Advent, Advent. Der virtuelle Adventskalender.

Hallo Thorsten,
wo hast du denn das mit dem dienstweinachtsbäumen her?
das ist genial !
gruss andreas
 
Das sechste Türchen
So kurz vor dem zweiten Advent sollten wir auch mal an unsere älteren Community-Mitglieder wie
Ulli, Helmut oder Karl denken und überlegen, wie wir ihnen zu Weihnachten eine kleine Freude machen können.


[Geräusch eines Chores] \"Macht, dat ihr da wegkommt, Gülle-Lerchen!\" Der Singkreis des Landfrauenvereins Heringsmoor war nur einer von zahlreichen Vortragsgruppen und Einzelkünstlern, die wochenlang vergeblich versuchten, in das städtische Seniorenstift am Höcklager Industrieweg einzudringen.
Dem inneren Drang, alten Menschen zur Weihnachtszeit eine Freude zu machen, stand immer wieder die kompromisslose Abwehrbereitschaft der Heiminsassen gegenüber, die es leid sind, als Publikum für Amateuraufführungen herhalten zu müssen.
So jedenfalls erklärt es der 89-jährige Josef Roehrmöller als Sprecher des Ältestenrates \"Ja, wir wollen hier vor Weihnachten einmal in Ruhe Kaffee trinken und nicht dauernd dies Gejidel und Gefiedel anne Ohren haben. Und wenn das im Guten nicht geht, dann müssen wir Maßnahmen ergreifen.\"

Maßnahmen, die sich am Anfang nur auf die hermetische Abriegelung des Gebäudekomplexes beschränkten. Roehrmöllers Erfahrungen als Infanterist 1943 im Kessel von Tscherkassy, als seine Kameraden in einer ähnlich verzweifelten Situation waren, kommen jetzt den Heimbewohnern zu Gute.
Die wuchtigen Eichenmöbel vor den Außentüren, Stacheldrahtrollen vor den besonders gefährdeten Souterrainfenstern sowie verschweißte Sieldeckel im Kellerbereich reichten jedoch schon bald nicht mehr aus.

Rund um die Uhr wurden Heimbewohner zum Wachdienst eingeteilt: \"Ja, Die Probleme sind praktisch Tag und Nacht, nich.
Morgens fallen schon die Plagen vonner Gesamtschule über uns her mit ihrem Flötenkreis, die fiepen hier rum mit \"Mach hoch die Tür\" und \"Klingglöckchen\" und alles falsch und durcheinander. Dat ist nicht zu ertragen.
In der Mittagsstunde haben wir denn meistens diese Trampeltänzer von Trachtenverein Struchtrup, die will keiner mehr sehen, aber mit uns kann man es ja machen.\"
Besonders kritisch wird es am Abend, wenn die Aufmerksamkeit der alten Menschen nach einem langen Wachdienst zu erlahmen droht. Dann nämlich pirscht sich im Schutz der Dunkelheit der Jagdbläserchor \"Hubertus\" aus Niederstenbreckelwede heran. \"Ja, die tröten hier \"Die Sau ist tot\", wenn unsereiner in Ruhe fernsehen will. Und da bin ich denn zum ersten Mal mitm Schrotdrilling dazwischen gegangen, nej.\"

Nicht minder gefürchtet ist unter den Senioren die \"Schöppenwesseler Speeldeel\" mit ihrem niederdeutschen Schwank \"Krach um Jolante\", die aber in diesem Jahr - wenn auch gegen ein empfindlich hohes Schweigegeld - wieder abzog.

Doch nicht immer lassen sich die vorweihnachtlichen Besucher so einfach und unkompliziert abwehren: Der Shanty-Chor Ankumersiel mit seinem Adventsrepertoire wie \"Christus war ein Steuermann\" oder \"Wir lagen auf Kiel vor Bethlehem\" ließ sich aus Hubschraubern auf das Flachdach des Speisesaals absetzen, in der vergeblichen Hoffnung, durch einer Lüftungsschacht zur besinnlichen Kaffeetafel vorzudringen.

Nach 25 Jahren Heimerfahrung kennt Opa Roehrmöller inzwischen alle Tricks: \"Ja wir hatten die Tage einen hier, der gab sich als Klempner aus, und wollte nache Heizkörper kucken, und ich denk noch: Da ist doch wat faul! Mache ne Taschenkontrolle und siehe da: Kein Werkzeug und nix, statt dessen aber dieser elende Gedichtband \"Wiehnacht op de Hallig\". Damit wolle er uns hier den Abend versauen, und jetzt kommen Sie!\"

Schlussendlich waren alle Anstrengungen der alten Leute umsonst. Am frühen Nachmittag des 2. Advent hielt die Schweißnaht der Feuertür zum Barbituratlager dem karitativen Ansturm nicht mehr stand. Die tapferen Bewohner des Seniorenstifts wurden von der vorweihnachtlichen Stimmung doch noch eingeholt. [Geräusch von vielen Chören gleichzeitig]

\"Gesamte Seniorenschaft vorrücken! Zwei Mann anne Ausgänge! Vordertüren bewachen! Frauen zuerst raus! Feuer frei!\"

Aus Stenkelfeld
 
Ich secht noch, iik habs ja komme sehn.
Bin dabei, mit meine Mogs als Trutzwall um meine Hütte zu rangieren. Ein gutes Argument, meiner Frau die Notwendigkeit der ganzen Mogs auf der Wiese plausiebel zu machen. Aber der Gesangverein \"Halbe Lunge\" grölte so entsetzlich, an einem 417 sind alle Scheiben geborsten und der einarmige Geiger fiedelte so erbärmlich, das hat´s dem Teil doch glatt die Vorderachse gebogen. am schlimmsten fand ich das Weihnachst-Oratorium, vorgetragen vom Taub-Stummen-Chor, jetzt ist das Getriebegehäuse auch geborsten.
Un ik secht noch zu de Olle, Frau wenn det man jut jeht. Aba so is et nu ma, wenn alle die olten mal en Lied trällern woll´n
Gruß Helmut
 
Ein hab ich noch ;)


LITTLE CHRISTMAS GEDICHT

When the last Kalendersheets
flattern through the winterstreets
and Dezemberwind is blowing
then ist everybody knowing
that it is not allzuweit
she does come the Weihnachtszeit

All the Menschen, Leute, people
flippen out of ihr warm Stüble
run to Kaufhof, Aldi, Mess
make Konsum and business,
kaufen this und jene things
and the churchturmglocke rings.

Manche holen sich a Tännchen
when this brennt they cry \"Attention\".
Rufen for the Feuerwehr
\"Please come quick to löschen her!\"
Goes the Tännchen off in Rauch
they are standing on the Schlauch.

In the kitchen of the house
mother makes the Christmasschmaus.
She is working, schufts and bakes
the hit is now her Joghurtkeks
and the Opa says als Tester
\"We are killed bis to Silvester\".
Then he fills the last Glas wine-
yes this is the christmastime!

Day by day does so vergang
and the holy night does come
you can think, you can remember
this is immer in Dezember.

Then the childrenlein are coming
candle-Wachs is abwärts running.
Bing of Crosby Christmas sings
while the Towerglocke rings
and the angels look so fine
well this is the Weihnachtstime.

Baby-eyes are kugelrund
the family feels kerngesund
when unterm Weihnachtsbaum they\'re hocking
then nothing can them ever shocking.
They are happy, are so fine
this happens in the christmastime.

The animals all in the house
the Hund, the Katz, the bird, the Maus,
are turning round the Weihnachtsstress,
enjoy this as never nie
well they find Kitekat and Chappi
in the Geschenkkarton of Papi.

The family behins to sing
and wieder does a Glöckchen ring.
Zum Song vom grünen Tannenbaum
the Tränen rennen down and down.
bis our mother plötzlich flennt
\"The christmas-Gans im Ofen brennt!\"
Her nose indeed is very fine
ENDE OF THE WEIHNACHTSTIME
 
Das siebente Türchen

So kurz vor dem Jahresende wird es Zeit den nächsten Urlaub zu planen.
Nur keine Fehler machen.

