Bilder vom Xerion

Riesen Lacher Michael...

ist der Herr beleidigt, daß man ihm seine mal so eben des Schreibens willen hingehauene Bemerkung im Mund umdreht.

Denkst Du eigentlich nach bevor Du sowas schreibst oder merkst Du das einfach gar nicht?
Lies bitte Deinen ersten Post in diesem Thread nochmal, und dann erkläre uns was zu "...nur des Schreibens willen".
:rums: :schwindelig* :rofl:

...ansonsten gilt noch immer- wer lesen kann ist klar im Vorteil. Thema ist: XERION- der Vergleich mit Güldner, Ritscher, Belarus ist wenig hilfreich- das ist ne andere Liga, bzw. ne ganz andere Sportart.

@ Bernd: Klick
Da findest Du es genau.

Greets
Arne
 
Ob mit oder ohne Portalachsen, mit oder ohne Bodenfreiheit, mit oder ohne irgendnem Scheiß,....

Es stellt sich nur eine Frage:
Wann und wo können wir die Kiste Probefahren ???
:crazy1: :crazy1: :crazy1: :crazy1:


Gruß Michael
 
Hallo,

ohne jetzt Arne angreifen zu wollen(!):
Portalachsen gab und gibt es auch an Hinterachsen von Standardschleppern!
Massey Ferguson, aber auch Fendt Schlepper, sowie etliche andere Hersteller nutz(t)en diese technische Besonderheit aus zwei Gründen: War die Achse nach unten gekröpft, konnte man kleinere Hinterräder einsetzen und hatte trotzdem Bodenfreiheit (Unimog, sowie die meisten Hersteller der 50-er Jahre). War sie nach hinten gekröpft, konnte man längere Unterlenker einsetzen und höhere Hubkräfte am Dreipunkt realisieren und die Position des Zugpunktes des Dreipunkt optimieren. Letzteres wird bis heute so gemacht.
Allgaier Porsche AP 17 ist ein typisches Beispiel der ersten Variante, Fendt Modelle der 60-er bis 90-er Jahre (Farmer) waren nach hinten gekröpft.
Allerdings hört das bei großen Leistungen aus den von Axel genannten Gründen auf, Portalachsen findet man deshalb nur bis in der "Mittelklasse".

FG
Holger

Anbei ein paar Beispiele:

Allgaier System Porsche AP17 (zu groß zum Einbinden):
http://www.7-forum.com/news/2008/technoclassica/porsche/allgaier_ap17_porsche_3867-b.jpg

FAHR:
fahr_neu4.JPG


Deutz (zu groß zum Einbinden):
http://www.deutz-traktoren.de/schnittbilder/d15_schnittbild.jpg
http://www.wombel.de/Oldtimerfreunde-zell/left/oldtimer/D15-2.JPG

Güldner (auch zu groß):
http://www.cfelix.de/bilder/IMG_3943.JPG

FIAT (auch zu groß):
http://www.puddingsworld.com/Machinery/Friends_tractors/Jacks_Fiats/piccola_18/tractor%20draw.jpg

Fendt und MF:
Fendt-Farmer-309-LSA-380393.jpg


http://www.traktorpool.de/media/0838/1190838/318446/Fendt-Farmer-2----FW-139-318446.jpg

http://www.traktorpool.de/media/5984/1215984/491694/Fendt-Farmer-2--491694.jpg
Fendt-306-in-Teilen,-ohne-Kabine-210711.jpg

http://www.traktorpool.de/media/0822/1180822/261283/Massey-Ferguson-274-S-261283.jpg
Massey-Ferguson-393-590066.jpg


Landini:
http://www.traktorpool.co.uk/media/0046/1220046/509713/Landini-POWER-FARM95-509713.jpg

Kramer 1214 (Prototyp):
http://pictures.tractorfan.nl/groot/k/kramer/26253-1014-kramer.jpg

Ganz am Ende ein Landini aus dem aktuellen Lieferprogramm!
 

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holgi63 schrieb:
...
War sie nach hinten gekröpft, konnte man längere Unterlenker einsetzen und höhere Hubkräfte am Dreipunkt realisieren
...
hm, ich frage mich, welche Physik das ist: Längerer Hebel = Größere Kraft? Wird der Hebel länger, ist die Kraft kleiner und der Weg länger oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Wie auch immer: Der Xerion sieht toll aus! Ich bin immer wieder fasziniert über die modernen Superschlepper (und frage mich, wie die finanziert werden). Dennoch gefallen mir die kleinen alten Traktoren besser. Hier in der Gegend war auch noch bis lange in den 70ern ein Bauer, der mit dem Kaltblüter vor dem Pflug unterwegs war.
 
