Aufbocken u403

kumpel

New member
11. Mai 2011
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Schweinfurt
Hallo Leute,
ich habe mal eine ganz dumme Frage und hoffe, ich werde nicht gleich in der Luft zerrissen:
Wenn man den kompletten Mog längere Zeit aufbocken will, kann man die Böcke unter die Achsen stellen oder besser unter den Rahmen oder wohin sonst?
Ich habe noch ein paar alte Baumarktdreibeiner (zum klappen) mit angeblich 3to Zulassung. Das macht bei 4 Stück 12to gesamt. Der 403 hat <6t. also müsste ausreichen, oder kennt jemand eine sicherere und möglichst günstige Lösung ?

Danke
Grüße
Helmut
 
Hallo Helmut,

es gibt bekanntlich keine dummen Fragen.

Aber die Klappdinger würde ich als erstes mal ganz weit weg vom MOG deponieren, vielleicht sogar auf dem Schrott.
Wenn Du wie üblich, den MOG über die Achsen auf 4 Böcke stellen möchtest, ist nämlich neben der Tragfähigkeit auch eine besonders gute Standfestigkeit/Kippsicherheit gefordert. Mir ist erst neulich der MOG während des Aufbockens von den nicht optimalen Böcken gehopst. Da waren alle 4 Räder aber noch vorsorglich dran. Diese Böcke werde ich also nicht mehr für den MOG nehmen.

Ein Aufbocken über den Rahmen ist natürlich auch möglich. Aber dazu wirst Du Dir besondere Vorrichtungen bauen müssen.
 
Hi!

Aus eben diesen Stabilitätsgründen hab ich mir 4 8-Tonnen Unterstellböcke mit Klinken-Höhenverstellung gekauft. Kosteten pro 2ersatz Imho 60,-
Die muss man für die notwendige Höhe nicht mehr als 2/3 ausfahren und so bleibt noch genug Überlappung - hohe Seitenstabilität. Ausserdem haben die ausgeformte Köpfe die klasse unter die Achsrohre passen.

Sind ähnlich wie diese hier, nur halt für 8 Tonnen.

http://www1.westfalia.de/shops/autozubehoer/auto_reparatur_und_wartung/reifenwechsel/unterstellboecke/27491-unterstellboecke_2_stueck_6_t_tragkraft.htm

Greets,

Klaus
 
Hallo,

Ich habe noch ein paar alte Baumarktdreibeiner (zum klappen) mit angeblich 3to Zulassung. Das macht bei 4 Stück 12to gesamt.

Sicher? Bei manchen steht da auch die Tragkraft pro Paar angeben. Früher bekam man solche Dinger aus massivem Material, wenn da 3t draufstand, haben die auch 6t ausgehalten. Heute sind die so materialsparend gebaut, dass die bei 3,001t schon fast auseinanderbrechen, wenn 3t draufsteht...

Wenn man den kompletten Mog längere Zeit aufbocken will, kann man die Böcke unter die Achsen stellen oder besser unter den Rahmen oder wohin sonst?

Wenn du den Mog so hoch unter dem Rahmen aufbocken willst, dass die Räder in der Luft hängen, brauchst du ziemlich lange Böcke und eine hohe Halle...

Nimm stabile Unterbauböcke und stell sie unter die Achsen.

Gruß,
Michael
 
ich hab mir im großen Auktionshaus 4 Unterstellböcke aus Bundeswehrbeständen gekauft. Die sind sehr stabil gebaut und haben eine große Verstellhöhe. Mußt halt mal schauen, die gehen als mal sehr preiswert weg, man muß es nur abwarten können :wink:
 
Hallo,

brauchst du ziemlich lange Böcke und eine hohe Halle...
naja, lange Böcke ja, aber so hoch muß die Halle nun auch wieder nicht sein! Hab meine vorderen Federn erst am Freitag gegen die ganz dicken getauscht (die sind ja noch mal länger) - so viel is das nicht!
Wenn Helmut die Kiste überholen will( :?: ), muß er über kurz oder lang auch an die Achsen ran - dann am besten gleich ein paar stabile Eisen zusammenschweißen zu nem Gestellt, welches hinten und vorn an den Rahmen angeschraubt wird :wink:
Wenn's nur um die Renovierung der Räder geht, würd ich allerdings auch den (stand-stabilen) Böcken unter den Achsen zustimmen. Allerdings wie Christoph schon schreibt ne recht unangenehme Sache den Mog nur auf Böcke zu stellen . . .