Aldi-Süd

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich ihre Tageszeitung in den Urlaub nachschicken lassen. Da beschleicht mich das Gefühl, gar nicht richtig weg von zu Hause zu sein. Weil ich aber über den Lauf der Dinge in der Welt einigermaßen informiert sein will, kaufe ich mir im Urlaub - und nur dann - regelmäßig die Bild-Zeitung.
So saß ich an einem Freitagmorgen an der kroatischen Adria lesend beim Frühstück, als mein Blick auf eine Anzeige in mir wohlbekanntem Stil fiel. Unter der Überschrift „Aldi informiert“ war genau der Häcksler abgebildet, der ein Jahr zuvor schon einmal im Angebot war. 2200 Watt für Äste mit einem Durchmesser von bis zu sechs Zentimetern. Fünf Aldi-Filialen hatte ich damals abgeklappert - vergeblich. Der einzige Trost war, daß sich solche Angebote bei Aldi wiederholen - man muß nur ein wenig abwarten. Und jetzt war genau dieser Häcksler wieder im Angebot - nur, daß ich jetzt auf dem Balkan saß und keine Chance hatte, da heranzukommen.
Wortlos reichte ich meiner Frau die Zeitung und deutete auf die Anzeige.
„Das gibt´s doch nicht“, entfuhr es ihr, woraufhin ich nur zustimmend nicken konnte. Ungläubig schüttelte sie den Kopf und wir schauten beide eine Weile stumm über unseren Frühstückstisch hinweg auf die Mobilhomes der Nachbarn.
„Und jetzt?“ fragte meine Frau.
„Ja wie: und jetzt.“
„Wir könnten Deine Schwester anrufen.“ Wieder hatte meine Frau eine ihrer praktischen Ideen, die uns schon aus vielen Notlagen herausgerettet hatten. Nur hatte diese eine Haken.
„Meine Schwester ist Aldi-Nord.“ sagte ich.
„Scheiße“, sagte meine Frau.
In dieser Laune verbrachten wir den Rest des Tages. Beim gemeinsamen Grillen am Abend erwähnte ich beiläufig meine Entdeckung in der Bild-Zeitung.
„Der Häcksler von letztem Jahr?“, fragte Klaus aus Hanau, der mit seiner Familie im Mobilhome neben unserem wohnte.
„Ja, genau der. 2200 Watt. Äste bis sechs Zentimeter. Für 99 Euro.“
Wie sich herausstellte, hatte Klaus im letzten Jahr das selbe Schicksal getroffen. Ob wir die Bild-Zeitung noch hätten, fragte er. Ich bat die Kinder, im Altpapier nachzusehen und zwei Minuten später hatten sie die Blätter in der Hand.
Klaus nahm die Zeitung und zeigte die Anzeige wortlos seiner Frau.
„Der Dampfstrahler!“, entfuhr es ihr.
So genau hatten wir uns die Anzeige gar nicht angesehen. Aber offenbar brannte Aldi-Süd gerade ein ganzes Feuerwerk an Sonderangeboten von Garten-Artikeln ab. Auch die Polsterauflagen waren wieder im Angebot.
„Wir hatten schon überlegt, Daniels Schwester anzurufen,“ sagte meine Frau. „Aber die ist Aldi-Nord.“ Mitfühlende Blicke trafen uns aus der Runde.
Es wurde ein ruhiger Abend, früher als sonst räumten wir zusammen und wünschten uns eine gute Nacht. Aber an Schlaf war nicht zu denken. Mit offenen Augen lag ich an der Seite meiner Frau.
„Wie weit ist es eigentlich bis zur deutschen Grenze?“ fragte sie plötzlich.
„Ungefähr 450 Kilometer“, sagte ich.
„Meinst Du, Du schaffst das an einem Tag hin und zurück?“
„Klar“, sagte ich, erleichtert darüber, diesen Vorschlag nicht selber gemacht zu haben und von ihr möglicherweise als völlig gestört abgestempelt zu werden. Sie drehte sich zu mir um, zog mich zu sich heran und küßte mich auf den Mund.
„Du bist ein Schatz!“ Das sagt sie nicht sehr oft.
Am nächsten Morgen weihten wir unsere Urlaubsfreunde ein.
„Wir können den Häcksler für Euch mitbringen,“ schlug ich vor.
„Und den Dampfstrahler“, strahlte Marianne - Klaus´ Frau.
Die Nachricht von unserer Expedition verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Sonntag nacht um zwei Uhr verließ schließlich ein Konvoi aus drei Kombis und einem Minivan mit insgesamt acht Fahrern, ausgerüstet mit detaillierten Einkaufslisten von vierundzwanzig Familien den Campingplatz in Richtung deutsche Grenze. Montag morgen um halb acht hatten wir deutschen Boden erreicht und eine Viertelstunde später den Parkplatz der Freilassinger Aldi-Filiale besetzt, wo wir uns direkt vor der Eingangstür in Position brachten.
Vollgepackt mit Häckslern, Dampfstrahlern, Vertikutiergeräten und Polsterauflagen machten wir uns zwei Stunden später wieder auf den Rückweg. Mit großen „Hallo“, kühlem Bier und saftigen Steaks wurden wir begrüßt. Die Urlaubsstimmung war wieder hergestellt.
Zwischen die Kartons muß aber irgendwie der Aldi-Prospekt für die zweite Wochenhälfte gerutscht sein. Als meine Frau diesen interessehalber aufschlug, wurde ihr Gesicht aschfahl.
„Was ist los?“ fragte ich. Zur Antwort hielt sie mir den Prospekt entgegen und konnte nur drei Worte über ihre Lippen bringen:
„Die Latex-Matratze...“
Dieses Jahr haben wir drei Wochen Westerwälder Seenplatte gebucht - mitten in Deutschland. Der Campingplatz ist ideal gelegen: nur drei Kilometer bis zur nächsten Aldi-Nord- und fünf Kilometer bis zur nächsten Aldi-Süd-Filiale. Wir freuen uns jetzt schon auf die Angebote.

© by Stefan Schrahe, Juli 2002
 
Ich hab noch so einen halb Englisch halb Deutsch :D

When the snow falls wunderbar
And the children happy are,
When the Glatteis on the street,
And we all a Glühwein need,
Then you know, es ist so weit:
She is here, the Weihnachtszeit

Every Parkhaus ist besetzt,
Weil die people fahren jetzt
All to Kaufhof, Mediamarkt,
Kriegen nearly Herzinfarkt.
Shopping hirnverbrannte things
And the Christmasglocke rings.

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...

Mother in the kitchen bakes
Schoko-, Nuss- and Mandelkeks
Daddy in the Nebenraum
Schmücks a Riesen-Weihnachtsbaum
He is hanging auf the balls,
Then he from the Leiter falls...

Finally the Kinderlein
To the Zimmer kommen rein
And es sings the family
Schauerlich: \"Oh, Chistmastree!\"
And the jeder in the house
Is packing die Geschenke aus.

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...

Mama finds unter the Tanne
Eine brandnew Teflon-Pfanne,
Papa gets a Schlips and Socken,
Everybody does frohlocken.
President speaks in TV,
All around is Harmonie,

Bis mother in the kitchen runs:
Im Ofen burns the Weihnachtsgans.

And so comes die Feuerwehr
With Tatü, tata daher,
And they bring a long, long Schlauch
And a long, long Leiter auch.
And they schrei - \"Wasser marsch!\",
Christmas is - now im - Eimer...

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...
 
Das achte Türchen.

Von dem Geld, das ich mir am Samstag als Chauffeur vom Nikolaus verdient habe, sind wir gestern gemütlich essen gegangen. Das die Wurst vom Bratwurst-Bitzel nicht die Beste ist, hatte ich ja schon gehört. Aber Bratwurst aus der Mikrowelle erfordert nun mal gewisse grundsätzliche Fähigkeiten mit der Technik.
Die folgenden Überlegungen unterstütze ich daher nachdrücklich.

Die Mikrowellen-Kompetenz

Wer einmal bei Freunden eingeladen war, die ihr Essen mit der Mikrowelle zubereiten, wer es in einer Kneipe einmal gewagt hat, in schaudernder Erinnerung an den letzten vermanschten Kneipen-Salat etwas anderes als Salat essen zu wollen, der weiss, was fehlende Mikrowellenkompetenz fuer katastrophale Folgen hat.

Die Mikrowelle gehoert inzwischen zur Grundausstattung fast eines jeden Haushalts. Schnellimbissbuden, Kneipen und selbst Restaurants bis hin zu Sterne-Kuechen bedienen sich jener wunderbaren Erfindung, die Zeit und Energie spart und das Essen unterschiedlichster Speisen zu einem fuer Stunden unvergesslichen Erlebnis macht. Sie koennte eine so segensreiche, volkswirtschaftlich lobenswerte Einrichtung sein, wenn die Menschen, welche die Mikrowellenherde bedienen, die entsprechende Mikrowellenherdkompetenz haetten in der Schule erwerben koennen. Sollte sich aber der gegenwaertige Zustand perpetuieren, drohen ungeahnte Gefahren fuer die Volksgesundheit, und der soziale Frieden waere ernsthaft gefaehrdet, wenn immer mehr Menschen mit geschmacksloser, nicht hinreichend durchwaermter und lieblos angerichteter Nahrung in einen Zustand permanenter Frustration versetzt wuerden.

Deutschland hat hier wieder einmal Nachholbedarf, selbst gegenueber Schwellenlaendern wie Brasilien, ganz zu schweigen von den USA und Japan, wo die Kinder teilweise schon im Vorschulalter lernen, eine Mikrowelle zu bedienen.

Doch was in der Vergangenheit versaeumt wurde, koenne noch nachgeholt werden, auch unter den Bedingungen restriktiver Haushaltsfuehrung und knappen Personals in der Schule, meint die Landesregierung, wenn nur (in den Worten unseres obersten Repraesentanten) ein \"Ruck\" durch dieses Land ginge.

\"Waere nicht zunaechst in den Hauptschulen die Mikrowellenkompetenz anzustreben?\" fragt der Philologenverband. \"Gymnasiasten sollen sich ein Bildungsniveau erarbeiten, das es ihnen spaeter einmal ermoeglicht, Mikrowellenkompetenz zu mieten oder zu kaufen.\"

Antwort des SPD-Bildungsexperten: \"Der Philologenverband argumentiert realitaetsfern. Es gibt keine Forschungsergebnisse, die eine signifikante Haeufung von Mikrowellenmissbrauch bei TaeterInnen mit Hauptschulabschluss belegen koennten. Jene Hunde, die zum Trocknen in die Mikrowelle gesteckt wurden und dann elendig explodierten, waren vom Rassetypus her eher typische Mittelschichthunde.

Empirisch belegt ist auch bei Mittel- und Oberschichtfrauen eine gewisse Technikfeindlichkeit, die aus Resten bildungsbuergerlichen Denkens gespeist wird.

