406-Druckausgleich Schubrohr-Achse hinten bläst bei Sperre

406mog

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25. Dez. 2006
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Hallo 406 Gemeinde,
habe seit längerem eine undichte Entlüftung vom hinteren Schubrohr zur Achse.
Dies fällt nur auf wenn ich die Sperre einlege. Dann bläßt es ganz ordentlich.
Ein Bild sagt mehr als wie ich es beschreiben kann :P . Es bläßt in Fahrtrichtung vorne, da wo das Röhrchen ins Schubrohr gesteckt ist (in Bayern grammatikalisch richtig :lol: )
Die Sperre funktioniert wie sie soll solange der Luftdruck noch über ("Korrektur 27.02.2015, hatte hier 4 bar geschrieben") 6 bar (glaub ich, soll ja auch so sein. "Korrektur 27.02.2015 nachgelesen: es sind 6 bar") ist.
Meine Vermutung ist das die Sperrenbuchse undicht ist.
Das würde zumindest den Druckausgleich zwischen Hinterachse und Schubrohr erklären. Diesen hab ich, vermutlich, nur bemerkt da das "Druckausgleichrohr" undicht ist.
Bei meinem Mog, 406er, ist dieses "Druckausgleichrohr" oberhalb des Schubrohres und ca. 10-15 cm lang.

Sollte aber der Druckausgleich zwischen Hinterachse und Schubrohr normal sein so müsste ich nur das Druckausgleichrohr festmachen (vermutlich anschweißen? ).

Meine konkrete Frage lautet: Ist der Druckausgleich normal und meine Sperrenbuchse somit OK oder muss ich mich doch mal mit der Sperrenbuchse auseinandersetzten :( ??

Hoffe mich das ich nicht zu kompliziert umschrieben habe und mir evtl. jemand nen Tipp geben kann.
Danke Euch.
Schöne Grüße
Jürgen
PS: Mein Korrekturbemerkungen sollen den Sinn der folgenden Bemerkungen der Unimogkollegen beibehalten.
 

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Hallo Jürgen,

wenn das was raus bläst nach einlegen der Sperre dann ist die Dichtung am Sperren- Kolben undicht.

Dass der Anlagendruck bis auf 4 bar abfällt sollte nicht sein. Mein Überströmventil schließt bei einem Druck von 5 bar.

Mit 4 bar ist die Wirkung des Bremskraftverstärkers schon ganz schön mau.

Das Ventil lässt sich einstellen. Schraube rein - Druck höher, Schraube raus - Druck geringer.
 
Hallo Jürgen,
bevor ich mich ans Abdichten des "Sperren Kolbens" mache, würde ich, wie in der Betriebsanleitung beschrieben, in die Druckleitung der Sperre ca 1qcm Korrosionschutzöl einspritzen und die Sperre mehrmals betätigen. Das ist eigentlich als jährliche Pflegemaßnahme für die Dichtung beschrieben. Es soll aber auch so mancher gealterter Dichtung auf die Sprünge geholfen haben. Sollte das nicht helfen, wirst du um das Zerlegen nicht herum kommen.
Grüße aus Reutlingen,
Harald
 
Hallo Jürgen



"Meine konkrete Frage lautet: Ist der Druckausgleich normal und meine Sperrenbuchse somit OK oder muss ich mich doch mal mit der Sperrenbuchse auseinandersetzten :( ??"

Der Druck vom Sperrkolben kommt normalerweise nicht zu dem beschriebenen Druckausgleichsrohr. Es sei den der eine Dichtring des Sperrkolbens zum Differenzial hin, ist defekt. Also meiner Meinung nach ist der Druckausgleich nicht normal und Du müßtest dich mit dem Sperrkolben auseinandersetzen.

Gruss Holger
 
Das Korrossionsschutzöl welches bei der jährlichen Wartung eingegeben werden soll, soll lediglich das festrosten des Sperrenkolben aus Stahl im Achsrohr aus Stahl verhindern.
Weil sich ja das Kondenswasser der komprimierten Luft nicht zu 100 % aus der Entwässerung des Kessels entfernen lässt, kommt es an den Stahlteilen der Druckluftanlage zur Rostbildung
Einen verschlissenen Dichtring aus Elstomer o. ö. kann man damit nicht wieder "heilen". Eine geringfügige Verbesserung der Abdichtung ist möglich, aber keine dauerhafte Abhilfe.

Im Bild sind die Sperrendichtringe zu sehen.
 

