Berechnung der Spaltkraft von Holzspaltern

Hallo,

mein Spalterbau geht zwar immer noch etwas schleppend voran, aber er geht voran.
Im Moment habe ich eine Kolbenpumpe im Auge die ca. 40 Liter bei 1000 Umdrehungen und 350 Bar bringt.
Die 350 Bar sind laut Verkäfer "wohl" einstellbar, so ganz sicher ist er sich aber auch nicht.
Nun meine Fage an die Hydrauliker unter euch, den Druck kann ich , falls an der Pumpe nichts zu machen ist, doch über ein Druckbegrenzungsventil regeln, oder habe ich das falsch in Erinnerung bzw. gibt es da noch einen Haken?

Wie ist es eigentlich wenn ich eine Pumpe die für 1000 Umdrehungen ausgelegt ist, nur mit 500 Umdrehungen laufen lasse? Habe ich dann die halbe Leistung, oder kommt es nicht zu einer vernünftigen Funktion, wegen Druckaufbau und so?

Was ist ein Bypass an solch einer Pumpe?


Gruss und vielen Dank

Thomas
 
Der Maximaldruck wird immer durch ein Druckbegrenzungsventil, auch oft als Überdruckventil eingestellt. Ein solches Ventil kann auch in einer Pumpe integriert sein ( Bei Kipperpumpen ist die je nach Bauweise üblich). Dieses Ventil wird ansonsten separat oder als Bauteil in einem Wegeschieber dem sogenannten Steuerblock verbaut. Es gibt Ventile mit fest eingestelltem oder variabel einstellbarem Druck.
Die Hydraulik-Systeme unterteilt man ganz grob in 3 Gruppen, Niederdruck bis ca 200/250 bar, Mitteldruck bis ca 600 bar und darüber Höchstdruck.
Die Niederdruck-Hydraulik ist die geläufigste Form und ist im einfachen Anlagenbau angewandt, sie ist daher in zahlreichen Formen am Markt, auch als Gebrauchtteile.
Bei deiner Anlage bist du schon in der nächst höheren Anwendergruppe. Hier zählt schon Verringerung des Gewichtes oder Baugröße bei Forderung nach erhöhter Leistung. Typisches Beispiel ist die Kipperhydraulik im LKW-Bau, die Pumpen in dieser Druckklasse sind meist als Kolbenpumpe ausgeführt. Schieber und Schläuche müssen diesen Anforderungen entsprechen. Bei den Verschraubungen solltest du also schon auf die schwere Baureihe ausweichen, die in der Landwirtschaft übliche Baureihe 12L ist hier nicht mehr geeignet. Du kannst natürlich den Druck durch entsprechende Ventileinstellung begrenzen, was dann wiederum die Verwendung der leichten Baureihen erlaubt. Das gleiche gilt natürlich auch für den Zylinder. Selbst wenn die Wandstärken ausreichend sind, so ist der Schwachpunkt dann immer noch die Zylinderabdichtung und/oder die Zylinderkopfbefestigung.
Wenn du die Drehzahl reduzierst verringert sich die Fördermenge, nicht jedoch den Druck.
Die benötigte Fördermenge beim Holzspalter wird eigentlich nur durch den verwendeten Zylinder bestimmt. Ein Zylinder von 10cm Kolbendurchmesser und 1m Hub würde bei 350bar 27to drücken und benötigt eine Ölmenge von ca 7,8l. Bei einer Literleistung von 20l wäre er also in ca 24s ausgefahren, bei 40l in ca 11s.
Ein Bypass wäre einew Umgehung irgend einer Funktion, hier wohl die Umgehung des Nutzausgang, wenn kein Öl benötigt wird, entweder durch einen Handventil oder das integrierte Überdruckventil.
 
Hallo,

Daß die Kegelspalter von der BG verworfen wurden weis ich ja (ist mir als Privatmann aber wurscht). Was mir neu ist, ist die Info, daß es immernoch neue zu kaufen gibt.
Hab bei meiner letzten Holzaktion mit einem geborgten Kegelspalter gearbeitet (so einer mit Sicherheitseinrichtung). Feine Sache. Ist mir viel lieber als ein Hydraulikspalter.
Wer kann mir Infos geben, wo es die noch zu kaufen gibt?

Grüße aus dem schönen Frankenland


Tobias
 
OK!

Hab ne Kleinigkeit vergessen.
Natürlich die Bezugsquellen nicht öffentlich mitteilen sondern mir am besten eine PN schicken. Dann kommt niemand in Gewissensnöte.

Tobias