Hallo Calibar?, hallo alle anderen,
hast ja eine ganze Menge geschrieben ;-)
Calibar schrieb:
...wer einmal 10 oder 20 Jahre auf dem Bock sitzt der kann meistens mit dem Teil umgehen
Richtig, aber darum geht es ja bei der Schulung auch nicht - du lernst dort weniger "das Fahren" an sich, sondern was "drumherum" interessant ist und da kannst du dir sicher sein, dass auch viele, im wahrsten Sinne des Wortes "erfahrene" Lenker noch einiges dazulernen könne, was sie entweder an Änderungen nicht mitbekommen haben oder halt wieder vergessen haben, was ja nur menschlich ist.
Calibar schrieb:
...Europa halt, in seiner volle Blüte der Sinnlosen Bürokratie.
Europa mag Vor- und Nachteile bringen, aber ich kenne auch die ewigen Stammtischdiskussionen darüber, dass der Italiener, der Portugiese oder der Rumäne ja eh alles dürfen, nur wir Deutschen nicht: da sollte doch eine europaweit einheitliche Regelung nur von Vorteil sein - dass sie nicht immer von allen Staaten gleich schnell und konsequent umgesetzt wird, dafür kann die Verordnung erst mal nix!
Calibar schrieb:
...Der Lkw ist schuld weil er auf ein Stauende raast? Abstandsradar, Bremsassystent würden dies verhindern oder Mindern,
Ich bin auf jeden Fall ein Verfechter dieser Hilfsmittel, aber gebe auch zu bedenken, dass es jetzt schon Brummilenker gibt, die hinterm Steuer Zeitung lesen und was weiß ich noch - und die vermeintliche Sicherheit, dass mein Fahrzeug schon "aufpasst", kann hier auch Folgen haben, die wir uns nicht wünschen
Calibar schrieb:
...Jeder Fahrer weiß doch wie man Ladungen sichert, wie man wirtschaftlich fährt, gemacht wird es häufig nicht, aber das ändert eine Schulung kein bisschen.
Warum nicht? Warum machen sie es dann gar nicht oder falsch, wenn sie es angeblich wissen? Vielleicht genügt dann schon ein kleiner Film bei der Schulung, der ihnen die Folgen zeigt, dass sie es in Zukunft machen?
Calibar schrieb:
Die, die neu auf dem bock sind gehören sich vernünftig angelernt, eine woche als Beifahrer aufm bock bringt hier mehr, wie theoretische Schulungen.
Das kann ich so nicht bestätigen: es kommt hier dann auchs ehr darauf an, wer daneben sitzt - ich wurde auch anfangs mit Fahrern auf Tour geschickt, denen ich als "Anfänger" die Sozialvorschriften erklären durfte und die mir erzählt haben, was alles "doch egal" ist - gelernt habe ich außer meiner Tour nix!
Calibar schrieb:
*400 euro job bald sinnlos?* Sorry wenn ich hier welche persönlich treffe, aber hoffentlich ja, das ist das einzige was ich der schulung zur gute halten muss, vieleicht reduziert sich dann mal das "Aushilfsfahrersyndrom" , ein Fahrer der auf seinem Bock sitzt, geht ganz anders damit um, der weiß wie er regiert, der weiß wie er zu bedienen ist, woher soll das eine "Aushilfe" denn können?
Stimmt so auch nicht pauschal: es gibt genügend "Aushilfen", die das schon seit Jahren oder Jahrzehnten machen - auch die können durchaus erfahren sein.
Calibar schrieb:
...damit der pkw fahrer mit 250 vorbeidonnern kann, könnte ja n politiker drin sitzen, wenn man dann mit 250 am ziel ist und nicht vorher irgendwo in der Leitplanke klebt hat man die 10 minuten fahrzeit gewonnen...und absolut nicht geeignetem Gespannen...
Wie beurteilst du das? Warum sind sie "nicht geeignet"?
Calibar schrieb:
..."80" Real fahren sie aber nur 70 / 75 km/h, kann jetzt der dämliche lkw fahrer nicht dahinter bleiben, kann der nicht ne stunde später ankommen
Da widersprichst du dir jetzt aber etwas: beim Politiker macht der UNterschied zwischen 80 und 250 am Ende nur 10 Minuten aus und beim LKW der Unterschied zwischen 75 und 80 dann eine Stunde???
Calibar schrieb:
...totaler übermüdung, Überladung oder falscher gewichstverteilung , das heizt non stop quer durch Europa. Und das ist bei leibe nicht nur einer!
Richtig - aber hier braucht es keine neue Regelung, weil das schon heute nicht zulässig ist! Alle drei angesprochen Punkte!
Auf einige nicht so sachliche Argumente habe ich mir meinen Kommentar jetzt verkniffen ;-)
Frank_404S schrieb:
...Mir hat das Kiesbomberfahren in den Semesterferien spass gemacht. Die "Hauptamtlichen" Fahrer konnten dafür mit Ihrerh Familien Urlaub machen. Ich wurde natürlich gründlich angelernt.
