406 Lenkstange und Spurstange einstellen

pangurban

New member
11. Feb. 2012
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Hallo Leute,

ich bin scheinbar diesmal zu b... um das Technikforum zu nutzen.
Ich benötige dringend eine Anleitung um bei meinem 406er die Lenkstange und die Spurstange richtig einzustellen.
Immer wenn ich die Verlinkungen zu den entsprechenden Beiträge aufrufe lande ich nur wieder auf der Forum-Startseite.

Vielleicht hat ja einer von Euch eine Anleitung zum verschicken oder Ihr könnt mir eine aktive Verlinkung nennen!

Vielen Dank für Eure Hilfe!
 
Hallo Namenloser!
Warum so kompliziert?
Die Länge der Lenkstange einfach so wie die alte einstellen und dann bei aufgebockten Rädern prüfen, ob sich die Räder beidseitig bis zum Anschlag lenken lassen.
Und Spur einstellen zwischen null und 3mm Nachspur.
 
Salut Herbert!

Du hast natürlich recht: erst mal sorry, dass ich nicht unterschrieben habe - diesmal also "mit"- siehe unten :)

Um das Gesamtproblem besser dazustellen: Mein jüngst gekaufter 406er hatte ca 2 cm (!!!) VORSPUR, sprich die Räder klaften vorne regelrecht auseinander. Ich dachte eigentlich es läge nur an den total ausgeschlagenen Kugelgelenken der Lenk- und Spurstange aber nach dem Tausch derselben kommen mir nun doch Zweifel:
Ich habe beim Tausch das Lenkgetriebe im Mittenstellung gebracht und die Räder ohne Lenk- und Spurstange gerade ausgerichtet. Wenn ich jetzt die Lenkstange einpasse, so muß ich das Gewinde des Kugelkopfes vollständig einschrauben, um die Lenkstange in der passenen Länge zu haben. Damit ist die Lenkstange ca 1,5 cm kürzer eingestellt als die originale (wie gesagt, da war der Radstand aber auch eher so, dass beim Geradeausfahren beide Räder jeweils nach außen zeigten). Entsprechend ist die Spurstange nach dem einstellen das Nachlaufs ca 1,5 cm länger als die originale Spurstange. Nach Rücksprache mit dem Vorbesitzer wurde weder an der Spurstange noch an der Lenkstange von Ihm was geändert, allerdings kam wohl vor ein paar Jahren mal im Austausch wegen eines Defektes ein gebrauchtes Lenkgetriebe (mit Lenkstockhebel) rein. Jetzt frag ich mich, ob es eventuell verschiedene Lenkstockhebel für den 406er gibt und sich dadurch eine andere Lenkstangenlänge ergibt, was beim Tausch damals einfach nicht beachtet wurde.

Wie schon geschrieben sind Lenkung und Spur meiner Ansicht nach jetzt korrekt eingestellt, aber um sicher zu gehen wollte ich mir halt von Euch einen kleinen Leitfaden geben lassen, damit mir dabei kein Fehler unterlaufen ist.

Grüße und danke schon mal für zukünftige Tips!

Markus

Herbylix schrieb:
Hallo Namenloser!
Warum so kompliziert?
Die Länge der Lenkstange einfach so wie die alte einstellen und dann bei aufgebockten Rädern prüfen, ob sich die Räder beidseitig bis zum Anschlag lenken lassen.
Und Spur einstellen zwischen null und 3mm Nachspur.
 
Hallo Markus

du solltest zuerst einmal dringend die Achsschenkellager kontrollieren.
 
Hallo,

Die Lenkstange ist die Verbindung zwischen Lenkstockhebel und rechtem Rad.
Die Spurstange die Verbindung zwischen beiden Rädern.
Vorspur ist : Räder vorne zusammen. Nachspur ist: Räder vorne auseinander.
Die Spur wird an der Spurstange eingestellt.
Der Wechsel des Lenkstockhebels ändert nichts an der Spur.
Vielleicht die Stellung vom Lenkrad bei Geradeausfahrt.