Im uebrigen gilt fuer NRW, dass die Reproduktion einer Klassengesellschaft qua Bildungssystem sich dank der gelegentlichen Einfuehrung der Gesamtschule ueberlebt hat, ja selbst von einer Klassengesellschaft kann infolge der sozialdemokratischen Bildungsarbeit nicht mehr gesprochen werden. Auch bei der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung konnte sozialdemokratische Bildungspolitik grosse Erfolge erzielen.\"

Es erschiene also konsequent, die Mikrowellenherdkompetenz analog zu anderen Innovationen zunaechst flaechendeckend in der Gesamtschule anzustreben, um dann die dadurch gewonnenen paedagogischen und organisatorischen Erfahrungen auf die uebrigen Schulformen anzuwenden.

Dem stuenden aber Untersuchungen entgegen, die bewiesen, dass die Mehrzahl der im Bereich der Gastronomie taetigen inkompetenten Mikrowellenbediener jobbende GymnasiastInnen oder Personen mit Gymnasialabschluss seien, die infolge der praxisfernen Ausbildung keinen Bezug zur modernen Technik haetten. Es muesse also darum gehen, die Defizite zunaechst im gymnasialen Bereich abzubauen.

Nach Ansicht der Landesregierung kann es aber nicht schaden, die Gesamtschulen flaechendeckend praeventiv mit Mikrowellenherden auszustatten. Folgt man den o. a. Untersuchungen, haben GymnasiastInnen naemlich auf Grund ihres haeuslichen Umfeldes viel leichteren Zugang zu Mikrowellenherden, waehrend GesamtschuelerInnen darauf angewiesen sind, dass die Schule die Geraete zu Verfuegung stellt.

Mikrowellenkompetenz (im folgenden aus Gruenden der Papiereinsparung als \"Mikro-Kompetenz\" abgekuerzt) laesst sich laut neuestem Runderlass der Bezirksregierungen nur in einem sinnvoll organisierten innovativen faecheruebergreifenden Unterricht erreichen. Hinsichtlich der Loesung organisatorischer Probleme wird auf die einschlaegigen Verfahren bei vergleichbaren Projekten in den letzten Jahren verwiesen.

Neben der Beteiligung moeglichst vieler Faecher des gymnasialen Bildungskanons (Biologie, Chemie, Physik, Deutsch, Griechisch, Politik, Sport und Musik, aber auch Religion bzw. Praktische Philosophie) muesse auch gewaehrleistet sein, dass die Maedchen weder durch die Anwesenheit von Jungen in technizistischer Anmassung dominiert wuerden noch von sich aus in die als naturhaft empfundene Hausfrauenrolle abglitten. Dafuer sei eine Trennung nach Geschlechtern im faecheruebergreifenden Unterricht zur Erlangung der Mikro-Kompetenz unerlaesslich.

Die Massnahmen zur Foerderung der Mikro-Kompetenz sind auf Vorschlag der Landesregierung kostenneutral durchzufuehren. Deren Politik sei trotz des neuen Ministerpraesidenten von dem Willen getragen, die Schulen als kommerzfreie Raeume zu erhalten. In den Verhandlungen der Schulleitungen mit eventuellen Sponsoren (bislang nur Siemens) sei darauf zu achten, dass die Bereitstellung von UEbungsgeraeten ohne kommerzielle Hintergedanken geschehe. Die Namen der Hersteller auf den Geraeten zu belassen, erscheine zumindest dann unbedenklich, wenn es sich um deutsche Firmen handele. Als Grundausstattung genuege zunaechst einmal pro Gymnasium ein Raum mit zwei Mikrowellenherden, weil die Garzeiten extrem kurz seien und somit viele Schuelerinnen und Schueler ihr Essen hintereinander garen koennten.

Weiterbildungsmassnahmen der Lehrerschaft koennten bei der derzeitigen angespannten Haushaltslage nur kostenneutral durchgefuehrt werden. Es werde davon ausgegangen, dass das Lehrergehalt auch nach den juengst beschlossenen Kuerzungen noch eine sogenannte \"Mikro-Zulage\" beinhalte, die fuer den Kauf eines UEbungsgeraetes vorgesehen sei. (Einem Bonmot des Finanzministers zufolge habe diese Zulage mit den Mikrowellen etwas gemeinsam: sie sei unsichtbar, aber trotzdem wirksam.)

Gegen diese Sicht der Dinge wandten sich die Sprecher der Lehrerverbaende gestern unabhaengig voneinander. Die Anschaffung einer Mikrowelle sei ohnehin durch die Ausweitung der Lehrerarbeitszeit notwendig geworden, behauptete die GEW, waehrend der Philologenverband die fehlende steuerliche Absetzbarkeit beklagte.

Das Landesinstitut in Soest sucht ab sofort bewaehrte Mikro-PaedagogInnen (Bewerbungen bitte umgehend auf dem Dienstweg an die zustaendige Bezirksregierung. Die BewerberInnen muessen entweder eine hohe Qualifikation nachweisen oder bereits mindestens zehnmal mit dem Dezernenten/der Dezernentin in der Regierungskantine oder im Landesinstitut Soest gespeist und ueber das Essen gefachsimpelt haben. Bei gleicher Eignung werden Frauen bevorzugt.) Diese Multiplika-Toren sollen im Sinne des life-long-learning wirken, um im Rahmen einer ausserhalb der Unterrichtszeit stattfindenden schulinternen Fortbildung zunaechst einmal die Mikro-Kompetenz der Lehrenden auf den erforderlichen Stand zu bringen. Fuer Paedagogen, denen dieses Angebot noch nicht ausreicht, wird auf dem NRW-Bildungsserver eine Hotline (0190er Nummer) eingerichtet, die waehrend der unterrichtsfreien Zeit durchgehend von 11-13 Uhr erreichbar sein soll.

Um den gefaehrlichen technologischen Rueckstand Deutschlands moeglichst schnell aufzuholen, soll bereits im Schuljahr 2004/05 mit dem Mikro-Technologie-Unterricht (MTU) begonnen werden. Selbstverstaendlich duerften nur durch Fortbildung qualifizierte Kraefte den Unterricht durchfuehren.

Mit den Fortbildungsmassnahmen werde ebenfalls im naechsten Schuljahr begonnen. Die ersten regionalen Kurse, an denen pro Schule maximal eine Lehrkraft teilnehmen koenne, sollen in den Herbstferien angeboten werden. (Anreisekosten sollen vorbehaltlich einer Haushaltssperre erstattet werden). Diese PaedagogInnen seien dann fuer die schulinterne Weiterbildung zusammen mit den ModeratorInnen verantwortlich, hiess es gestern in der Pressekonferenz der Landesregierung, die unter dem Motto \"Heiss auf Bildung\" stand.

von Hans Hartings
 
Ist zwar ein wenig spät, da schon der 2te Advent durch ist...


Weihnachtskerze
Sonntag, 1. Advent

10:00 Uhr:
In der Reihenhaussiedlung Önkelstieg lässt die Rentnerin Erna B. durch ihren Enkel Norbert drei Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers installieren. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus. Die Freude ist groß.

10:14 Uhr:
Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Ottfried P. die provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung des zehnarmigen dänischen Kerzensets zu je 15 Watt im Küchenfenster. Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung Önkelstieg im besinnlichen Glanz von 134 elektrischen Fensterdekorationen.


19:03 Uhr:
Im 14 km entfernten Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage registriert der wachhabende Ingenieur irrtümlich einen Defekt der Strommessgeräte für den Bereich Stenkelfeld-Nord, ist aber zunächst noch arglos.


20:17 Uhr:
Den Eheleuten Horst und Heidi E. gelingt der Anschluss einer Kettenschaltung von 96 Halogenfilmleuchten durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens an das Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau.


20:56 Uhr:
Der Discothekenbesitzer Alfons K. sieht sich genötigt, seinerseits einen Teil zur vorweihnachlichen Stimmung beizutragen, und montiert auf dem Flachdach seines Bungalows das Laserensamble \"Metropolis\", das zu den Leistungsstärksten Europas zählt. Die 40 Meter hohe Fassade eines angrenzenden Getreidesilos hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten stand, bevor sie mit einem hässlichen Geräusch zerbröckelt.


21:30 Uhr:
Im Trubel einer Julklubfeier im Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage verhallt das Alarmsignal aus Generatorhalle 5.


21:50 Uhr:
Der 85jährige Kriegsveteran August R. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern des Typs \"Varta Volkssturm\" den Stern von Betlehem an die tiefhängende Wolkendecke.


22:12 Uhr:
Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Bekleidung irrt verängstigt durch die Siedlung Önkelstieg. Zuvor war eine Boing 747 der Singapor Airlines mit dem Ziel Sydney versehentlich in der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten Garagenzufahrt der Bäckerei Bröhrmayer gelandet.


22:37 Uhr:
Die NASA-Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstraße Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel. Die Experten in Houston sind ratlos.


22:50 Uhr:
Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Kohlekraftwerkes Sottrup-Höcklage. Der gesamte Komplex mit seinen 30 Turbinen läuft mit 350 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze.


23:06 Uhr:
In der taghell erleuchteten Siedlung Önkelstieg erwacht die Studentin Bettina U. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen. Um genau 23:12 betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.


23:12:14 Uhr:
In die plötzliche Dunkelheit des gesamten Landkreises Stenkelfeld bricht die Explosion des Kohlekraftwerks Sottrup-Höcklage wie Donnerhall. Durch die stockfinsteren Ortschaften irren verstörte Menschen, Menschen wie du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war.
 
Das neunte Türchen.

Sonntag Nachmittag. Der Ebay-Zock.