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Hallo zusammen,
vielen Dank für die schnellen und guten Antworten.
:danke
Hatte mir schon gedacht das ich die Dichtung des "Sperr Kolbens" tauschen muss :? .
Hatte schon ein paar mal, nach Handbuchstudium :oops: , Balistrol (ob das OK ist hoffe ich) eingefüllt, ist aber auch schon wieder ca. 2 Jahre her.
Der Kolben ist nicht fest da die Sperre ja funktioniert aber vermutlich hat Reiner recht und die Dichtungen sind so defekt das sie nicht mehr funktionieren.
Werde aber auch nochmal schauen ob ich mit einem Additiv, z.B. Lecwec, die Dichtringe wieder fit bekomme.
Hatte vor kurzem zufällig so Ölzusatzwerbung gesehen und dabei ist mir die Idee gekommen das dies bei mir evtl. auch funktionieren könnte.
Hier ein Link (nur als Beispiel) - werde mich erst noch ein wenig einlesen:
http://www.lecwec.de/storage/presse/oldtimerpraxis-lecwec-2000-05.pdf

@Reiner: die 4 bar hatte ich jetzt geschätzt, es geht auf jeden Fall unter 6 bar und ab da schaltet ja die Sperre nicht mehr. Hoffe ich habe es noch richtig im Kopf, auf jeden Fall werde ich nochmals im WHB nachschauen.

Die Achse werde ich dieses Jahr nicht auseinandernehmen :flex - wie so oft ist die Zeit das Thema :wink: .

Danke Euch allen und hoffe das ich Euch dank Additive positives berichten kann.
Schöne Grüße
Jürgen :spitze
 
Hallo Jürgen,

hab die Reparatur mal am Trac von nem Kumpel mitgemacht. Ist kein Hexenwerk - und dauert auch nicht tagelang.
Rahmen so hoch abstützen das die Federn entlastet sind, Achse mittig abstützen. Feder auf der Sperrenseite raus (müsste rechts sein), Schrauben am Diff und der Schubstrebe & Bremsleitung auf, raus mit der Hälfte.
Und schon bist Du an den Teilen dran.
Allemal besser als irgendwelche Hokuspokusmittelchen.

mfG
Axel
 
Hallo Jürgen,

die Ursache des Verschleißes ist die, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit sich irgend wann mal Rost an der Dichtfläche im Achsrohr gebildet hat. Und dieser Rost schmirgelt dir im Laufe der Zeit bei Benutzung der Sperre den Dichtring an einer Stelle kaputt. Abgetragenes Material kann kein Dichtungsmittel ersetzen.

Verhärtete Dichtungen sollen ja damit wieder weich werden (ich habs noch nicht probiert), aber verhärtet waren übrigens meine Sperren-Dichtungen auch nicht, nur jeweils an einer Stelle etwas abgewetzt, wegen Rost an der Dichtfläche.
 
Hallo,
ich werde die Quatdichrtringe an meinen Uniknick-Achsen vorsorglich auch wechseln.
Beim Ausbau habe ich leider auch Rost in der nähe der Druckluftverschraubung festgestellt. Wie kann ich diesen nachhaltig entfernen um eine möglichst lange Lebensdauer der Quadringe zu erreichen?
Gruss
Torsten
 
Hallo Torsten,

ich habe bei mir mittels Schleifmop und Bohrmaschine den Rost entfernt, zuerst mit 120er Körnung den Rost weg und dann mit 240er Körnung die Oberfläche im Achsrohr geglättet.

So etwas hier habe ich verwendet.

http://www.ebay.de/itm/Facherschleifer-Schleifmop-Schleifstift-Vliesmop-Vliesschleifer-verschiedene-/161068325283?pt=LH_DefaultDomain_77&var=&hash=item25806b99a3

Der mit 80 mm Durchmesser passte bei mir relativ genau ins Achsrohr und hatte noch ein wenig Vorspannung.

Die Achsen vom Uniknick kenne ich nicht, aber wenn die Dichtringe die gleiche Nr. haben wie oben im Bild dann sollte es auch passen.
 
Hallo Rainer,
bis auf die Halter für Stabi und Federn sind die Achsen vom Uniknick baugleich mit denen vom 406 mit Trommelbremse.
Gruss
Torsten
 
HallO,
wo hast du deine Quad-Ringe bestellt und waqs muss ich dafür hin legen?
Nach MB schaut die Verpackung doch nicht aus?
Gruss Torsten
 
Hallo Unimogschrauber

So sah bei meiner VA der Sperrkolben aus den ich ausgebaut habe. Hat in dem Zustand noch Funktioniert und war fast :D Dicht.

Gruss Holger
 

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Hallo Sperrengeplagte Mogler :D ,
vielen Dank für Eure Beiträge. Echt gute Info.
Habe mich nun entschieden erstmal mittels "Dropstop" zu versuchen die Dichtigkeit wieder zu bekommen.
Interessiert mich einfach ob es funzt.
Werde es dann auch gleich an einem Vorgelege testen das auch etwas Öl lässt.
Bin mal gespannt was das Wundermittel bewirkt - sofern die WeDi oder O-Ring nicht beschädigt sind.

Ansonsten wird dann mittelfristig doch eine ernsthafte Reparatur gemacht werden :flex (ist ja nur ein kleinerer Eingriff 8) .

Werd dann in ein paar Wochen mal Feedback geben (die Weichmachermittelchen benötigen ca. 2 Wochen bis sie wirken).
Mercy an alle :danke
Schöne Güße
Jürgen
 
Hallo,
bei Überholen des Sperrenzülinder ist mir aufgefallen, dass die Klammer- welche im Achsrohr das Luftröhrchen fixiert mei mir lose rum tummelt. Alle versuche dieses Teil wieder an den richtigen Platz zu bekommen sind gescheitert.

