Allgemein - Gegendrehmoment Wende- / Verlagerungsgetriebe

Karl_Bauer

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28. Aug. 2002
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Guten Tag!

Beim Anbringen des frisch hergerichteten Wendegetriebes kam es zur Streitfrage. Bitte um Schiedsspruch!


1. Wendegetriebe

Nach außen gibt es kein merkliches Drehmoment, da sich die inneren Drehmomente durch die Gegendrehung neutralisieren.

Das äußere Drehmoment muss also nicht besonders an der Befestigung abgefangen werden.



2. Verlagerungsgetriebe

Hier dürfte das volle Drehmomente auf die Halterung gehen. Etnsprechend ist die Befestigugn auszulegen.


Was sagt die Praxis dazu?

++++
Theorie ist, wenn es gehen soll und nicht geht, Praxis, wenn es geht und keiner weiß warum es geht!
++++

Danke und Gruß! Karl
 
Hallo Karl

Fall 1 Was passiert wenn das Gehäuse des Wendegetriebes nicht fixiert ist, die Zapfwelle getriebeseitig maximale Leistung bringt und das angetrieben Gerät mit ebendieser dagegenhält.
Das Wedengetriebeghäuse dreht mit der Antriebdrehzahl.
ein gutes Beispiel ist das Achsdifferential. Hebe das Fahrzeug an, lege einen Gang ein und drehe ein Rad, siehe da, das gegenüberliegende dreht mit gleicher Drehzahl entgegen. Das Wendegetriebegehäuse, sprich Differntialgehäuse ist ja festgesetzt.
Fall 2 Nimm den Gang raus und drehe dann, das leichgängigere Teil dreht sich, wenn die Bremsen ein weing schleifen, nämlich das Kegel-Tellerrad mit Differntialgehäuse. Somit ist das Gehäuse nicht gestützt.
(Quod erat demonstrandum würde unter einer Dissertation stehen :wink: )
Merke: Aktio gleich Reaktio.
Das gleiche gilt beim Verlagerungsgetriebe.
Das Stützmoment muss also immer gleich dem Lastmoment sein.
Das Moment lässt sich aus Drehzahl und Leistung berechnen. Die Stützkraft ist abhängig vom Abstand der Stütze zum Drehpunkt (Hebelarm)
( ich hoffe doch nicht, dass du dich mit Dr Vassili... :roll: )

Edit: wer meint, die beiden Momente würden sich aufheben darf den kleinen Finger zwischen das Gehäuse und das Stützlager halten. :mrgreen: