Agritechnica 2013

Hallo Christoph,

vielen Dank für die vielen tollen Bilder!

Für mich sieht der neue Unimog nicht wie ein einsatzfähiges Gebrauchsfahrzeug aus, sondern wie ein rollfähiger Prototyp... :mauer

Hier sieht man recht eindrucksvoll was dabei herauskommt, wenn man versucht ein 60 Jahre (ver-)altes Konzept auf die Erfordernisse der modernen Arbeitswelt um zu setzen. Was vor 60 Jahren Innovativ, vor 30 Jahren Stand der Technik, vor 15 Jahren bewährte Technik war, dem entgleitet in unserer sich rasch fortentwickelnden Zeit der Boden...
Und das schlimme ist, die lernen auch nichts dazu! Das beste Bespiel ist die Zapfwelle: Die war beim Unimog schon immer Schrott, und wird es wohl auch immer bleiben. Schade!

Was das bedeutet sieht man schon heute am Markt. Wo laufen denn noch groß Unimogs? Längst wurden sie von LKW, Standardtraktor und Systemschlepper überholt und verdrängt. Und Alltagstauglich ist dieser fahrende Kühlerhaufen wirklich nicht. Oder was meint ihr was passiert, wenn man mit der Kiste mal unachtsam beim Rangieren rückwärts in einen Busch fährt? Da ist es mit nem gebrochenen Blinkerglas nicht mehr getan!

Und diese Mini-Scheinwerfer erst... Ein ordentlicher Dreckbatzen auf die Dinger und es wird dunkel...

Lange wird es nicht mehr dauern und der Unimog ist dann das, was er eigentlich schon lange ist: Eine Legende! :?

Das Positive daran: Die Preise werden sich dann halten bzw. eher steigen. Gut für alle die einen haben :mrgreen:


Gruß Michael
 
OPTI-MOG schrieb:
... weiterhin folgendes Alteisen:
file.php

Sehr schönes Bild übrigens auch von dem Standmotor!
Es handelt sich hierbei um einnen MAN Einzylinder Groß-Diesel "DM20", Jahrgang 1905.

Der extrem seltene Motor (es existieren laut MAN nur noch 4 Stück - im MAN Werksmuseum, im Foyer der Fachhochschule Lippe-Höxter, im Deutschen Museum München und dieser in privater Sammlerhand) gilt als der erste Serien-Dieselmotor. Der gezeigt Typ ist der 33te je ausgelieferte Motor!

Er erzeugt aus 17 Liter Hubraum eine Leistung von 20PS bei 215 U/min. Das dazu erforderliche Schwungrad hat einen Durchmesser von 2,4 Metern. Der Motor hat ein Gewicht von 6,4 Tonnen!!!

Ich habe den Motor bereits vor 5 Jahren bei einem Sammler bestaunen dürfen, damals in noch nicht lauffähigem Zustand... Ich erlaube mir noch weitere Bider aus meiner privaten Sammlung anzuhängen:

dm20_01.jpg


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Gruß Michael
 
Hallo Michael,

... Du Nachteule :wink:

Die Daten des MAN-Motors kann ich bestätigen. Ich konnte mich kaum sattsehen, geschweige denn satthören an dem gemütlichen und dezenten "ompff - ompff - ompff" des Kolosses. Für mich war das das reinste Wiegenlied am Ende eines anstrengenden Messetages. Leider hatte ich mein Bett bereits woanders gebucht.

Den fünften auf der Messe ausgestellten Unimog habe ich am nächsten Tag auch noch besucht. Ein 411 mit alten Achsen. Unten rum alles frisch lackiert und danach keine einzige (Ölablass-)Schraube mehr angefasst.
 

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Hallo Michael,

Deinen kritischen Worten zum neuen Unimog kann ich sehr gut folgen.

Wir wissen natürlich nicht, was Daimler sich bei dem Messeauftritt gedacht hat. Aber nach außen und vor allem zum Kunden (BtoF = Business to Farmer) hin war die Art und Weise des Messeauftrittes weitgehend unverständlich.

