424 U1000 auf 3,5t bringen?

PeterU1000

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18. Jan. 2021
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Nabend zusammen! Bin der Peter 37 und aus dem Saarland. :wink:

Ich spiele aktuell mit dem Gedanken mir einen Mog zu kaufen optisch hat es mir so ein 1984er U1000 Agra angetan, müsste ja ein 424 sein?

Problem an der Sache ist ich habe nur den B (bekomme auch aufgrund durch den Verlust eines Auges keinen C1 oder C mehr nach aktuellem Stand)

Neben B bin ich noch im Besitz von BE aus der Zeit von vor 2013 sprich die 3,5t zlgg bei der Anhängelast betreffen mich nicht und habe noch den A und L/T. Mit letzteren bin ich auch bei nem Kumpel auf dem landwirtschaflichen Betrieb schon oft unterwegs gewesen sprich ich bin also durchaus geübt im Umgang mit größeren Maschinen trotz meines "Problemes"

Jetzt könnte man ja sagen kauf dir nen 411/416/406/421, ja könnte man aber das große Pro beim U1000 ist für mich einfach die Kabine.

Evtl 408 417 418? Aber faktisch am Markt nicht verfügbar

Nun könnte man sagen drossel das Teil und fahr nur 60, ja könnte man auch aber das Risiko da schnell mal nicht LoF mäßig unterwegs zu sein oder ans Bein gepinkelt zu bekommen ist mir zu groß.

Die Kiste die ich im Auge habe wiegt als Agra lt Schein 4,5t und hat ein zlgg von 6,2t und eine Anhängelast von 22t

Mein Plan wäre FH/FZ und HH raus, Pritsche gegen Aluaufbau getauscht ggf Kipphydraulik auch raus, Tank gegen Kunststoff tauschen. Könnte das reichen um in den gewünschten Bereich zu kommen?

Mir ist bewusst dass dies die Einsatzmöglichkeiten massiv kastriert (ggf aber beim Wiederverkauf mit Klasse B Konformität den Kreis aber doch größer lassen wird) in erster Linie will ich die Kiste just for fun nutzen evtl mal nen Ladewagen dran oder nen Kipper beim silieren 8)

Je größer die Motoren beim 424 desto schwer waren die Kisten vermutlich auch und somit wär das ganze sicher mit kleinstem Motor ohne Ausstattung wohl am einfachsten?

Praktisch ist dass wir an unserer "Schrauberhalle" Zugriff auf eine geeichte LKW Waage haben wo ganze Lastzüge drauf passen somit könnte man schauen was geht und wenn es aussichtslos wäre müsste der Mog halt wieder weg

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

ich bin zwar nicht der Experte fürs Ablasten, aber mein a.a. Sachverständiger meint, dass bei Vorhandensein einer Ladefläche mindestens 20% de zGG. als Zuladung möglich bleiben müssen. D.H. bei 3500kg wären das 750kg. Damit müsste das Fahrzeug auf 2750kg "leer" kommen. Das solltest du vorher prüfen, denn sonst wird das Ziel noch schwererzu erreichen. Mein aaS geht davon aus, dass der 421 wohl der größte Unimog ist, bei dem das legal geht. Auch wenn hier öfter mal 403 und 406 als möglich genannt werden.

Gruß
Markus
 
Hallo Peter,

dein Gewichtsziel ist schon sehr sportlich.
Ich denke du wirst das mit einer Pritsche, gleich welcher Bauart, nicht erreichen.
Du musst mehr als 1,5 t Gewicht runterbringen, das wird eng.
Zudem sind die Leergewichte bei meinen Unimogs bisher immer höher gewesen, als in den
Papieren angegeben. Die Reifengröße und Bauart spielen auch eine wichtige Rolle.

Bevor du darüber ernsthaft nachdenkst, stelle das Basisfahrzeug mal auf die Waage,
du wirst dich wundern...und nicht vergessen, 75 kg für den Fahrer addieren, das sind die geltenden
Vorschriften.

Gruß aus AC
Edgar
 
Hallo Edgar,

wenn wir schon den Fahrer berücksichtigen, muss dann nicht auch der Tank gefüllt sein? Das sind schnell noch mal 70kg.

