Acht Unimog in den Dolomiten

OPTI-MOG

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09. Jan. 2005
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Ende Juli 2013 machten sich zehn Unimog-Begeisterte – darunter zwei Kinder - aus der Ortenau und dem Murgtal auf den Weg nach Südtirol, um acht Tage lang ihre 411er, 421er und 406er mal wieder so richtig warmzufahren.

Neben dem ab dem zweiten Tag vorherrschenden Sonnenschein verlieh eine edle schwarze Limousine Mercedes-Benz 170 D-S der Fahrt zusätzlichen Glanz und bot gleichzeitig einen schönen Kontrast zu den robusten Arbeitsmaschinen. In der Limousine werkelt der OM636, also der gleiche Motor wie im 411.

Die Route führte zunächst über den Schwarzwald und die Schwäbische Alb ins Allgäu zur ersten Übernachtung in einem gemütlichen Landhotel. Mit fast 300 km war dies die längste Etappe. Sie war aber trotz kleiner Pannen und einiger Regenschauer leicht zu bewältigen. Alle Fahrzeuge hatten eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von mindestens 63 km/h, so dass auch Kraftfahrstraßen und notfalls kurze Autobahnabschnitte genutzt werden konnten. Das trägt natürlich zu einem zügigen Vorankommen wesentlich bei.

Aus den Erfahrungen einer Alpentour im vergangenen Jahr lernend wurden gedanklich und oft tatsächlich zwei Teilkolonnen gebildet. So riss die jeweilige Kolonne bei Ortsdurchfahrten mit Ampeln oder bei schwierigen Verkehrsverhältnissen nicht so oft ab wie es der kompletten Kolonne geschehen wäre.

Unser erfahrener Routenplaner und Anführer Herbert Weh mit Unimog 411 fuhr fast immer voraus, während die beiden großen Unimog 406 mit Wohnanhänger meist ganz hinten folgten. Nach Irrfahrten, die aber selten vorkamen, wurde mittels Verabredung per Handy der Konvoi wieder zusammengestellt. Dabei war es sehr hilfreich, dass jeder Teilnehmer ein Roadbook der Tour hatte und über Kartenmaterial und/oder Navi verfügte.

Fortsetzung folgt
 

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... der 170er ...
 

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Durchschnittsalter 47 Jahre

Bereits am zweiten Tag wurden die ersten vier Pässe gefahren, als harmloser Auftakt zu einer atemberaubenden Berg- und Talfahrt über zwölf weitere Pässe. Eine Gesamtübersicht der Pässe mit ihren Daten und der Übernachtungsorte ist in der Tabelle dargestellt. Sie zeigt die beachtliche Leistung, die unsere im Mittel 47 Jahre alten Fahrzeuge klaglos bewältigten.

So kamen bei aller Gemütlichkeit eine Gesamtfahrstrecke von 1.500 km und geschätzte 15.000 Höhenmeter zusammen sowie 16einhalb Pässe, weil die Seiseralm wegen Sperrung nicht ganz erreichbar war.

Wir waren durchschnittlich acht Stunden täglich zwischen den Hotelunterkünften unterwegs, Pausen eingerechnet. Reine Fahrzeit waren es nur fünfeinhalb Stunden pro Tag.

Bei der Planung der Route und der Übernachtungen war es übrigens sehr hilfreich, auf Tipps für Motorrad-Touren zurückzugreifen. Die Anforderungen von Motorrad- und Unimogfahrern scheinen sehr ähnlich zu sein.

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Volle Kraft voraus

Die Anstiege, besonders die mit vielen Kehren, wurden von den kleinen Unimog meist mit Ehrgeiz und Vollgas gefahren, und die Kühlmitteltemperatur näherte sich manchmal den 100°C. Die Motoröltemperatur stieg dabei sogar auf 110 °C an. Währenddessen konnten die 406er trotz anhängender Last lässig hinterhertuckerten. Dabei benötigten die großen Motore mit durchschnittlich 14 l/100km kaum mehr Kraftstoff als die kleinen mit 12,5 l/100 km. Bergab ging es aber langsam und vorsichtig voran. Die betagten Trommelbremsen verzögerten die mäßig beladenen Fahrzeuge trotz Fahren in relativ hohem Gang zuverlässig und selbst nach extremen Gefällestrecken waren sie nicht übermäßig heiß. Durch regen Gebrauch nahm die Bremswirkung im Laufe der Zeit sogar zu.
 

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Hallo Christoph,

klingt nach einer netten Tour, bitte noch mehr Details mit Bildern.
Die Dolomiten kenne ich, aber nicht per Mog. :wink:

Auch würde mich jetzt (vielleicht in einem eigenen Thema) ein Vergleich 411 herkömmlich <> 411 optimiert interessieren.
 
Hallo Jürgen,

der Bericht kommt portionsweise, ist noch lange nicht fertig.

Und wenn "ein Vergleich 411 herkömmlich <> 411 optimiert" nicht nur Dich interessiert, kann ich darauf zum Schluss gerne auch noch eingehen.
 