Das Motto des Messestandes: "Die Transportleistung in der Landwirtschaft nimmt stetig erheblich zu" oder so ähnlich. Da hätte ich zunächst einen Zetros erwartet. Aber ein Arocs - im Hintergrund - passt ja auch. Nur - im Vordergrund! - stehen da zwei Unimog, die für den Straßendienst ausgestattet sind.

Auf die Frage etlicher Besucher, wer so einen Unimog wohl kaufe, die Antwort: "Öffentliche Straßendienste und deren private Dienstleister". Thema (der landwirtschaftstechnischen Messe) verfehlt, setzen sechs!

Dazu Verkäufer mit der Kontaktaufnahme "Kann ich Ihnen helfen?". Kunde "Nein". Mit dem Nachsatz, dass nach dem MB-Trac wohl keine vernünftige Lösung für die Landwirtschaft aus dem Hause Daimler mehr geboten würde. Die nachgefrickelte aufwändige und damit erwartungsgemäß teure Zapfwelle würde es auch nicht herausreissen.

Auffällig ist natürlich die filigrane und verletzungsgefährdete "Haut" des Unimog im Vergleich zu einem Traktor, der bei gleicher Leistung laut Verkäufer viel teurer sei.

Na ja - jedenfalls waren die Unimog emotionaler Mittelpunkt des Standes.
 

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Hallo,

irgendwie gibt's doch immer wenn was neues rauskommt die Kritik: "des neue Gelumpe taugt doch nix, das alte war viel besser"
Komisch - wenn man "das Alte" aber behält, wird man über kurz oder weniger lang von den andre als etwas hinterblieben belächelt.
Die ZW am Mog war so gesehen noch nie der Hit - auch z.B. im 406 ist se nur für einen Teil der Leistung freigegeben - egal was die ganzen "Profis" damit veranstalten. Schätze mal, das Limit wird der Neue nicht haben?!
die filigrane und verletzungsgefährdete "Haut" des Unimog
und wie war das bisher? Schon beim 401 war deutlich mehr verletzungs- und rostgefährdeteres Blech als am Standardschlepper!
Wo ist ein Bulldog heut noch robuster? Und wie sieht es mit der Empfindlichkeit der Bulldogs aus z.B. mit ihren Panoramaverglasungen? Platzen auch immer mal wieder aus dem ein oder andren Grund!
Mickrig kleine und hässliche Schweinsäuglein (ok, mir gefallen die am 405er-UGN auch deutlich besser) finden sich auch z.B. an den ganzen neuen Bulldogs - sehr hässliches Beispiel: der brandneue 1000er Fendt.
Benz hat in den Mog schlicht all das rein gepackt, was heute verlangt wird von den Leuten, die damit ARBEITEN UND GELD VERDIENEN müssen, und was gesetzlich bedingt vorgeschrieben ist - ansonsten wäre das Teil ggf verkäuflich - aber nicht zulassungsfähig! So ist eben heute die Realität.
Wenn das auf einmal ein veraltetes Konzept ist - was ist dann ein Standard-Traktor??? Ich könnt mich regelmäßig kringeln, wenn so ein topmoderner Bulldog a la 7er/8er Fendt mit (für mich 406er Nutzer) irrem Gewicht trotzdem mit einem tonnenschweren Gegengewicht im Frontkraftheber ausgerüstet wird, damit er seine Leistung erst mal auf den Acker bringt. Aber - so'n Trac (egal ob MB-Trac, Xerion etc) is ja nur was für Spinner…

Also - bitte erst mal den Ball flach halten.

Nicht alles Neue ist besser als das Alte - aber deswegen auch nicht zwangsläufig schlechter!

mfG
Axel
 
Hallo Axel,

ich muss keinen Ball irgendwo halten. Was ich berichtet hatte, war das Gehörte auf dem Messestand. Dort waren die potentiellen Kunden! Die haben wohl nicht angebissen, weil ihnen kein schmackhafter Köder vorgelegt wurde.
 
