Anhängerbremsanlage von 2 auf 1 Kreis umbauen

ranger

New member
27. Okt. 2007
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hallo,

mein Unimog hat nur eine 1 KReis Anhängerbremsanlage. Nun Würde ich sehr günstig einen BW Einachser bekommen, der aber eine 2 Kreis hat.

Ist der Umbau sehr aufwendig/kostspielig? Was muss gemacht werden?

gruß samuel
 
Hallo Samuel,

der Umbau ist grundsätzlich möglich, weil es wahrscheinlich auch eine Ausstattungsvariante deines Mogs war. Aber dazu müsstest du uns schreiben, um welchen Mog es sich handelt.
In dem Werkstatthandbuch dürftest du die unterschiedlichen Druckluftanlagen beschrieben finden.

Gruß

Werner
 
hallo,

habe einen 421 bj 69 U45. ICh will nicht den Mog um bauen sondern den Anhänger.
Den Mog umzumodeln ist zu Aufwändig...

gruß
 
Hallo Samuel,

ich stehe vor dem gleichen Problem, versuche es aber anders herum zu lösen, Sprich: beim Mog das Relaisventil für eine Zweileitungsbremsanlage einzubauen. Wenn du einen Anhänger mit Einleitungsbremsanlage hast, dann darfst du damit nicht schneller als 25 km/h fahren!

Siehe hierzu auch:

http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=54877&highlight=Einleitungsbremsanlage+25

Gruß

Werner
 
Das würde mich auch interessieren, da beim 411 die 25 km/h mit einem etwas größeren Hänger sowieso schon sportlich sind. Außerdem ist die Einleiterbremsanlage immer noch besser, also eine Auflaufbremse.

So wäre es schon interessant, was es kosten würde, wenn man z.B. einen Mitteltalhänger (welcher fast immer mit 2-Leiter ausgerüstet war), auf 1-Leiter umbauen würde.
Ja, ich weiß 2-Leiter wäre besser!!!

Christian
 
hallo,

so wie Christian schon sagt ist es auch mit einem 421 + Hänger im hügeligem Gelände fast unmöglich schneller als 25 zu Fahren.
Bei uns sind eh alle Hänger auf 25 Kmh.

Vielleicht kann ja jemand seine Erfahrungen mit einem Umbau bzw demontage von 2 auf 1 Kreis bzw 2 Kreis demontage berichten.

Ist es wirklich so das der 421 ungebremst nur ca. 1300 KG ziehen darf?

gruß samuel
 
Hallo zusammen,

was die Sicherheit betrifft, ist dieser Umbau natürlich ein Rückschritt, technisch aber kein Problem.
Benötigt werden ein Einleitungskupplungskopf, ein Anhänger-Steuer-und Lastregelventil (bei der Einleitungsbremse sitzt das Anhänger-Bremsventil im Zugwagen), bei 2-achsigem Anhänger evtl. ein Bremskraftbegrenzer für die 2. Achse und sehr wahrscheinlich größere Bremszylinder, da die Einleiterbremse mit niedrigerem Druck (5,3 bar) arbeitet.

Gruß Franz
 
Hallo
so wie Christian schon sagt ist es auch mit einem 421 + Hänger im hügeligem Gelände fast unmöglich schneller als 25 zu Fahren.
Bei uns sind eh alle Hänger auf 25 Kmh.
In hügeligem Gelände geht es üblicherweise mal berauf und mal bergab, bremsen muss man stehts bergab, wo es bekanntlich auch bei sportlicher Fahrweise mit einem Mog egal welcher Coloeur stehts schneller als 25 gefahren wird.
Außerdem ist die Einleiterbremsanlage immer noch besser, also eine Auflaufbremse.
Während des Bremsen wird bei der Einleiterbremse keine Luft nachgefüllt, was bei längerer Talfahrt bis zum Totalausfall der Hängerbremse führen kann. Dies ist bei der Auflaufbremse ausgeschlossen. Deshalb sind auflaufgebremste Hänger auch heute noch bis zu 100km/h (beim PKW) zulässig, da die Bremsfunktion stehts sichergestellt ist. Ein solche Aussage ist also nicht geneigt, jemanden vom Kenntnissstand des Schreibers zu überzeugen. :evil: Es stellt sich daher die Frage, wie gut der Betreiber sein Zeug in Schuss hällt. Gerade der kleine Kessel beim1,5to BW-Hänger hat Luftreserven für max 3 Vollbremsungen.
Auch die Überschrifft lässt nicht ein Ausbund von Fachwissen vermuten, bei Bremsen hat der Basteltrieb irgendwo seine Grenzen.
 
