Hallo Markus,
eigentlich ist der Name "Schnellläufer" nur bedingt richtig. Der Motor ist so aufgebaut, dass er sein Nenndrehmoment und Drehzahl mit einer geringeren Spannung (in der Regel 9V) erreicht. In der realen Anwendung wird er aber mit ca 11 -11,5V betrieben. Das heißt er wird mit ca 25-30% Überlastbetrieben. Dadurch hat er etwas mehr Drehmoment und Drehzahl. Daher dann der Name. Solange er nur sehr kurz in diesem Überlastbereich betrieben wird ist das ok, stundenlanges Orgeln aber schädlich.
Mit dem "Schnelläufer" springt ein schon etwas müder Motor deutlich besser an, weil mehr Kompressionshübe gemacht werden und so der Brennraum schneller erwärmt wird. Dies bedeutet, dass mit dem "Schnelläufer" meist ein Symptom, schlechtes Anspringverhalten des Motors, ausgemerzt wird. Die eigentliche Ursache wird aber nicht ausgeräumt.
Vorteil ist, diese Massnahme ist deutlich billiger als eine Revision des Motors. Nachteil ist, die Revision wird nur hinaus gezögert.