[421]Frontlader im Straßenbetrieb

Andreas_Bucher

New member
02. Sep. 2002
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Hallo,

nachdem ich jetzt endlich einen frontlader für meinen mog gefunden habe (freude!!), eine
blöde frage am rande: wenn ich am mog einen frontlader anbaue und mich auf öffentlichen straßen bewege, ändert das was bzgl. erlaubten höchstgeschwindigkeiten, etc ??

konkret:
- darf man damit noch auf autobahn/bundesstraße ?
- gilt dann eine geschwindigkeitsbeschränkung ?
- muß man das teil (offiziell...) irgendwie absichern ?

die bauern hier in der gegend brettern mit ihren treckern auch nur so durch die gegend, teilweise mit last (strohballen, etc) dran. ist aber alles nur nahbereich - mit dem mog fährt man dann doch etwas schneller und weiter ...

ich will das thema nicht überbewerten, mich täte nur interessieren, wie weit ich mich ggf. vom erlaubten entferne :-)

gruß,
Andreas
 
Hallo Andreas,
herzlichen Glückwunsch zum FL. An meinem 421 habe ich auch einen Schmidt-FL Größe 3.
Auf den an der Innenseite der FL-Schwinge angebrachten Betriebsvorschriften steht:
- Nicht mit beladenem Gerät (meint wohl Erdschaufel oder Forke) auf öffentl. Straßen...
- Entweder 400 kg Gewicht an die Heckhydraulick oder 600 kg Ballast auf die Ladefläche...
- Wärend der Fahrt FL sichern (meint wohl U-Eisen über Hubzylinder um ein unbeabsichtiges Absenken zu verhindern)...

Bitte beachte, das sich die Fahreigenschaften doch relativ stark ändern - insbesondere beim Lenken (Kopflastig) und beim Bremsen (nicken).
Eine Geschwindigkeitsbeschränkung besteht meines Wissens nicht.
Gruß Joachim
 
Hallo,

der FL3 ist der große mit hydraulischer schaufel, oder ?

ich habe den FL1, für meine zwecke müßte der reichen, außerdem wiegt er nicht so viel :-) - d.h. man kann ihn auch alleine an- und abbauen.

ich brauche das teil vorwiegend, um sachen zu heben oder auf- und abzuladen - damit ich nicht immer eine 2. person benötige.

nun suche ich auch noch eine ladegabel (forke) - falls jemand eine übrig hat ... !

bei leerfahrt (bisher nur ohne erdschaufel) merkt man fast nichts davon (okay, der mog schaukelt etwas mehr). als gegengewicht habe ich nur eine heckwinde dran, die dürfte auch so um die 150kg wiegen. bei meinem FL1 stehen leider keine angaben bzgl. notwendigem gegengewicht dran, er ist aber für 400kg nutzlast ausgelegt (240kg eigengewicht). was hebt denn dein FL3 (plus eigengewicht) ? dann hätte ich ein gefühl für das notwendige gewicht.

zum thema sichern während der fahrt: am 1. zylinder ist ein abstellhahn dran, reicht das ? oder sollte ich besser noch ein u-eisen besorgen ?

andererseits ist mir am 2. tag der hydraulikschlauch weggeflogen, sinnigerweise der zwischen den beiden hubzylindern ... zum glück im stand ! war also nix mit abstellhahn.
d.h. ich hab\' dem teil gleich mal zwei neue schläuche spendiert.

mfg,
Andreas
 
wir haben an unsrem 406 einen fl4 und verwende ihn nie, aber beim überstellen (ware so 100-150 km locker) da war er ein richtiges springingerl, trotz einer halben tonne kies und einer 500kg winde hinten dran :D
 
Hallo,
leider habe ich auch die Bedienungsanleitung vom Frontlader nicht, es steht aber bei mir an einer Seiter der Schwinge, daß ein Gegengewicht von 400 kg nötig wäre. Bisher habe ich auch ohne Gegengewicht alle Strecken zurückgelegt. Ich werde mir aber auf jedem Fall eines machen, für den Heckkraftheber. Schon alleine aus dem Grunde des entlastens der Vorderachse. Übrigens, mach mal eine Vollbremsung mit dem Frontlader. Da hebt der 421er auf jedem Fall hinten ab. Und wenn dann noch ein Rad vorne stärker als das andere bremst dann geht es in diese Richtung. Auf dem Teer habe ich dies noch nicht ausprobiert, auf dem Sandweg geht es aber ruck zuck um die 90° in eine Richtung! Außerdem ist die Benutzung des Frontladers mit einem Gegengewicht sehr viel bequemer und sicherer. Sonst hebt er beim Anheben doch schon mal hinten ab, vor allem beim rückwärtsfahren. Wenn dann noch etwas vor einem Vorderrad liegt geht es wieder ungewollt in eine Richtung. Mein Unimog läuft eigentlich mit dem Frontlader ruhiger, falls keine Forke oder Schaufel angebaut ist. Dies ähnelt schon dem Fahrkomfort eines Pkw. Auf jedem Fall nicht so \"holperig\" als die A-Klasse. Es liegt aber auch wohl an die bei mir verbauten verstärkten Federn. Als Gegengewicht stelle ich mir einige auf etwas mehr als Unimogbreite übereinander geschweißte Vierkanntrohre vor, die auch im Kraftheber als Planierschild gebraucht werden können. Diese sollen zwei Aufnahmepunkte erhalten. Zum einem, daß man die Konstruktion bis auf mind. Bodentiefe herablassen kann, zum anderen aber auch als reines Gegengewicht, daß bei abgesenkten Kraftheber noch eine Bodenfreiheit von etwa Achshöhe zulässt.
Gruß
Bernd Thomes