Moing,

@Jürgen: danke für die Blumen :oops:

Was m.E. in dem Video rauskommt/bestästigt wird - Benz hat erkannt, das sich
a) der Agrarmarkt durch die Industrialisierung der letzten Jahre wieder für ihre Fahrzeuge rentiert. Sonst würde man nicht versuchen mit einer ganzen Palette an verschiedenen Fahrgestellen primär für den Transport- und Pflegeeinsatz in den Markt zu drängen. In den Markt drängen deshalb, weil se ja seit Ende des Trac's diesen Markt aus den ein oder andren Gründen zumindest scheinbar vernachlässigt haben. Jetzt aber Mog - Zetros - Axdingsbums (der LW-Actros). Bei dem LW-Actros drückt man sogar in den Markt der Sonderfahrzeugbauer wie Toni Maurer. Das ist lediglich eine Marktnische - von den potentiellen Käufern werden sich auf einer Messe wohl nur sehr, sehr wenige hörbar äußern. Die kaufen bei entsprechenden Konditionen - oder eben nicht.

b) Nach dem der Militärmarkt für den Mog scheinbar nicht mehr so viel abwirft (zumindest sehe ich davon nicht mehr viel) bleibt als Haupteinnahmequelle der Kommunalbereich. Und hier drängen seit ein paar Jahren verstärkt diverse Bulldoghersteller. Diesen Markt darf und will man nicht vernachlässigen! Also selbst wenn man hier die Qualitäten im Ur-Markt des Mog (Böhringer/2010/401) - dem Agrarmarkt - anpreist, darf man es sich nicht mit den Kommunalen verscherzen. Zudem geben heute viele Kommunen ihre Kernaufgaben - die Kommunalarbeit - gern mal an Dienstleister weiter (wie z.B. bei uns in der Gemeinde). Was liegt also näher, also die Möglichkeit beide Arbeiten mit einem Fahrzeug mit hoher/höchster Flexibilität zu erledigen, ganz besonders anzupreisen. Die Dienstleister haben nämlich mittlerweile ein bedeutendes Absatzpotential!

c) nochmal der Punkt der ZW - und damit gleich der HKH/FKH. Das der Mog heute nicht mehr in der Position des 406 aus Mitte der Sechziger steht ("stärkster Ackerschlepper") ist ein Fakt. Ob man das als Maßstab sehen kann, ist eine andre Frage. Hab's im Urlaub auf Rügen regelrecht witzig gefunden, wenn die (für unsere Verhältnisse) riesen Dinger von Fendt (93x), JD(81xx), JD-/MF-Raupen über die auch "etwas größeren" Äcker dübelten - und dabei sogar noch HKH dran hatten. Dran schon - aber nutzbar waren die bei den Gerätschaften nicht, weil die hinten dran am Haken hingen… Gibt auf youtube ein Video, in dem in Altbayern ne MF-Quattro-Raupe gegen einen Bergepanzer antritt - der Panzer hat verloren!
Ob es sinnvoll ist, solche Zugmonster als Maßstab für neue Mog zu sehen - naja.

Darum - abwarten und irgendwo kann man da durchaus an Michaels Worte anschließen - "Die Preise werden sich dann halten bzw. eher steigen. Gut für alle die einen haben"
Das aber nur deshalb, weil es den Mog immer noch gibt, immer noch industriell eingesetzt wird und wohl nur deshalb auch für unsere 406 etc nach etlichen Jahren immer noch Teile zu einem "angemessenen" Preis direkt beim Hersteller zu beziehen sind.

mfG
Axel
 
Servus.

Na ja, die neue Tupperschüssel sieht ja ganz gut aus. (hab neulich zwei mit kompletter Winterdienstausrüstung aufgerüstet auf Überführungsfahrt gesehen)
Wenn ich mir aber so jetzt die Fotos in dem Thread im Detail betrachte, da teile ich auch einige Bedenken der Vorposter.

