411 1959 fährt wie mit angezogener Handbremse Kriechgang eingelegt?

Hallo Jörg,
Bei der Hinterradbremse kannst Du über zwei Wege die Bremsbacken an die Trommeln legen. Eben über die beiden Excenter aber auch über die Rändelschrauben für die Handbremse. Hast Du beide richtig gelöst. Dann kann es trotzdem sein, dass die Bremsbacken nicht zurückgehen weil vielleicht die Bremsleitung zugequollen ist oder die Radbremszylinder schon etwas "Verschmutz" und damit schwergängig sind. Beides fällt immer zuerst beim Lösen der Bremse auf weil hier die Rückstellkraft durch die Feder nur gering ist. Beim Bremsen jedoch hydraulisch ein deutlich höherer Druck auf gebaut wird. Du hattest geschrieben das die Räder der Vorderachse sich leichter drehen lassen. Prinzipiell sollte diese Leichtigkeit auch an der Hinterachse sein, zumindest wenn beide Räder abgehoben und frei drehbar sind. Dann muss nicht auch noch das Getriebe mit bewegt werden. Ist nur ein Rad angehoben wird beim Drehen auch das Schaltgetriebe bewegt, daher hier mein Vorschlag das Getriebe in den Leerlauf zwischen den 5. und 6.Gang zustellen.
Auch die Gleichstromlichtmaschine liefert genügend Strom, dass die Batterie nicht bin einer viertel Stunde entladen ist. Normalerweise braucht der 411 während dem Fahrbetrieb außer für Blinker und Bremslicht keinen Strom. Motor mit ESP und allen Nebenaggregaten sind völlig mechanisch. Es kann aber natürlich sein, dass die Batterie schon quasi Tod ist und dann das Anlassen ihr den Rest gegeben hat. Oder es liegt ein Defekt vor und z.B. die Vorglühanlage schaltet nicht ab, dass wäre ein Verbraucher mit dem Potential die Batterie schnell leer zu fahren.
 
Hallo Jörg
Deine Meldungen zu Problemstellen kommen ja in wirklich kurzen Abständen. Möchtest du bezüglich der Bremsen nicht einfach mal alle Trommeln ziehen und schauen, was an den Bremsen gängig / i.O. ist oder nicht. Alles überprüft / in Ordnung gebracht schaffst du dir eine Ausgangsbasis für einstellen der Backen.
 
Danke Euch Leute,
ich wollte hier eigentlich keine Großbaustelle... .
Wenn, dann die Trommeln mit diesen Abdrückschrauben abdrücken? Kann man da auch normale Schrauben nehmen?
Die Leitungen sehen neu aus, kann alles eigentlich nicht sein.
Ich habe schon einen Werkstattwagenheber, der kann aber nur 2 to, damit unter das Hinterachsgehäuse soll man doch eigentlich nicht, traue ich mcih auch irgendwie nicht.
Ein Rückschlag nach dem anderen....
Termine für morgen abgesagt...
Jetzt noch einmal mit dem Endo reinschauen, Schn... voll für heute, Entschuldigung.
Danke an alle Mitfühlenden
Jörg
 
Hallo Jörg,
wir sind hier nicht bei Facebook, whatsApp, Inst oder TickTack. Auch wenn man sich ärgert oder schnell etwas machen möchte bleibt immer genügend Zeit für eine ordentliche Formulierung (inklusive der Netiquette) so dass andere auch direkt ohne Raten verstehen können was Du meinst.
Welches Verstellrädchen ist nicht auffindbar? Da fällt mir zunächst nur die Handbremsverstellung ein.
 
Hallo Jörg,
Ja, die Trommeln lassen sich mit normalen Schrauben abdrücken, aber dazu sollten die Bremsbeläge schon frei von der Trommel sein und die Trommel muss ganz parallel abgezogen werden. Ich drehe dazu immer die Schrauben abwechseln in kleinen bis kleinsten Winkeln.
Das Zackenrad der Handbremseinstellung sollte eigentlich mit den Finger fühlbar, ertastbar sein bei entsprechender Beleuchtung kann man es sogar durch die Öffnung und Blickwinkel sehen.
Das äußere Erscheinungsbild der Leitungen ist unerheblich. Die Bremsschläuche, nicht die Stahlleitungen quellen von innen zu. Um das als Hinderungsgrund auszuschließen kannst Du die Entlüftungsschrauben an den Rdbremszylindern kurz öffnen und dadurch gegebenfalls vorhandenen Restdruck ablassen.
Ich benutze auch nur einen kleinen (3to) Flaschenwagenheber, aber ich lege immer die das angehoben Rad bzw natürlich die Achsseite auf einem verstellbaren Unterstellbock zum Arbeiten ab. Niemals nur den Wagenheber alleine verwenden.
Und nicht allzuviel Angst, ein Mog und auch die Achsen kann einiges ab.
Hattest Du schon geschrieben, in welcher Region Du zuhause bist. Vielleicht gibt es ja willige Helfer in der Nähe.
 