mfG
Axel
 
Erstmal danke an alle für die Tips, hab ich ehrlich gesagt in diesem Umfang nicht erwartet.
Also diese Billigheimer hatte ich auch nicht ersthaft eingeplant. Allein der Gedanke von einem weggerutschten Mog ohne Reifen, womöglich noch mit dem Besitzer darunter, sollte dafür ausreichen.
Ich werd Eurem Rat folgen und mir erstmal vier ordentliche Füße für unter die Achsen besorgen.

Grüße
Helmut
 
Hallo Helmut,

bzgl. der Böcke ist fast alles schon geschrieben, aber ich hab meinen schon runtergeschmissen von den vier massiven Böcken - leider ohne Räder :roll:
Grund: Du machst aus der Flächenlast (Aufstandsfläche der Reifen) eine Punktlast (senkrechte Säule der Böcke), d.h. das ganze wird extrem anfällig gegen horizontale Bewegung, bei mir war´s das Anschrauben einer Radschraube - hat gereicht (bitte nun keine Erklärungen, dass man Radschrauben erst nach dem Ablassen festzieht, das hab ich auch auch so gemacht)
Das ist nicht einfach zu beschreiben, stell ihn auf die Böcke und wackel mal dran, dann verstehst Du was ich meine.
Ich stelle nun die Hinterachse auf beiden Seiten auf geschlichtete Holzbanken (als Quadrat) - ja auch schwierig zu beschreiben, ich hoffe Du verstehst was ich meine.
Mal dran wackeln und sich selbst ein Bild machen und erst dann die Räder runter.

Gruß Tommes
 
Hallo UNIMOG-Freunde,

von Jürgen (Kinzigsegler) gibt es ein paar Fotos (in seinem interaktiven Tagebuch?), wo er die Methode mit den geschichteten Holzbalken zeigt.
 
Also ganz verstehen kann ich ned, was ihr da macht, mit den Billigständerdingern, ehrlich.
Ohne Werbung machen zu wollen:
R20-23-600x600.jpg


Die rechte Stütze ist schon stabil genug und hoch genug. Da fällt nix runter.
Und die 3,2t Belastbarkeit ist da ohne Frage für eine Stütze gedacht - hält das jedenfalls ohne weiteres aus.
 
Hallo Lukas,

um die Tragfähigkeit geht's ja hier nicht mehr, sondern um die Kippsicherheit. Die rechte Stütze hat in der untersten Position ein Längenverhältnis (Auftandshebel zu Höhe) von ca. 0,25, in der obersten von ca. 0,18. Das ist nicht gerade viel. Mit den rund gebogenen Rohren wurde auch unnötig effektive Aufstandsfläche verschenkt. Diese Stützen würde ich mir nicht zulegen.
 
Werte Gemeinde!

tommes schrieb:
Ich stelle nun die Hinterachse auf beiden Seiten auf geschlichtete Holzbalken (als Quadrat) - ja auch schwierig zu beschreiben, ich hoffe Du verstehst was ich meine.
Mal dran wackeln und sich selbst ein Bild machen und erst dann die Räder runter.

Diesem weisen Rat ist fast nichts hinzuzufügen.

Die besten Holzklötze kann man aus Eichenholz-Eisenbahnschwellen
schneiden, nur dürfen diese nicht mehr in den Handel gebracht werden,
weil das Teeröl nicht so gesund sein soll.

Einen Ausweg bietet der Besuch bei einem Zimmermannsbetrieb oder
einem Sägewerk mit Abbindeservice.
Dort fallen immer mal wieder passende Reste an.

Vor Jahren habe ich mal die Klötze eines Sicherheits-Paranoikers
gesehen, der hatte mit einem Forstner-Bohrer und passenden Rundhölzern
Verschiebe-Sicherungen nach Lego-Art an seinen Klötzen angebracht.
Natürlich hatte jeder Klotz auch einen Griff...

Grüße

Stationsvorsteher Richard
 
Moin,

Vor Jahren habe ich mal die Klötze eines Sicherheits-Paranoikers
gesehen, der hatte mit einem Forstner-Bohrer und passenden Rundhölzern
Verschiebe-Sicherungen nach Lego-Art an seinen Klötzen angebracht.
Natürlich hatte jeder Klotz auch einen Griff...

