schrauben sogar notwendig. Wie können sich diese Schrauben lösen? :(

Dann habe ich mich über den Handgaszug hergemacht. Vom 411er bin ich es gewöhnt, dass ich mit diesem vorallem im Gelände gut Spielen kann, während ich mit den Füssen Kupplung und Bremse bediene. Bei meinem 404 musste ich aber leidvoll merken, dass mit dem Handgaszug kaum dosiert zu arbeiten ist. Ein Blick in die Mechanik zeigt auch eine höchst unpräzisse Führung des Gaszugs mit jeder Menge undefiniertem Spiel.

CIMG0893.JPG


CIMG0894.JPG


Nachdem ich ja bereits beim 411 gute Erfahrung mit Fahrradbowdenzügen gemacht habe, habe ich kurzer Hand den vorhandenen Zug durch einen Fahrradhandbremszug ersetzt. Zusätzlich habe ich von der Halterung am Motor bis kurz vor die Anlenkung am Gasgestänge ein passendes Messingrohr aus der Modellbaubastelkiste über den Bowdenzugmantel geschoben und so eine recht einfache Methode gefunden mit der ich den Bowdenzug exakt führen und einfach einstellen kann. :D

CIMG0922.JPG


Das ganze musste ich natürlich anschließend in einer kleinen Probefahrt ausprobieren. Geplant war schnell eine ca 60km Tour, die ausreichen sollte, um den Mog mal wieder ordentlich warm zu fahren. :D

Gesagt, getan.

Allerdings musste ich bestürtzt feststellen, das der Mog eigentlich gar nicht richtig wollte. Zum Anfahren brauchte richtig Drehzahl. Wie gewohnt einfach mit leichtem Gasgeben einfach die Kupplung kommen lassen ging nicht. Auch zog der Mog nicht wirklich gut. An einer kleinen Steigung musste ich ungewohnt vom 6.Gang in den 5. Gang zurückschalten. Und auch in der Ebene war er sehr träge und brauchte ewig um auf ca 70-80km/h zu kommen. :cry:

Nach ca 12-13km musste ich mal wieder für Nachschub andiesem köstlichen E10-freien Getränk für den Motor sorgen, und dabei viel mir ein leichter Ungemach verkündender Geruch auf. :cry:

Ich fühlte mit dem Handrücken an den SW55 Schrauben der Achsen. Die waren warm, nicht heiß, aber anders als gewohnt auch vorne.

Dann fühlte ich an den Felgen, die waren deutlich wärmer, vor allem vorne. :?
Da habe ich es beim Einstellen der Bremse vor drei Wochen zu gut gemeint und die Bremsbacken etwas zuweit angelegt. Naja ich war ja an einer Tankstelle. Also schnell nach einem 19er Schlüssel gefragt. Aber dort hätte ich alle möglichen Alkoholika kaufen können, Werkzeug an einer Tankstelle, ne, soetwas gibt es dort nicht.

Also blieb mir nichts anderes übrig, als erstmal vorsichtig weiter zufahren. Jetzt allerdings bewusst gemächlich zum Ärgerniss der Hinterherfahrenden. Nach weiteren 8km besuchte ich dann einen guten Bekannten mit genügend Werkzeug. Schnell waren die Bremsbacken etwas zurück gedreht, so dass sich der Mog wieder leicht, naja was man so leicht nennt, schieben ließ.

Danach hatte ich Gelegenheit auch den neuen Handgaszug auszuprobieren. Lag doch plötzlich eine Böschung und ein Wasserloch auf meinem Weg :wink:

IMG_0760.JPG


Das funktionierte schon deutlich besser als früher. Allerdings mit der Alldrehzahlregelung der 411er Einspritzpumpe ist es nicht zu vergleichen. Der Benzinvernichter hat eben keinen Drehzahlregler sondern nur einen einfachen Gassteller. Vielleicht muss ich mir hierzu noch mal Gedanken machen oder meine Gashand mehr sensibelieren. Sollte sie ja eigentlich vom Motorradfahren her können.

Die 40km Rückfahrt über Umweg ging dann wieder gewohnt gut, der Mog zog wieder und die Felgen wurden nicht mehr warm. :D

Zu Hause konnte ich bei der Unterbodenkontrolle auch feststellen, dass der Ölnebel sich gelegt hat. Also auch hier erstmal Entwarnung. Die Bremsen habe ich dann auch nochmal kontrolliert.