A) mit einem Kabelbinder die beiden Enden zusammen gezogen, an die passende Stelle geschoben und dann den Kabelbinde entfernt. Leider ist beim Zerschneiden des Kabelbinder die Klammer wieder umgekippt.

B) Mit einem Magnetstab die Kalmmer an die Passende Stelle Gezogen und dann versucht mit einem Schraubendreher die Klamer auszurichten. => ds Rohr zu eng und ich zu ungeschickt.

Habt Ihr eine Idee, wie ich die Klammer wieder an die richtige Position bekomme?
Gruss
Torsten
 
Hallo Sperrengeplagte :-),

ich habe also Anfang März ne Dose "Drop Stop", 250 ml für 30,--€, gekauft und dann in Abständen von ca. 14 Tagen, 3x, die Sperre "geölt".
Das heißt, ich habe Drop Stop 1:1 mit Getriebeöl vermischt und dann die 1cbcm eingefüllt, mit kleiner Spritze aus der Apotheke.
Beim Einfüllen das Rad, hinten rechts, gedreht (natürlich hochgebockt) damit das Ölgemisch schön verteilt wird.
Dann die erste Fahrt jeweils nach ca. 1-2 Wochen und dabei kurz mal die Sperre betätigt. Dies jeweils vor der nächsten Injektion :D .
Gestern habe ich nun wieder mit dem 406er (Trommel) etwas gespielt und dabei die Sperre benutzt.
Was soll ich sagen, die Sperre hat die Luft fast gehalten. D.h. nur noch ganz leichtes Blasen zu vernehmen.
Die Sperre hat dabei auch funktioniert! :spitze
Vor der Drop Stop Kur musste ich mindestens 1700 U/Min drehen damit sich der Luftdruck nur langsam verringert hat. :( .
Nun reicht das Standgas um den Luftdruck, bei eingeschalter Sperre, zu halten.
Habe auch nen Zusatzluftpressor :P

Vorgelege habe ich auch mit Drop Stop angereichert. Hier habe ich aber noch nicht nachgeschaut und muss die Trommel nochmals gründlich reinigen.

Fazit: Erstmal hat mir Drop Stop soweit geholfen das ich die Achse derzeit nicht zerlegen muss. Werde in ein paar Wochen nochmal eine "Öhlung" durchführen und dann den Langzeit-Test abwarten.
Ist schon klar das das keine "professionelle" Reparatur ist aber für mich ist es erstmal OK.

Sperrengrüße :wink:
Jürgen
 
Moin Jürgen,

na denn Glückwunsch!
Frag mich allerdings schon, warum Du 30€ ausgibst und ne Menge Zeit zum rumprobieren, während die beiden Dichtringe miteinander <10€ kosten und wahrscheinlich auch nicht mehr Zeit benötigt hätten zum wechseln.
(Quelle: http://www.mercedesclub.de/extras/mb-preisliste-2015?suche=A+417+997+00+41&search=Suchen )

uva. - die Zeit kommt dann ja auch noch drauf, weil die Reparatur ist ja trotzdem nötig...

mfG
Axel
 
Hallo Axel,

natürlich hast Du recht den um die Reparatur werde ich früher oder später nicht drumrumkommen.

Ich wollte aber testen ob diese Wundermittel funktionieren oder nicht.
Es scheint zumindest so als ob sie funktionieren (intaktem Dichtring etc. vorausgesetzt d.h. nicht eingerissen usw) und die Zeit wird zeigen wielange es anhält.
Habe auch noch eine BMWR65 bei der der Motor ein wenig ölt. Hier werd ich auch mal testen. Habe für die R65 auch schon nen Ersatzmotor. Ist ne längere Geschichte und wollte hier nur anmerken das der Test bei meiner BMW wohlüberlegt ist :D .

Von der Zeit habe ich nicht viel investiert. Würde sagen alles zusammen so 30-45Minuten.
Die Reparatur kann ich nicht einschätzen, würde aber auf 2-4 Stunden tippen. Wenn ich zerlege dann mach ich auch gleich gründlich sauber und lackiere z.B. das Vorgelege und die Achse etwas nach. Nicht nötig aber ohne Reparatur mach ich es erstmal nicht :(
Da ich das Vorgelege vor ca. 6-7 Jahren mal auseinander hatte und die Steckachse, glaub ich wenigstens, noch nicht heraus hatte dauert es bei mir halt auch ein paar Momente länger als bei einem geübten Unimogschrauber.

Auch danke für die Preisinfo. Daimler ist wieder mal absolut erschwinglich. Werde evtl. bei meiner nächsten Bestellung mal die Teile mitbestellen. Wenn sie erst mal da liegen kann ein verregneter Samstag schon mal dazu genutzt werden.

Schöne Moggrüße
Jürgen