411 AHK Kugelkopf

farmingtoy

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13. Sep. 2002
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Möchte an meinen 411 eine Kugelkopf Kupplung anbauen.
Gibt es das kpl. oder kann man es selber bauen mit TÜV Segen?
Wer kann helfen - Danke
farmingtoy

[Editiert am 22/7/2003 von farmingtoy]

[Editiert am 22/7/2003 von farmingtoy]
 
Zwei Lösungen.

2u1.JPG


Beim 2010er Armeemog, der keine Ackerschine hat, eine Traverse, die innen am Rahmen verschraubt ist. Material Flacheisen ca.100x12 mm mit Westfalia-Kugel

Beim 2010er links eine Kugel, die auf die Ackerschine geschraubt ist, und den Segen des Tüv kriegen würde, wenn sie z.b. bei Westfalia gekauft wäre, (Mit Gutachten.) und nicht selbstgedreht. Das geht beim 2010er weil die Ackerschiene (für Pneumatik) ohne Anhängegeräte als Rahmenfest gilt.

Für den 411er mit Dreipunkt müsste man für den Betrieb eine Verbindung von der Ackerschiene z.b. zur Oberlenkerhalterung schaffen, damit die Ackerschiene als „Rahmenfest“ gilt.

Thorsten


[Editiert am 11/11/2003 von thorsten.schlote]
 
Hallo,
für mich kommt nurdie \"Flacheisen\"-Version in Frage, wegen der fehlenden Ackerschiene und fehlender 3-Punkt Hydraulik.
Gibt es dazu Detail-Fotos und auch einen TÜV-Segen?
Danke erstmals für Deine Mühen.
MfG
Farmingtoy
 
Hallo,
für die Unimogs ohne Heckkraftheber passt der folgende Anhängebock

http://www.westfalia-automotive.de/lkw4.pdf

die Nr 314 052 habe ich am 404, passt auch an 411. Beim 411 ist 3500kg Anhängelast möglich, beim 404 2500kg (D-Wert 16,8 für den Bock), passenden Kugelkopf findest du auch bei Westfalia. Die Westfalia-Teile werden mit ABE geliefert, beim TÜV keinerlei Probleme, die schauen nur noch, ob die Schrauben alle richtig angezogen sind ;)
Anhängebock + Kugelkopf liegen wohl bei gut 200 EURO.
 
Inwieweit die \"Flacheisenversion\" TÜV fähig, oder ob sie genemigt ist weiß ich nicht.
Das ganze sah mir aber wesentlich besser aus, als die Lösung, die vor geraumer Zeit diskutiert wurde. Suche mal im Forum nach \"Hinterteil\".
Ein besseres Foto habe ich leider nicht. Den Besitzer treffe ich aber Anfang September wieder. dann mache ich noch mal ein Foto und erkundige mich nach der Eintragung. So, wie ich ihn kenne, macht der nix ohne den Segen von oben. ;)

Thorsten
 
@Ulli:
Wie hast Du den Westafalia-Bock befestigt? Einfach Löcher in den Rahmen gebohrt? Hats du evtl. Detailfotos dazu? Beim 411 ist der Rahmen an den hinteren Ecken relativ \"gechlossen\", daher wären die Fotos klasse.

@Thorsten:
ist die Kugel nicht ein wenig hoch? Ich meine 40-45cm Abstand Mitte Kugel zum Boden wäre normal. Da gibt es doch irgendeine Vorschift (Gibt es in D für alles :casstet: :casstet: :casstet: ).
Aber da dein Teil ja selbstgedreht ist, spielt das ja eh keine Rolle.

@farmingtoy (??)
Selber bauen und TÜV-Einzelabnahme ist immer möglich. Sprich vorher mit dem TÜV-Inschinööör deines Vertrauens. Der sagt dir dann wass er in welcher form abnehmen wird.

Gruß Stephan
 
Hallo Stephan.
Kugelmittelpunkt ist 50cm über dem Boden. Meine „Zweiachser“ (Kutschen) kann ich damit sehr gut fahren. Klaufixe sind auch kein Problem. Der Pferdeanhänger ist mir beladen am Mog zu schwer und nen 6m Tabbert hatte ich noch nicht hinten dran. Muss aber gut aussehen. Wenn das Ding mit den Heckstützen aufsetzt und meterweit Funken sprüht. :P

Im übrigen könnte man mit einem geschickten Flexschnitt und zwei links und rechts aufgeschweißten Laschen die Traverse problemlos um 5-10cm verlängern und die Ackerschiene damit tiefer legen.

