Betriebsstunden??

fritzchef

New member
14. Juli 2008
36
0
6
Hallo Unimog Jemeinde,

habe grad einen Beitrag gelesen bezüglich U1200 mit 14000h usw. kennt Ihr sicherlich eh! Dieser hat mich wieder ein wenig zum nachdenken gebracht. Ich suche bereits seit längerem einen 421er. Kürzlich habe ich mir ein Baujahr 75 angesehen, in gutem Zustand, mit toller Ausstattung ( HKH, Zapfwelle vorne hinten, Kipper, Kriechgänge, Vorschaltgetriebe usw.) Beim Blick auf den Stundenzähler hat mich dann aber der Mut verlassen! 12500h und ca 250000km! Das war mir dann doch zuviel. Laut Besitzer wurde vor einigen Jahren der Motor um 7000¤ überholt(Rechnung liegt vor), und das Getriebe gegen ein gebrauchtes getauscht (Lässt sich auch super schalten) und natürlich auch die Kupplung gemacht. Was sagen die Spezialisten dazu? Der Preis wär sensationell- unter 8000¤! Ich denke auch wenn Motor und Getriebe gut sind, auch alle andere Komponenten habe über 12000h drauf (EP, Achsen Vorgelege, Diff usw.usw.) und dafür sind dann 8000¤ doch wieder nicht so wenig! Naja vielleicht hat ja jemand einen Rat für mich bedanke mich bereits im Voraus.

Schöne Grüße

Markus
 
Hallo Markus,

in eine Gebrauchtmaschine kann niemand hineinsehen.

Ich kenne Fahrer, die in 2.000Bh eine Maschine zu Klump fahren konnten, andere haben Stundenzahlen weitab der von Dir genannten Zahl auf eine Maschine draufgefahren und man sieht ihr kaum Gebrauchsspuren an...

...wenn der Unimog UND der Verkäufer im Gesamteindruck ein positives Bild vermitteln, sollte das kein größeres Problem sein...

Höre Dir an wie und wo er eingesetzt wurde.
Die 421 wurden in kleineren Kommunen oft geknechtet (so z.B. bei uns, wo er den schweren Tandem-Müller-Mitteltal mit schwerster Beladung durch die Mittelgebirge zerren musste, den heute ein U1250 zieht.
Bei solchen Maschinen wäre ich vorsichtig!
Bei der Ausstattung hört es sich aber eher nach Agrareinsatz an. Wenn er einen Besitzer hat, der eine Maschine "artgerecht" einsetzt, würde ich mich von der Stundenzahl nicht schrecken lassen...

Das nicht gerade üppige Drehmoment des Motors - Motörchens - dürfte dem Fahrwerk bei normalem Einsatz keinen allzugroßen Schaden beigebracht haben. Die rotierenden Teile können undicht werden, sind aber alle "heilbar". Die Antriebswellen im Vorderachsrohr, welche sich durch den Lenkvorgang auch axial bewegen, können durch die Dichtlippe, die überwiegend in "Geradeausstellung" scheuern, einlaufen und müssen deshalb mit einer dünnen Verschleißhülse instandgesetzt werden, aber das ist auch kein Problem...
Wenn dann noch alle Behältnisse, die Schmierstoff enthalten sollen, wohlgefüllt sind, hätte ich keine allzugroßen Bedenken...

Die besten Erfahrungen macht man zumeist mit Personen, die das Fahrzeug besessen UND gefahren haben. Bei Fahrern, die nicht für die von ihnen angerichteten Schäden bezahlen müssen, gilt ebenfalls Vorsicht...

Siehe die Problematik des geknechteten Dienstwagens!

Viele Grüße und Erfolg, egal, wie Du entscheidest!

Holger
 
Hm,
wenn das Fahrzeug ständig gewartet wurde und defekte Teile getauscht wurden - warum nicht? Obwohl, über 12.000 Stunden ist für einen 421 schon eine Hausnummer, auch die 250.000km. Mit einer (laut den Instrumenten) Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 21km/h.
Mein 421 hat ca. 8500h und 142000 km. Der liegt bei ca. 16 bis 17 km/h. Der lief bei einer Standortverwaltung, keine Ahnung was die mit 421er gemacht haben, danach beim Lohnunternehmer. Da hat er nur Diesel und Ersatzteile zu den großen Maschinen gebracht. Der Unimog wurde regelmäßig und seeehr gründlich in der Werkstatt des Lohnunternehmers gewartet und somit habe ich als 3. Besitzer sehr sehr wenig Probleme im Vergleich zu vielen anderen Mogbesitzern.
Anfangs dachte ich auch daß 7000 Stunden für den 421 schon das Ende bedeuten würde. Gut, es gibt hier und da Reparaturen. Wenn der Vorbesitzer aber mit dem Unimog gut umgegangen ist ( So wie Holger schon sagte) und alle Reparaturen sofort ausgeführt wurden, warum solltest Du da ein Fehlgriff machen.
Übrigens, mein 421 hat Ende DM Zeiten die Hälfte gekostet, Baujahr 79.