Hallo Oli,
wenn du mal in der UCom geschaut hättest, wüsstest du, dass es sich hier um Doppelbördel E handelt, welche metallisch ohne Dichtung abdichten.
Der Überwurf ist M12x1 mit SW12. Hier ist es entscheidend, wie gut die Qualität deines Werkzeugs ist. Davon hängt die Passgenauigkeit ab. Ich empfehle einen offenen Ringschlüssel / Leitungsschlüssel (mein persönlicher Favorit: Stahlwille). Die Leitungsschlüssel sind bei festen Überwurfschrauben stabiler und verwürgen den 6-kant nicht so schnell wie ein flacher Maulschlüssel. Ein Ringschlüssel, der den 6-kant noch besser umgreifen würde, kann wegen der Leitung nicht verwendet werden.
Wenn die Überwurfmutter in den Messingverteiler nicht sauber / gerade eingeschraubt wird, merkt man das bei dem Feingewinde erst zu spät und das Gewinde im Verteiler ist hin und der Bördel kann nicht mehr richtig dichen. Beim Festziehen schert das Innengewinde irgendwann ab. Dann ist ein neuer Verteiler nötig. Das ist besonders teuer, wenn es der im Rahmen mit 4x M12 und 1x M10 für den Bremsdruckschalter ist.
Wenn du Glück hast, ist die Überwurfschraube nur locker und dichtet beim Anziehen.
Wenn die Überwurfschraube auf der Leitung festgegammelt ist, dann tordieren die Leitungen gerne beim Drehen der Überwurfmutter und schnüren sich zu oder scheren ab.
Wenn die Leitung neu muss, wird ein vernünftiges Bördelgerät (mein Tipp ein gebrauchtes Stahlwille N165) benötigt oder es muss eine entsprechendes Bremsrohr (mit Überwürfen und richtiger Länge) fertig gekauft werden. Vorgebogene Leitungen gibt es nicht (mehr). Hier ist ein Biegegerät von Vorteil, damit die Leitungen nicht zugedrückt werden. Es geht auch mit der Hand bei den 6mm Rohren.
Weitere Infos gibt es hier:
https://www.unimog-community.de/phpBB3/u411-bremsschlauchlange-va-t76448.html
Gruß,
Markus
P.S.: So sieht eine vernünftige Werkzeugkiste aus, mit der alle Arbeiten an der (Unimog) Bremsanlage sach- und fachgerecht ausgeführt werden können. Biegegeräte,Bördelgerät, Entgrater und Bremsfedernzange etc.