406 Superkriechgänge im Tiefschnee

bwswede

New member
14. März 2015
114
2
18
64
Oregon, USA
Hallo Unimog-Freunde,

Ich wollte diese Frage schon seit Jahren stellen, aber ich komme erst jetzt dazu. Ich habe einen 406 mit dem großen Getriebe und benutze ihn im Winter zum Schneeblasen. Bei schwerem und tiefem Schnee bin ich gezwungen, die Superkriechgänge zu verwenden, um langsam genug zu fahren, damit die Schneefräse nicht überlastet wird. Ich habe festgestellt, dass, wenn ich in Super-Crawler-Gängen bin und die Schneefräse in tiefem, schwerem Schnee schiebe, der LKW ungefähr 1 Mal pro Sekunde sanft in einer Vorwärts- und Rückwärtsbewegung zu schaukeln beginnt.

Ich habe gelesen, dass die Superkriechgänge in einem 406 sehr klein sind und nicht für Zugkräfte verwendet werden sollen. Ich mache mir Sorgen, dass die Vorwärts- und Rückwärtsschaukelbewegung durch das Aufziehen des Räderwerks verursacht wird und dass ich möglicherweise übermäßige Kraft auf die kleinen Zahnräder ausübe. Ist das etwas, worüber ich mir Sorgen machen sollte? Oder ist diese Schaukelbewegung zu erwarten und schadet dem Getriebe nicht?

Danke im Voraus,
Blane
 
Hallo Blane,

ja, die Kriechgänge nicht nur beim 406 sollen nicht zur Zugkrafterhöhung genutzt werden.
Wie wird die Schneefräse angetrieben und in welche Richtung dreht die Trommel? Frisst sie sich selbst in den Schnee oder dreht sie gegen die Fahrtrichtung?
Wie darf ich mir das Vorwärts-Rückwärts geschauckel vorstellen? Ist das ein minimaler Ruck oder fährt tatsächlich der Mog wie weit rückwärts?
 
Hallo Blane,
diese Gänge sind zum Erreichen minimaler Geschwindigkeiten ideal. Die Zugkraft bzw. benötigte Leistung zum Fahren beim Schneefräsen ist nicht sehr groß. Im Gegensatz darf man z. B. eben nicht am Berg mit schweren Anhängern in diesen Gängen anfahren.
Das Aufschaukeln kann z. B. vom Schlupf an den Reifen kommen. Es geht "schnell" vorwärts, bis der Gegendruck des Schnees durch zu viel Vorschub den Unimog bremst. Ist der Schnee durch die Fräse durch gehts wieder schneller, bis der Vorgang von neuem beginnt. Versuch es doch mal mit weniger Vorschub, also langsamer Fahren, weniger Gas beim Fahrantrieb, falls Du einen separaten Fräsenmotor hast oder nochmal zurückschalten, wenn die Fräse über Zapfwelle läuft. Wenn das auch nicht reicht, mußt Du die Fräse höher einstellen, damit die Fräse weniger Schnee fräsen kann. Allerdings mußt Du dann evtl. mehrmals fahren um die Straße komplett schneefrei zu bekommen.
Christoph
 
V Blane
bwswede schrieb:
Ich habe gelesen, dass die Superkriechgänge in einem 406 sehr klein sind und nicht für Zugkräfte verwendet werden sollen. Ich mache mir Sorgen, dass die Vorwärts- und Rückwärtsschaukelbewegung durch das Aufziehen des Räderwerks verursacht wird und dass ich möglicherweise übermäßige Kraft auf die kleinen Zahnräder ausübe
durch da hohe Übersetzungsverhältnis wird bei Überlast das Hauptgetriebe überlastet.
Das Vor und zurück Schwingen könnte durch zusammenbacken und aufstauen der Schnemasse kommen, wenn die Förderleistung der Schneefräse nicht abgestimmt ist.
Du schiebst zuerst einen Kuchen zusammen, bei der das Fahrzeug in folge des Schubwiderstand nach hinten gedrückt wird. Wenn dann ein komprimierter Kuchen weggearbeitet wird und der Druck nachlässt, schwingt das Fahrzeug in den Federn wieder nach vorne. Versuche mal, mit beladener Pritsch zu arbeiten, dann sind die Hinterferdern härter vorgespannt.
Wird die Schneefräse von der Zapfwelle oder von einem separaten Aufbaumotor angetrieben?
 