Gruß
Markus
 
Hallo Peter,
ich war mit meinem 424 auf der Waage.
habe keine Kraftheber, keine Zapfwellen, keine Kriech- oder Arbeits-gänge, lediglich Hydraulik für den Kipper. Ergebnis: 4000kg
 
Hallo Peter,

3,5 to mit einem 424 wird definitiv nichts. Soweit kommt er nicht runter selbst wenn du die Pritsche und sonst was abbaust. Mit 60km/h wäre ich vorsichtig. Die 60 km/h sind mit T-Führerschein zwar zu fahren aber NUR MIT LAND- UND FORSTWIRSCHALFTLICHEN ZWECK. Alle anderen Fahrten sind Schwarzfahrten und somit höchst illegal. (Kannst in Deutschland als Aktivist randalieren aber Verstöße im Straßenverkehr werden wie Kapitalverbrechen geandet).
Mit eckiger Kabine bleibt da eigentlich nur der 408 um auf 3,5 to zu kommen. Der 418 ist meines Wissens auch schon zu schwer.

Viele Grüße
Kai
 
Hallo zusammen und schon mal danke für euer Feedback!
@Kai, die Sache mit LoF ist mir sehr wohl bewusst und steht ja auch in meinem ersten Post und ist mitunter ein Grund warum ich dies eigentlich ausschließe!

Es ist schon total absurd die Sache mit den Führerscheinen, ich darf nen 900er Vario mit Dolly und dreiachs Kippsattel völlig legal bewegen unter dem Deckmantel von LoF oder selbst ne SZM die auf 60 gedrosselt und auf landwirtschaftliche Zugmaschine umgeschrieben wurde mit Gülleauflieger aber einen Unimog der einen Bruchteil von so einem Gespann wiegt nicht nutzen um spazieren zu fahren obwohl keine anderen gesundheitlichen oder fahrerischen Fähigkeiten vorliegen. Leider war ich damals mit dem L 2 Monate zu spät an sonst hätte ich dort wenigestens keine LoF Bindung (glaub 171 war die Ziffer)

Das Gespräch mit einem aaS ergab bei mir mal dass ich keine Nutzlast haben muss wenn der eigentliche Zweck reine Zugarbeiten sind.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

das ganze ist wohl der Landwirtschaftslobby zu verdanken, dass dort entsprechende Ausnahmen durchgesetzt wurden.

Wenn ich mich auf die Aussagen meine aaS verlasse, gilt sofern eine Pritsche vorhanden ist, kann diese auch genutzt werden. Mir sind Fälle bekannt, wo die Pritsche durch feste Einbauten verkleinert werden musste, weil die nutzbare Fläche zu groß war. So ganz unerheblich scheint eine Pritsche nicht zu sein.

Aber hier gibt es sicher Experten, die das genau wissen.

Gruß
Markus
 
Nur mal so,

mein 403.121 auf Bereifung 12.5-20, mit Kipperpritsche, ohne Nebenabtrieb, ohne FKH, ohne HKH o. ä. wiegt mit vollem Tank schon 3200 kg, ohne Fahrer.
Da habe ich vom letzten Jahr jede Menge Wiegescheine von der geeichten Waage des Entsorgers hier bei uns.

Das gleiche Fahrzeug als 406 dürfte mit Fahrer dann schon glatt 3500 kg auf die Waage bringen.
 
Was haben denn 407 und 406 für Anhängelasten?

Was lässt einen nackten 424 so viel schwerer werden als einen 406?

Die Kabine von einem 424 auf einen 406 schrauben ist vermutlich nicht machbar?
 
Hallo,
ich habe vor 2 Jahren einen 406 auf 3,5t abgelastet.
Das Fahrzeug war Bj. 68 mit kleinen Getriebe und Kipperstempel. Verbaut wurde eine neue Pritsche von Archus Neumayer ohne Einlegdreieck.
Nicht aufgebaut war eine Motorschutzplatte. Die grosse Batterie habe ich durch eine Optima ersetzt.
Da er beim Wiegen noch immer zu schwer war, musste ich die Bordwände runternehmen und kam schlußendlich auf 3140 Kg mit vollen Tank. Verlangt waren maximal 3150 Kg.
Der Prüfer verlangte einen glaubhaften Wiegeschein war somit zufrieden.
Somit ist man beim 406 schon am äussersten Limit.
 