Hallo Jörg,

willkommen hier!

Neue Fahrzeuge auf dem Hof haben immer ihre Überraschungen, sind ja auch schon über 60 Jahre alt...

Glogger und die gezeigte Lackierung lassen mich aufhorchen, ich denke du hast das lange inserierte Krailing Rückeaggregat gekauft?

Anbei ein passendes Thema, in dem ich auch berichte. Bei mir geht's nun langsam auch weiter mit der Teileaufarbeitung.


Ich hoffe der seltene Aufbau (1. Variante) bleibt bestehen und wird reaktiviert.
Der Preis des Fahrzeugs ging spürbar nach unten, das war bei meiner damaligen Suche nicht denkbar.

Irgendwie hat die neue Forensoftware wohl eingestellte Bilder verschluckt...

Vielleicht kannst du eine Fahrzeugvorstellung machen, ich habe auch erst wieder Ruhe nach massiven Eingriffen, die ich so nicht geplant hatte.
Drum sammeln und in Ruhe überlegen.

Gruß Florian
 
Hallo Jörg,

wie alt sind deine Bremsschläuche? Nicht, dass die innen aufgequollen sind und die Flüssigkeit nicht zurückfließen lassen (Bremsen geht wegen dem hohen Druck).


Grüße
Sebastian
 
Hallo Leute,
noch mal Danke für Euer Mitgefühl.
Die Bremsanlage wird neu sein, dh, 2 Jahre alt. Vor 2 Jahren ist der seit langem getüvt worden. Das Problem mit aufgequollenen Schläuchen kenne ich, habe ich aber wegen dem Alter vorerst ausgeschlossen; wie gesagt, der ist ja gefahren. Ich weiss, kann alles sein aber bei so plötzlich auftretenden Veränderungen suche ich erstmal einfache Lösungen.
Das Zackenrad habe ich dann noch gefunden, ganz oben und eigentlich außer Reichweite weil jemand die Idee hatte die Bremsleitung vor das Loch zu legen. Drehen war nahezu unmöglich, habe extra noch ein Werkzeug gebaut, mit dem ging es einigermaßen. Das sah aber auch anders aus als das auf der rechten Seite, vermutlich hat da auch schon mal jemand was verbessert. Jedenfalll saß dann auch das linke hintere Rad nicht mehr völlig fest und ich bin zur Freude meiner Nachbarn einmal die Straße rauf und runter gefahren. Hochgeschaltet 3., 4. Gang, kein Problem und er rollt jetzt auch beim Treten der Kupplung noch etwas und macht keine automatischen Vollbremsungen mehr. Morgen kontrolliere ich mal ob irgendwo Strom abfließt. Die Batterie, die drin war fand das ctek auch noch gut, keine Ahnung warum die nach der Fahrt ausfiel.
Ich bin aus Köln. Nee, kein Krailing, nur die Glogger Doppelwinde, angeblich eins von vier Fahrzeugen, die noch existieren. Egal, ich habe nur was gesucht um im Wald Stämme ziehen zu können. Die Hütte ist mit Dreipunktaufnahme, also nicht mehr original. die Restaurierung wäre bei mir besser geworden, war mir alles nicht so wichtig, der fuhr und das zählte für mich. Ich hänge demnächst mal ein paar Bilder an. Morgen der Strom, Flüssigkeiten, etwas Hohlraumschutz und dann wieder in die Garage bevor der Regen kommt. Mein MB-Spezi meinte direkt Ventile neu einschleifen, wenn Spiel einstellen nicht reicht, der spring nämlich nicht so gut an. Aber das war einkalkuliert.
Euch einen schönen Abend und nochmals Danke
Jörg
 
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Hallo Jörg,
na das klingt ja schon viel besser. Das die Bremsleitung vor dem Loch zum Einstellen der Handbremse ist nicht ganz unüblich.
Schlechtes Anspringen kann mehrere Ursachen haben, allen vorne weg eine schlechte Batterie. Hier gilt es dem zu Folge auch erst ordentlich zu analysieren bevor Du gleich den Motor zerlegst. Aber Du bist da denke ich auf dem richtigen Weg.
 