Da hast du schon recht, dass der Luftank bei Dauerbremsung bergab nicht gefüllt wird, dem kann ich aber mit vorausschauender Fahrweise begegnen, indem ich Pausen einlege.
Wer aber beim Bergauffahren mit vollem Hänger schon mal nach hinten weggezogen wurde (weil die Auflaufbremse hier nicht wirkt!!!), weiß um das gute Gefühl, wenn auch der Anhänger bergauf bremst :evil:

Von dem ganzen Gestoße bei der Auflaufbremse, möchte ich gar nicht reden.

Christian
 
Hallo Christian,

irgend etwas stimmt hier nicht.

Du Schreibst, daß Du die Nachteile der Einleitungs-Anhängerbremse durch vorausschauendes fahren ausgleichen möchtest.

Im übernächsten Satz schreibs Du aber, Daß Dich das ständige Drücken und Schieben des Anhängers mit Auflaufbremse nervt.

Wenn Du vorausschauend fährst schubst die Auflaufbremse nicht, funktioniert aber immer.

WennDu mit der Einleiterbremse einmal falsch liegst, hast Du am Anhänger
k e i n e Bremswikung mehr, nur noch das leichte , womöglich noch unbeladene Zugfahrzeug. Harakiri!

Mein Rat, das ganze noch einmal überdenken, man muß ja nicht unbedingt damit angeben daß man Druckluftbremse hat.

MfG Lothar, von einem der über 60 ist und noch lebt.
 
Bitte richtig lesen,

die Auflaufbremse funktioniert eben nicht immer z.B. Hangaufwärts! Und das Drücken und Schieben wird man auch durch vorausschauendes Fahren nie ganz weg bekommen.
Außerdem, wenn du schon auf das leichte womöglich unbeladene Fahrzeug eingehst - man braucht hier nicht zu diskutieren, was sinnvoller ist, oder? Ein Zug der stehts gestreckt bleibt, oder ein Zug der vom Hänger um die Ecke geschoben wird?

Was hat die Bremsenfrage bitte schön mit "angeben" zu tun??

Mein Rat an mich selbst, ich werde hier wieder mehr lesen und weniger schreiben :? Und ja, vielleicht spare ich noch und rüste doch auf 2-Leiter um,...

Christian
 
Hallo Christian,

wie ich aus Deiner Reaktion erkennen kann , hat meine provokative Antwort
auf Deinen Beitrag Ihre Wirkung nicht verfehlt.

Du denkst zumindest über bessere Möglichkeiten nach.

Was das Angeben betrifft, gehe ich nur einfach von mir aus, und wollte das nicht als Beleidigung verstanden wissen.

Mein Unimog 406 Baujahr 65, hat eine nicht funktionierende Einleitungsbremse.
Bei Auslieferung hatte der aber eine kombinierte Ein.-und Zweileitungs-Anhängerbremse. Ich habe nun alle Teile für die damals gebräuchliche Zweileitungsbremse außer dem Leerlastventil zusammen,brauche das ganze aber eigentlich nicht . Eitelkeit.

mfG Lothar
 
Hallo zusammen,

nun bin ich weiß Gott kein Befürworter der Einleiterbremse, die Gefahren und Risiken sind mir sehr wohl bewußt, ich habe lediglich auf eine Frage geantwortet.
Und eine Anmerkung an all jene, die hinter einer Einleiterbremse gleich Gefahr für Leib und Leben wittern: Bis weit in die ´60 er wurden in Deutschland bis zur allmählichen Einführung der "Nato-Bremse" auch die schwersten Lastzüge mit Einleiter gefahren (die Fahrer wussten eben Bescheid).
Außerdem bin ich mit Christian einer Meinung, daß die Einleiterbremse gegenüber der Auflaufbremse wesentliche Vorteile hat.
Zudem gibt es wohl an jedem Anhänger die Möglichkeit, einen zusätzlichen Luftkessel anzubringen und so die Sicherheit zu erhöhen.
@ Lothar: Das von Dir beschriebene Teil heißt "Last-Leer-Ventil". :)

Gruß Franz