Bedienung Heckkraftheber 406 von Hinten

Markusewers

New member
25. Aug. 2020
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Hallo,
ich hab ein 406er und ich find es immer noch recht umständlich Geräte in den Heckkrafheber zu bekommen. Jetzt bin ich am überlegen ob man hinten am Unimog ein Bedienhebel mit Bowdenzug anbaut und damit das Steuergerät betätigt.
Hat das schonmal jemand gemacht und könnte mir davon Bilder schicken?
Ich möchte jetzt auch keine Diskussion auslösen ob dies legal oder gefährlich ist, bei den meisten Schleppern ist dies ja auch möglich.
Das ganze sollte natürlich Sicher und Fehlerfrei funktionieren.
Über andere Lösungsvorschläge bin ich natürlich auch offen. :danke

Grüße von Markus aus dem Sauerland
 
Hallo Markus,
das Problem kenne ich zu gut und es macht keinen Spaß 10 mal ein- und auszusteigen weil man nichts sehen kann. Habe bei mir das Problem so gelöst das ich eine Kamera angebracht habe die durch den Rückwärtsgang eigeschaltet wird. Ist jetzt nicht die perfekte Lösung aber es erleichtert schon einiges.
LG Jens
 
Hallo,

ich will dir hier nicht rein reden, was du kannst oder sollst, aber beim Schlepper sind auch die Umstände was anders, auch wenn das jetzt schon haarscharf daran kratzt.
Zum einen ist der Weg wesentlich kürzer. Bei manchen Treckern ist es sogar nur ein (einteiliger) Hebel, der mit der Steuerung innen verbunden ist. Beim Unimog müsstest du mit dem Bowdenzug von ganz hinten bis ganz nach vorne und dann von der Kabinenvorderseite nach innen, wenn das Fahrerhaus kippbar bleiben soll, ohne die Züge zu lösen - auch wenn das wahrscheinlich nicht so viel ausmacht, aber einen knick.
Das ganz hat ja dann das problem, dass der Hebel genug kraft haben muss sich wieder zu zentrieren mit der Reibung im Bowdenzug.
Da kommt nämlich ein weiterer Unterschied zum Schlepper und Unimog zu tragen: Wenn beim Schlepper der Zug hängen bleibt, hat man die Lagereglung auf eine neue Position eingestellt. Der Heckkraftheber bewegt sich dahin und bleibt stehen. Würde der Bowdenzug am Unimog das Steuergerät nicht zentrieren, bleibt der Ölfluss bestehen und der Heckkraftheber wird eine seiner Endlagen ansteuern.

Daran sollte man beim konstruieren also achten.

Einer alternative zu Bowdenzügen könnten eventuell auch Servos sein, die du von hinten mit Schaltern oder Potis bedienst. Aber auch die könnten verschiedene Fehlermodi aufweisen.


Markusewers schrieb:
Das ganze sollte natürlich Sicher und Fehlerfrei funktionieren.

Das ganze musst du dir dann natürlich überlegen, wie groß die möglichen Gefahren sind, wie hoch deren Chancen sind und ob es das Wert ist.

Gehen wird es definitiv, aber es ist dennoch ein bisschen anders, wie beim Schlepper.


Grüße
Sebastian
 
Hallo Markus,
ich habe mich auch immer wieder darüber geärgert.
Seit einigen Jahren habe ich meinen Spalter und meine Seilwinde und den Gabelstablermast
je auf eine starke Palette gestellt. So kann ich mit einem Hubwagen alle diese Geräte gut
hinten anschließen .
Viel Erfolg
Gruß Peter aus Rothenburg o.d.T.
 
Das Thema steht bei meinem 406 auch noch an, aber das ich eine Bowdenzuglösung baue, schließe ich für mich aus.

Ich habe bisher nur eine grobe Vorstellung wie ich das machen will, ob und wie das geht, kann ich noch nicht sagen. Meine Wunschvorstellung wäre es, hinten seitlich einen Steuerblock unter der Pritsche zu bauen, über den ich die Anbaugeräte bedienen kann. Den Steuerblock würde ich gerne so in die Hydraulik einbinden, dass ich vom Führerhaus mit dem Hebel die Pritsche weiter bedienen kann. Wenn ich den vorhandenen 3-Wegehahn umlege, geht die Pritsche nicht mehr, aber die vorhandenen Hydraulikanschlüsse können bedient werden. Binde ich jetzt in diese Leitung einen neuen Steuerblock ein, dann müsste man im Führerhaus den Hebel für die Heckanschlüsse fixieren, damit der Steuerblock mit Öl versorgt wird. Dazu habe ich einmal etwas gelesen, dass da jemand an der verhandenen Hebelführung so etwas wie eine Rastnase gebaut hat, in die der Bedienhebel eingerastet werden kann, d.h. der Öldruck geht dann kontinuierlich auf die enstprechende Leitung, in der der neue Steuerblock hängt. Der würde in Neutralstellung das Öl über den drucklosen Rücklauf wieder zum Tank zurück führen. Die heckseitigen Hydraulikanschlüsse müssen auf den neuen Steuerblock umgelegt werden und dann sollte ich über diesen Steuerblock hinten angebaute hydraulische Gerätschaften betreiben können. Für den HKH sollte die Ölmenge reichen, ob und wie ich da dann auch eine noch zu integrierende hydraulische Rahmenwinde einbinden kann, ist mir noch nicht klar, macht das Thema eventuell aber noch etwas komplexer.