Ich halte das wirklich für etwas übertrieben, aber, vielleicht hat der gute Mann irgendwann eine schlechte Erfahrung gemacht.

Und sowas prägt!!!

Ich würde mich nie unter ein lediglich auf Unterstellböcken stehendes Fahrzeug legen.

Eisen auf Eisen rutscht wunderbar :twisted: und deshalb liegen in meiner Schrauberhöhle reichlich (benutzte) Kanthölzer.

Oder, es sieht so aus:

.
8598454sbf.jpg


8598455fja.jpg
 
Hallo Reiner,

nette Konstruktion,

wobei mir irgendwie intuitiv noch eine diagonale Aussteifung in quer Richtung fehlt, damit das Rechteck nicht irgendwann zu einem bloßen Parallelogramm degradiert wird. Vermutlich täusche ich mich aber und das Ding ist stabiler als es die Fotos wiedergeben. :D
 
Hallo Leute,
danke für die vielen Tipps, ich kenne nun die Beste Lösung: Man Lässt ihn einfach auf seinen angestammten runden Füßen stehen :lol:
Im Ernst, mir ist schon klar, dass ein 5to Gefährt mit zusätzlich hoher Bodenfreiheit (= Schwerpunkt) mit jeden weiteren cm Höhe bei Einleitung horizontaler Kräfte instabiler wird, aber Theorie ist eins, die Realität was anderes. Daher ja auch meine Frage nach eurer Erfahrung. Und wenn ich dann eure Hinweise lese, dann tendiere ich auch eher zu einer übertrieben sicheren Lösung.
Tommes, deine Holzbankenlösung ist mir noch nicht klar. Kannst du mal ne Skizze machen? Danke.

Grüße
Helmut
 
Werter potentieller Holzklötzchen-Stapler Helmut,

darf ich Ihre Frage beantworten?

Nehmen Sie (mal in Gedanken) sechs Ziegelsteine.
Dann legen Sie zwei Ziegelsteine an den Längsseiten nebeneinander.
Wenn Sie dann noch zwei Ziegelstein auf die erste Lage gleichsinnig
auflegen, werden Sie merken, daß die Konstruktion schon etwas
wackelig wird.
Wenn Sie die zweite Lage Steine aber um 90 Grad drehen und dann
noch eine Lage wie die erste auflegen, werden Sie merken, daß der
Turm schon recht stabil wird.

Wenn Sie sich das in der Realität mal anschauen wollen, empfehle ich
den Besuch in irgendeinem Neubaugebiet, dort bauen die Insassen
auch solche Gartenmauertürmchen.

Für die Unimog-Lagerung müssen Sie sich halt Holzklötzchen schneiden
(lassen), wobei ich ein Format von 40 x 20 x 15 cm bevorzuge.

Alle Klarheiten beseitigt?

Grüße vom Stationsvorsteher Richard
 
Hallo Helmut,

Christoph hatte ja meine Erläuterungen schon nachgebessert mit dem Hinweis auf Jürgens Thread (danke übrigens). Hier ergänzend ein Bild daraus - ich hoffe das ist für Dich Jürgen so i.O. 8)
CIMG0847.JPG

Ich verzichte hierbei nun an der Hinterachse ganz auf die Stützen und schlichte die Balken höher - aber mit Jürgens Methode verringerst du ja auch den Faktor Höhe/Auflagebreite (der Stützen), d.h. wie Du Dir sicher vorstellen kannst, ist dies so deutlich besser als würden Jürgens Stützen direkt auf dem Boden stehen und die ausfahrbaren Rohre dafür doppelt so lang - genau das meinte ich.

Gruß Tommes
 
Hallo Tommes,
danke dir für die Infos, das Bild sagt mehr als tausend Worte.
Apropos tausend Worte: lieber Herr Stationsvorsteher, mein Dank auch an Sie für die blumenreiche Antwort. Es gibt also doch dumme Fragen! Werde mich bessern und euch mit soetwas hier nicht mehr belästigen.
Grüße
Helmut
 
Ich habe diese und finde die für den 411 ganz toll und konkurrenzlos günstig:

http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=66608

Mit freundlichen Grüßen

Rolf