Auch ich war über (ca. 10) Jahre regelmäßig 4 bis 6 Monate im Jahr im Fern- sowie im Baustellenverkehr unterwegs, zuletzt auch noch mit dem Bus - und ich behaupte, dass ich mich konsequenter an jede Regelung gehalten habe, als die meisten "Hauptamtlichen", denn ich konnte bei meinem Arbeitgeber nicht viel verlieren - ich war auf den Job ja nicht angewiesen.
Moggälä schrieb:
...Wäre gut, wenn das besser kontrolliert und verfolgt würde.
Richtig, aber dann ist das Geschrei über "die Abzocker in grün oder blau" wieder groß!
Moggälä schrieb:
...ständige Ziehharmonika. Die ging dann wie so oft bis zum äußersten - Vollbremsung auf der linken Spur.
Die Zieharmonika hast du aber leider auch ohne LKWs und Busse auf der linken Spur :-( Wenn ich versuche, mit Tempomat eine Geschwindigkeit zu halten, ist das nahezu unmöglich, weil sich immer wieder Überholer in den Sicherheitsabstand quetschen - daher die Gas- und Brems-Orgien!
Moggälä schrieb:
...Welches Gedrängel dann weit hinter dem eigentlich Geschehen stattfindet, wenn der nächste "Dicke" meint, er wär jetzt 1km/h schneller als der einen km vor ihm fahrende und dann mal wieder mit Gewalt rüberdrückt...
Ich muss auch sagen, dass ich gerne mal einen LKW zum Überholen ausscheren lasse und dann immer öfter genervt bin, weil er nicht vorbei kommt - wenn ich nicht oft selbst "am Bock" säße, hätte ich mir diese freundliche Gest auch schon lange abgewöhnt! :-(
Kollegola schrieb:
...Leider wird in Deutschland viel zu wenig kontrolliert.
Sei es Überholvorgänge, sei es Abstands kontrollen oder auch grosse Kontrollen die die Lenkzeiten überprüfen, genauso wie Technische kontrollen.
Siehe oben...
Kollegola schrieb:
Man glaubt nicht weiviele Zeitbomben aus dem Osten auf unseren Strassen herumfahren.
Der deutsche Spediteur muß jedes Jahr zum Tüv und ein halbes Jahr darauf zur Sicherheitsprüfung.
Daher wäre doch eine zumindest europaweit einheitliche Regelung hier nicht schlecht, oder?
Kollegola schrieb:
...Durch diese Mentalität kommt es auch so weit das der Joghurt, bevor er in das Regal kommt, erst mal eine Rundreise durvj Europa macht.
Die Milch wird irgenwo hin Transportiert wo der Joghurt billiger pruduziert werden kann und die Vorschriften nicht so streng sind. Die Früchte kommen natürlich aus den Südlichen Ländern, da bei uns im Winter ja kaum Erdbeeren wachsen
Wobei wir wieder bei einem anderen Thema wären: nämlich Produkte aus der Region zu kaufen! Ich brauche im Winter keine Erdbeeren und ich brauche in Bayern auch kein Becks oder Warsteiner oder ... - aber da stehe ich halt ziemlich alleine da :-(
Und die Joghurts, die du ansprichst: Bist du sicher, dass da überhaupt noch Früchte drin sind?!
Kollegola schrieb:
...Am besten wäre eine Intelligent Verkehrsführung, die bei mehr Verkehr überholverbot und Tempolimtit Aktiviert, und auch den Standstreifen freigibt.
So ist es auf der A 7 zwischen Hanover und Hamburg.
Das wäre die beste lösung für jeden Verkehrsteilnehmer ohne endlose Diskussionen zu entfachen.
Richtig! Intelligent Verkehrsbeeinflussungsanlagen und Bedarfsfahrstreifen gibt es z.B. auch am Autobahnring A99 um München - aber das kostet halt wieder ein Menge und hast du dir schon einmal angesehen, wie viele das ignorieren? Aus Unwissenheit ("Auf den Standstreifen dürfen doch dann nur LKWs, oder?", "Die Geschwindigkeitsbegrenzung in den Brücken sind doch nur Richtgeschwindigkeit, oder?") oder Ignoranz.
Kollegola schrieb:
...Ausserdem sollte in Deutschland, wie in Östterreich, Winterreifen und Kettenpflich für LKW gelten, und für PKW winterreifenpflicht.
Wenn in der Schweiz ein LKW hängen bleibt und hat keine Ketten dabei, so muss er 800 Franken berappen. Das sind etwas mehr als 500 ¤.
Ganz schnell wäre dies beseitigt.
Richtig - aber solange bei uns nicht einmal die de facto vorhandene kontrolliert oder bei Missachtung auch geahndet wird...
Kollegola schrieb:
Es geht nur mit einem Miteinander und nicht gegeneinander.
Richtig! :knuddel:
Kollegola schrieb:
Ich finde halt die Schulung für Neueinsteiger sinnvoll, denn dann wissen die wenigsten schon ein bisschen was abgeht.
Für erfahrene macht das eher weniger Sinn.
Ich finde, dass gerade Berufskraftfahrer die Zeit und auch die Kohle - die sollte dann natürlich vom Arbeitgeber kommen, und bei vielen ist das auch schon so, durchaus aufwenden sollten - auch in anderen Berufen ist eine regelmäßige Fortbildung Standard - auch wenn sie manchmal lästig sein mag.[/quote]
MfG Maatsch