Insgesamt läuft das bei mir also auf ein größeres Projekt hinaus, wobei ich über sicherheitstechnische Anforderungen auch noch nicht nachgedacht habe.
 
Hallo,
sehe das Problem beim Unimog gar nicht so sehr auf die hoch bzw. runter Bewgung der Unterlenker , sondern ehr darin das ich die Position der Fangharken zum Arbeitsgerät nicht sehen kann. Ist der Unimog einmal passend zum Arbeitsgeät positioniert ist es kein Problem die Hydraulik aus dem Führehaus anzuheben.
Benutze meine Mog ehr Landwirtschaftlich zum beackern von Wildflächen und baue Grubber ,Pflug und Spatenrollegge an, beim Pflug habe ich Servotracs mit dran und da ist die Verzweifelung oft groß weil die Dinger sich einfach falschrum drehen, in dem Fall nehme ich auch gerne den Gabelstapler und fahre den Pflug zum Unimog.
LG Jens
 
Hallo
was hindert jemanden daran, den Hydraulikkreis durch ein zweites 6/3-Ventil anzusteuern, ich wüsste nicht was.
Wenn das Ventil im Fahrerhaus geschlossen ist kann an jeder beliebigen Stelle Öl ein- oder abgeteuert werden. Der Zylinder weiß nicht, wo das Öl herkommt oder hinfließt und ist ihm auch egal.
Am einfachsten ist ein Ventil mit Druckweiterleitung von einem Nachrüstsatz für Frontlader.
 
Halo Markus,
hast Du schon mal über Gerätedreieck Kat 2s nachgedacht? Für leichte Geräte dürfte das gut funktionieren.

https://www.technikhandel-fuchs.de/p/schlepperdreieck-kat-2-verstaerkt

https://rwb-stuttgart.de/produkt/schlepperdreieck-kat-2-s-heavy-duty-anbaudreieck-gesamttraglast-4500-kg/?utm_source=Google%20Shopping&utm_campaign=Neues%20bei%20uns&utm_medium=cpc&utm_term=10164&gclid=Cj0KCQjwqP2pBhDMARIsAJQ0CzrAJz5UEmKO4Rt5qYA3qMDwMe910bpBD5ir62qOKCuSiO2mloR-GesaAnxHEALw_wcB

Schwere Bodenbearbeitung wird es nicht wohl nicht standhalten.

Gruß
Jochen
 
Hallo,
anscheinend mache ich mir ja nicht alleine Gedanken dazu. :wink:

-Probleme mit dem Bowdenzug und der Kabine hätte ich nicht, da ich einen U 65 hab und die Kabine nicht kippen kann.
-Rückfahrkamera wär ne überlegung, aber wie sieht da mit H-Kennzeichen aus?
-Hubwagen oder Stapler ist raus, dass passt von den Örtlichkeiten hier nicht.
- Das mit dem 6/2 Wegeventil könnte man sich überlegen. Das müsste aber dann ja ein elektisch geschaltetes Doppelwirkendes Steuergerät sein. Das müsste ja dann zwischen den Mengenteiler(U65) und Steuerblock sitzen. Vor dem Mengenteiler wäre natülich super für die Ölmenge, da ich auch schonmal nen kleinen Rückenwagen damit fahre der über die Unimog Hydraulik funktioniert. Durch den Mengenteiler ist die Ölmenge aber sehr gering, im Stand könnte man das neue Ventil dann mit einem Schalter betätigen und die volle Ölmenge würde am Rückewagen ankommen. Aber was passiert mit der Lenkung wenn mal ein Fehler im System sein sollte?
Nur zu info: Nach dem Originalen Steuerblock hab ich ein 8/3 Wegeventil geschaltet und einen Schalter in die Kabine gebaut. Durch umschalten kann ich jetzt Heckkraftheber/ Kipper und Anschlüsse für Anbaugeräte steuern ohne was umzustecken.
-Gerätedreick gefällt mir auch nicht so und ist bei unserer 6 Tonnen Getriebeseilwinde platztechnisch fast nicht umzusetzen.

Gruß Markus
 
Hallo
Markusewers schrieb:
- Das mit dem 6/2 Wegeventil könnte man sich überlegen.
Helmut Schmitz schrieb:
durch ein zweites 6/3-Ventil anzusteuern,
6/2 wird nicht funktionieren.
Muss nicht elektrisch sein, es reicht ein einfaches Ventil mit Druckdurchleitung, dass man nach hinten verlegt und auch hinten einspeist.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wenn ein Mengenteiler verbaut wird, muss es es keine Version mit Druckweiterleitung sein. Ein elektrisches schwarz/weis-Ventil braucht nur ein paar eletrische Strippen nach hinten.
Prinzipiell ist das bei de Traktoren nix anderes.
 
Hallo,
dann wird das einfacher , man verabschiedet sich vom Originalsteuergerät und tauscht das gegen ein elektrisch gesteuertes Ventil aus!

MFG Wolfgang
 
Hallo Wolfgang
See_baer schrieb:
man verabschiedet sich vom Originalsteuergerät und tauscht das gegen ein elektrisch gesteuertes Ventil aus!
wir sprechen dann aber von Prop-Ventilen und nicht mehr von schwarz/weiß. Also mindestens ein 2-fach Proportionalventil plus min 1x s/w mit Maximaldruckventil plus Bedienteil. Damit wäre so manche elegante Lösung denkbar.
Kostet vermutlich mehr als eine Kiste Bier.