Gruß
Emil Kohl
 
Hallo Markus,

vor dem einstellen der Lenkung noch die Radlager sowie die Buchsen des Querlenkers, wir von MB so bezeichnet, prüfen.

Dann zuerst die Vorspur einstellen, Abstand der Räder zum Rahmen messen und vermitteln, Lenkgetriebemittelstellung ermitteln (Lenkrad muss in Geradeauslauf-Stellung stehen, wenn nicht umsetzen) in dieser Stellung die Lenkstange so einstellen dass sie in den Lenkstockhebel eingesetzt werden kann. Kugelgelenk in Lenkstange sichern und Kronenmutter fest. Wenn die Lenkanschläge an der Achse stimmen, dann musst du jetzt beim einschlagen nach rechts und links, gleich viele Umdrehungen zählen können. Bei der folgenden Probefahrt auf einem Stück gerader, glatter Straße ohne allzugroße Seitenneigung sollte jetzt das Lenkrad in der Mitte stehen, wenn nicht dann mit der Einstellung an der Lenkstange die Feineinstellung vornehmen, dass dürfte wenn alles richtig gemacht wurde nur eine Umdrehung sein.

Die Probefahrt ist auch nur aussagekräftig wenn die Räder keine Auswaschungen oder einseitigen Verschleiß von falscher Vorspur o. ä. haben. Der Reifendruck muss ebenfalls gleich sein.

Lenkgetriebe gibt es auch unterschiedliche genauso wie die Lenkstockhebel, davon gibt es 5. Lenkgestänge sind laut EPC 2 unterschiedliche vorhanden.

Was an den MOG gehört oder nicht kann nur mit FIN oder Achsnummern gesucht werden.
 
Ein herzliches Salut aus Südfrankreich!

Erst mal Danke an alle für die Ratschläge! Soweit habe ich das scheinbar schon richtig gemacht. Mich irritiert nur die frappiernede Abweichung zu den vorher eingebauten Teilen - aber da hat ja auch gar nichts mehr gepaßt.

Ist mit dem Querlenker der Panhardstab gemeint? Da muß ich wohl auch noch ran.

Die Radlager werde ich mir natürlich auch noch anschauen.

Grüße an alle!

Markus
 
Helmut-Schmitz schrieb:
Hallo Markus

du solltest zuerst einmal dringend die Achsschenkellager kontrollieren.


Salut Helmut!

Danke für den Tip! Hast Du auch eine kurze Anleitung wie ich die überprüfen kann?

Merci schon mal vorneweg!

Markus
 
Hallo Markus
einfach an der Achse so nahe wie möglich am Rad anheben. Dabei sollte man als erstes sorfälltig beobachten, ob das Rad beim Anheben beiklappt. Das ist meistens der Betrag, um den die Spurstange "zu kurz geworden" ist.
An angehobenen Rad versuchen, mit einem Montiereisen anzuheben bzw zu knippen.
 
Salut Helmut!

Vielen Dank für die prompte Antwort und die Tips. Ich werde das heute gleich mal überprüfen!

Grüße aus Südfrankreich

Markus
 
Salut nochmal Helmut!

Dein Tip war wohl (leider) goldrichtig - die Achsschenkellager unten haben beide enormes Spiel.

Jetzt stehe ich vor dem Problem, wie ich das hier in Südfrankreich in den Griff bekomme: Die Teile kann ich mir (wenn bei Mercese noch zu bekommen) über Freunde besorgen lassen: 2 Reparatursätze für die Achsschenkellager und vorsichtshalber zwei untere Achsschenkelbolzen, denn ich denke, dass die schon ganz schön gelitten haben. (Oder fehlt da noch was?) Es ist übrigens ein 406 Bj 1973 mit Scheibenbremsen.

Allerdings traue ich mir selber diese Reparatur nicht zu - so wie ich das in den Forum-Beiträgen gesehen habe muß man dazu ja das komplette Radvorgelege mit der Doppelgelenkwelle ausbauen. Und dann noch auf irgendeine Art die Sperre blockieren, damit sie nicht "rausfällt". Oder habe ich da was falsch verstenden?.
Kannst Du mir vielleicht nochmal weiterhelfen und eine Arbeitsanleitung für den Tausch posten oder mir einen link schicken, wo ich ALLE nötigen Arbeitschritte finde? Ich würde das dann ins französische übersetzen und mal einen Landmaschinenmechaniker in der Nähe fragen, ob er sich da ran traut.