Und in der Tat stören mich vor allem die vielen Zusatzkühler an neuralgischen Punkten wie am Heck aussen.
Aber man muss jetzt mal die ersten Erfahrungswerte im Alltagsbetrieb abwarten, insbesondere die Anfälligkeit der Elektronik, Haltbarkeit aller Antriebe - besonders die Getriebe - und das "(Ab)Brandverhalten"
c015.gif


Was jedoch DB warscheinlich nicht schaffen wird:
Mit Qualität, Zuverlässigkeit, Vielseitigkeit und Preisgestaltung den Monsterschleppern die Stirn zu bieten, die bei ähnlichen Gewichten mit Anhängelasten, etwas niederer Geschwindigkeit und Überbreite mit einem billigen "normalen" Traktorführerschein zu fahren sind, anstatt dem "Zweier", bzw CE usw, ........... :mauer
Im weiteren frag ich mich, warum bei 300 PS wieder Ende ist, wenn es vorher schon Schlepper mit über 400 PS auf dem Markt gab, die am Berg schneller sind als der Mog.
a015.gif


BG
 
Moggälä schrieb:
.........Ob es sinnvoll ist, solche Zugmonster als Maßstab für neue Mog zu sehen - naja..........l

Ist es nicht, aber ich darf so ein Monster mit 16 Jahren fahren - also billige Arbeitsktraft, ohne teuren Führerschein mit Nachuntersuchungen/-Schulungen.
 
Liebe Unimog-Freunde,

die Diskussion über Vor- und Nachteile des neuen Unimog ist eigentlich ein separates Thema.

Ich hatte lediglich den Messeauftritt und einige Besucherreaktionen zusammengefasst. Der in Kinzigseglers Beitrag enthaltene Link mit dem Interview zeigt zwar, dass die Überlegungen des Managements irgendwie plausibel sind. Aber die entsprechende Botschaft ist auf dem Messestand nicht angekommen und wurde vom Standpersonal - nach meinem Dafürhalten - grottenschlecht verkauft.

Der Unimog ist nach wie vor ein einzigartiges Gerät und hätte es verdient auch erstklassig argumentiert zu werden. Wenn man sich jedoch auf dem Messestand nur über belanglose Einzelheiten unterhält, die Verkäufer aus der Defensive heraus agieren und keinen Nutzen darstellen (können), dann finde ich das sehr schade.

(Potentielle) Kunden begeistern sieht jedenfalls anders aus.

Wünschen wir dem Unimog trotz allem noch ein langes Leben!
 
Hallo,

@Christoph: der Beitrag bedingt fast zwangsläufig die Debatte . . . . :wink:

@fuxel:
etwas niederer Geschwindigkeit und Überbreite mit einem billigen "normalen" Traktorführerschein zu fahren sind, anstatt dem "Zweier", bzw CE usw
Der Haken für den Mog dabei ist der, das mittlerweile die neuen Bulldogs meist mit 40km/h-Zulassung oder mehr gekauft werden (egal ob Nebenerwerbs-/Hobby- oder Großlandwirte). Und nachdem aktuelle Mog ja wohl auch alle >7,5to sind, verliert sich der 80km/h-Vorteil fast ganz. Und das man mit nem gleich starken aber halb so schnellen Bulldog den Berg schneller hoch kommt als mit dem Mog ist auch logisch - die Gangspreizung ist da eben von Vorteil.
Aber das mit den T- und L-Scheinen - bei der "Industrie-Landwirtschaft" ist schnell die legale Grenze der beiden Scheine schnell überschritte. Außerdem bin ich doch sehr zuversichtlich, das unsere regulierungsfreudigen Behörden in Brüssel&Co sich dazu sehr bald noch was einfallen lassen (oder schon haben???). :evil:

mfG
Axel

PS: total off-topic - Stichwort "schon haben" - wer weis eigentlich, das seit diesem Jahr alle Führerscheine ein Haltbarkeitsdatum haben? :mrgreen: :twisted:
Nix mehr Bestandsschutz - grad die Jahrgänge wie meiner (71) und einige Jahre Jünger werden im Rentenalter (falls wir sowas überhaupt noch kriegen) davon voll erwischt!
 