Anmerkung zum Einstellen.
Bei der Einstellung vor drei Wochen hatte ich die Bremsbeläge so eingestellt, dass sie zunächst deutlich an der Trommel anlagen und dann soweit zurück gedreht, dass das jeweilige Rad sich von Hand gut drehen ließ. Es war also nicht fest. Allerdings lief das Rad dann nicht noch groß nach.
Jetzt habe ich sie soweit zurück gedreht, dass das Rad nach einem kräftigen Schwung von Hand sich weiterdreht.

Fazit
Leistungsverluste beim Mog liegen nicht immer an Spritversorgung, Zündungseinstellung oder Einspritzzeitpunkt :D
 
Hallo Jürgen,
bei der nächsten Probefahrt mal Bordwerkzeug einpacken! :wink:
Aber das ist mir auch schon passiert, ohne Reserverad losgefahren und 120Km von Zuhause Plattfuß am linken Vorderrad und Bordwerkzeug auch nicht dabei.
Ja , so ein Dieselmotor hat schon seine Vorteile im Gelände!
Für die Drehzahlregelung hatten z.B. die Feuerwehr 404 mit Wasserpumpe einen Drehzahlsteller im Gasgestänge zur konstanthaltung der Drehzahl bei Lastwechsel, vieleicht eine Alternative für dich?
Wie der genau funktioniert (Unterdruck oder so)weiss ich nicht, der 404 ist nicht mein Gebiet.

Beste Grüße
Jochen
 
Hallo Jochen,

recht hast Du mit dem Bordwerkzeug.

Normalerweise, wenn ich auf Reisen gehe, habe ich auch einiges dabei und meistens nichts davon gebraucht. Ist ja immer so, man braucht nur das was man nicht dabei hat.
Und wer denkt schon ans Schrauben auf der kurzen Tour zur Eisdiele :D

Hm, Drehzahlregler von einer Feuerwehr? Darüber müsste doch etwas in Erfahrung zu bringen sein. Wäre dann ja fast ein Originalteil. :wink:
 
Hallo,

Hm, Drehzahlregler von einer Feuerwehr? Darüber müsste doch etwas in Erfahrung zu bringen sein. Wäre dann ja fast ein Originalteil.

War z.B. in den TLF8 verbaut, haben wir bei uns irgendwann rausgeworfen bzw. beim M130 dann weggelassen, hat bei uns nie richtig funktioniert. Das Teil sitzt oberhalb der LiMa und wird über Keilriemen angetrieben (Doppelriemenscheibe auf der LiMa), hat ein Gestänge mit Feder zum Vergaser (Gashebel) und wurde über Bowdenzug beim Einschalten der Pumpe (Zapfwelle) aktiviert.

Hab mich nicht genauer damit beschäftigt, es gab evtl. sogar zwei Versionen davon, einmal als Drehzahlregler (den du dann bräuchtest) und einmal als Drehzahlbegrenzer.

Gruß,
Michael
 
ei guude Jürgen,

es gibt 2 sorten ölwannen, eine alte bis motor 7501670 mit der MB# 180 010 15 13, BW# 2805-12-122-4667 für M6 schrauben
eine neuere ab motor 7501671 mit der MB# 180 010 32 13, BW# 2805-12-124-9962 für M8 schrauben
beide typen mit dem zusatz „Varianten alle“, ergo sollen beide passen (von den kleineren bohrungen abgesehen).

schrauben für die ölwanne gibt es je nach motortyp 4 verschiedene, alle „Schraube, Zylinderkopf-innenantrieb, DIN 912-8G“, von M6x10 M6x15, M6x55 bis M8x25, ergo inbusschrauben. die neueren haben die M8x25.

gut 404! justus.
 
Hallo Michael,

vielen Dank für Deine Ausführungen. Bei der schnellen Suche hier in der UCOM bin ich auch bei den Drehzahlbegrenzern fündig geworden.

Allerdings macht dieser für mich aus zwei Gründen leider keinen Sinn.
1. wäre wenn überhaupt tatsächlich ein Drehzahlrgler nötig, der Begrenzer würde ja nur verhindern, dass der Motor nicht "überdreht" bei einem wegnehmen der Belastung. Für mich wäre es aber nötig gerde im untersten Drehzahlbereich diese Belastungsabhängig nach zu regeln.