Viele Dank nochmal und bis bald

Markus
 
Hallo Markus

hier mal ein Bilderbuch, dass vielleicht auch die Franzosen lesen können :technik
Die Arbeiten sind im Werkstatthandbuch alle beschrieben. Die Abzieher, wie sie im WHB beschrieben werden braucht man nicht immer wirklich. Wenn man unten die Lagerschale entfernt und anhebt (hierfür ist eine Hebevorrichtung absolut angebracht) schiebt sich das obere Lager nach oben . Wird dann aber sehr eng.
Die Achsschenkelbolzen sind ein Einschweißteil. Da muss sehr sorgfälltig gearbeitet werden, sonst ist die Achse futsch.
Die Arbeiten zum Auswechseln des Achsschenkelbolzen sind ebenfalls sehr detailliert mit Schweißanleitung beschrieben.
Schaue auch genau nach, ob der Lagersitz im Achsschenkel noch ok ist. Wenn du die Achse eh auseinander nimmst, denke an den Wellendichtring der Gelenkwelle.
 
Salut Helmut,

ich vermute mal der link geht auf ein Werkstatthandbuch, das zum Verkauf steht. Wird leider nicht angezeigt - kommt nur eine Fehlermeldung. Aber das WHB habe ich schon in Auftrag gegeben - wird aber wohl ein paar Tage dauern bis es mich erreicht.
Es gibt also wohl keine Möglichkeit, die Lager zu tauschen, ohne die ganze Vorderachse zu zerlegen - falls die Achsschenkelbolzen noch in Ornung wären meine ich?!

Und noch eine Frage vom völlig Ahnungslosen: Der Wellendichtring der Gelenkwelle sitzt wo genau?

Ich weiß, jetzt wird es schon peinlich, aber vielleicht lösen sich ja die ganzen Fragen auch, wenn ich das WHB in Händen halte. :?

Grüße und erst mal Merci nochmal!

Markus (eigentlich hab ich keine zwei linken Hände!!! :) )
 
Hallo Markus

sorry, da war noch ein alter Link im Cache, hier mal das Bilderbuch, ebenfalls an einem 406 mit Scheibenbremse.
Du must natürlich nicht auch das gesamte Vorgelege abdichten, aber wenn nötig siehst du was notwendig ist.
 
Hallo Markus,

die Gelenkwelle hat 2 Simmerringe einen im Achsrohr und einen im Vorgelegegehäuse.
Wenn der vom Vorgelege undicht ist musst du das wohl oder übel zerlegen, denn um die Welle aus dem Gehäuse zu ziehen muss zuerst das kleine Zahnrad demontiert werden.

Hast du nachgeschaut ob beide Achsschenkellager hin sind? Wenn nur das untere defekt ist (eher unwahrscheinlich), dann ist die Sache relativ einfach, denn nach Demontage des Spurhebels oder der Lagerschale fällt das Teil von allein raus. So war es jedenfalls bei mir. Solltest du die rechte Welle ausbauen müssen dann must du dir um die Sperre keine Sorgen machen, denn die fällt bei deiner Achse nicht ins Gehäuse weil sie im Achsrohr steckt. Auch das einführen der Welle ist weniger schwierig als angenommen. Ich hab das alles allein gemacht ohne Handlanger.


Wenn du in die Suche "Achsschenkel 406" einträgst kommen 350 Einträge mit ausreichend Bildern, da sind auch meine Fragen dazu dabei.

Der Panhardstab heißt bei MB im EPC Querlenker.
 
Hallo nochmal!