Sitz ich am Sonntag vor meinem Rechner und überlege, wie ich meinen Mog wieder auf die Reihe kriege. Ich brauche unbedingt einen Ersatzteil-Erfolg, wenn ich auch in Zukunft Reparaturgelder aus dem Haushaltsfond abziehen will. Hinter mir kräht Tochter Nummer 3, zwei Jahre alt. Hat wohl Hunger oder ihr ist langweilig. Halblinks hinter mir sitzt Tochter Nummer 1, 9 Jahre alt, an den Hausaufgaben, während Tochter Nummer 2, 7 Jahre alt, Nummer1, Frederike, mit Duplosteinen bewirft. Die Mutter dieser Kinder ist seit einer Stunde verschwunden. Die \"komplette Vorderachse\" im Ebay mit dem linken Auge, beobachte ich mit dem Rechten, was so ein bisschen Turnen bei den Kleinen doch für eine erstaunliche Körperbeherrschung hervorruft. Jeder Wurf ein Treffer.

Auf dem Rechten Auge bahnt sich etwas an. Die Große zieht die Beine an, und legt sie auf die Kante des Bürostuhls, der binnen zehntel Sekunden unter dem Esstisch hervorgeschossen kommt. Auch gut gezielt. Das linke Auge streift die \"zwei Steckscheiben im neuwertigen Zustand\", während der Bürostuhl die Nummer 2, Berit, zwischen sich und der Anrichte einklemmt. Gar nicht schlecht die Kleinen. Bevor lautes Protestgeschrei anhebt, versuche ich bei den Kindern etwas Verständnis zu erwecken.
„Hört mal zu“ sag ich „Der Papa hat hier ein Problem, und da könntet ihr doch ...“. Bin jetzt bei einer Riemenscheibe für 256,50. Unbearbeitet. Auch Unfug. Alles ausgekocht. Da trifft mich ein Achter Duplo am Hinterkopf.

Jetzt reicht es. Ich schnelle rechts rum, und erkenne sofort, das Berit das Unrecht ihres Tun erkannt hat und die Flucht ergreift. Das lasse ich mir nicht bieten. Ein Sprung ... und ich dappel auf das Untergestell des zerlegten Bollerwagens, der was weiß ich warum, hier rumsteht. Der Weg durch das Zimmer ist schnell genommen. Elegant kriege ich die kleine Kurve zur Küche. Am Vorratsregal komme ich allerdings nicht mehr vorbei. Fürchterlicher Schlag. Gottseidank höre ich kein Holz splittern. Solide gebaut. Bin ja schließlich Hobbyschreiner. Und der Schmerz im Knie vergeht, als ich nach oben gucke und sehe, das sich die Blechschüssel mit den Erbsen, die da oben zum Auftauen steht, langsam über die Regalkante arbeitet.

Nur Sekunden später komme ich wieder zu mir. Die Kinder sind liebevoll um mich bemüht. Na, die haben auch was gut zu machen.
Während Frederike mir einen kalten Waschlappen auf die Stirn hält, und Nummer 2, Berit mir eine Melitta Haushaltsrolle unter den Kopf schiebt, versucht Thordis meine Beule, die sich unter dem Waschlappen gebildet hat, mit Duplosteinen wieder kleinzuklopfen.
„Der Papa ist in letzter Zeit so aufgeregt“ Berit. „So was hat ihm doch sonst nichts gemacht, an Tagen wo frei ist“

Mühsam helfen mir die lieben Kleinen zum Küchentisch. „Papa, Papa“ Frederike. „Geht’s wieder besser ?“
„Ja, ja“ sag ich. „Aber wir müssen jetzt einen Plan machen“ sag ich. „Ohne einen gut laufenden Mog, kann ich einpacken. Die Mama erlaubt mir nie nich, mit dem AL28 anzufangen, wenn der Mog nicht Tip-Top läuft.“
„Du kannst eben nicht Ebay zocken“ sagt die Große. „ Ich sehe dir sofort an wenn du denn schwarzen Peter hast“ sagt sie. „Ich weiß sogar welche Karte“ „Ja aber“ sag ich. „neulich der Kompressor ....“
\"Papa !\", Frederike empört \" 39 Euro für das schmierige Teil. Und 52 ! Euro für den Versand. Ich weiß noch genau, wie Mama getobt hat.\".
„Und bei Zahlemann und Söhne ziehst du auch lauter Großväter“ sagt Berit. „und bist immer als erster Pleite“ „Beim Murmeln“ sagt sie. „da bist du doch ganz gut“ sagt sie. „Murmeln“ sag ich, „Murmeln, damit kann man doch keinen Ebay-Zock machen“
\"Kugel, Kugel !\" schreit Thordis. „Siehst du, Papa“ die Große. „Thordis ist auch für Murmeln“

Versonnen tippe ich -murmeln- ins Suchfeld.
„Murmeln“ sag ich. „Kinderkram. So eine Kugel ...???!!! Mensch Kinder Ich hab’s“ ruf ich. „Achttausenddreihundert Glasmurmeln für nur 96 Euro und noch 20 Sekunden. Die Dinger werden auf dem nächsten Weihnachtsmarkt weggehen wie warme Semmeln.“ Fix hundert eingetippt. Bong. Die achtausenddreihundert Murmeln gehen für 97,50 an mich.
Toller Deal. Das ist es.

Berit geht murmeln. Mit dem linken Auge auf dem Schulheft meiner Großen. Sie hat dreimal den Satz : „Mein Fater ist ein Ferschwender“ geschrieben. Ich korrigiere die Orthographie und bleibe ruhig und warte auf meine Frau.
Die wird b e g e i s t e r t sein. ...Hoffentlich. ... Sonntag Nachmittag.

Thorsten Schlote
 
Ein wenig spät heute aber besser spät als nie ;)


Update

Neulich habe ich von Freundin 1.0 auf Ehefrau 1.0 aktualisiert und erkannt, daß dieses Programm ein Speicherfresser ist und nur minimale Ressourcen für andere Anwendungen übrig läßt. Erst jetzt habe ich festgestellt, daß Ehefrau 1.0 außerdem Kind-Prozesse startet, die weitere Ressourcen verbrauchen.

Dieses spezielle Phänomen wurde weder in der Produkt-Broschüre noch in der Dokumentation mit einem einzigen Wort erwähnt, obwohl andere Nutzer von Ehefrau 1.0 mich darauf hingewiesen hatten, daß dieses Problem zu erwarten sei, da es in der Natur der Anwendung liege.

Darüber hinaus installiert sich Ehefrau 1.0 selbständig so, daß es sich bei jedem Systemstart initialisiert und fortan alle Systemaktivitäten überwacht. Ich fand heraus, daß einige andere Programme, wie z.B. Pokernacht 10.3, Saufgelage 2.5 und Kneipentour 7.0 überhaupt nicht mehr liefen. Sie versetzten bei einem Startversuch das komplette System in einen instabilen Zustand, obwohl Sie bis dahin ganz ausgezeichnet funktionierten.

Bei der Installation bot Ehefrau 1.0 keine anderen Optionen als die Installation der Zusatzprogramme Schwiegermutter 55.8 und Schwager 0.00 (als Betaversion). Schließlich scheint sich meine Systemleistung mit jedem Tag seit der Installation zu vermindern..

Einige Merkmale, die ich mir von einer zukünftigen Ehefrau 2.0 wünschte:

Eine \"Vergiß es!\"-Taste.
Eine \"Minimize\"-Taste.
Die Möglichkeit, nach der Installation von Ehefrau 2.0 eine jederzeitige Deinstallation vornehmen zu können, ohne den Verlust von Cache und anderen Systemressourcen.
Eine Option, den Netzwerk-Treiber im Gruppenmodus zu betreiben, wodurch meine Ein-Ausgabe-Hardware wesentlich effektiver laufen könnte.

Ein Bekannter hat sich entschieden, allen Schwierigkeiten mit Ehefrau 1.0 aus dem Wege zu gehen und weiter bei Freundin 2.0 zu bleiben. Aber auch dort treten Probleme auf. Offensichtlich ist es nicht möglich, Freundin 2.0 zu installieren, während Freundin 1.0 noch eingerichtet ist. Letztere muß zuerst komplett aus dem System entfernt werden. Andere Benutzer sagen, daß dies ein seit langem bekannter Fehler ist, von dem er hätte wissen müssen. Anscheinend haben die verschiedenen Versionen von Freundin einen Konflikt mit dem geteilten Gebrauch seines Ein-Ausgabe-Gerätes. Man sollte denken, man hätte einen so blöden Fehler inzwischen beseitigt!

Um die Sache noch schlimmer zu machen, arbeitet das Deinstallations-Programm für Freundin 1.0 nicht korrekt. Es verbleiben nämlich unerwünschte Spuren der Anwendung im System zurück. Eine andere Sache die nervt - alle Versionen von Freundin geben ständig lästige Meldungen über die Vorteile des Updates auf Ehefrau x.0 aus.

BUG-WARNUNG
Ehefrau 1.0 hat einen undokumentierten Fehler. Wenn man versucht, Geliebte 1.1 zu installieren, bevor man Ehefrau 1.0 deinstalliert hat, löscht Ehefrau 1.0 alle Konto-Daten, bevor das Programm sich selbst entfernt! Anschließend verweigert Geliebte 1.1 die Installation wegen ungenügender Restressourcen.

ABHILFE
Um diesen Fehler zu umgehen, versuchen Sie, Geliebte 1.1 auf einem anderen System zu installieren und vermeiden Sie es, Programme zur Datenübertragung zwischen den Systemen (z.B. Klatsch 3.2) laufen zu lassen. Meiden Sie auch ähnliche Programme, die versteckte Nachrichten an Ehefrau 1.0 übertragen. Eine andere Lösung wäre der Gebrauch von Geliebte 1.1 unter einem unbekannten Namen, aber auch in diesem Fall ist Vorsicht geboten vor Programmen wie Klatsch 3.2 oder Gerücht 4.0.