Hallo Christoph,

die Hubstreben werden (in Fahrtrichtung betrachtet) am längeren Unterlenker im Verhältnis weiter hinten am Unterlenker befestigt, daraus resultiert die höhere Hubkraft. Das ist durchaus im Einklang mit den Hebelgesetzen...
Egal, we lang ein Unterlenker ist, je relativ weiter hinten die Hubstrebe angelenkt ist, desto höher die Hubkraft - auf Kosten des Hubweges.

FG
Holger

Das kannst Du übrigens bei den meisten Standardschleppern selbst überprüfen, da sie mindestens 2 Bohrungen im Unterlenker haben. Die (in Fahrtrichtung) weiter hinten liegende Bohrung hebt mehr...


...aber der Thread heißt ja: "Bilder vom Xerion", deshalb mal 3 Stück dazu.
Der Xerion steht und fällt übrigens mit dem Idealismus des Seniorchefs von Claas. Es bleibt zu hoffen, dass ein wenig Spieltrieb auch auf die nächste Generation übergegangen ist oder übergeht.
 

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...und noch mal 3 Bilder.
Stammen vom Feldabend des Claas-Händlers in unserer Gegend.

Leider hatten die MBtrac keinen Fürsprecher in solch hoher Position wie dieses Fahrzeug...

FG
Holger
 

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Is ja ganz nett zum Aufwärmen was hier für Bilder sind...
smil3f60e19d7ef50.gif


...also nichts für ungut... ABER....

DAS ist ein XERION!!!

524 PS - 12500cm³ - 3m breit - 50km/h
...stand einfach so am Straßenrand herum :lol:

xerion5000_01.jpg


xerion5000_02.jpg


xerion5000_03.jpg


xerion5000_04.jpg


xerion5000_05.jpg


xerion5000_06.jpg


PS: Ich habe nachgeschaut... Er hat KEINE Portalachsen :wink:
 
Das ist zum Glück ja alles Geschmackssache...

Er ist auf jedenfall eine imposante Maschine und mir gefällt er.

Zum Thema FENDT möchte ich lieber nichts sagen!
smil3f60e25d668b0.gif


Aber im Gegensatz zum komischen Fendt ist er auch KEIN (von einem tschechischen Ingenieur) geklauter Prototyp mit aufgesetzter Plastikmütze.

Vermutlich wollte Fendt mit ihrem Plastikbomber die 30jährige Vorherrschaft Schlüters mit dem ProfiTrac 5000 TVL als stärksten Schlepper Europas vom Thron stoßen.

feldtag_09.jpg


Mehr Bilder hier: http://www.speedandfun.de/modules/newbb/viewtopic.php?topic_id=325&forum=19

Aber egal wo man schaut, es gibt keine Einsatzvideo vom Trisix zu sehen (abgesehen vom tschechischen Original, langweiligem im Kreis rumfahren und dem mißglückten Versuch Rückwärts zu fahren in Oberthingau). Der Xerion aber läuft!

Ich würde sogar soweit gehen, den großen Xerion als würdigen Nachfolger eines Schlüter SuperTrac oder ProfiTrac zu bezeichnen...
Ähnlichkeit hat er ja schon:

feldtag_10.jpg

xerion5000_02.jpg



Gruß Michael
 
Hallo,

bei den Xerion-Bildern stellt sich mir die Frage, wie sich so etwas rechnet.

Ich schätze mal, so ein Bock kostet mind. 250.000 €.

Mit 5 % Kapitalrendite gerechnet, sind das im Jahr 12.500 € allein an Zinsen, die der bringen muss. (Mit Eigenkapital gerechnet, bei Fremdkapital entsprechend noch mehr.)

Nach 10 Jahren Einsatz dürfte der ca. 50.000 € Restwert haben. Also verursacht der zusätzlich ca. 20.000 € Abschreibung pro Jahr.

Dann braucht der grob geschätzt ca. 50 l/Arbeitsstunde an Diesel ...

... oh Mann ... mir wird schon ganz schwindelig im Kopf ... ich brech mal besser ab.

gruesse
hueroth
 
@hueroth

Da hast du mit 5% Kapitalrendite ja noch gut gerechnet. Wer hat die denn heute tatsächlich noch, die 5% ?