Ich habe jetzt gerade die betreffenden Seiten aus dem WHB studiert und habe natürlich gleich noch eine Frage(trotz des wirklich sehr aussagekräftigen "Bilderbuchs!)
Geht der Wellendichtring, der die Doppelgelenkwelle gegen das Achstragrohr abdichtet beim Zerlegen zwanghaft kaputt? - DB in München, wo ich mir gerade die Teile von meinem Vater besorgen lasse hat nämlich nur noch einen einzigen da - wurde wohl auch geändert - jetzt mit Verschleißring und einer anderen Messingbuchse.. den alten gibt es gar nicht mehr.
Ansonsten werde ich meinen MOG nächste Woche zum Landmaschinenmechaniker bringen - ich denke, dass ich zwar bis zum Ausbau der Doppelgelenkwelle alles selber machen könnte, wenn es aber an das Austauschen der Achschenkelbolzen geht, dann schaue ich alt aus. Dazu fehlt mir einfach das Werkzeug zum aus und einpressen und das Einschweißen der Bolzen sollte wohl auch eher jemand mit Erfahrung machen.
Und wenn erst mal alles soweit demontiert ist, um zu prüfen ob man die Achsschenkelbolzen wirklich tauschen muß, dann ist es wohl zu spät den MOG noch zur Werkstatt zu bringen...
Aber mit den Bildern im WHB und Euren Tips bringt der französische Landmaschinenmechaniker das schon hin!

Also noch mal vielen Dank und ich halte Euch auf dem laufenden!

Grüße aus dem Süden

Markus
 
Hallo Markus

bei vorsichtiger Handhabung bleibt der Wedi heile.
Wenn er auf der Welle eingelaufen ist, was normaler immer der Fall ist, brauchst du eh eine neue Anlaufbuchse und den dazu passenden Wedi.
 
So, jetzt gibts wieder Neuigkeiten. Leider keine guten: Die Vorderachse ist zerlegt und leider sind bei beiden Achsschenkelgehäusen die Lagersitze unten so ausgeschlagen, dass überhaupt keine Möglichkeit besteht, da noch mal was zu machen (Auch nix mehr zu machen mit Buchse oder so). Neu kostet ein Achsschenkelgehäuse seit diesem Jahr 1391.- Euro ohne Märchesteuer - hat einer von Euch eine günstigere Möglichkeit im Angebot?

Wäre für eine schnelle Antwort dankbar, sonst muß ich wohl in den sauren Apfel beißen.

Mein Gebrauchtteilehändler in Deutschland hat nichts gebrauchtes da und meint auch, da das mehr oder weniger ein Verschleißteil ist wäre gebraucht auch nicht wirklich ratsam.

Viele Grüße aus Südfrankreich

Markus
 
Hallo Markus

gebraucht Achsen gibt es oft hier im Teilemarkt, teilweise auch recht gute. Das Problem dürfte sein, ob derjenige soviel Kenntnisse hat, das zu beurteilen und ob er dir wahrheitsgetreue Angaben macht.
Ich kenne das Problem, dazu habe ich schon eine gebraucht Achse zerlegt und das Gehäuse dann umgebaut.
 
Hallo,
ich bin neu hier, lese aber schon seit längerem die interessanten Beiträge hier. Ich habe 3 Unimogs 406.
Einen Bj.81 restauriere ich gerade und habe das gleiche Problem mit den Achsschenkeln und Achsschenkelbolzen. Die Bolzen habe ich gewechselt und muß sie noch verschweißen. Wegen den defekten Achsschenkeln habe ich mir eine andere Achse besorgt, die allerdings die gleiche Krankheit hat.
Das scheint eine Krankheit zu sein und die 1391 euro sind mir zu teuer für einen neuen. Ich bin hingegangen und habe die ausgeschlagene Passung aufgeschweißt, mir eine Vorrichtung gemacht damit ich den Schenkel auf ein 5 Achsen Bearbeitunszentrum aufspannen kann und habe dann die Passung nachgearbeitet. Das Ergebnis sieht ganz gut aus. Ich werde die Achse jetzt montieren und werde berichten ob alles passt.
Kann mir vielleicht jemand sagen welche elktrode ich nehme um die Achsschenkelbolzen zu verschweißen?
Ich tendiere eher zum schweißen mit WIG, da hat man keine Einschlüsse in der Schweißnaht und das ganze wir gleichmäßiger.