Ich bin auch der Meinung, dass man die Tüvleute nicht mit Sachen belasten sollte, die über Bremsen, Blinken, Licht und Reifen hinausgehen. Die haben mit den Umbauten der 404er Fraktion schon genug zu tun. :D

Thorsten
 
@Stephan
die Seitenbleche werden mit je 4 Schrauben gehalten, wobei die hinteren 2 Bohrungen deckungsgleich mit den Bohrungen der Hecktraverse sind. Die vorderen Löcher werden in den Rahmen gebohrt. Die entsprechenden Schrauben und Muttern gehören zum Montagesatz. Bilder habe ich z.Zt. keine, da ich in 1 Stunde in Urlaub fahren will - die Kids stehen schon hinter mir und drängeln - gibts die passenden Bilder erst Ende nächster Woche.
Ein Bild ist allerdings auf meiner Homepage s.u. \"mein Bootsanker\" zu sehen. Der Kugelkopf hat eine Höhe von 40 cm über Boden.

Wie der Bock an einem 411 aussieht, ist bei den oberbayrischen?? Unimogfreunden in Techniktipps dargestellt http://www.unimogfreunde.de/technik-tipp/Index_Unimog_Technik_Tip.htm
 
Danke Ulli, lass die Kids nicht länger warten :cool:

bei den Oberbayrischen das ist ein 401, der sieht vom Rahmenheck anders aus als der 411.

Gruß Stephan
 
Hallo Mogler,

als Neubesitzer U406 interessiert mich die Frage nach einer Kugelkopf-Kupllung ebenso.
Ich habe verstanden, daß eine Kugel \"fest\" mit dem Fahrzeug verbunden sein muß um sie im Straßenverkehr betreiben zu dürfen. Also die Lösung einer Befestigung auf der Ackerschiene ist nicht (für die Straße) erlaubt. Das haben wir an unserem Fiat so gemacht, den benutzen wir für Rangierarbeiten auf unserem Hof, und nicht für die Straße.
Soweit klar.
Wahrscheinlich gibt es ähnliche Lösungen wie die hier diskutierte für einen 406.

Was mich aber noch interessiert ist:

Wie paßt eine feste Verbindung mit einem Heckkraftheber/ZW Verlagerungsgetriebe rein mechanisch (Platzbedarf) zusammmen, oder darf man diese nicht zusammen angebaut haben?

kann man die Kupplung bei bedarf, möglichst schnell und einfach, ab- und wieder anbauen, darf man das überhaupt?

Für Eure Antworten im Voraus schon mal Danke

Grüße aus dem Sauerland
Euer Theo

PS.:
@ Ulli, Dir und Deiner Familie schöne Urlaubstage
 
Hier noch mal zur Verdeutlichung meine Vorstellung für eine Rahmenfeste Ackerschiene auf der eine Kugelkopfkupplung IMHO Tüvgerecht montiert werden kann. (Schematisch)

Die Ackerschiene kann sich horizontal und vertikal nicht mehr bewegen und man ist sie ruckzuck los. Mit dem Knick in der Oberlenkerstrebe kann man das Verlagerungsgetriebe umgehen.

Thorsten

kugelk.JPG



edit: Zugmäuler am Schlepper werden auch nur gesteckt und gesichert. Also kein Ablehnungsgrund für den Tüv.



[Editiert am 23/7/2003 von thorsten.schlote]
 
Hallo Mogler,

ich habe am meinem 411.119 mit Heckkraftheber, 3-Punkt-Gestänge und drehbarer Rockinger-Maulkupplung mit aufgesetzter Halter für den Oberlenker,
zwei Unterlenkeranschläge in U-Form an die Ackerschiene geschraubt, so daß vertikales und horizontales Verdrehen verhindert wird.

Desweiteren habe ich bei allen Verbindungen neue Bolzen eingesetzt. Das ganze wird neben den Unterlenkern von je einer Kette mit Spannschloss stabilisiert.

Die Hubspindeln haben ebenfalls neue Bolzen. Bei Anhängerfahrten kann man durch Kugelhahn die Hydraulikölleitung absperren. Die serienmäßige Ausrüstung des Heckkrafthebers mit manueller Arrettierung (sitzt hinter rechts im Rahmen) habe ich gerade demontiert, da dieser Bolzen festkorrodiert ist.

Die Ackerschiene mit dem aufgeschraubten Kugelkopf ist absolut fest in allen Richtungen.

Reicht dies im TÜV-Sinne?

Gruß aus dem Bergischen Land,

Stefan Irlenbusch, Solingen