411: Tachoantrieb

stephan

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21. Juli 2002
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Hallo Leute,

ich habe neulich am 411 die Tachowelle ersetzt. Dabei habe ich gesehen, dass neben dem Anschluss für die Tachwelle am Getriebe ein weiterer Anschluss vorhanden ist. der Sieht fast genauso aus wie der für die Tachowelle. Wozu ist dieser Anschluss?

gruß Stephan
 
Hallo Leute,

ich habe neulich am 411 die Tachowelle ersetzt. Dabei habe ich gesehen, dass neben dem Anschluss für die Tachwelle am Getriebe ein weiterer Anschluss vorhanden ist. der Sieht fast genauso aus wie der für die Tachowelle. Wozu ist dieser Anschluss?

gruß Stephan
 
:question: Abgabg für Zapfwellendrehzahl :question:

Was ist das denn? macht mich schlau!!

Stephan
 
Die Tachowelle mißt die Drehzahl am Getriebeausgang und ist damit vom eingelegten Gang abhängig.
Die Zapfwellen drehen aber bei einer Motordrehzahl von z.B. 2000 oder 2200 U/min entweder mit 560 oder 1000 U/min.

Die Zapfwellendrehzahl ist daher nicht direkt aus der Fahrgeschwindigkeit ableitbar.
Viele Zusatzgeräte haben allerdings einen schmalen optimalen Drehzahlbereich für den Betrieb oder sind generell nur für die 560er Zapfwelle ausgelegt und würden einen Vollgas-Betrieb an der 1000er Zapfwelle nicht lange überleben.

Daher kann man den Bediener unterstützen, indem man ihm die Zapfwellendrehzahl ähnlich einem Tacho direkt anzeigt.
Einige Schlepper haben ein Kombigerät mit z.B. 6 Drehzahlskalen für 6 Gänge. Diese Kombiinstrumente sind allerdings vom Durchmesser her recht groß. Im (kleinen) Unimog habe ich diese Sorte noch nicht gesehen.

Thorsten
 
Ich tippe das ist ein Tachoangleichgetriebe mit 2 Ausgängen, der zweite wurde häufig für einen externen Fahrtschreiber genutzt, der zusätzlich zum normalen Tacho irgendwo im Fh eingebaut wurde. Das Getriebe ist etwa T-förmig und hat zwei gleich aussehende Abtriebe nebeneinander. Häufig bei ehemaligen Kommunalfahrzeugen oder privaten Fzgen im Kommunaleinsatz ( z.B. Winterdienst ) zu finden. Die Tachoscheiben wurden teilweise ( je nach Gemeinde ) als Arbeitsnachweis verwendet. Vielleicht findest Du noch im Fussraum links auf dem Radlauf Befestigunglöcher des Fahrtschreiberhalters, da war er häufiig montiert. Drehzahlanzeige für die Zapfwelle hat es beim 411 nie gegeben, nur Motordrehzahlmesser mit Antrieb von der Einspritzpumpe.
Gruss
e.a.
 
Hallo Stephan,
ich habe die Erfahrung gemacht, das bei dem zweiten Anschluß ein weiterer Tacho angeschloßen werden kann.
Frzg die z. B. in der Kommune ihren Dienst versehen und daher evtl. einen Fahrtenschreiber brauchen.
Gruss Hartmut
 
@ e.a.
Danke für die Aufklärung. Ich war mir ja eh nicht ganz sicher.
Ich bin mir aber recht sicher, Zapfwellendrehzahlmesser in 411ern gesehen zu haben.
Hatten die dann vielleicht Zapfwellenskalen für den Drehzahlmesser den du erwähnt hast ? Werden diese Drehzahlmesser am hinteren Durchtritt der Einspritzpumpe betrieben ? Mein 2010er hat nämlich ne 34 PS Maschine und ich hab mich schon über den langen hinteren Durchtritt gewundert.

Thorsten
 
Danke für die Antworten, Das mit dem Kommunal könnte hinkommen. Das Teil sieht so aus wie e.arens beschrieben hat und unter viiiiel Dreck habe ich noch graue Farbe gefunden wie früher bei Kommunalfahrzeugen. Die Befestigungslöcher gibt es im Fußraum nicht, da hier schon neue Bleche eingesetzt waren.

Gruß Stephan
 
Thorsten,
ja, der Drehzahlmesser wird über die hinten austretende Welle der Einspritzpumpe angetrieben. Den Antrieb kann man leicht nachbauen. Ich habe die Lösung eines mir bekannten Unimog 411 Besitzers kopiert und dann erfolgt der Drehzahlmesserantrieb über eine 411 er Tachowelle. Man benötigt wohl den passenden Drehzahlmesser und ein Umkehrgetriebe, da die Welle falsch rum dreht bei einem Drehzahlmesser mit rechts ansteigender Skala. Ich habe bisher nur die Drehzahlmesser von VDO im 411 gesehen, die haben eine schwarze Skala bis 3000 U/min mit weissen Zahlen, teilweise mit weissem Aussenkreis. Die anderen Skalierungen ( inkl. Zapfwellendrehzahl) kenne ich nur von Schleppern.
Gruss
e.a.