Wenn Sie lange und vorsichtig suchen, könnten Sie jedoch Glück haben und eine der extrem seltenen Versionen von Geliebte 1.1a finden, die wissen, daß sich Ehefrau 1.0 mit allen Prioritäten im System befindet, welche aber trotzdem im Hintergrund laufen, ohne sich zu einer Ehefrau-Applikation erweitern zu wollen.
 
Ich möchte auch was zum Thema Weihnachten sagen:

Die Kalorienregeln zu Weihnachten -
zum Aufhängen am Kühlschrank!


Da wir uns ja nun der Weihnachtszeit nähern, ist es wichtig sich an die
Kalorienregeln zu erinnern:

1.) Wenn du etwas ißt und keiner sieht es, dann hat es keine Kalorien.

2.) Wenn du eine Light-Limonade trinkst und dazu eine Tafel Schokolade
ißt, dann werden die Kalorien in der Schokolade von der Light-Limonade
vernichtet.

3.) Wenn du mit anderen zusammen ißt, zählen nur die Kalorien, die du
mehr ißt als die andern.

4.) Essen, das zu medizinischen Zwecken eingenommen wird, z.B. heiße Schokolade,
Rotwein, Cognac) zählt NIE.

5.) Je mehr du diejenigen mästest, die täglich rund um dich sind, desto
schlanker wirkst du selbst.

6.) Essen, das als ein Teil von Unterhaltung verzehrt wird (Popcorn,
Erdnüsse, Limonade, Schokolade oder Zuckerln), beim Videoschauen oder
beim Musikhören, enthält keine Kalorien, da es ja nicht als Nahrung
aufgenommen wird, sondern nur als Teil der Unterhaltung.

7.) Kuchenstücke oder Gebäck enthalten keine Kalorien, wenn sie
gebrochen und Stück für Stück verzehrt werden, weil das Fett verdampft,
wenn es aufgebrochen wird.

8.) Alles was von Messern, aus Töpfen oder von Löffeln geleckt wird,
während man Essen zubereitet, enthält keine Kalorien weil es ja ein Teil
der Essenszubereitung ist.

9.) Essen mit der gleichen Farbe hat auch den gleichen Kalorieninhalt
(z.B. Tomaten und Erdbeermarmelade, Pilze und weiße Schokolade).

10.) Speisen die eingefroren sind, enthalten keine Kalorien, da Kalorien
ein Wärmeeinheit sind.
 
Hallo Nacho.
Da hast du völlig recht.
Auch und gerade zur Weihnachtszeit, ist es ja wichtig,
auf eine gesunde Ernaehrung zu achten.
Ich fand dazu folgendes:


Schokolade ist ein Gemüse

Schokolade wird aus den Bohnen des Kakaostrauchs gewonnen
Zucker wird aus Zuckerrüben gewonnen.

Bohnen und Zuckerrueben gehören in die Kategorie Gemüse.
Also ist Schokolade ein Gemüse.

Um einen Schritt weiterzugehen: Schokoladeriegel enthalten auch Milch,
also Sind Schokoladeriegel gut für die Gesundheit.

Rosinen, Kirschen, Orangenschalen und Erdbeeren umhüllt von Schokolade,
zählen zu den Früchten, also eßt davon soviel Ihr Lust habt.

Schokolade ist gut gegen Stress :
Bedenkt : \"STRESSED\" umgekehrt gelesen heißt : \"DESSERTS
 
Das zehnte Türchen.
Eine schon etwas bekanntere Geschichte, die aber,denke ich, in keinem
Adventskalender fehlen darf.

8. Dezember 18:00
Es hat angefangen zu schneien. Der erste Schnee in diesem Jahr. Meine Frau
und ich haben unsere Cocktails genommen, stundenlang am Fenster gesessen
und zugesehen wie riesige, weiße Flocken vom Himmel herunter schweben. Es
sah aus wie im Märchen. So romantisch - wir fühlten uns wie frisch
verheiratet.
Ich liebe Schnee.

9. Dezember
Als wir wach wurden, hatte eine riesige, wunderschöne Decke aus weißem
Schnee jeden Zentimeter der Landschaft zugedeckt. Was für ein phantastischer
Anblick!
Kann es einen schöneren Platz auf der Welt geben? Hierher zu ziehen war
die beste Idee, die ich je in meinem Leben hatte. Habe zum ersten Mal seit
Jahren wieder Schnee geschaufelt und fühlte mich wieder wie ein kleiner
Junge. Habe die Einfahrt und den Bürgersteig freigeschaufelt. Heute
Nachmittag kam der Schneepflug vorbei und hat den Bürgersteig und die
Einfahrt wieder zugeschoben, also holte ich die Schaufel wieder raus. Was
für ein tolles Leben !

12. Dezember
Die Sonne hat unseren ganzen schönen Schnee geschmolzen. Was für eine
Enttäuschung. Mein Nachbar sagt, dass ich mir keine Sorgen machen soll, wir
werden definitiv eine weiße Weihnacht haben. Kein Schnee zu Weihnachten wäre
schrecklich ! Bob sagt, dass wir bis zum Jahresende so viel Schnee haben
werden, das ich nie wieder Schnee sehen will. Ich glaube nicht, dass das
möglich ist.
Bob ist sehr nett - ich bin froh, dass er unser Nachbar ist.

14. Dezember
Schnee, wundervoller Schnee! 30 cm letzte Nacht. Die Temperatur ist auf
-20 Grad gesunken. Die Kälte lässt alles glitzern. Der Wind nahm mir den
Atem, aber ich habe mich beim Schaufeln aufgewärmt. Das ist das Leben! Der
Schneepflug kam heute nachmittag zurück und hat wieder alles zugeschoben.
Mir war nicht klar, dass ich soviel würde schaufeln müssen, aber so komme
ich wieder in Form.
Wünschte ich würde nicht so pusten und schnaufen.

15. Dezember
60 cm Vorhersage. Habe meinen Kombi verscheuert und einen Jeep gekauft.
Und Winterreifen für das Auto meiner Frau und zwei Extra-Schaufeln. Habe den
Kühlschrank aufgefüllt. Meine Frau will einen Holzofen, falls der Strom
ausfällt. Das ist lächerlich - schließlich sind wir nicht in Alaska.

16. Dezember
Eissturm heute Morgen. Bin in der Einfahrt auf den Arsch gefallen, als ich
Salz streuen wollte. Tut höllisch weh. Meine Frau hat eine Stunde gelacht.
Das finde ich ziemlich grausam.

17. Dezember
Immer noch weit unter Null. Die Straßen sind zu vereist, um irgendwohin zu
kommen. Der Strom war 5 Stunden weg. Musste mich in Decken wickeln, um nicht
zu erfrieren. Kein Fernseher. Nichts zu tun als meine Frau anzustarren und
zu versuchen, sie zu irritieren. Glaube, wir hätten einen Holzofen kaufen
sollen, würde das aber nie zugeben. Ich hasse es, wenn sie recht hat! Ich
hasse es, in meinen eigenen Wohnzimmer zu erfrieren!

20. Dezember
Der Strom ist wieder da, aber noch mal 40 cm von dem verdammten Zeug
letzte Nacht! Noch mehr schaufeln. Hat den ganzen Tag gedauert. Der
beschissene Schneepflug kam zweimal vorbei. Habe versucht eines der
Nachbarskinder zum Schaufeln zu überreden. Aber die sagen, sie hätten keine
Zeit, weil sie Hockey spielen müssen. Ich glaube, dass die lügen. Wollte
eine Schneefräse im Baumarkt kaufen. Die hatten keine mehr. Kriegen erst im
März wieder welche rein. Ich glaube, dass die lügen.
Bob sagt, dass ich schaufeln muss oder die Stadt macht es und schickt mir
die Rechnung. Ich glaube, dass er lügt.

22. Dezember
Bob hatte recht mit weißer Weihnacht, weil heute Nacht noch mal 30 cm von
dem weißen Zeug gefallen ist und es ist so kalt, dass es bis August nicht
schmelzen wird. Es hat 45 Minuten gedauert, bis ich fertig angezogen war zum
Schaufeln und dann musste ich pinkeln. Als ich mich schließlich ausgezogen,
gepinkelt und wieder angezogen hatte, war ich zu müde zum Schaufeln. Habe
versucht für den Rest des Winters Bob anzuheuern, der eine Schneefräse an
seinem Lastwagen hat, aber er sagt, dass er zu viel zu tun hat. Ich
glaube, dass der Penner lügt.

23. Dezember
Nur 10 cm Schnee heute. Und es hat sich auf 0 Grad erwärmt. Meine Frau
wollte, dass ich heute das Haus dekoriere. Ist die bekloppt ? Ich habe keine
Zeit - ich muss SCHAUFELN!!! Warum hat sie es mir nicht schon vor einem
Monat gesagt?
Sie sagt, Sie hat, aber ich glaube, dass sie lügt.

24. Dezember
20 Zentimeter. Der Schnee ist vom Schneepflug so fest zusammengeschoben,
dass ich die Schaufel abgebrochen habe. Dachte ich kriege einen Herzanfall.
Falls ich jemals den Arsch kriege, der den Schneepflug fährt, ziehe ich ihn
an seinen **** durch den Schnee. Ich weiß genau, dass er sich hinter der
Ecke versteckt und wartet bis ich mit dem Schaufeln fertig bin. Und dann
kommt er mit 150km/h die Straße runtergerast und wirft tonnenweise Schnee
auf die Stelle, wo ich gerade war. Heute Nacht wollte meine Frau mit
mir Weihnachtslieder singen und Geschenke auspacken, aber ich hatte keine
Zeit. Musste nach dem Schneepflug Ausschau halten.