2. Dort wo er nach Deiner Beschreibung sitzen müsste ist bei mir kein Platz. Der Platz ist an dieser Stelle von meiner Lenkungshydraulikpumpe besetzt, und dass soll auch so bleiben.

Vielleicht braut es dann doch irgendwann moderen Elektronik und Elektromechanik :wink:

Hallo Justus,

auch Dir vielen Dank, wobei Deine die von mir festgestellte Nummmer irgendwie im Bereich zwischen Deinen Nummern liegt. Die Motornummer weiß ich leider nicht.
Ob ich nun M6 oder M8 Schrauben habe. Ich würde ja eher auf M6 tippen aber um es wirklich zu wissen müsste ich wohl eine raus drehen, denn ich sehe ja nur die Schlitzschraubenköpfe.

Und @alle,
nun ist es Offiziell.

Unsere Bewerbung für den Nationencup der Europatrucktrial Meisterschaft wurde angenommen. Wir, das Team FahlbuschMogSport, wird nach Stand heute an den unten aufgeführten Terminen und Orten an der Meisterschaft teilnehmen. Wir werden in der Klasse S1 mit der Startnummer 156 starten :D :D
 
Hi Jürgen,

kaum ist man mal ein paar Tage nicht im Net schon ist alles ver- und erraten.
Na dene, dein "Fränkischer Fanclub" drückt euch ganz fest die Daumen und - wer weiß... - vielleicht pustet dich auch manch einer wieder die Berge hoch :wink:

Übrigens: Hier wird am Wochenende die Grillsaison eröffnet...

Grüße
Dani
 
@Hallo Lukas, ich liebe famose Wortspielereien, aber die Schreibweise muss stimmen -> FaMoS :D :D

@Hallo Christoph, sei auch gegrüßt an dieser Stelle mehr fällt mir nicht ein zu erwiedern :wink:

@Hallo Reiner, tja, Schwund ist bei jeder Sache aber diesmal fahren wir ja gemäß all den guten Ratschlägen mit Helm, Käfig, richtigen Sitzen und Gurten. Was das gibt man wird es sehn, so oder so. :D

@Hallo Dani, noch keinen Meter gefahren und schon einen Fanclub, das geht ja gut los. Sponsoren hast Du nicht zufällig auch noch in der Tasche. Denn so wie es ausschaut werden wir erst einmal als Low-Budget-Team ohne Werkstatt&Transport-LKW und Wohnmobil dort antreten. :D
 
Hallo Jürgen,

... kein Wunder :wink:
Meine Beiträge seit gestern wurden Opfer des gerade behobenen Datenbankfehlers.

Ich wollte Dir ganz herzlich zu Deiner neuen Karriere gratulieren und Dir viel Spaß und guten Erfolg wünschen, was ich hiermit nachhole.

Spätestens in Nierer-Ofleiden werde ich mich persönlich von Deinen Fahrkünsten überzeugen. Am besten Du stellst mich als Deinen Copiloten ein.
 
Hallo Christoph,

vielen Dank, so hatte ich es eigentlich bereits interpretiert :wink:

Der Termin in Nieder-Ofleiden ist ja anläßlich der http://www.steinexpo.de.
Bist Du dann ohnehin beruflich dort?

Das Angebot, Dich als Copiloten zur Verfügung zu stellen, finde ich ausgesprochen Anerkennenswert. Das nenne ich Enthusiasmus.
Sind doch meine leidvollen oben von Reiner wieder heimlich angesprochenen Erfahrungen für die meisten eher abschreckend :wink:

Allerdings baue ich ja noch auf meine Kids, mal sehen wie es nach dem ersten Abenteuer aussieht. :D
 
Hallo Jürgen,

... Du hast ja jetzt Gurte und einen Käfig. Das gibt genügend Sicherheit.

Die STEINEXPO ist mein eigentliches Ziel. Aber man kann sich nicht die ganze Zeit nur mit Baumaschinen befassen - oder?
 
Hallo Jürgen,

na dann herzlichen Glückwunsch - ich bin begeistert!! :D
D.h. also wir könnten sofort Rollen tauschen 8) na hoffentlich kann ich einem Eurer Auftritte mal beiwohnen - dem virtuellen Fanclub trete ich soft bei!!

Was aus so zarten Änfangen alles wird :)

aber nicht übertreiben, nicht dass es so wie unten endet :roll: ja das warst nicht Du, aber Du warst dabei oder?

viele Grüße
Tommes
 

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