404 ein interaktives Tagebuch

Hallo Freunde,

ich hatte es bereits vermutet, ja befürchtet. Die Führung der jetzt in sich "biegsamen" Lenkspindel nur durch das obere Lenklager reicht natürlich nicht aus.

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Der kleine gewollte Absatz verhindert, dass ein weiteres 404 Lenkkopflager aufgeschoben werden kann,

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Ohne Drehbank und nur mit etwas polieren der Lenkspindel läßt sich aber wunderbar das noch vorhandene alte Lager der vorherverbauten (406) Servolenkung über die Welle schieben und auch der Gummikörper rutscht gut in das obere Lenkrohr

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So hat auf einfach günstigem Wege die Lenkspindel die nötige zweifache Gleitlagerführung erhalten und die Lenkung funktioniert mechanisch wieder, zumindest in der Garage.

Noch gut 5 Wochen bis zum ersten Wettkampf!
 
Hallo Jürgen
Jürgen-Fahlbusch schrieb:
Die Führung der jetzt in sich "biegsamen" Lenkspindel nur durch das obere Lenklager reicht natürlich nicht aus.
Ich war davon ausgegangen, dass das Mantelrohr auf den Durchmesser der Gelenke abgestimmt sei.
 
Hallo Jürgen
so wie ich das verstanden habe sollte die Biegebelastung am Lenkgetriebeeingang abgetrennt werden, wozu bereits ein Gelenk reicht. Das zweite Gelenk kompensiert zwar die Ungleichförmigkeit der Drehbewegung , was aber bei der "Drehzahl" der Lenkwelle unerheblich sein dürfte.
 
Hallo Helmut,

Du weißt ja nicht wie wahnsinnig schnell wir kurbeln, wenn wir so über die Steine holpern. :D
Nein, der Hintergrund für das zweite Gelenk ist ein anderer.
Ich habe mal wieder auf günstige und einfache Weise quasi Baukastenelemente ohne für mich aufwendige maschinelle Nacharbeiten zu verwenden. Ich habe schlichtweg von der berühmten Stange kein günstiges Gelenk mit einer 17mm X 36 Zähne Vielzahn Aufnahme auf der einen Seite und einer 25mm rund Aufnahme auf der anderen Seite gefunden. Es gibt aber eben solche Gelenke 17mm X 36 Zähne auf 3/4" DD und 3/4" DD auf 1" rund. Als weiter Nebeneffekt müssten dabei die Achsen des Lenkegtriebes und der (oberen) Lenkspindel noch nicht einmal genau auf einander ausgerichtet sein, ich könnte also im weiteren das Lenkrad sogar seitlich versetzen. Letzteres ist allerdings mit der jetzigen Konstruktion (noch) nicht vorgesehen.
 
Hallo Freunde,
in genau 2 Wochen wollen wir unseren ETrialMog der technischen Abnahme zum 1.Lauf der TruckTrial Saison 2026 in Elbingerode / Harz stellen.
So war zumnindest der Plan.
Doch Unverhoft kommt leider manchmal zum falschen Zeitpunkt.
Eigentlich stand ab Mittwoch nur eine kleine Schlußinspektion auf dem Plan, Bremsen kontrollieren, Ölstände kontrollieren bzw. teilweise wechseln.
Das linke Vorderrad zeigte sich gewohnt gut, kein übermäßiger Dreck in der Trommel alles gut leichtgängig und funktionstüchtig.
Donnerstag das rechte Vorderrad ab, Trommel geht auch wie immer gut runter doch dann etwas Ölschmier in der Trommel. Der äußere Dichtring des Vorgeleges hat offensichtlich seine Arbeit eingestellt. Ersatz muß her.
Bei MB über meinen Zugang bei Henne geschaut, ernüchternde Meldung, nicht auf Lager bei Henne Lieferzeit kann nicht angegeben werden. Oje!
E-Teil Nummer in die Suchmaschine getippt in der Hoffnung hier viele Angebote von den ganzen Ersatzteilshops zu bekommen. Die Ergebnisse sehr überschaubar.
Einmal Ebay irgendwo und zum anderen Andy in Belgien. Mit Andy bin ich immer gut gefahren, preislich auch deutlich günstiger als MB Henne und auch das Ebay Angebot, aber der Versand dauerte auch schonmal eine Woche.
Also nochmal den Katalog von Mogparts durchgeblättert, und siehe dort soll der Ring auch verfügbar sein (halt für 411 alte Achse) ist aber die 404 Nr.
Um 15:47 bestellt, Sicherheitshalber gleich mehrere den die Hinterachse muss ich ja auch nocht kontrollieren, allerdings muss dazu der ETrialMog erstmal aus der Garage rollen können, hinten ist nicht genug Platz um die Räder abzubauen.
Um 15:50 kam die Rechnungsbestätigung von Mogparts, um 15:58 die DHL Sendungsnummer und heute um 13:25 waren die Ringe da.