25. Dezember
Frohe Weihnachten. 60 Zentimeter mehr von der weißen Kacke. Eingeschneit.
Der Gedanke an Schneeschaufeln lässt mein Blut kochen. Gott, ich hasse
Schnee! Dann kam der Schneepflugfahrer vorbei und hat nach einer Spende
gefragt. Ich hab ihm meine Schaufel über den Kopf gezogen. Meine Frau sagt,
dass ich schlechte Manieren habe. Ich glaube, dass sie eine Idiotin ist.
Wenn ich mir noch einmal Wolfgang Petry anhören muss, werde ich sie
umbringen.

26. Dezember
Immer noch eingeschneit. Warum um alles in der Welt sind wir hierher
gezogen? Es war alles IHRE Idee. Sie geht mir echt auf die Nerven.

27. Dezember
Die Temperatur ist auf -30 Grad gefallen und die Wasserrohre sind
eingefroren.

28. Dezember
Es hat sich auf -5 Grad erwärmt. Immer noch eingeschneit. DIE ALTE MACHT
MICH VERRÜCKT!!!

29. Dezember
Noch mal 30 Zentimeter. Bob sagt, dass ich das Dach freischaufeln muss,
oder es wird einstürzen. Das ist das Dämlichste was ich je gehört habe. Für
wie blöd hält der mich eigentlich?

30. Dezember
Das Dach ist eingestürzt. Der Schneepflugfahrer verklagt mich auf 50.000
DM Schmerzensgeld. Meine Frau ist zu ihrer Mutter gefahren. 25 Zentimeter
vorhergesagt.

31. Dezember
Habe den Rest vom Haus angesteckt. Nie mehr Schaufeln.

8. Januar
Mir geht es gut. Ich mag die kleinen Pillen, die sie mir dauernd geben!
... aber warum bin ich an´s Bett gefesselt?

-Netzfundstück
 
So, ich hab auch noch einen *g*

Gibt es den Weihnachtsmann ???

Keine bekannte Spezies der Gattung Rentier kann fliegen. ABER es gibt 300.000 Spezies von lebenden Organismen, die noch klassifiziert werden müssen, und obwohl es sich dabei haupsächlich um Insekten und Bakterien handelt, schliesst dies nicht mit letzter Sicherheit fliegende Rentiere aus, die nur der Weihnachtsmann bisher gesehen hat.

Es gibt 2 Milliarden Kinder (Menschen unter 18) auf der Welt. ABER da der Weihnachtsmann (scheinbar) keine Moslems, Hindu, Juden und Buddhisten beliefert, reduziert sich seine Arbeit auf etwa 15 % der Gesamtzahl - 378 Millionen Kinder (laut Volkszählungsbuero). Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt das 91,8 Millionen Häuser. Wir nehmen an, dass in jedem Haus mindestens ein braves Kind lebt.

Der Weihnachtsmann hat einen 31-Stunden-Weihnachtstag, bedingt durch die verschiedenen Zeitzonen, wenn er von Osten nach Westen reist (was logisch erscheint). Damit ergeben sich 822,6 Besuche pro Sekunde. Somit hat der Weihnachtsmann fuer jeden christlichen Haushalt mit braven Kindern 1/1000 Sekunde Zeit fuer seine Arbeit: Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runterklettern, die Socken füllen, die übrigen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum verteilen, alle übriggebliebenen Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder raufklettern und zum nächsten Haus fliegen. Angenommen, dass jeder dieser 91,8 Millionen Stops gleichmässig auf die ganze Erde verteilt sind (was natürlich, wie wir wissen, nicht stimmt, aber als Berechnungsgrundlage akzeptieren wir dies), erhalten wir nunmehr 1,3 km Entfernung von Haushalt zu Haushalt, eine Gesamtentfernung von 120,8 Millionen km, nicht mitgerechnet die Unterbrechungen für das, was jeder von uns mindestens einmal in 31 Stunden tun muss, plus Essen usw. Das bedeutet, dass der Schlitten des Weihnachtsmannes mit 1040 km pro Sekunde fliegt, also der 3.000-fachen Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich: das schnellste von Menschen gebaute Fahrzeug auf der Erde, der Ulysses Space Probe, faehrt mit lächerlichen 43,8 km pro Sekunde. Ein gewöhnliches Rentier schafft höchstens 24 km pro STUNDE.

Die Ladung des Schlittens führt zu einem weiteren interessanten Effekt. Angenommen, jedes Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgrosses Lego-Set (etwa 1 kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen geladen, nicht gerechnet den Weihnachtsmann, der übereinstimmend als übergewichtig beschrieben wird. Ein gewöhnliches Rentier kann nicht mehr als 175 kg ziehen. Selbst bei der Annahme, dass ein \"fliegendes Rentier\" (siehe Punkt 1) das ZEHNFACHE normale Gewicht ziehen kann, braucht man fuer den Schlitten nicht acht oder vielleicht neun Rentiere. Man braucht 216.000 Rentiere. Das erhöht das Gewicht - den Schlitten selbst noch nicht einmal eingerechnet - auf 410.400 Tonnen. Nochmals zum Vergleich: das ist mehr als das vierfache Gewicht der Queen Elizabeth. 5.410.400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1040 km/s erzeugt einen ungeheuren Luftwiderstand - dadurch werden die Rentiere aufgeheizt, genauso wie ein Raumschiff, das wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Das vorderste Paar Rentiere muss dadurch 16,6 TRILLIONEN Joule Energie absorbieren. Pro Sekunde. Jedes. Anders ausgedrückt: sie werden praktisch augenblicklich in Flammen aufgehen, das nächste Paar Rentiere wird dem Luftwiderstand preisgegeben, und es wird ein ohrenbetäubender Knall erzeugt. Das gesamte Team von Rentieren wird innerhalb von 5 Tausendstel Sekunden vaporisiert. Der Weihnachtsmann wird währenddessen einer Beschleunigung von der Grösse der 17.500-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Ein 120 kg schwerer Weihnachtsmann (was der Beschreibung nach lächerlich wenig sein muss) würde an das Ende seines Schlittens genagelt - mit einer Kraft von 20,6 Millionen Newton.

Damit kommen wir zu dem Schluss: WENN der Weihnachtsmann irgendwann einmal die Geschenke gebracht haben sollte, ist er heute tot.
 
Das elfte Türchen.
Augen auf beim Geschenkekauf !

Das Weihnachtsgeschenk

Es war einmal ein junger Mann, der in die Stadt ging, um ein Weihnachtsgeschenk
für seine neue Freundin zu erwerben. Da die beiden noch nicht sehr lange
zusammen waren, beschloß er - nach reiflicher Überlegung - ihr ein paar
Handschuhe zu kaufen, ein romantisches, aber doch nicht zu persönliches
Geschenk.

In Begleitung der jüngeren Schwester seiner Freundin ging er zu Marks & Spencer
und erstand ein paar weiße Handschuhe. Die Schwester kaufte ein Unterhöschen
für sich.

Beim Einpacken vertauschte die Verkäuferin aus Versehen die Sachen; so bekam
die Schwester die Handschuhe eingepackt und der junge Mann bekam unwissend
das Paket mit dem Höschen, das er auf dem Rückweg zur Post brachte und mit
einem kleinen Briefchen an seine Liebste verschickte:

Mein Schatz, ich habe mich für dieses Geschenk entschieden, da ich festgestellt
habe, daß Du keine trägst, wenn wir abends zusammen ausgehen. Wenn es nach mir
gegangen wäre, hätte ich mich für die langen mit den Knöpfen entschieden, aber
Deine Schwester meinte, die kurzen wären besser. Sie trägt sie auch und man
kriegt sie leichter aus.

Ich weiß, daß das eine empfindliche Farbe ist, aber die Dame, bei der ich sie
gekauft habe, zeigte mir ihre, die sie nun schon seit drei Wochen trägt, und
sie waren überhaupt nicht schmutzig.

Ich bat sie, Deine für mich anzuprobieren und sie sah echt klasse darin aus.
Ich wünschte, ich könnte sie Dir beim ersten Mal anziehen, aber ich denke,
bis wir uns wiedersehen, werden sie mit einer Menge anderer Hände in Berührung
gekommen sein. Wenn Du sie ausziehst, vergiß nicht, kurz hineinzublasen, bevor
Du sie weglegst, da sie wahrscheinlich ein bißchen feucht vom Tragen sein
werden.

Ich denke daran, wie oft ich sie in Deinem kommenden Lebensjahr küssen werde.
Ich hoffe, Du wirst sie Freitagabend für mich tragen.

In Liebe

PS: Der letzte Schrei ist, sie etwas hochgekrempelt zu tragen,
so daß der Pelz rausguckt.


Netzfundstück
 
... und jetzt backen wir ein wenig...


