411 Motorausbau

woppa

New member
10. Apr. 2019
50
0
6
Hallo Leute, mein Mog hat einen Kupplungsschaden, Motor muss also raus.
Der Motor ist e eine Ölsardine, muss also auf die Werkbank.
Nun stellt sich die Frage, ob denn nicht der Motor eines Folgemodells sinnvoll wäre.
Welcher Motor käme denn da in Frage??
Und natürlich die Frage: was muss dann geändert werden?
Ist das eine Doktorarbeit??
Hat das auch Nachteile???
Herzlichen Dank im Voraus.
Wolfgang
 
Hallo,

vorne weg, ich bin kein 411er Experte, aber ich werfe mal was in den Raum:
In Frage käme wenn ja wahrscheinlich die Motoren aus dem 421. Also OM421 (40Ps), OM 615 (45) und der 616 mit über 50.
Ob sich der Umbau für z.b. den OM421 mit dann 5Ps mehr lohnt musst du wissen.
Zur Passform kann ich dir nichts sagen.
Ich habe auch schon mehrfach von verschiedenen Stellen von Umbauten auf VW TDI gehört. Bringt zwar mehr Leistung, aber höchstwahrscheinlich tauschst du dann eine Drehzahlreglung gegen eine Lastregelung, damit ist also arbeiten mit dem Unimog dann Geschichte.
Traktormotoren werden wahrscheinlich alle zu langsam Drehen. Da fehlen dann die letzten tausend Touren.
Da käme dann die Frage der Originaltiät, des Wiederverkaufswert usw. Da musst du dann selber entscheiden ob du denkst es gibt mehr von der bloß nicht oder finde ich cool Seite gibt, bzw ob es dich überhaupt juckt.
Zur Doktorarbeit gehört dann aber auch die schriftliche Ausarbeitung.


Ich wünsche dir aber auf jeden Fall viel Spaß bei deinem Projekt.
Gruß
Sebastian
 
Hallo Jürgen,

ja ich meine den Om621. Der Om421 ist namenstechnisch einfach naheliegend.
Nur die 11l Hubraum könnten was eng werden im 411er.
Allerdings, die Leistung, der Sound, den 411er würde ich dann auch gerne fahren 8) .


Gruß
Sebastian
 
Hallo Wolfgang,
ich habe zwar schon länger keinen 411 mehr, würde aber den originalen Motor überholen und wieder verwenden.
Für den 411 reicht die Leistung meines Erachtens. Alle Teile (Getriebe, Achsen, usw.) sind aufeinander abgestimmt.
Evtl. einen verstärkten Kopf + die ESP "richtig" eingestellt, dann sind 40PS standfest möglich (Kühlung beachten, nicht bei 40° Außentemperatur und einer langen Steigung). Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ergebnis.

Außerdem geht der Trend ja zum zweit- oder dritt- Unimog :roll: .
Kommt natürlich auch immer auf den Einsatzbereich an.
Ich habe den 406 gekauft, weil damit das arbeiten im Wald (vor der Seilwinde) deutlich besser funktioniert als mit dem 411 den ich davor hatte.

Grüße
Thomas
 
Hallo Thomas, Jürgen, Sebastian,
eure Argumente sind bündig und einleuchtend! Zumal schon deshalb, weil mein 411 ohnehin schon 43 PS hat - so der Typenschein - und erst 45K gelaufen hat. Und letztlich auch gut läuft. Was ihn allerdings nicht hindert allenthalben ÖL zu verteilen.
Da wäre also zunächst der hintere Wellendichtring (Burgmannring) vorne hat er wohl einen Simmerring.
Klar, schauen ob Dichtungen siffen.
Welche weiteren Dinge sollte man machen, wenn das Ding schon vor einem liegt.
Nochmals herzlichen Dank für die qualifizierten und schnellen Antworten!!
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

wenn es nur die Ölundichtigkeiten an Deinem Motor sind und er sonst gut läuft, würde ich auch versuchen Ihn wieder ganz fit zu machen, machen zulassen.
Bei jedem anderen Motor weißt Du auch nicht wie gut er wirklich ist. Versprochen wird immer viel aber wirklich vor dem Kauf testen geht nicht. Selbst Werksüberholte Motoren können nach längerer Standzeit wieder undicht sein.
Und für mich gilt in den meisten Fällen: "Don't touch a running System". Also ohne einen Grund oder eine Vermutung würde ich den Motor nicht komplett zerlegen. Zunächst analysieren was wirklich gemacht werden muss. Also zum Beispiel einen Kompressionstest.
 
Danke Jürgen, zu diesem Entschluss bin ich (durch eure Hilfe!!) auch gekommen.
Gibt es noch einen Hinweis auf neuralgische Punkte des OM636, wenn er denn schonmal auf der Werkbank steht.
Will sagen: wo man sonst nicht ran kommt.
Danke Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,
Ich habe schon beinahe mal einen undichten om636 ausgebaut um nachzuschauen wo denn das viele Öl herkommt welches sich immer großzügig im Motorraum verteilt hatte
Schlussendlich habe ich im eingebauten Zustand den Übeltäter gefunden es war die Wasserpumpe nachdem diese wieder dicht war läuft der mog schon Jahre ohne weitere undichten Stellen. Also erstmal schauen wo das Öl denn wirklich herkommt und dann erst dementsprechend handeln unter Umständen kann das viel Arbeit ersparen :D
Gruß Andreas