allrad läßt sich nicht mehr ausschalten

geosjoggen

New member
20. Jan. 2005
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Folgendes Problem: Allrad geht unter leichtem Druck einzuschalten, läßt sich aber nicht mehr mit dem Hebel, auch mit höchster Kraft, wieder ausschalten. Hebelwerk ist geschmiert und in Ordnung. Habe dann direkt an der Ausrückwelle am Getriebe mit einem großen Schraubenzieher versucht nachzu helfen um den Hebel wieder in die hintere Position zu bringen. Vergeblich. Bin dann auf Aphalt weitergefahren, wobei in engen Kurven eine beängstigende Geräuschkulisse unter dem Fahrerhaus zu hören. Ich weiß schon, daß sich bei eingeschaltetem Allrad alles verspannt, aber dies hat sich angehört als ob da irgendwelche losen Teile zermalen werden. Nun, nach etwa 50 km und weiteren Löseversuchen (siehe vor) ist er dann letztendlich wieder rausgesprungen. jetzt habe ich natürlich "Schiss" den Allrad wieder zu benutzen. Weiß jemand Rat?
Viele Grüße aus Uruguay/Südamerika
Roland
 
Hallo Roland,
Nur durch Allradantrieb eibgeschaltet verspannt sich doch noch nicht das Fahrwerk, außer du hast verschiedene reifengrößen drauf.
Das Fahrwerk verspannt sich wenn du die differentialsperre zuschaltest und dann auf Asphalt kurven fährst.
 
Und wie der auch mit Allrad verspannt! Hast doch trotzdem unterschiendliche Raddrehzahlen und keinen MIttelausgleich zwischen VA und HA.
 
Hallo Reiner,

es handelt sich hier um einen 404. Daher wurde die Frage auch im 404-Forum gestellt.
Das Getriebe ist Deinem 411 entsprechend, daher ist auch Dein Rat und Deine Erfahrung sicherlich erwünscht.

Hallo Roland,

war über die von Dir genannte Strecke von 50km der Allradhebel in der unteren (Allrad ausgeschaltet) Position. Hast Du mal versucht rückwärts zu fahren.
Eine Verspannung gibt es durchaus aber bei einer solchen Fahrtstrecke mit unterschiedlichen Lastwechseln sollte die sich eigentlich wirklich lösen.
 
Danke für die schnelle Resonanz. Der Allradhebel ließ sich nicht mehr ganz runterdrücken, daher auch meine Versuche direkt am Getriebe den Hebel mittels eines größeren Schraubenziehers wieder in die Ausgangsposition zurückzubringen. Was vielleicht im Endeffekt unterstützend geholfen hat? Rückwärtsfahren - auf die Idee bin ich gar nicht gekommen. Danke, werde ich beim nächsten mal probieren. Aber wie gesagt, aufgrund der mahlenden Geräusche (wie wenn Metallteile zwischen Zähnen zerrieben werden!) insbesondere in Kurven (Verspannung kenne ich, da gab es nicht solche Geräusche sondern nur einen größeren Kurvenradius), traue ich mich nicht mehr den Allrad einzulegen.
 
Hallo Roland,

Du solltest unbedingt die Ursache suchen ohne überhaupt noch viel zu fahren.

Zunächst würde ich das Öl aus dem Getriebe ablassen und auf Fremdstoffe untersuchen, dabei beachten dass das Getriebe zwei Ablasschrauben hat. Leider kann man in diesen Bereich des Getriebes nicht so einfach hinein blicken.

Vielleicht bringt auch Aufschluss, wenn Du die Vorderachse einseitig (links) aufbockst und dann am Rad drehst. Ohne eingelegten Allrad sollte dies einwandfrei und ohne wesentliche Geräusche aus dem Schubrohr oder Getriebe gehen.
 
Um die Zusammenänge zu verstehen, sollten diese Beiträge gelesen werden:

http://www.unimog-community.de/phpBB3/post82073.html#p82073

http://www.unimog-community.de/phpBB3/post460184.html#p46018



Gruß
Jochen
 
Hallo Jürgen,
war natürlich froh, daß der Allrad letztendlich wieder draußen war und bin, ohne Ursachenforschung wie von Dir empfohlen, ca 6000 km auf meiner Tour in Südamerika weitergefahren - ohne Allradnutzung. Die Geräusche waren ja auch weg und der Kurvenradius wieder normal. Meinst Du es reicht aus mal nur den Ölstopfen am Vorderachsabtrieb am Getriebe zu öffnen und zu schauen was da raus kommt?
Danke und heißen Gruß aus Montevideo
Roland
 
Hallo Roland,

wenn Du schon Öl abläßt, würde ich es komplett ablassen.

Aber mir kommt bei Deinem letzten Beitrag ein anderer Gedanke.

Warst Du als der Fehler auftratt nur mit Allrad unterwegs oder auch oder kurz vorher mit zugeschalteten Differenzialsperren.
 
Hallo Jürgen,
ich hatte nur den Allrad eingeschaltet, aber an einer extremen Steigung auf Schotter und tiefen Löchern, einfach um die Hinterachse zu entlasten.
Gruß
Roland
 
Aufklärung: War mutig und habe den Allrad in sicherer Umgebung wieder eingelegt. Resultat: Weich wie Butter ein- und auszuschalten. War wohl nur eine momentane Unpäßlichkeit meines nun mehr 50 Jahre alten Gefährts. So etwas soll auch bei Fahrerern ab und zu vorkommen.