411 OM636 Überwurfmutter an Wasserausgleichsbehälter

Instinktiv würde ich sagen, ein Ultraschallbad oder auch mehrere mit anschließender heiß/kalt Therapie sollte funktionieren, oder?

Moin Michael,

das ist ein interessanter Ansatz!

Doch, wer hat Zugriff auf ein ausreichend dimensioniertes Ultraschallbad? :?

Ich glaube, nicht einmal meine "Microwelle" könnte das Gefäß aufnehmen. :wink:
 
Anschliessend ist die Spannung raus und es lässt sich recht einfach mit Rohrzange lösen!

Moin Sven,

sicherlich eine der vielen Möglichkeiten.

Das "Patentrezept" wird es nicht geben.

Ich habe einst (kurz vor dem Verzweifeln) die Mutter samt Gewindering vom Stutzen getrennt.

Der Gewindering war mit der Mutter "verwachsen". :mauer

Nur mit Hilfe der Drehbank ließ er sich (in Spänen) entfernen.
 
Hallo Reiner,
nee, ein Patentrezept wirds nie für sowas
geben!
Ich weiss noch ganz genau wie sich damals
Heiligabend morgens 2009 nach einem be-
herzten Schlag mit dem 800g Hammer auf
den Handballen mein Hebel vom Heckkraftheber
wie von Geisterhand aus der Buchse löste,
nach tagelangem Ringen! :D

Grüsse Sven
 
Hallo Reiner,

es reicht doch ein kleines Ultraschallbad, wie z.B. für Vergaserteile, ca. 5cm tief.

Du brauchst doch nur den Deckel im Wasser, also kopfüber rein und dann volle Pulle bis sich die Kruste gelöst hat, oder? :idee
 
421michimog schrieb:
Hallo Reiner,

es reicht doch ein kleines Ultraschallbad, wie z.B. für Vergaserteile, ca. 5cm tief.

Du brauchst doch nur den Deckel im Wasser, also kopfüber rein und dann volle Pulle bis sich die Kruste gelöst hat, oder? :idee

Guten Morgen Michael,

ich kenne mich damit überhaupt nicht aus, doch schön, dass wir über das Thema gesprochen haben!!! :wink:

Wenn es jemand (mit Erfolg) probiert, haben wir alles richtig gemacht! :wink:
 
Hallo Reiner,

mit diesem Gerät geht jede Kruste ab. Die Badgröße ist LxBxH 200x110x70.

Ich habe u.a. eine Einzylinder 700er Zabel Maico und der Vergaser ist bis in die letzte Ecke blitzblank geworden. Da wird ja wohl so ein Deckel, kopfüber reingestülpt, Entspannungsmittel dazu, keine ernsthaften Schwierigkeiten machen wollen, oder?

Zumindest sollte es einen Versuch wert sein. Wenn also jemand ein Problem hat, bin ich gerne bereit es zerstörungsfrei zu lösen.

https://www.conrad.de/de/Search.html?search=ultraschallbad
 
Hallo,

die Mutter ist ab.
Leider nicht so wie geplant.
Ich habe einen kleinen Sägeschnitt in die Kante gesägt, um einen Ansatz für den Meißel zubekommen. Habe dann aber einen kleinen Hammer statt Meißel genommen, verringert die Verletzung wenn man daneben haut. Auf dem Fußboden mit Brettunterlager war die Mutter nach ein paar Schlägen lose. :D
Leider mit dem Gewindering. :(

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24546734qv.jpg


Dann ein Versuchsaufbau zum Themostatentest. Er öffnet bei 77 Grad und ist voll auf bei 84 Grad.
Schön zusehen die kleine Delle für den Zwangsdurchlaß.

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Peter
 
Mönsch Peter,nen Tauchsieder,hab ich ja schon ewig nicht gesehen!
Nebenbei,ich habe es jetzt bei 2Thermostaten gehabt,das sie in Ursels bestem Kochtopf wunderbar funktionierten,im Auto nicht,also mein Tip,baue lieber enen neuen ein,wenn notwendig,das ist billiger,
und man hat Ruhe!Viel Spaß beim basteln,Rainer
 
Hallo zusammen,

ich hole das Thema auch wieder nach vorne, ich möchte meinen bebilderten Lösungsweg vorstellen, da mir die bisherigen Beiträge auch schon weitergeholfen haben:

Wegen Umbau auf 3-Wege-Thermostat war nun die große Überwurfmutter am Ausgleichsbehälter fällig.
Dies erwies sich als Herausforderung, da diese vermutlich nach 59 Jahren zum ersten Mal wieder vom Behälter entfernt wurde, rechtzeitig bevor diese die eiserne Hochzeit (65 Jahre) erleben durften.

Als erstes nach dem Einweichen in Ballistol probierte ich den Tipp mit dem Backenfutter in der Drehbank, die Mutter konnte gehalten werden, jedoch konnte kein richtiges Drehmoment/Kraft aufgebracht werden.
Da der Behälter neu lackiert ist, war oberstes Gebot diesen nicht zu beschädigen.
Daraufhin schnitt ich aus einem Holzplattenrest die Öffnung analog der Karosserie aus, um den Behälter in der Holzplatte an den originalen Schraubenlöchern zu befestigen.
Nun konnte der Behälter vernünftig im Schraubstock gespannt werden. Zwischenzeitlich waren schon 2 Tage vergangen, in denen das Ballistol einwirken konnte.

Auch hier zeigte sich nach Ansetzen des Ketten-Ölfilterschlüssels inkl. 1m Rohrverlängerung und Hammerschläge keine Bewegung der Mutter. Auch ein Erwärmen dieser mit dem Heißluftfön ergab keine Besserung. Der Autogenbrenner war wegen des Lackes auch keine Möglichkeit.

Letzendlich half nur ein Aufflexen/Einschneiden eines Spaltes in die Mutter, dieser die Spannung zu nehmen und die erforderliche Luft im Gewinde zu schaffen. Damit der Spalt vergrößert werden konnte, wurde ein Hammerkeil eingetrieben und nun konnte die Mutter mit dem Ölfilterschlüssel gelöst werden.
Im Bereich des Gewinderinges wurden die Gewindespitzen etwas angekitzelt, das stört aber die Funktion nicht.

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Moin,
Als kleine Ergänzung:
Wenn die Mutter es nicht überlebt und man auf den Lack keine Rücksicht nehmen muss kann man das Untere Gehäuse auch anlöten:
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Nicht ganz schön gemacht, aber dicht. Wurde allerdings auch in grauer Vorzeit gemacht.

Aber auch hier Vorsicht! Wer den ganzen Behälter zu sehr erwärmt, der kann ihn überall auslöten. Der Pott ist an der Naht und am Deckelgewinde ebenfalls verlötet. Den komplett neu aufzunieten, auszulöten und zu verlöten ist eine Heidenarbeit! Jochen Schäfer hat es mal im Forum gezeigt wie er zu öffnen ist, ich hab es auf demselben Weg auch hinbekommen.

Gruß
Alex