Hallo
Zugmaschinen dürfen nur eine Hilfsladefläche besitzen, deren Größe und Zuladung nur nach oben limitiert ist. Ob da was drauf ist oder nicht spielt keine Rolle. Wenn im Nicht-StVO-Bereich zum Ziehen eines Arbeitsgerätes eine Balastierung erforderlich ist, hat das den aaP nicht zu interessieren. Es könnte aber die Stützlast der AHK gestrichen werden, denn bei SDAH kommt die im Fahrbetrieb zu der zGM dazu. Problematisch könnte je nach Baujahr die Bremsanlage werden, wenn kein ALB verbaut ist.
Was haben denn 407 und 406 für Anhängelasten?
bei Zugmaschinen sind 3PS/t notwendig. Ein 406 mit 84 PS darf ein Gesamtzuggewicht von 28t bewegen. Der 407 mit 60PS demnach 20t.
 
Nabend zusammen!

Einen 407/408 zu bekommen dürfte quasi aussichtslos sein, vor allem der 408 sprengt auch den Rahmen da es einfach nur just for fun sein soll. 28t Anhängelast habe ich noch bei keinem 406 gesehen, in den Anzeigen sind ja oft Bilder der Zulassungen drin, da war, wenn überhaupt was eingetragen war der höchste Wert 22t, wenn mehr geht wär natürlich schön auch wenn in der Praxis irrelevant

Wenn ich mir jetzt vorstelle bei 84PS in der Häckslerkette mitspielen zu wollen oder beim Gülletransport dann ist man vermutlich mehr ein Hindernis als sonst irgendwas.

Würde es Sinn ergeben nach einem späten 406er Ausschau zu halten mit null Ausstattung und zb Motorschaden und dort einen OM352(A) zu verbauen. Geht sowas technisch und ist legal umsetzbar? Sind die Unterschiede zwischen "großem" und "kleinen" Getriebe vom Gewicht her zu vernachlässigen?

Wie gesagt ich würde direkt C1 oder C machen wenn die gesundheitlichen Auflagen es zulassen würden, in der Vergangenheit hat ja auch jemand sogar erfolglos dagegen geklagt. Ich bin absolut dafür dass im Tagesgeschäft auf schwerem Gerät nur Profis was zu suchen haben und kann daher auch die Auflagen irgendwo nachvollziehen.
 
Hallo Peter,

Du könntest noch mal überlegen. ob Du die Pritsche überhaupt brauchst. Dann könntest Du auch auf die Kipperspinne darunter verzichten. Für die Kotflügel hinten müsstest Du nur eine Befestigungsmöglichkeit finden. Ich schätze mal, dass bringt Dir ca. 350-400 kg Gewichtsersparnis. Und vielleicht brauchst Du dann keine oder sehr wenig Nutzlast, weil Du ja nichts mehr laden kannst.
Aber aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass der Unimog sich ohne die Pritsche nicht gut fährt. Da ist einfach zu wenig Gewicht auf der Hinterachse.

Meiner hat zur Zeit, so wie er gerade ist, ungefähr 4,7 t Leergewicht (ohne Fahrer). Aber auch mit beiden Zapfwellen + Getriebe, doppeltem Untersetzungsgetriebe und dem Finner HKH hinten dran.
 
Hallo Ingo, nein ich brauche die Pritsche nicht wirklich der Mog soll reines Zug und Spaßfahrzeug sein. Ich denke wenn hinter dem Mog ein 20t Tandemkipper hängt wie wir ihn oft beim Silo machen nutzen ist er auch relativ neutral zu fahren? Ich habe auch noch einen 2,7t Autotransportanhänger der hinter dem Mog sicher gut aufgehoben wäre. Für längere Strecken wäre da hält der Topspeed eines 424 schon nicht schlecht.

Gruß
Peter
 
Hallo,

PeterU1000 schrieb:
28t Anhängelast habe ich noch bei keinem 406 gesehen, in den Anzeigen sind ja oft Bilder der Zulassungen drin, da war, wenn überhaupt was eingetragen war der höchste Wert 22t, wenn mehr geht wär natürlich schön auch wenn in der Praxis irrelevant

Wer lesen kann ich klar im Vorteil:
Helmut-Schmitz schrieb:
bei Zugmaschinen sind 3PS/t notwendig. Ein 406 mit 84 PS darf ein Gesamtzuggewicht von 28t bewegen.

