411er: undichte Getriebeausgänge zur Vorder-, bzw. Hinterach

stefan

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19. Sep. 2002
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Hallo Mogler,

vor 2 Jahren musste ich den Getriebeausgang zur Hinterachse meines 411.119, Bj. 1965, neue Achse, neu abdichten. Nach der \"besten Kur\" für diese häufige \"Unimogkrankheit\" am 411er (alte und neue Achse) wird häufig von Forumsteilnehmern immer wieder gefragt.

Nun stehe ich vor der Entscheidung, rechtzeitig vor dem TÜV im April meinem Mog das recht starke \"Reviermarkieren\" durch die Schubkugel zur Vorderachse abzugewöhnen.

Wie geht man am besten vor?

Mit freundlichem Gruß aus dem Bergischen Land

Stefan Irlenbusch
 
Hallo,

ist es denn möglich, daß niemand Tips dazu hat, an den undichten Getriebeabgang zugelangen, ohne die Vorderachse komplett auszubauen?

Gruß Stefan
 
Hallo Stafan.

Da du ja das ganze schon mal an der HA gemacht hast kennst du ja den Aufwand und die VA ist bis auf die Lenkstange auch nicht anders.

Ich versteh allerdings nicht wieso es bei dir so stark aus der Schubkugel tropft.

Mein 411 verliert auch etaws Getriebeöl allerdings läuft dies alles in die Vorderachse. Stört mich aber nicht weiter weil dies auf ein halbes Jahr gesehen etwa ein halb bis dreiviertel Liter ist, der nach dieser Zeit von mir aus der Vorderachse abgelassen wird und entweder filtriert und oder ein neues Öl wieder nachgeschüttet wird.

Tropfen tut da nichts. Wahrscheinlich ist deine Manschette an dem vorderen Schubkugelgehäuse kaputt. Kann leicht mit einer geteilten vom DC erneuert werden.

Gruß Toby
 
Hallo Toby,

ich habe ich \"neue\" 411er Achse. Hier läuft das Getriebeöl zwischen den Schubkugelhälften raus.

Die Ursache müßte dort liegen, wo die Vorderachse angeflanscht ist.

Gruß,

Stefan
 
Hallo Stefan,

es gibt nur 2 Möglichkeiten wie zuviel Öl aus dem Vorderradabtrieb im Getriebe in das Schubkugelgehäuse kommt:
Entweder der Filzdocht hinter dem Öldurchgangsloch der Abtriebswelle hat sich aufgelöst, oder - seltener - der Wellendichtring an der Abtriebswelle ist hinüber.

In jedem Fall muss das Schubrohr abgeflanscht werden. Die komplette Vorderachse musst Du dafür aber nicht ausbauen. Es genügt, sie nach Lösen des Schubrohres mit einem Kettenzug ein paar Zentimeter nach vorne zu ziehen. Dann kommst Du in jedem Fall an die Sechskantschraube mit dem Öldurchgangsloch hinter dem der Filzdocht sitzt.

Um den Simmerring zu wechseln brauchst Du allerdings etwas mehr Platz.
In jedem Fall solltest Du ein Werkstatthandbuch zu Rate ziehen.

@ Toby:
Hier ist bereits ein paar Mal berichtet worden, dass das überschüssige Öl in die Vorderachse läuft. Ich frage mich allerdings, auf welchem Weg es dort hin kommt, da die Antriebswelle zur Vorderachse hin mit einem Wellendichtring abgedichtet ist !?
Oder hast Du den ausgebaut?

Gruß Josh
 
Hallo Stefan,

Nachtrag: Klar, dass vor dem Vorziehen der Vorderachse auch der Querlenker am Rahmen links vorn gelöst werden muss! ;)

Gruß Josh
 
Hallo Josh,

danke für deine Antwort.

Muss noch anderes vor dem Lösen der Vorachse gelöst werden (Bremsleitungen, Feder, Stoßdämpfer oder die Zapfwelle)?

Hat jemand vielleicht die Teilenummer des Wellendichtrings?

Zuviel Öl im Getriebe kann ich übrigens als Ursache ausschließen.

Gruß,

Stefan
 
hallo stefan

Hatte auch schon das öl-problem bei der Vorderachse. habe die Achse ausgebaut,den Docht und den Simmerring gewechselt. Dichtring :404 997 00 40 ca 35 Euro,Docht :404 983 00 20 1,20euro Dichtung 417 261 03 80 3,5 euro Achtung: die grosse mutter(scheibe) muß unbedingt mit dichtmasse bestrichen werdensonst läufts gleich wieder.

viel Erfolg

Klaus Schwab
 
Hallo Klaus,

erstmal vielen Dank für die Teilenummern!

Kannst du mir evtl. beschreiben, wie du diese Reparatur durchgeführt hast?