Vielen Dank für Ihre Antworten auf meine Frage.

Die Schneefräse wird von der Frontzapfwelle angetrieben. Die Reifen rutschen nicht, da ich Ketten an allen 4 Rädern habe.

Die Schnecke der Schneefräse frisst sich tief in den Schnee. Mit anderen Worten, es zieht den Schnee in die Box. Übrigens ist dies eine zweistufige Schneefräse. Die sich langsam bewegende Bandschnecke zieht den Schnee zur Mitte und drückt ihn dann in den sehr schnellen Ventilator und er schießt oben heraus.

Die Schaukelbewegung ist sehr sanft. Ich schätze, es sind höchstens ein paar Zentimeter an der Oberseite der Kabine. Ich bin mir nicht sicher, ob es für jemanden außerhalb des Unimog, der mich beobachtet, überhaupt wahrnehmbar wäre.

Beschleunigen und verlangsamen sich die Räder, ist eine gute Frage. Ich weiß die Antwort darauf nicht, bis ich die Maschine wieder fahre.

Das Beladen der Plattform ist ein guter Vorschlag, um die Federn zusammenzudrücken. Allerdings hat dieser Unimog einen Werner Foresty Bausatz und somit keine Heckpritsche.

Diese Schaukelbewegung passiert, wenn ich viel Schnee vor mir habe oder wenn ich nur wenig habe. Ich frage mich, ob die Schürfleiste an der Unterseite der Schneefräse am Widerstand des Bodens hängen bleibt. Wenn ich die Schneefräse anhebe und dorthin fahre, wo kein Schnee liegt, gibt es kein Schaukeln.

Wenn die Räder eine konstante Geschwindigkeit haben, frage ich mich, ob das Schieben der Schneefräse in tiefen Schnee dazu führt, dass sich das Chassis auf den Federn nach hinten lehnt, und wenn dann der Widerstand des Schnees im Gebläse überwunden wird, schaukelt das Chassis nach vorne und nimmt die normale Position ein, und dann wiederholt sich der Vorgang etwa alle 1 Sekunde oder so.

Ich melde mich wieder, wenn ich mehr Schnee geräumt habe.

Nochmals vielen Dank für Ihre Antworten. Ich hoffe, ich riskiere keinen Schaden an den sehr kleinen Zahnrädern.

Blane
 
Hallo Blane, beim rückwärts mulchen von unbekannten Terrain bin ich nur mit Hinterrad Antrieb rein. Kommt ein Hindernis, Baumstumpf aber auch Beton brocken habe ich schon gefunden, bleibt der Unimog einfach stehen. Warum machst du nicht einfach nur ketten auf die Vorderachse ? Mit den richtigen ketten auf allen 4 Räder ist stehen bleiben fast nicht möglich. Ich habe beim rückwärts Räumen mit dem Forst mog schon mal den Teer der Straße ein wenig raus gerissen. Da ich sofort die kupplung getreten hatte war der Schaden eher gering, und vor 10 Jahren wurde die komplett neu geteert. Wenn du also nur auf der Vorderachse ketten drauf hast kann der Unimog auch mal stehen bleiben wenn es zuviel wird. Theoretisch.......
In der alten Firma hatten wir eine Gambin Fräse mit der hauptsächlich geschruppt wurde. Von den zwei Alten hatte ich folgendes übernommen. Vorschub so lange hoch drehen bis die Keilriemen anfangen zu Jammern. Dann ein Mini zurück und man war am max des Vorschub angekommen. Im neuen Betrieb ist dafür eine Bohle da. Da jammert kein Keilriemen, das alde Mädchen geht wie Schmitz Katz.
Gruß Herbert