Und Eigenkapital um so ein Teil tatsächlich bar zu kaufen???? Wer schwächt so seine Liquidität und bindet Kapital in so einem Fahrzeug?

Ich denke mal, wenn überhaupt, dann geht das nur mit einer vernünftig kalkulierten Leasingrate und selbst dann wird es noch schwer, sich das Fahrzeug "wirtschaftlich zu rechnen".

Gruß
Stefan
 
leistens406 schrieb:
... Da hast du mit 5% Kapitalrendite ja noch gut gerechnet. Wer hat die denn heute tatsächlich noch, die 5% ? ...
Auf einen 10-Jahreszeitraum gesehen sollte man durchaus mit einer durchschnittlichen Rendite von 5 % ausgehen können (quer über alle Anlageformen).

leistens406 schrieb:
... Und Eigenkapital um so ein Teil tatsächlich bar zu kaufen???? Wer schwächt so seine Liquidität und bindet Kapital in so einem Fahrzeug? Ich denke mal, wenn überhaupt, dann geht das nur mit einer vernünftig kalkulierten Leasingrate ...
Hallo? Leasing kostet Geld! Soweit mir bekannt, sind Leasinggesellschaften keine caritativen Einrichtungen, sondern gutverdienende Finanzunternehmen mit Unmengen ebensolcher Manager.

Eigenfinanzierung dürfte am günstigsten sein. (Siehe oben - du willst ja noch nicht mal 5 % durchschnittliche jährliche Rendite über 10 Jahre haben. )

Danach kommt die Bankfinanzierung.

Und dann kommt Leasing. Da die Leasinggesellschaft auch verdienen will und Risiken entsprechend "einpreist", dürfte das am teuersten sein.

Leider ist es halt so, dass über 90 % der Bevölkerung nicht ausrechnen kann, was Leasing/Finanzierung tatsächlich effektiv kostet, weil das dafür notwendigen finanzmathematische Wissen fehlt bzw. in der Schule nicht vermittelt wird.

Der von Dir genutzte Begriff "vernünftig kalkulierte Leasingrate" wertet eine schlimme Sache unangebracht auf.

gruesse
hueroth
 
Hallo hueroth,

gibt es dich eigentlich auch in "positiv" :wink:
Grundsätzlich möchte eine Leasinggesellschaft wie ein Bank auch Geld verdienen, das ist doch legitim. Im gewerblichen PKW- wie auch Nutzfahrzeugbereich wird doch heute fast alles geleast, warum dann nicht auch ein Xerion. Natürlich ist das Eigenkapital zuerst mal eine günstige Alternative, aber wer hat schon diese Summe wirklich übrig? Und vor allem muss sich doch jeder die Frage stellen ob er dieses freie Kapital nicht besser, sprich ertragreicher einsetzen kann.
Dazu kommt für mich der Faktor Steuer, eine Leasingrate wirkt sich sofort gewinnmindernd aus, ein Barkauf muss über die Laufzeit abgeschrieben werden. Auch das muss für jeden im Einzelfall gerechnet werden.

Grüße

Ralf
 
Hey,...

...der Thread heißt: Bilder vom Xerion!

Bilder!

FG
Holger

..deshalb noch 2 vom Großen auf der Agri
 

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Hallo zusammen,

ich kenn mich in der Landwirtschaft nciht besonders gut aus, deshlb hab ich da mal ne Frage.

gibt es eigentlich immer noch so große genossenschaften oder Betriebe wie früher in Ossiland, die gigantische Flächen bearbeiten? Wo sich dann vielleicht auch so n Xerion rechnen würde?
Und exportiert claas nicht auch ins burgerland? Die amis haben doch auch so riesenmaschinen...

Gruß Freddy
 
Es ist ja nicht nur die Landwirtschaft, die solche Maschinen einsetzt...

An dem von mir fotografierten 5000er war ein Hacker zur Energieholz- und Hackschnitzelproduktion montiert. Diese Maschinen benötigen Leistungen in diesem Bereich. Auch an großen Mulchfräsen benötigt man diese Leistungen.
An solchen Maschinen sieht selbst ein Marktoberdorfer 936 alt aus...

Somit gehören auch Forstwirtschaft und Landgewinnung zu den Einsatzgebieten.

In der Landwirtschaft wird ein Xerion als Zugfahrzeug für große angehängte Bodenbearbeitungsgeräte wie Egge oder Drillkombinationen eingesetzt, auch große Aufsattelgeräte wie Plüge und Aufbauspritzen sind denkbar.
Deneben dient er durch die Rückfahreinrichtung als Trägerfahrzeug für Maishäcksler und Mähwerke (Alternative zum Claas Cougar oder Jaguar).