Danke,

Stefan
 
hallo stefan

wenn ich mich richtig erinnere:

lenkstange und lenkhebel ausbauen

bremsschlauch lösen

gestänge diff. sperre lösen

querlenker ausbauen

stossdämpfer ausbauen

fahrzeug vorne anhängen

federn lösen oder komplett ausbauen

fahreug hochheben 85cm uk stossstange

gummimanschette abbauen

schubkugelgehäuse abflanschen

welle abflanschen

mit nutmutterschlüssel diese öffnen

flansch kan schwer abgehen
docht und simmerring sin dan sichtbar

viel spass

klaus
 
Hallo Klaus,

danke für die Tips.

Gibt es noch andere oder weniger aufwendigere Methoden, die Vorderachse abzuflanschen und an den Wellendichtring zu kommen? Zum Beispiel wenn man eine Hebebühne oder Grube besitzt?

Muß der Filzdoch zwingend erneuert werden oder sollte er besser weggelassen werden und die dazugehörende Bohrung verschlossen werden?

Gruß,

Stefan
 
Hallo Stefan,

wenn Du die Öldurchgangsbohrung verschließt, wird sich sehr bald das Kreuzgelenk in der Schubkugel verabschieden!!!

Das Öldurchgangsloch dient der Schmierung dieses Gelenks. Der Filzdocht bewirkt, dass nur gerade soviel Öl durchkommt, wie für diese Schmierung notwendig ist. Wenn er sich aufgelöst hat, kommt zuviel und tritt dann aus. Genau Dein Problem.
Aber nochmals: In keinem Fall das Loch verschließen !!!

Gruß Josh
 
Hallo Josh,

der Filzdoch muß also zwingend ersetzt werden.

Kannst du mir in Anlehnung an die Ablaufbeschreibung von Klaus Schwab die Vorgehensweise etwas genauer beschreiben?

Mein Mog besitzt Front- und Heckzapfwelle und eine Motorschutzplatte, stört diese bei den Arbeiten? Ist mit einer Hebebühne die Sache einfacher?

Ich frage daher so genau nach, da ich meiner Werkstatt möglichst genaue Angaben machen möchte.

Die Teile Dichtung (417 261 03 80) und Docht (404 983 00 20) habe ich mir bei DC bereits besorgt. Der Dichtring (404 997 00 40) war dort aber nicht mehr lieferbar. Ich probiere es mal bei Rainer Schmidt oder Mogparts.

Wichtig ist aber eine noch geauere Beschreibung auf meine Fragen.

Vielen Dank im voraus!!

Gruß

Stefan
 
Hallo Stefan,

Klaus hat den Ablauf doch schon beschrieben. Insofern verstehe ich Deine Frage nicht.
Eine Hebebühne hilft Dir gar nicht; eine Grube macht es natürlich bequemer zu arbeiten.
Hinzuweisen wäre allenfalls noch darauf, dass das Getriebe auf Leerlauf stehen und der Allradantrieb ausgeschaltet sein muss.
Ob die Motorschutzplatte stört, weiß ich nicht. Die hintere Zapfwelle muss am Getriebe abgeflanscht werden um das Schubkugelgehäuse abflanschen zu können.

Wichtig wäre allenfalls noch das Prüfen des Spiels der Schubkugel:
Wird beim Ausbau Spiel in der Schubkugel festgestellt, so muß die Stärke der Ausgleichringe neu bestimmt werden. (Auswahl 10 verschiedene Dicken) Es soll 0 Spiel erreicht, aber keine Vorspannung gegeben werden.
Zu diesem Zweck die Achse einfahren und den Zwischenraum messen. Die Ausgleichsringe sind zweiteilig und können deshalb leicht eingesetzt werden, ohne die Achse wieder auszufahren.

Da Du anscheinend keine Werkstatt mit Unimog-Erfahrung hast (?), empfehle ich Dir in jedem Fall die Anschaffung eines Werkstatt-Handbuches. Das lohnt sich !!

Gruß Josh
 
Hallo Josh,

eine Werkstatt mit UNIMOG-Erfahrung habe ich leider bis heute nicht gefunden. Seit 4 Jahren besitzte ich meinen 411 und habe einige getestet, darunter auch eine alteingessene Landmaschinenwerkstatt, leider ist hier aber eine relativ Unimog arme Gegend.

Deswegen hatte ich nach eine möglichst genauen praxisnahen Ablaufbeschreibung gefragt. Eine WHB ist selbstverständlich vorhanden.

Gruß und eine schönens Wochenende,

Stefan
 
Hallo,

ich bin es nochmal:

Welche speziellen Abzieher werden nötig sein?

Danke für eure Antworten!

Stefan
 
Hallo Klaus und Josh,

kann evtl. einer mal ein Foto von dem Nutmutternschlüssel einstellen? Ich kann mir nicht vorstellen wie dieser aussieht.

Torsten
 
Bitte in der Bildergallerie ienstellen oder auch ein Bild an mich
in4me @ web.de

[Editiert am 6/3/2004 von Helmut.Schmitz]