Also Radnabe runter.
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Alter Dichtring raus
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Neuer Dichtring rein


Soweit so gut, morgen geht s weiter,
(Und wieder etwas in der Bedienung des neuen Forums gelernt)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Jürgen
Eigentlich stand ab Mittwoch nur eine kleine Schlußinspektion auf dem Plan, Bremsen kontrollieren, Ölstände kontrollieren bzw. teilweise wechseln.
Das linke Vorderrad zeigte sich gewohnt gut, kein übermäßiger Dreck in der Trommel alles gut leichtgängig und funktionstüchtig.
ich lese das so, dass die Karre mit Dreck und Speck an die Steckdose geklemmt wurde, dait der Schmodder über Winter Zeit zum wirken hat. :unsure:
 
Hallo Helmut,
ja, zu gegeben, bedingt richtig. Ich hätte eher anfangen sollen, aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Bisher hat es immer gepasst.
Tatsächlich ist kein Öl außerhalb der Bremstommel sichtbar gewesen, das hat mich in trügerische Sicherheit gewogen. Im Fokus stand die ganze Zeit die Lenkung.
 
Hallo Jürgen,
mit der Dichtung hätte ich dir zur Not noch aushelfen können. Wäre doch schade, wenn es an sowas klemmt. Bin gespannt, wie sich die neue Lenkung im Einsatz schlägt.
Gruß Alex
 
Hallo Alex,
vielen Dank für das Angebot, wirklich nett.
Heute konnte die Nabe wieder aufgedrückt werden, mit dem ausnahmsweise mal vorhandenen Sonderwerkzeug kein größeres Problem.

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Und extra für Herrn Helmut nochmal ein Ansicht des völlig verschmodderten Bremsraumes.
Wie schon geschrieben, ja ich hätte gleich im Oktober die Bremse öffnen sollen, aber die Ursache für den defekten Dichtring war meines Erachtens nicht die Standzeit.

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Hallo Jürgen

aber die Ursache für den defekten Dichtring war meines Erachtens nicht die Standzeit.
das wird wohl den Folgen deines Spieltriebs und zärtlichen Einsatzbedingungen geschuldet sein. Aber die Standzeit heilt weder die Folgen noch repariert sich der Bock von alleine, selbst dann nicht, wenn du ihm den ganzen Winter Zeit gibst.
 
Hallo Freunde,
die Misere geht weiter. Meine Werkstatt erlaubt es immer nur ein Rad / Vorgelege zur Zeit zu bearbeiten. Um an die hinteren Räder zu kommen muss das Fahrzeug immer umgeparkt werden, es muss also Fahr und Lenkfähig sein.
Daher bin ich jetzt beim linken Hinterrad und beim Versuch die Bremstrommel wie gewohnt ab zu drücken versagte eins der Abdrückgewinde in der Trommel. Um es vorweg zu nehmen, Helmut, die Einstellexcenter und die Handbremseinstellwelle waren zurück gedreht.

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Leider passen aber vorhandene weitere Bremstrommeln nicht frei über die Bremsbeläge. (andere Reperaturstufe). Also muss die Trommel repariert werden. Nur passsendes Gewindschneidwerkzeug und Kernlochbohrer sind nicht vorhanden. Also wieder Unterbrechung, ab aufs Rad und nach Frankfurt zum Werkzeugfachhandel geradelt.

Diese Trommel hat jetzt M12er Abdrückgewinde

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Hallo liebe Leser,
Nach umparken ders ETrialMog, er musste für weitere Arbeiten in der Garage ca 50cm weiter nach links, folgendes Indiz:

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Und als Folge dann dies:

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Und nein, es sind keine weiteren Bilder von Rechts Vorne sondern Rechts Hinten :(
 
Hallo Jürgen,
ich hoffe, dass du gleich 4 Simmerringe besorgt hast. Jetzt bist du ja einmal in Übung. ;)
Gruß Alex
 
Hallo Alex,
ja ich habe gleich 5 Stück gekauft, aber die Dichtringe sind leider nicht alles.
Heute musste ich nochmals an die Lenkung. Die geringen Fahrmanöver zum seitlichen Versetzen desETrialMog haben gezeigt das die Gleitlager für den oberen Teil der Lenkwelle gut gleiten, leider zu gut in die Falsche Richtung. Nicht nur radial wie gewollt sondern auch axial. Dabei können sie aus dem engeren oberen Teil des Führungsrohr herausrutschen und dann ihre Funktion verlieren.
 
Hallo Jürgen
Dabei können sie aus dem engeren oberen Teil des Führungsrohr herausrutschen und dann ihre Funktion verlieren.
kannst nicht einfach eine Sperrdiode dazwischen schalten, das wäre für dich eine fachlisch korrekte Lösung.:ninja:
 
Hallo Helmut,
ja das ist richtig, ich habe da mehrere Ansätze und habe mich oben für einen Halbleiter und unten für einen Sperrdipol entschieden.
Genauer oben ist eine Beilagscheibe, die von 20mm auf 25,5mm aufgebohrt wurde und sich frei drehen kann als Anlaufscheibe eingesetzt und mit enem Splint gegen verrutschen nach oben gesichert. Unten wurden seitlich zwei Schrauben seitlich durch die Hüllrohrwandung geschraubt die den Weg für das Gummilager nach unten versperren. Sicherlich nicht die richtige Lösung für einen Maschinenbauer, der mittels Drehmaschine vielleicht ensprechende Rillen in das Hüllrohr gedreht hätte und dann Sicherungsring DIN472 verwendet hätte. Dazu noch eine Spezialwerkzeug um vor allem den unteren Ring dann ein und auszubauen.

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na dann Allzeit gute Fahrt oder Achs- und Speichenbruch oder ist der Insider-Gruß eher wie bei den Kegelbrüdern, er fällt doch (y)