Bio-Diesel- künftig für alle!

ThorstenStreit1

New member
18. Aug. 2002
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76275 Ettlingen-Oberweier
Hallo.
in der aktuellen Ausgabe der ADAC-Motorwelt steht ein Bericht demzufolge unsere Volksvertreter mal wieder einen Vogel abschießen. Nach einr EU-Vereinbarung müssen alle Mitgliedsstaaten in den kommenden Jahren einen Anteil von Bio-Diesel im normalen Diesel einführen. Nue unsere Verblödeten machen gleich wieder mal den Vorreiter und mischen gleich 5% von dem alten Pommesfett mit rein obwohl es nur 2% sein müßten zu Beginn! Werden wir denn nur noch von Schwachsinnigen regiert? Die Autoindustrie sagte schon daß es speziell bei älteren Fahrzeugen zu Undichtigkeiten in der Einspritzalnage kommen kann und wird. Soll da unser Wirtschaftsaufschwung herkommen?? Das ist auch eine Möglichkeit die notleidende Autoindustrie zu unterstützen indem man einfach die technischen Vorraussetzungen für einen störungsfreien Betrieb der Altfahrtzeuge entzieht. Wer kann sich aber angesichts der ständig steigenden Belastungen regelmäßig einen neuen Wagen leisten? Wohl nur die Geldsäcke, aber die haben ihre Kohle eh im Ausland gebunkert. Was für mich in diesem Beitrag aber viel wichtiger ist, wie geht es mit unseren alten Unimogs weiter??? Müssen wir dann andere Einspritzpumpen einbauen lassen die Bio vertragen? Wer zahlt diesen politisch verursachten Schwachsinn? Wie immer wir! Zahlen wir nicht schon genug?? Muß der deutsche Michel denn in aller Welt vorrausrennen und zeigen wie blöd er eigentlich ist?? Umweltschutz- alles schön und gut. Aber doch bitte mit Maß und Verstand, herr Tritt-Ihn! Hoffentlich bekommen die in Berlin mal so richtig Volkes Macht zu spüren. Aber die anderen werden wohl den selben Sch..... bauen, nur anders verpackt. Was soll`s, machen wir in typisch deutscher Manier weiter die Faust in der Tasche und lassen uns weiter schickanieren- es war ja schon immer so. Wir haben ja eine moralische Schuld, nicht nur zu Gunsten der Umwelt. Die allein wäre ja schon schwer genug.
 
Hallo,

ich kann deinen Unmut verstehen, schliesslich gehts mir auch nicht besser. Ich fahr auch noch einen Diesel als PKW. Nur soviel von meiner Seite dazu. Ein Bekannter von mir erzählte mir erst die Tage noch, das ein Kollege von ihm (auch ein Bauer) alle Traktoren und Maschinen auf Bio umgestellt hat. Mit erschreckenden Konsequenzen. Die Traktoren bringen nur noch 70% der eigentlichen Leistung. Ständig ist irgendeine Dichting defekt, da das mistige Bio alles zerfrisst. Selbst den Tankschlauch von der Zapfsäule hats dabei zerfressen. Und sowas soll ich in meinen Mog kippen. Niemals. Gut, das war jetzt reines Bio, aber die 5% Zumischung wird sich sicherlich auch irgendwo bemerkbar machen.
Aber was hilfts wir werden wohl kaum drum herum kommen den Kram zu tanken.
Oder hat einer ne Alternative ?


Michel421
 
Hallo,

als erstes:
Recht hast du Thorsten, in ALLEN Punkten - genau meine Meinung !

zweitens:
Ich könnte ja eigentlich sagen, kauft euch alle nen 404 ... ;) ;

Ich habe mich aber trotzdem schon mal damit beschäftigt, und muss sagen ich finde das alles wirklich ziemlich scheise, den wir haben auch noch einen älteren Fendt, und anderes in der Umgebung, was kein Benzin säuft ...
Also ich habe mich mal bei einem Bekannten erkundigt, bis jetzt ist es wohl so, das nur die Aral-Öl-Großläger die Bio suppe zumischen, aber sobald das *Dingsbums* vom Triti(h)n Rechtskräftig wird, werden es wohl alle machen müssen ....
Ich habe bis jetzt sowie so schon immer nur an der LKW Säule getankt, weil da nicht die bis jetzt schon üblichen Zusätze bei sind (subjektiver Eindruck von mir = besser), wie das dann wird weiß ich nicht, ich denke die Mischen das unter jeden Diesel ?!