Hallo Axel,

um es noch einmal klar herauszustellen (Thema: Messe Agritechnica 2013 im Hinblick auf den Unimog), wurde der Unimog weit unter Wert verkauft, wenn gesagt wird
der Unimog ist billiger als ein Traktor gleicher Motorleistung
, ohne die Argumentationskette überhaupt weiter zu führen.

Aufgrund seiner Alleinstellungsmerkmale ist doch der Unimog mit einem Traktor gar nicht vergleichbar!
 
Hallo Christoph,

was natürlich ne treffliche Diskussionsgrundlage wäre - billiger oder preiswerter?
Von den Preisen her bin ich letztes Jahr fast schon erschrocken - ein Kollege wollte seinen typischen Deutz aus Mitte/Ende der Achtziger gegen was neueres tauschen. Hab ich mal so nach gebrauchten gesucht - und siehe da, ähnliches Alter/Stunden/Leistung war ein 424/427 tatsächlich billiger!

Wenn Benz sich jetzt in den Markt drücken will, den se jahrelang vernachlässigt hatten, wird das wohl nur über den Preis gehen! (Kenne das von meinem ex-Brötchengeber, dessen Autos seit Jahren unter Wert verkauft werden…)

mfG
Axel
 
Hallo,

zum Thema Fahrerlaubnis T denke ich mal, dass das für die entsprechenden Landwirte kein Thema ist. Zumindest bei uns in der Umgebung (Rübenanbau) fahren fast alle heutzutage mit angemieteten Sattelzügen in Zuckerfabrik.

Übrings war der LW-Actros auf der Messe auch auf 60 km/h zugelassen und das wäre beim Unimog wohl auch ohne viel Aufwand möglich.

Optisch gefällt mir der neue Geräteträger auf alle Fälle besser als der Vorgänger. Technisch hat er halt, wie alle anderen Unimog, das Problem diese Technik in ein doch recht kompakten Fahrzeug unterzubringen.
Ob sie sich bewährt wird die Zeit zeigen.

Glückauf
Lutz
 
Früher hat MB mit einem Unimog mit Tieflader geworben, auf dem so viele Strohballen aufgeladen waren, das ein durchschnittlicher Bauer damit 2 Jahre überleben konnte :spitze Das fehlt!!!

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da standen die aktuellen Unimog bei jedem Großbauern und Bauhof...

Und heute? Ich kenne nur einen einzigen Lohnunternehmer der nen U500 für Straßentransporte hat und einen U400 beim Stadtbauhof um im Sommer zu Mähen/Leitpfosten zu waschen und im Winter auf der Bundestraße die Parkbuchten und Ausfahrten zu räumen. Das war's! :cry:

Da schau ich zum Beispiel mal zu Bauunternehmen. Da stehen ganz Armadas von 900er Vario's auf dem Hof um Straßentransporte mit 2-3 achsigen Muldenkippern zu machen... Warum kein Unimog?

Futtertrockungen/Biomasseanlagen fahren mit Toni Mauerer's umgebauten MAN-LKW an 2-3 achsigen Sillierwägen, oder 900er Vario, oder Fastrac... Warum kein Unimog?

Hackschnitzel: Warum da nur 900er Vario's und Xerion's laufen wissen wir - die Zapfwellenleistung fehlt.
Apropos Zapfwelle, ich kenne da einen Holzhacker an nem großen MB-Trac der regelmäßig dessen Getriebe zerlegt... Eine Erbkrankheit vom Unimog :?

Straßenbauunternehmen: Da laufen wiederum nur 900er Vario und Xerions für Bodenverbesserung und Transporte (mit Mulde)... Warum kein Unimog? Ahhh, die Zapfwellenleistung...

Und Lohnunternehmen? Was wollen die mit nem Unimog mit seinen Spielzeugrädchen. Da is nach 2 Metern auf dem Maisberg/Sillagehaufen Schluß! Hier ist der Xerion der unbestrittene Spitzenkandidat!