Weihnachtskuchen

Man nehme:
1 Tasse Wasser
1 Tasse Zucker
1 Tasse braunen Zucker
4 große Eier
1 Stück weich Butter (250 g)
2 Tasse getrocknete Früchte
1 Teelöffel Backpulver
1 Teelöffel Salz
1 Hand voll Nüsse
1 Zitrone
1 Liter Old Scotch Whisky

Zubereitung:
1. Zunächst kosten Sie den Whisky und überprüfen so seine Qualität.
2. Nehmen Sie dann eine große Rührschüssel zur Hand.
3. Währenddessen probieren Sie nochmals den Whisky und überzeugen sich davon, dass er von bester Qualität ist.
4. Gießen Sie dazu eine Tasse randvoll und trinken Sie diese aus.
5. Wiederholen Sie diesen Vorgang.
6. Schalten Sie den Mixer an und schlagen Sie in der Rührschüssel die Butter flaumig weich. Fügen Sie einen Löffel voll Zucker hinzu.
7. Überprüfen Sie, ob der Whisky noch in Ordnung ist. Probieren Sie dazu nochmals eine Tasse voll.
8. Mixen Sie den Schalter aus.
9. Brechen Sie dann zwei Eier aus und zwar in die Rührschüssel. Hau\'n Sie die schrumpligen Früchtchen mit rein.
10. Malten sie den Schixer an.
11. Wenn das blöde Obst im Trixer stecken bleibt, lösen\'s des mit \'nem Traubenschier.
12. Hübberprüfen sie den Whisky auf seine Konsissstenzzz.....
13. Jetzt schmeißen sie die Zitrone in den Hixer und drücken sie die Nüsse aus.
14. Fügen Sie eine Tasse hinzu... Zucker, alles was auch immer.....
15. Fetten sie den Ofen ein. Drehen sie ihn um 360°. Schlagen sie auf den Mehixer, bis er ausgeht.
16. Werfen Sie die Rührschüssel aus dem Fenster und überprüfen Sie den Geschmack des übrigen, abgestandenen Whiskys.
17. Gehen Sie ins Bett und scheißen Sie auf den blöden Kuchen
 
Das zwölfte Türchen.

Weihnacht up to date

Memo: Weihnachtsvorbereitung

Wie Weihnachten im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann auch X-man sein!

Da X-mas 2003 quasi schon vor der Tür steht, ist es spätestens ab März höchste Zeit, mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen - Verzeihung: das diesjährige Weihnachts-Roll-Out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in Time vorzubereiten.

Hinweis: Die Kick-off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für das diesjährige SANCROS (SANta Claus ROad Show) findet bereits am 29.November 2003 statt. Daher wurde das offizielle Come-Together des Organizing Committees unter Vorsitz des CIO (Christmas IlluminationOfficer) schon am 6. Januar abgehalten.

Erstmals haben wir ein Projektstatus-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte \"To-Do-Liste\" und einheitliche Job Descriptionserstellt wurden. Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk-Allocation geschaffen werden, was wiederum den Service Level erhöht und außerdem hilft, \"X-mas\" als Brandname global zu implementieren.

Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head Global Christmas Markets (Knecht Ruprecht) die Ablauf-Organisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen Private-Schenking-Centers sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren. Erstmals sollen auch sogenannte Geschenk-Units über das Internet angeboten werden.

Die Service-Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via Conference Call virtuell informiert und die Core-Competences vergeben. Ein Bündel von Incentives und ein separater Team-Building-Event an geeigneter Location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig helfen, eine einheitliche Corporate Culture samt Identity zu entwickeln.

Der Vorschlag, jedem Engel einen Coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgründen zunächst gecancelt. Statt dessen wurde auf einer zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem Testbezirk als Pilotprojekt eine Hotline (0,69 Pf/Minute Legion) für kurzfristige Weihnachtswünsche einzurichten, um den Added Value für die Beschenkten zu erhöhen. Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MISt) ist auch Benchmark-orientiertes Controlling für jedes Private-Schenking-Center möglich. Nachdem ein neues Literatur-Konzept und das Layout-Format von externen Consultants definiert wurde, konnte auch schon das diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release 99.1) erstellt werden. Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das laufende Updating. Hochauflagige Lowcost-Giveaways dienen zudem als Teaser und flankierende Marketingmaßnahme. Ferner wurde durch intensives Brain Storming ein Konsens über das Mission Statement gefunden. Es lautet \"Let\'s keep the candles burning\" und ersetzt das bisherige \"Frohe Weihnachten\".

Santa Claus hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des Corporate-Redesigns, akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting-Ansatz und würdigte das Know-how seiner Investor-Relation-Manager.

von Dietmar Nix
 
Das dreizehnte Türchen.
Liebe Hotliner, SysAdmins, Netzwerker und andere EDV Abhängige.
Nach der Welle der vorweihnachtlichen Aldi Lidl und Tschibo PC-Käufe rollt was auf euch zu.
Viel Spaß dabei.


Das Aeniki-Tasten-Problem

Eines Tages geschah bei der PC-Hotline, was schon immer geschehen musste ...

Hotline: Hier Hotline, guten Tag.
Dau: Mein Name ist Daumeier. Ich habe ein Problem mit meinem Computer. Es fehlt eine Taste.
Hotline: Welche denn?
Dau: Die Aeniki-Taste. Das Programm verlangt sie.
Hotline: Was ist das für ein Programm?
Dau: Keine Ahnung, aber es will, daß ich die Aeniki-Taste druecke. Ich habe schon die STRG-, die Alt- und Groß-Mach-Taste ausprobiert, aber es tut sich nichts.
Hotline: Herr Daumeier, was steht auf Ihrem Monitor?
Dau: Eine Blumenvase, wieso?
Hotline: Nein, ich meine, lesen Sie mal vor, was auf Ihrem Monitor steht.
Dau: I BE EM.
Hotline: Nein, Herr Daumeier! Was steht auf Ihrem Schirm meine ich.
Dau: Moment, der hangt an der Garderobe ...
Hotline: Herr Daumeier !!!
Dau: So, jetzt habe ich aufgespannt, da steht aber nichts drauf!
Hotline: Herr Daumeier, lesen Sie mir einfach vor, was auf Ihrem Bildschirm steht!
Dau: Ach so, Sie meinen ... tschuldigung. Da steht: \"Pliese press Aeniki tu kontinju\".
Hotline: Sie meinen \"any key\"! Ihr Computer meldet sich auf Englisch.
Dau: Eigentlich piepst er nur.
Hotline: Drücken Sie mal die Enter-Taste.
Dau: Jetzt geht’s. Das ist also die Aeniki-Taste. Das koennen die aber auch draufschreiben ... und, kann ich jetzt ausschalten?
Hotline: Erst muessen Sie mal rausgehen.
Dau: Gut, einen Moment bitte.
Hotline: Herr Daumeier, bleiben Sie doch am Telefon, ich meine ... Hallo ! ... HALLO!
Dau: Da bin ich wieder, ich hab‘ Sie im Flur aber kaum hoeren koennen!
Hotline: Eigentlich sollten Sie nur das Fenster schliessen ... Herr Daumeier?
Dau: Da bin ich wieder. Soll ich die Tuer auch zumachen?
Hotline: Nein! Nein!! NEIN!!! Sie sollten das Programmfenster schliessen, nichts weiter! ... Am besten, Sie ziehen einfach den Stecker raus.
Dau: Wenn Sie meinen ...

Hotline: Halt!!! Das war ein Scherz, Herr Daumeier .......?

Dau: Alles klar, habe ich rausgezogen.

Hallo? ... Hallo, sind Sie noch dran?

Komisch, jetzt ist auch noch die Leitung tot. Die von der Hotline haben doch wirklich keine Ahnung.


Netzfundstück
 
Genial soeinen hab ich auch noch ;)


AOL-Tagebuch

14. Juli
Liebes Tagebuch. Heute ist ein grosser Tag für mich. Ich werde mich nämlich bei America Online anmelden. Das ist der allerbeste Online- Service, hab ich in einer Werbebroschüre gelesen. Die schenken mir sogar eine Gratis-CD! Ich muss diese CD unbedingt aufbewahren, weil die bestimmt nicht oft sowas verschenken.


18. Juli
Ich kann meinen Computer nicht mit America Online verbinden. Keine Ahnung, woran es liegt.


19. Juli
Irgendein Heini vom technischen Kundendienst sagt mir, dass ich ein Modem brauche, um mit America Online Kontakt aufzunehmen. Wozu ein Modem? Der will mich nur verarschen. Glaubt der, ich bin blöd?


22. Juli
Ich habe das Modem gekauft. Ich weiss nur nicht, wo ich es reinstecken soll. Es passt nicht in den Monitor und auch nicht in den Drucker. Das ist alles sehr kompliziert...


23. Juli
Endlich ist das Modem angeschlossen. Der neunjährige Sohn unserer Nachbarn war so nett, mir zu helfen. Aber das mit America- Online funktioniert immer noch nicht.


25. Juli
Der Nachbarssohn hat mich mit America Online verbunden. Der Junge ist sowas von schlau - Wahnsinn. Auf jeden Fall klüger als die Penner, die mir das Modem verkauft haben. Die haben mir doch tatsächlich nichts über Kommunikations-Software erzählt. Ich wette, die wissen gar nicht, was das ist. Und warum haben die zwei Telefonbuchsen ans Modem gebastelt, wenn man nur eine braucht? Eine ist mit \"Phone\" gekennzeichnet und ausgerechnet die darf man nicht mit dem Telefonanschluss an der Wand verbinden! Die Modemhersteller sind wirklich bescheuert. Aber mein Nachbarsjunge hat\'s hingekriegt.


26. Juli
Wieso Internet? Ich dachte, ich wäre bei America Online und nicht bei Internet. Wirklich kompliziert...


27. Juli
Der Nachbarsjunge hat mir gezeigt, wie man mit dem America Online-Zeugs umgeht. Ich hab ihm gesagt, dass er ein Genie ist. Und er meinte, im Vergleich zu mir ist er wohl eins. Naja, Kinder sind halt manchmal übermütig.


28. Juli
Heute gab\'s bei den Gesprächsgruppen Schwierigkeiten. Ich habe in meinen Computer gesprochen, aber keiner hat geantwortet. Morgen kaufe ich mir einen Verstärker.


29. Juli
Ich bin heute durch Zufall ins \"Usenet\" geraten. Da bin ich aber schnell wieder raus, bevor die mich erwischen. Ich bin schliesslich bei America Online und nicht bei Usenet!


30. Juli
Pssst. Ich war heute wieder im Usenet, obwohl ich das ja eigentlich nicht darf. Viele Leute in diesem Usenet schreiben alles in Grossbuchstaben. Wie machen die das? Mit Sicherheit haben die eine andere Tastatur.