Tja, tut mir leid, ist zwar nicht legal, aber bei unseren Hofschleppern etc. werden wir dann wohl (wieder ;) ) zum *Heizungs-Diesel* greifen...
[Ich hab nichts gesacht;-) ]



[Editiert am 30/3/2004 von Carl-S.]
 
Hallo,

Ich habe den Artikle auf der Homepage vom ADAC nicht gefunden. Aber ich finde nur über BIODIESEL die Freigaben der Autohersteller und einige geben erst ab Baujahr 1995 oder 2001 die Freigabe.

Ab wann soll den das Beigemischt werden ?

Mischt ARAL das schon dazu, oder hab ich das jetzt falsch verstanden ?
 
Hallo \"Immo\",

um korrekt zu bleiben, ich hab es nur von einem Bekannten gehöhrt, kann es also nicht bestätigen!
Er sagte aber, das die Aral Großläger das wohl schon zumischen - ich werde noch mal nachfragen.
 
Wenn ich es richtig im Kopf habe, mischen Österreich und Frankreich schon länger \"Bio\"diesel zu.
(Hat übrigens mit Pommesfett nix zu tun. Sowas könnte ich verstehen)
Fragt mich jetzt aber nicht nach den Prozenten.
Beim Benzin soll Alkohol dazu.

Ist doch ne ganz einfache Rechnung.
Wenn der \"Bio\"diesel ein Jahr braucht, um einen Motor hinüber zu kriegen, dann dauerts bei 5% eben 20 Jahre.
Stellt also für die Überlebensdauer eines neuen Automobils kein Problem da.

Thorsten
 
Hi Thorsten!

Ich glaube die Rechnung geht nicht auf .... wann ist ein Motor 10, 50 oder 90% kaputt?? Und wodran??

Gruß Michi!
 
Hallo,
rüstet doch alle einfach auf den \"elsbet\" oder wie das auch immer geschrieben wird um. Dann könnt Ihr doch mit Eurem Mog einige gepachtete ha bearbeiten, Raps anbauen, Öl herauspressen und reinigen und dann damit fahren. Da Ihr dann ja auch noch Ackerbau betreibt können die, die noch kein grünes Nummernschild haben sich ja auch noch darum kümmern. Na ja, ist vielleicht etwas übertrieben aaaber - ;)
Und die 404 Fraktion kann ja folgendes machen wenn die auf Alkohol verzichten will. In Kuba einige \"kleinbiogasanlagen\" ansehen, diese hier nachbauen, das Gas als Antrieb eines Generators oder einer Heizung für´s Haus und für den Mog nutzen. Der Koffer ist ja für ein Gastank groß genug. Und die Biogasanlage füttert Ihr mit Haushaltsabfälle, Gartenabfälle und sammelt einfach mal einige Maiskolben vom Acker oder lasst mal ein Fass Gülle vom Landwirt bei Euch entsorgen.
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Aber zum Tanken Lkw / Pkw Diesel
100% bin ich mir nicht sicher, liegt evtl auch am Preis - Lkw und Pkw gleich - in unsere Raiffeisen Tankstellen bekommen die Pkw den gleichen Spritt wie die Lkw ( und umgekehrt): Die Lkw - Tanksäulen besitzen nur dickere Schläuche. Na, und von mir ist Holland nur max 45- 50 km entfernt. Dann werden da mal 200 Liter Diesel hergeholt. Oder soll ich mir ein Vorrat für die nächsten Jahre schaffen indem ich ein unbenutzen Erdtank mit 10.000 Liter füllen lasse? - der Kredit wird teuer.
bGruß
Bernd Thomes
 