Da der 406 selbst eine zul.Gesamtmasse von normalerweise 6t hat, bleiben deine gesehenen 22t als Anhänglast. Und ja, teilweise gibt es da auch andere Werte, ältere 406er haben eine geringere zul. Gesamtmasse, neuere teilweise auch eine höhere, auch die Motorleistung kann variieren). Mein ehemaliger 416er (406.200) mit 74KW/100PS hatte 27 Anhängelast eingetragen.

Ansonsten: Unabhängig von einer evtl. verlangten Zuladung zählen zur Leermasse der volle Kraftstofftank (je nach EZ-Datum auch ein nur zu 90% gefüllter Tank), der Fahrer mit 75kg sowie sonst alle Betriebsstoffe. Wenn ein Beifahrersitz eingebaut ist wird man auch zumindest die Reserve für einen Beifahrer fordern. Das ganze ist schon beim 406er sehr knapp, bei neueren Baujahren mit Scheibenbremsen kaum noch zu machen, insbesondere wenn auch noch Zusatzausstattungen wie großes Getriebe, Hydraulik, Zapfwellen, Kraftheber, Motorschutzplatte oder auch nur einige dieser Ausstattungen vorhanden sind. Selbst ältere 406er muss man Ausstattungsmäßig abrüsten. Mit einem U1000, der bei gleicher Ausstattung deutlich schwerer ist, kann das nichts werden, so viel kann man da nicht abbauen. Mit dem Motor hat das nichts zu tun, ob der 95 oder 130PS hat, ändert nix am Gewicht, auch die Turbovarianten dürften nicht so viel schwerer sein.

Gruß,
Michael
 
Hallo
Für längere Strecken wäre da hält der Topspeed eines 424 schon nicht schlecht.
der U1000 hat ein paar PS mehr wie der 406, wiegt auch etwas mehr. Die Achsübersetzungen sind gleich, bei gleicher Bereifung und gleicher Drehzahl ist die "Topspeed" bei beiden gleich bescheiden.
 
Mahlzeit zusammen, das Thema ist gestorben so wie auch rechtlich 406 und co für das Thema gestorben sind!

Ich hatte jetzt einen SV beim Tüv der sich intensiv mit dem Thema befasst hat, das Problem ist die Stützlast, diese ist dem ZlgG des Mog zugehörig, sprich wenn der Mog zb ein zlgg von 8t hat dann dürfen diese bei angehängtem Zentralachsanhänger bei zb 1t Stützlast nicht überschritten werden (die 1t sind jetzt nur ein Beispiel ka was so ein Mog hat).
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Bei einem zlgg von 3,5t würde dies bedeuten der Mog dürfte leer nicht schwerer sein als 2,5t, bei einem 424 technisch unmöglich bei einem 406 auch.

Nun könnte man sagen häng doch einfach nur Drehschemel an, ja würde gehen und es gibt lt. dem SV auch Kupplungen die nur für relativ geringe Stützlasten ausgelegt sind und dann verbaut werden müssten.

Doch dann kam eigentlich der Todesstoß für das Projekt, er hat das ganze am Beispiel eines 406 aus 1988 erklärt auf dessen Betriebserlaubnis er im Rechner Zugriff hat, dort steht wohl geschrieben dass die maximale Anhängelast ( im Falle dieses 406 waren es 22t) des Fahrzeuges nur dann genutzt/abgerufen werden kann bei voller Auslastung des zlgg des Zugfahrzeuges was aber nicht mehr gegeben ist bei 3,5t.

Beim 424 werden 3350 Leergewicht verlangt 75kg Reserve für den Fahrer und 75kg Stützlast für Kupplung für einen PKW Anhänger mit max 3,5t

Das ist dann so sinnlos da hab selbst ich keine Lust mehr drauf...

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

vielen Dank, dass du deine Erkenntnisse mit uns teilst und das Thema nicht unbeantwortet offen bleibt.
Schade für dich, aber wieder ein Erkenntnisgewinn. Vielleicht macht ein 411er auch dir Spaß. Ich liebe es, damit zu fahren und reisen. Und mein Anhänger ist kein Problem, auch für dich nicht.

Gruß
Markus
 

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