#!. JULI
ICH HABE MEINEN COMPUTERHäNDLER ANGERUFEN UND MICH DARÜBER BESCHWERT; DASS MEIN COMPUTER KEINE GROSSBUCHSTABEN SCHREIBEN KANN: DER TECHNIKER SAGTE; DAZU MUSS MAN DIE \"CAPS-LOCK-TASTE\" DRÜCKEN: ICH HABE ABER KEINE TASTE; AUF DER \"CAPS LOCK\" STEHT: ICH HABE IHM GESAGT; DASS ICH EINE BESSERE TASTATUR HABEN WILL: AN MEINER FEHLT DIE CAPS-LOCK-TASTE; DIE RECHTE GROSSMACH- TASTE GRöSSER IST ALS DIE LINKE; UND WER WEISS; WAS AN DEM DING SONST NOCH KAPUTT IST: ER SAGTE; DAS WäRE EINE STANDARD-TASTATUR: DARAUF SAGTE ICH; DASS ICH DANN KEINE TASTAUR VON STANDARD HABEN WILL; SONDERN EINE VON EINER ANDEREN FIRMA: MEINE BESCHWERDE MUSS MäCHTIGEN EINDRUCK AUF IHN GEMACHT HABEN: ER HAT SOGAR SEINE KOLLEGEN GEBETEN; UNSEREM TELEFONGESPRäCH ZUZUHöREN:


1. August
Wozu ist eine \"Caps-Lock-Taste\" gut, wenn man sie nicht benutzen kann? Wahrscheinlich wieder so ein Extra, für das man viel Geld bezahlen muss, wenn man es benutzen will.


2. August
Heute habe ich \"Usenet.Oracle\" gefunden. Dieses Orakel behauptet, dass es alle Fragen innerhalb eines Tages beantworten kann. Ich habe ihm erstmal 44 Fragen zum Internet gestellt. - Ich kann die Antwort kaum erwarten.


3. August
Ich habe im Usenet die Gruppe \"rec.humor\" gefunden. Alles voller Witze - sowas von witzig. Dann wollte ich meinen Lieblingswitz senden =über die Blondine, die nur enge Röcke trägt, damit die Beine nicht immer auseinandergehen! HAHAHA! - Ich war mir nicht sicher, ob beim Senden alles geklappt hat. Um ganz sicher zu gehen, habe ich diesen Witz 56 Mal gesendet.


4. August
Immer wieder höre ich was vom \"World Wide Web\". Was das wohl ist?


5. August
Das Orakel von Usenet hat heute reagiert. Aber statt auch nur eine vernünftige Antwort auf meine 44 Fragen zu senden, hat es mich nur beschimpft. Ich war so wütend, dass ich eine gepfefferte Nachricht an \"rec.humor.oracle\" gesendet habe. Irgendwas ging leider schief, und so musste ich die Nachricht 22 mal senden.


6. August
Jemand hat mir geschrieben, ich sollte mich mal mit \"FAQ\" befassen. Warum müssen die immer gleich so ordinär werden?


7. August
Irgendein hirnrissiger Schwachkopf hat mir geschrieben, ich soll in meinen Nachrichten keine Kraftausdrücke verwenden. Hab ich jemals das Wort Hantel oder Bodybuilding benutzt? Wieso lassen die Penner von America Online solche abgefuckten Arschlöcher ins Internet?


8. August
Meine Signatur-Datei wird immer besser. Sie ist allerdings erst 6 Seiten lang. Ich muss wohl noch etwas daran arbeiten.


9. August
Ich bin ja so aufgeregt. Ich habe heute eine Nachricht gelesen, wo man in einer Woche 100.000 Dollar verdienen kann. Dazu muss man nur die Nachricht in eine andere Gruppe senden, seinen Namen dazuschreiben und an irgendjemanden 5 Dollar schicken. Mann, werde ich eine Kohle machen! Ich habe nämlich die Nachricht nicht nur in eine oder zwei Gruppen gesendet, sondern in alle 23000. ausserdem habe ich nicht 5, sondern gleich 50 Dollar geschickt. Jippie, ich bin Millionär! Das macht mir so schnell keiner nach!


10. August
Was es alles gibt! Ich habe gerade eine Newsgruppe mit dem Namen \"alt.aol.sucks\" gefunden. Sehr interessant. Ich habe ein paar Nachrichten gelesen und bin auch der Meinung, dass AOL der letzte Scheiss ist und verboten werden sollte. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, was ein \"AOL\" ist.


11. August
Ich habe jemanden gefragt, wo ich Informationen über meinen Computer bekommen kann. Er sagte mir, ich sollte es mal bei \"FTP.NETCOM.COM \" versuchen. Ich habe gesucht und gesucht, aber diese Newsgruppe konnte ich nicht finden.


12. August
Ich habe an alle Newsgruppen eine Anfrage gesendet, um herauszubekommen, wo ich \"FTP.NETCOM.COM \" finde. Hoffentlich hilft mir jemand. Den Nachbarsjungen kann ich leider nicht fragen. Seine Eltern sagen, dass er nicht mehr zu mir kommen darf, denn immer wenn er bei mir war, muss er so sehr lachen, dass er nicht mehr Essen oder die Schularbeiten machen kann. Ich habe eben viel Sinn für Humor. Allerdings weiss ich nicht, warum die \"REC.HUMOR\"-Gruppe meinen Blondinenwitz nicht mochte. Wahrscheinlich mögen die nur versaute Witze.


13. August
Heute musste ich meine Anfrage noch einmal an alle Newsgruppen senden, weil ich meine Signatur-Datei vergessen hatte. Sie ist jetzt zwar immerhin acht Seiten lang, trotzdem habe ich noch mein Lieblingsgedicht angehängt. Das sieht nicht nur eindrucksvoller aus, sondern es ist ausserdem auch für jeden interessant. Vielleicht hänge ich ja das nächste Mal die Kurzgeschichte an, die ich immer so gern vor dem Einschlafen lese.


14. August
Die 100.000 Dollar sind noch nicht auf meinem Konto eingegangen. Keiner hat mir das versprochene Geld überwiesen. Ich werde die Nachricht einfach nochmal in alle Newsgruppen senden. Nicht nur einmal, sondern gleich zehnmal; dann muss es klappen. Wenn dann nichts passiert, werde ich einen Rechtsanwalt einschalten.


15. August
Irgendjemand hat mir mitgeteilt, dass er meinen Zugang sperrt, weil ich mich falsch verhalten habe. Welchen \"Zugang\" meint dieser Idiot? Egal! Soll er es ruhig versuchen! Haustür, Keller, Dachboden, Garage - ich hab für alles einen Zweitschlüssel. Man muss eben schlau sein.


16. August
Hier stimmt was nicht. Ich kann keinen Kontakt mit America Online aufnehmen. Mal sehen, woran es liegt. Ich werde zuerst den Monitor untersuchen. Jemand hat mir mal gesagt, dass das sehr gefährlich ist, weil im Monitor 20.000 Volt sind. So ein Qatsch! Aus der Steckdose kommen nur 230 Volt, wie können dann im Monitor 20.000 Volt sein? Bin ich nur von Idioten umgeben? Ich schraub das Ding einfach auf und seh mal rein. Danach schreibe ich weiter..
 
Hi, warum auch nicht, heute das 14. Türchen von mir:

Weihnachten wie´s früher war

Man schrieb das Jahr 1954. Mit meinen Eltern wohnte ich am Rande der Stadt, dicht am Walde. Damals zeigte sich die Weihnachtszeit schon ab spätestens Mitte November mit einer dicken Schneedecke. Da die Reizüberflutung durch das Fernsehen noch längst nicht in allen Haushalten Einzug gehalten hatte, fiel es uns Kindern noch wesendlich leichter an Märchen und Sagen zu glauben, wie auch an den Weihnachtsmann. Hatten wir auch nicht einen so reich gedeckten Tisch wie heute, so versuchten die Eltern doch uns mit Erzählungen und Zuwendung eine schöne Kindheit zu bescheren. So ging meine Mutter in der Adventszeit „zum Weihnachtsmann und zu den Zwergen in die Backstube“, wenn ich abends im Bett lag. Ich hatte viel Phantasie und konnte mir diese Backstube sehr gut bildlich vorstellen. Wachte ich am Morgen auf, hatte Knecht Ruprecht meist ein Plätzchen zum kosten mitgegeben. So stellten wir auch am Vorabend des Nikolaus nicht nur den Stiefel hinaus, sondern legten auch gleich den Wunschzettel für den Weihnachtsmann mit dazu und etwas Stroh für den Esel des Nikolauses. Da wie gesagt, viel Schnee lag, kam der gute Alte selbstverständlich mit dem Schlitten. Einmal in der Adventzeit, meine Eltern waren beide in der Stube (wir wohnten parterre) klopfte es an Fenster. Natürlich war ich neugierig und wollte nachsehen, ich sah gerade noch den roten Mantel des Weihnachtsmannes um die Ecke biegen und auf dem Fensterbrett lag ein Lebkuchenherz. Damals eine große Sache über das wir Kinder uns freuten. Meine Freundin war bereits 9 Jahre alt, hatte das selbe Erlebnis, zuvor hatte sie nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben wollen, an dem Abend verschwand sie unter dem Bett ihrer Eltern und kam nur sehr zögernd wieder hervor. Wir Kinder hatten noch Phantasie, heute wäre so etwas nicht mehr vorstellbar. Trotz des Überflusses möchte ich meine Kindheit nicht mit der heutigen Zeit tauschen.

Christina Telker
Erzieherin in einen Ev. Kindergarten