411 Fragen zu Achsen

Bastard

New member
30. März 2016
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Aichach
Hallo und grüßt Euch,

Ich bin Tom und neu in der Unimog Welt. Damit mein frisch erworbener 411 ein zuverlässiges Arbeitstier bleibt, werde ich wohl nicht um dieses Forum herum kommen und künftig hoffentlich auch selbst Erkenntnisse beitragen können.
Zu Beginn habe ich natürlich mehr Fragen als Antworten, von denen zwei auch die Suchfunktion nicht beantworten konnte:
1. Baujahr 1962 sollte "alte" Achsen haben. Aber woran erkenne ich die?
2. Im zweiten Bild sieht man direkt an der Unterseite Radnabe eine Schraube, die vermutlich weiter eingeschraubt gehört. Was befestigt die? Sie sitzt aktuell sehr fest.

Grüße aus bayrisch Schwaben,
Tom

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Tach auch!

Alte Achse (wie bei dir auf dem Bild)= einteiliger Achskörper und 55er Mutter in der Mitte der Radnabe aussen.

Die Schrauben halten die Ackerschiene.
 
Hallo Tom,
die beiden Schrauben die zusehen sind halten einen an den Enden keilförmigen Bolzen. Das gibt es recht und links. Auf dem Bolzen is dann normaler weise eine Buchse die in der Ackerschiene, dem "Geweih" sitzt. Das sind 16er Schrauben mit Feingewinde die oft etwas zu Spruch brauch um zu weichen.

Das was man auf dem Bild sieht ist das Bremstrommel Abdeckblech, bei alter Achse einteilig und am Radvorgelegegehäuse vernietet und bei neuer Achse 2 teilig wo sich die untere Hälfte aber herausnehmen lässt. Die Radnarbe befindet sich auf der äußeren Seite und ist konisch. Von der Radnarbe wird die Bremstrommel und das Rad gehalten.

Die Alte Achse hat äußerlich erkennbare Merkmale wie die Zentralschraube in der Mitte der Radnarbe auf der Außenseite, Schlüsselweite 55, oder dem geschweißten Achskörper, bei neuer Achse besteht der Achskörper aus drei Teilen.
 
Moin,
Wie schon gesagt - die Bolzen sind die Halter für die Ackerschiene.
Bei mir ließen die sich ohne extremen Kraftaufwand herausdrehen. Wenn du die Ackerschiene nicht hast würde ich da garnix machen.
Evtl. kann da bei größerer Schräglage des Unimogs mal Öl heraustropfen, dann läuft das Öl aus dem Differentialgehäuse zur jeweiligen Seite. Da entsteht dann mit der Zeit eine Schwitzstelle. Ich hab bei mir deswegen die Schrauben mit Silikondichtmasse eingedreht.

Die Schrauben haben das Gewindemaß M16x1,5

Gruß
Alex
 
Danke an stephan, UHF und Schnörkel! Flotte und präzise Antworten, nach denen ich etwas beruhigter bin. Gleichzeitig kann ich mich wohl von der Idee verabschieden, ein Verlagerungsgetriebe "von der Stange" zu finden.
Egal, der Wald ruft.
 
Hallo Tom,
Schnörkel(eigentlich Örkel) und UFH haben Namen(Alex und Hannes) die in der Signatur stehen, nur wenn man schreibt im Sichtfenster für den vorigen Dialog nicht angezeigt werden. Nicht bös gemeint, die Namen sieht man ganz normal wenn man sich den Beitrag an siehst unterm dem Text.

Warum denn von dem Gedanken verabschieden? Bräuchtest du doch das schon das spätere Verlagerungsgetriebe mit "kleinem" Verschluss?

Reicht der "Einknickwinkel" der Zapfwelle nicht aus?
 
Hallo,
Die älteste Variante des Verlagerungsgetriebes für den 411er ist eine Duplexkette mit zwei Ritzeln und einem unterem Lagerbock der wohl hinten an den Rahmenenden mit einer Brücke montiert wurde.
Das große Verlagerungsgetriebe vom 406 passt nicht, ob das kleine vom 421 etc. sich bei den alten 411ern montieren lässt weiss ich nicht.
Per Forensuche müssten auch diverse Eigenbaulösungen zu finden sein.

Gruß
Alex
 
Hallo Tom,

da das VLG meist in Verbindung mit einer Ackerschiene oder einem Heckkraftheber genutzt wird, passt die kleine Banane bei alten Achsen nicht wirklich. Das liegt daran, dass die alte Achse ein wie von Hannes beschriebenes "Geweih" als Aufnahme für feste Ackerschiene und Unterlenker hat. Dieses Geweih hat eine Pendelstütze die an der Quertraverse des Rahmens unter der AHK befestigt wird, dort sitzt normalerweise auch die "Schlüssellochplatte" für den Schnellwechselhalter der kl. Banane. Und wo ein Körper ist, kann gewöhnlich kein zweiter sein. Daher gab es de nErhard & Söhne Stützbock für die AHK, an die unten ein Zapfwellenbock angebracht ist. Das ganze ist mit zwei Ritzeln und einer Kette verbunden. Der Nachbau ist möglich, wenn es funktionieren soll und Originalität zweitrangig ist.

Gruß,
Markus
 

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