421.123 Hubkraft Heckkraftheber

Pordoi

New member
18. Aug. 2005
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Lalling
Hallo Leute,
Wie schwer kann ein Heckkraftheber eines U421 BJ67 mit einem Zylinder heben? Der Zylinder hat gesaut jetzt habe ich ihm einen 5t Zylinder eingebastelt (bei den Fahrzeug sind schon mehrere Fremdteile vom Vorbesitzer verbaut worden…). Gestern haben wir unser Hubgerüst auch endlich mit der 3-Punktaufnahme ausgestattet. Leider konnte ich das Hubgerüst mit einer vollen Euro-Gitterbox nicht mehr heben Gesamtgewicht ca. 1,5t.

Danke
Gruß
Hans
 
Hi,
laut Betriebsanleitung sollen das glaube ich um die 1 - 1.5 Tonnen sein, weiß aber nicht genau, habe sie im moment nicht zur hand.

Unser 421 hat auch nur die Einzylinder Ausführung, und unseren Atlas Bagger hebt der locker an. Auch mit anderen Geräten haben wir noch keine Probleme gehabt.

Aber wenn das Hydrauliköl warm ist muß man doch etwas mehr gasgeben damit er anhebt.

Thomas
 
Hallo Hans !
Der Originalzylinder sollte bei 72mm Kolbendurchmesser eine Druckkraft von etwa 6 Tonnen haben. Wegen der Umlenkung und Hebel-Übersetzung steht an den Armen des Krafthebers natürlich nur ein Bruchteil dieser Kraft zur Verfügung.
Meine Erfahrung: Hubkraft an der Ackerschiene dürfte unter 500 kG liegen. Deshalb hat man ja auch irgendwann ab Anfang der 70-er nur noch HKH´s mit zwei Zylindern verwendet...
Gruß, Gundo

Edit: vermutlich sind auch alte, zerriebene Hydraulikpumpen Schuld an der schlechten Hebeleistung. Meine ist von einem Vorbesitzer z.B. mal geöffnet und anschließend ungenau zusammengebaut worden. Ergebnis: hoher Schlupf.
 
Hi,
Danke für Eure Antworten. Habe noch mal zwei Fragen.
1. Die Hyd.Pumpe soll 150Bar leisten wie viel Druck steht dann noch an den Anschlüssen vorne und Hinten zur Verfügung? Möchte diesen Druck mit einem Manometer prüfen.
2. Als Hydrauliköl soll ein Motorenöl 5W-20 oder 5W30 verwendet werden. Ist ein Hydrauliköl besser? Oder darf man auf keinen Fall ein Hydrauliköl verwenden?
3. welche Literleistung hat die Hydraulikpumpe?

Danke

Ciao
Hans
 
Hallo Hans !
Zu Frage 1:
Die Hydraulikpumpe schafft an sich einen erheblich höheren Druck als 150 bar. Da aber das gesamte Hydrauliksystem auf einen Betriebsdruck von 150 bar ausgelegt ist, öffnet ab 150 bar das Druckbegrenzungsventil im Hydrauliksteuerblock.
Der statische Druck in einem geschlossenen Hydrauliksystem ist überall gleich (physikalisches Gesetz). Du kannst also an jedem beliebigen Anschluss ein Manometer anschließen, um die Druckentwicklung in Abhängigkeit von der Motordrehzahl und die Funktion des Begrenzungsventiles zu überprüfen.
Rohrleitungen und Querschnittverengungen (z.B. Ventile) reduzieren nur die Durchflussmenge (Liter pro Minute), der maximal erreichbare Druck hingegen wird nicht verringert.
Zu Frage 2:
Hydrauliköl und Motorenöl sind an sich die gleichen Grundöle. Motorenöl enthält lediglich mehr Additive, die im Hydrauliköl bzw. in der Hydraulikanlage nicht gebraucht werden. Deshalb ist Hydrauliköl in größeren Mengen gekauft auch erheblich billiger als Motorenöl.
Beim Unimog wurde Motorenöl für die Hydraulik freigegeben, weil nur eine relativ "geringe" Menge benötigt wird und weil es für den durchschnittlichen bäuerlichen Kleinbetrieb einfacher ist (bzw. war), wenn nicht so viele verschiedene Ölsorten verwendet werden müssen.
Du kannst also wahlweise Motorenöl oder (detergierendes) Hydrauliköl für die Hydraulik verwenden,- je nachdem was du gerade hast oder billiger bekommst.
Allerdings scheinst du momentan zu dünnflüssiges Öl zu verwenden !!!
Für die Unimoghydraulik wurde damals für den Sommer SAE 30 und für den Winter SAE 10 Motorenöl freigegeben. SAE 5 Öl wurde meines Wissens nie empfohlen, das dürfte zu dünnflüssig sein. Insbesondere wenn du synthetisches Öl verwendest, das ist noch dünnflüssiger...
Füll doch einfach ganzjährig allerbilligstes SAE 15W-40 Motorenöl aus dem Baumarkt in den Hydrauliktank, da kosten 5 Liter so etwa 5 EUR. Wie oben gesagt: die Qualität des Öls ist für die Hydraulik ohne große Bedeutung.
Möglicherweise könnte die Leistungsschwäche deines Heckkrafthebers durch das zu dünne Öl verursacht sein.
Zu Frage 3:
Weiß ich nicht. Ist für Heckkraftheber und Pritschenkippung vielleicht auch egal, da jedenfalls ausreichend.
Gruß, Gundo
 
Moin Mogler,
der Kraftheber beim 421er hebt mit einem Zylinder 7500 N (oder 750 kg)
mit zwei Zylindern das doppelte an den Anschlusspunkten der Unterlenker.
So seht es in meiner Betriebsanleitung.
Da die Gewindespindeln zwei (eine kurze und eine lange) Anbaumöglichkeit haben vermute ich, daß mit der max. Hubkraft die kurze Anbaumöglichkeit gemeint ist.
Aus meiner Erfahrung ist bei ca. 500 kg (lange Anbaumöglichkeit) Schluß.
mfG
Joachim
 
Zusammenfassung und Frage

Wir wollen in unsere U421-Hydraulik russisches Motorenöl, das in etwa SAE15 entspricht, einfüllen. Das dürfte doch nach dem vorher Geschriebenen für den
Temperaturbereich +30 bis - 25 Grad C
gehen?

Macht sich die Verlustleistung und somit der Verschleiß der Hydraulikpumpe bei dickeren Öl nicht stärker bemerkbar, da die Pumpe ja immer mitlaufen muß!

Gruß! Karl
 
Hi Karl.
Habe mal in der Ba. für 406 nachgeschaut, da für 421 nicht zur Hand,
da steht unter Betriebsstoffe, Hydraulikanlage:
Motorenöl HD
10 W ganzjährig,
5 W 20 bzw. 5 W 30 bei strenger Kälte.
30 bei hohen Außentemperaturen.
Hydrauliköl = ganzjährig.
Weiß nicht ob dir das hilft, aber wir haben hier ja nicht so große temperaturunterschiede wie du. Und glaube, das du mit 15 W 40 klar kommst.

Zur Frage mit dem verschleiß kann ich dir leider keine antwort geben.

Thomas

Ps. Sonst frag doch mal bei einem Hersteller direkt an, Aral, etc... die müßten dir doch weiterhelfen können. :)