Hallo Christoph
natürlich ist ein Vergleich interessant, gibt es Unterschiede in Verbrauch und Leistung? Du hast dir ja allerhand Mühe gegeben, um dein Fahrzeug an diversen"Schwachstellen" zu verbessern oder komfortabler zu gestalten.
 
Hallo Christoph,

das interessiert mich auch. Soweit ich das noch mitbekommen hatte, hast du ja deine ESP Drehzahlmäsig erweitert. Somit mehr Leistung und eine bessere Gangüberdeckung. Gerade das würde mich interessieren. Obwohl das bei mir erst in Frage kommt, wenn ich mal meinen Motor sanieren würde.

Ansonsten tolle Tour. Gratuliere und hoffe auf weitere schöne Bilder. :spitze
 
Am dritten Tag – bereits in den Dolomiten angekommen – lernten wir in San Vigilio zufällig den Hotelier Maurizio Trebo (Hotel Al Plan) kennen, der uns spontan ansprach und zu sich einlud. Er spendierte selbstgemachtes Eis und ließ uns seine historische Fahrzeugsammlung besichtigen. Darunter alte Motorräder von BMW, Ducati, Harley Davidson, aber auch historische italienische Militärfahrzeuge und - wir staunten nicht schlecht - ein Boehringer. Daher also sein Interesse uns kennen zu lernen. Er wollte auch gleich Mitglied im UCG werden.
 

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Nur keine Hektik

Um die Mittagszeit suchten und fanden wir stets einen schattigen Rastplatz im Grünen und an einem Bachlauf für ein ausgiebiges Picknick sowie ein Nickerchen. Zweimal haben wir uns dabei so weit in die Natur gewagt, dass wir gerügt wurden von einem Forstaufseher und einem Landwirt. Einsichtig und Besserung gelobend kamen wir aber jeweils gut davon. Möglicherweise haben unsere außergewöhnlichen Fahrzeuge auch zur Milde beigetragen.
 

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Hier ein paar Fahrfotos vom dritten Tag. Zwar schon in den Dolomiten, aber noch in sanfterem Gelände.
 

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Und hier auch schon die typischen Ausblicke auf gewaltige Felsen.
Manche Straßen waren so schmal, dass Gegenverkehr auf längere Distanz unmöglich war.
 

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Hallo Christop,gute Bilder und guter Bericht.Mir gefällt natürlich das Du die Verbrauchswerte mitteilst,somit habe ich Anhaltswerte.Gibt es eine Genaue Routenbeschreibung?Denke an eine Karte,ist so etwas möglich? Grüße aus dem Wald! ULI
 
Hallo ULI,

die Anregung zu unserer Tour stammt vom ADAC (siehe Anhang). Eine Grobplanung der Strecke wurde vorab gemacht. Aber täglich wurde nach Wetterlage, Lust und Laune über den genauen Routenverlauf neu entschieden. Einmal hatten wir uns auch verfahren und dann die Planung spontan geändert. Eine GPS-Aufzeichnung der Route habe ich nicht gemacht. Daher gibt es weder eine Karte noch ein Höhenprofil.

Anhand des "Fahrtenbuches" im dritten Beitrag dieser Folge kannst Du die Route aber ganz gut nachvollziehen.

Um die eigene individuelle Ausarbeitung einer solchen Route kommt man sicher nicht herum. Denn sie ist auch von den beteiligten Fahrzeugen und Vorlieben der Teilnehmer abhängig.

Wie schon gesagt, die wesentlichen Hinweise zur Planung bekommt man aus dem Umfeld der Motorradfahrer.

Zur Unimog-Technik (Fahrzeug- und Fahrdaten) komme noch ganz zum Schluss.
 

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Absolut und relativ

Hierzu gibt es - nicht zuletzt von Albert Einstein - Theorien und Definitionen.

Bezüglich unserer Tour gibt es ein praktisches Beispiel von mir persönlich:

Auf unserer letztjährigen Alpentour habe ich beim Anstieg auf der Silvretta-Hochalpenstraße Freudentränen vergossen. So (relativ) schön war für mich das erste Mal mit meinem Mog in den Serpentinen der Alpen.

Heuer war die Route (absolut) viel abwechslungsreicher, interessanter und schöner. Trotzdem blieben diesmal meine Freudentränen aus. (Ich habe aber gehört, dass sie sich ein anderer neuer Teilnehmer verschämt aus den Augen gewischt hat. Der war eben (relativ) extrem beeindruckt.)
 
Die Umrundung der Sella-Gruppe am vierten Tag war der höchstgelegene und gleichzeitig einer der landschaftlich imposantesten Abschnitte unserer Reise. Leider war sie vom starken Verkehr mit Bussen, Personenkraftwagen, Motorrädern und Fahrrädern etwas beeinträchtigt.
 

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Sogar fällige Parkgebühren und Bagger trifft man in großer Höhe an.
 

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