Guten Morgen zusammen,
gestern habe ich nichts gemacht, nur abends noch eine Dose Hohlraumkonservierung in die Hütte entlassen.
Hierzu hätte ich noch eine Frage: In der Betriebsanleitung wird dazu geraten den Unterboden einzusprühen. Ich vermute, es soll sich um ein Produkt auf Ölbasis handeln. Was nehmt Ihr dazu?
Zur Bremse noch folgendes: Einigermaßen geroll ist er ja vorgestern, mal sehen, ob er das heute auch noch macht.
Was mir aber aufgefallen ist, ist, dass das Pedal betonhart ist, es gibt also quasi keinen Pedalweg. Da ist also noch was anderes im Argen.
Was sind Eure Erfahrungswerte hierzu, bitte?
Grüße
Jörg
 
Hallo Jörg,
bei irgendwelchen Zweifeln an der Bremse müssen alle Komponenten einer genauen Inspektion unterzogen werden, die Bremse ist keine Spielwiese sondern die Lebensversicherung.
Am Bremspedal sollte über eine einstellbaren Gabel die Kolbenstange für den Hauptbremszylinder bewegt werden. An dieser Gabel läßt sich der Mindestleerweg des Bremspedals einstellen. Dieser Leerweg muss 1mm betragen (entspricht ca 10mm Weg an der Fussplatte). Ist der Hauptbremszylinder nicht ganz in der "entspannten" Position kann die Bohrung zum Ausgleichsgefäß verschlossen sein und damit auch die Bremse nicht richtig lösen. Könnte also eine weitere Ursache für Dein ursprüngliches Problem sein.
Schau noch einmal in die Betriebsanleitung. Beim 404 ist dies im Kapitel Wartung dort beschrieben, daher denke ich, dass es auch beim 411 dort steht. (Wichtiger als irgendwelche Konservierung).
Und das Werkstatthandbuch samt Ersatzteilliste gehört auch als Pflichtliteratur zum Unimog.
 
Hallo Jürgen, Ausgleichsbohrung ist eine gute Idee, werde ich nachher mal kontrollieren.
Kfz.- Ausbildung ist doch zu lange her ;--)
Danke, Jörg
 
Hallo Leute, ich muss Euch das direkt schreiben!
Gratulation an Jürgen und gleichzeitig Schmach auf den unterzeichnenden Kfz.-Mechaniker und Dipl-Ing..
Aber wenigstens wurde meine These belegt, dass es eine einfache Lösung geben muss: Ich habe den Kolben am HBZ jetzt bestimmt 1 cm Richtung Gabel geschraubt und man konnte die Entlastung in der Bremse hören! Der Kolben saß also tatsächlich viel zu weit im HBZ. Unfassbar, wie kann sowas passieren? Ich bin einigermaßen entsetzt.

Jetzt stelle ich noch ein Bild ein. Beim Liegen unter dem Fzg. ist mir ein Ölleck in der Ölwanne aufgefallen. Das ist neben dem Anlasser im Bereich der Verschraubung zum Motorblock. Ich wollte da erstmal ncht rumputzen um nicht evtl. die Leckage zu vergrößern. Kann jemand damit etwas anfangen?

Grüße und ein Hoch auf Jürgen!
Jörg
 
Hallo Jörg,
wenn Du es durch saubermachen vergrößert ist es ohnehin schlecht. Also ich würde tatsächlich zuerst sauber machen und dann schauen.
Das Bild selbst sagt mir zuwenig über die Stelle, hier wäre mir eine Aufnahme mit etwas mehr Motor etc zum Einordnen lieber.

Wenn die Bremse so vermurkst war solltest Du alle Angaben vom Vorbesitzer mit Vorsicht genießen und lieber wirklich alle Trommeln aufmachen und alles genauestens prüfen. Wie man hier sieht hat die Aussage, er hat ja noch relativ frischen TÜV überhaupt keine Bedeutung.
 
Hallo Jörg
ich würde dem Bild nach vermuten, da hätte jemand mal schnell versucht einen Riss oder Lunkerstelle zu verschweißen. Wenn Alu nich porentief vollkommen entfettet wird, bildet sich immer neue Lunkerstellen in der im Schweißbad, das wird dabei nie besser sondern nur schlimmer..
So wie das jetzt aussieht, muss das ausgeschliffen werden, bevor da ein neuer Schweißversuch gemacht wird.
Als Notreparatur kann man mit Bremsenreiniger Reinigung versuchen auszuwaschen und mit Kaltmetal oder Silikon oberflächlich abzudichten