Und solange noch so viele von den "guten alten" Unimog's laufen und von den diversen Händler neu aufgebaut werden, wird kein großer Markt für die neuen Plasik-Mogs vorhanden sein.


Gruß Michael
 
Hallo Leute,

fast alles ist gesagt, nicht vieles positives. So habe ich es auch empfunden....

ich war am Samstag mit meinem Sohn vor Ort. Diese Idee hatten auch wohl 100.000 andere Väter. War das voll! Aber egal. Natürlich habe ich mir die neuen Unimogs angesehen. Diese waren im Schatten der großen Schlepperhersteller kaum zu finden, irgendwie versteckt. Aber wirklich enttäuscht war ich vom Arbeitsplatz des Unimogfahrers. Der "Kleine" hat ein sehr wenig ansprechendes graues Cockpit mit viel Plastik. Das hochwertige und durchdachte optisch ansprechende Fahrzeugkonzept (wenn es eines gibt) ist hier nicht mehr zu finden. Aber noch schlimmer geht es im großen Mog zu. Vollgepflastert mit Steuergeräten die den dritten Sitzplatz unsinnig machen. Völlig unaufgeräumt, unübersichtlich und nachgerüstet. Jeder Schlepperhersteller kann das seit Jahren deutlich besser. Ein Bildschirm, ein Joystick. Fest integriert und immer dabei. Noch sagt mein Bekannter, dass es im kommunalen Bereich nichts besseres gibt, als den Unimog. Aber wie lange noch. Und wenn das vorbei ist, dann sehe ich so keine gute Zukunft für den Mog.
Viele Grüße
Uwe
 
Ich fand schade dass die Verkäufer bei Mercedes sich nicht wesentlich besser mit dem Konzept ihrer Fahrzeuge auseinander gesetzt hatten. Angesprochen auf die möglichen Dieseleinsparungen gegenüber einem Standardschlepper bei Unimog und Agrarlkw kamen nur Aussagen wie die brauchen bestimmt weniger, der Unimog ist auf der Kurzstrecke wahrscheinlich besser als der Lkw und ähnliches. Da liegt wohl auch der Fehler bei Mercedes, die hier eindeutige Zahlen ermitteln und an die Verkäufer weitergeben könnten.
http://www.biogas.org/edcom/webfvb.nsf/id/DE_BJ_04_2011/$file/Biogas_4_2011_44-50_Biomasselogistik-Vergleichstest.pdf
Sowas in der Richtung gehört dringend aktualisiert als Verglich zwischen Zetros/Arocs als Agrarzugmaschine, Agrarlkw(z.b. Fliegel/Stapel etc.), Unimogzug und Traktorzug, da könnte man gut den absoluten Vorteil der Unimog und Lkw darstellen, um sie zu vermarkten
 
Moggälä schrieb:
Hallo,


Wenn das auf einmal ein veraltetes Konzept ist - was ist dann ein Standard-Traktor??? Ich könnt mich regelmäßig kringeln, wenn so ein topmoderner Bulldog a la 7er/8er Fendt mit (für mich 406er Nutzer) irrem Gewicht trotzdem mit einem tonnenschweren Gegengewicht im Frontkraftheber ausgerüstet wird, damit er seine Leistung erst mal auf den Acker bringt. Aber - so'n Trac (egal ob MB-Trac, Xerion etc) is ja nur was für Spinner…

mfG
Axel


Vor allen Dingen wie viele Tonnen toten Ballasts in Form von Gusseisen, Stahbeton mit Eisenerzen ..... in Front-, Heckkrafthebern und Felgen teils auch bei reinen Transportarbeiten über nicht mehr traktortaugliche Distanzen gefahren werden. Aber scheinbar scheint dabei trotzdem noch Geld übrig zu bleiben. :respekt
Auch diese Systemschlepper werden gut aufballastiert.

Gruß,

Finn