Selbst bei mir im Allgäu, mit seinen im Vergleich "Mini-Wiesen", fahren die großen Futtertrocknungsanlagen mit 3-achsigen Silierwägen (z.B. Pöttinger Jumbo) durch die Gegend. Als Zugfahrzeuge kommen spezielle MAN-Lkw oder 930/936 Vario zum Einsatz. An den kleineren Ladewägen auch schon mal ein U2400 oder JCB Fastrac. Will gar nicht wissen was da auf großen landwirtschaftlichen Domänen abgeht.

Sicher kein Einsatzgebiet für einen einzelnen landwirtschaftlichen Betrieb, aber durchaus eine universelles Systemfahrzeug für Lohnunternehmer.
Und ich denke mal, das das die Hauptabnehmer für einen Xerion sind.

Und auch so etwas will im voll beladenen Zustand über einen weichen Ackerboden oder eine feuchte Wiese gezogen werden:

guellefass_01.jpg


Mein Spezel der daneben steht, ist gut 1,70m groß. Der Lohnunternehmer dem dieses Monstrum gehört, benutzt zum ziehen einen JohnDeere 8330, der nach eigenen Angaben damit aber am Limit und manchmal auch darüber hinaus ist...

Gruß Michael
 
rm411 schrieb:
... gibt es dich eigentlich auch in "positiv" ...
Natürlich. Wenn eine Sache Hand und Fuß hat und unterm Strich dabei etwas übrig bleibt. Aber nicht bei Leasing, womit man aktuelle Probleme in die Zukunft verlagert und verschlimmert/beschleunigt.

rm411 schrieb:
... Und vor allem muss sich doch jeder die Frage stellen ob er dieses freie Kapital nicht besser, sprich ertragreicher einsetzen kann.
...
Verstehe ich nicht. Wenn Du das Kapital ertragreicher als in den Xerion investieren kannst, dann steckt man es natürlich dort hinein.
Warum aber dann noch die weniger ertragreiche Investion trotzdem durchzuziehen und dann noch zu noch viel höheren Kosten? Die Logig erschließt sich mir nicht.

rm411 schrieb:
... Dazu kommt für mich der Faktor Steuer, eine Leasingrate wirkt sich sofort gewinnmindernd aus ...
Bei einem Barkauf kannst Du meines Wissens nach direkt 19 % Vorsteuer vom Finanzamt zurückbekommen. Dann kannst Du "creativ" abschreiben. Und bleibst fexibel. D.h. Du kannst so wie Du willst und meinst, Deinen Betrieb umstellen und anpassen. Aus einem laufenden Leasingvertrag kommst Du i.d.R. nicht ohne größere finanzielle Verluste wieder raus.

Mit Abschreibungen verschaffst Du Dir Liqudität in der Bilanz. Deine Firma steht finanziell ganz anders dar und ist bei weitem nicht so krisenanfällig wie bei Leasing.

gruesse
hueroth
 
uiuiui, der is ja n paar Nummern größer als die "Fässchen", die bei uns so zu sehen sind... Da können wir Mogler aber einpacken... man könnte höchstens mit nem Reserverad auf der Pritsche hinterher fahren :lol:

Jetzt wird mir langsam klar, wozu man diese gigantischen Maschinen braucht. Bei uns in der Gegend gibts nicht so große Maschinen, weils auch nicht so viel Fläche gibt, wo solche Maschinen benötigt werden. Wenn hier einer mit nem 180-PS-Schlepper rumkurvt, is der schon fast n Großbauer. Es gibt zwar Ausnahmen, aber die sind selten.

Danke für die Info.

Gruß

Freddy
 
Beide Maschinen, den 5000er und das kleine Faß, habe ich in Süd-Ost
Baden-Württemberg fotografiert (Nähe Meßkirch).


Wer die Gegend kennt...., da gibt es keine großen Flächen!
Trotzdem scheinen solche Maschinen die einzige Möglichkeit zu sein, als Lohnunternehmer effektiv zu arbeiten.

Im Allgäu gibt es noch viele Straßen, die kaum breiter als 2,5m sind. Wenn Du da zur Silozeit einem Lohnunternehmer mit seinen Maschinen begegnest, dann hilft nur eines: Rückwärtsgang und weg :oops:


Gruß Michael