Bernd ab 2005 mischen die Holländer auch Bio dazu. Die fangen aber erst mal mit 2 % an. Wir müssen mal wieder Vorreiter sein und 5 % beimischen. Seit Anfang diesen Jahres mischt der BP - Konzern ( in Deutschland = Aral) 5 % Bioanteil dazu. Zumindest in den 100 % igen Tanklägern. (Gelsenkirchen, Hünxe + Lingen). Alles im Einklang mit der DIN-Norm. Ich frage mich nur ob auch Landwirtschaftliche Geräte, die im Herbst abgestellt werden und zu Ostern aus der Ecke gezogen werden im Tank keine Ablagerungen haben. Mir past das ganze auch nicht. Habe gestern mit einem Spediteur gesprochen, der für ca. 1 Jahr auf Bio umgestellt hat. (ich habe Ihn gewarnt) ca 40 LKW, überwiegend MAN. Nun wurde der Tank gereinigt und \"normaler \" Diesel wird verfahren.

aus Schaden wird man klug

Gruß
Frank
 
Hallo,
da hab ich ja was losgetreten. Ich find Eure Beiträge durchweg spitze!
Das ist mal wieder typisch deutscher Michel: einige EU-Vertreter haben eine Idee, egal wie schwachsinnig sie auch sein mag, und unsere Politiker rennen sofort los um sie noch präziser als verlangt umzusetzen. Wenn 2% verlangt werden machen wir doch gleich 5% draus. Auf der anderen Seite wird in irgendeinem Kyoto-Protokoll verlangt daß der CO2 Ausstoß gesenkt wird. Jawohl, machen wir. Egal wieviel Arbeitsplätze dies bei uns kostet. Auf der anderen Rheinseite bei uns hier, im Reich der Gallier, kommen sie wahrscheinlich nicht mehr zum schlafen vor lauter lachen über die Deutschen! Glaubt denn irgendeiner hier daß eine andere Regierung solche Anstrengungen zu lasten ihrer Wirtschaft machen wird wie unsere??? Auf der ganzen restlichen Welt wird weiterhin produziert und verdreckt auf Teufel komm raus, nur wir klammern uns verzweifelt an unsere Grünen. Als ob die jemals eine effektive Problemlösung gehabt hätten. Gut, die anderen sind nicht unbedingt besser. Aber müssen wir von allem das miserableste haben? Ich laß in den nächsten Tagen auf jeden Fall noch meinen 1000l-Dieseltank volltanken, das reicht mir dann doch einige Zeit. Dann werden wir weitersehen. Vielleicht gibts ja doch noch Hoffnung.
 
Hallo,

also, mir graut auch jetzt schon davor, den ganzen (technisch unqualifizierten) dreck im tank zu haben ! ob die 5% jetzt so viel mehr ausmachen wie die 2, ist natürlich fraglich ...

jedenfalls haben wir zur zeit nur noch dieselfahrzege im einsatz - und was machen z.b. die motor-zuheizer oder standheizungen mit dem bio-diesel ?? alle 2 jahre neue brennkammern, dichtungen, etc ? oder die mogs (und andere maschinen mit diesel-motor !), die die meiste zeit nur stehen und nur gelegentlich fahren ?

eindeutig mal wieder ein guter versuch, die wirtschaft anzukurbeln (durch erhöten reparatur- und e-teileaufwand...) - auf die falsche art und weise ! und wir wundern uns, warum wir in D immer uneffizienter und teurer werden mit den paar produkten, die wir noch im land herstellen ...
aber das bezieht sich auf die ganzen übertriebenen auflagen, abgaben und bestimmungen und vorschriften, die wir im land haben.

trotzdem bin ich der meinung, daß die idee prinzipiell nicht schlecht ist - was meint ihr, wie lange wir bei dem (ständig weiter stegenden) verbrauch an mineralöl noch vorräte haben ? wenn wir pech haben, erleben wir und unsere mogs das noch ... wir sollten uns also rechtzeitig was ausdenken ! zumal ich der meinung bin, daß das mineralöl eigentlich sowieso viel zu schade zum einfach verheizen ist !

okay, mangels gleichwertiger (finanziell und technisch/energetisch) ersatzmöglichkeiten drücke ich auch fleißig auf\'s gaspedal ! aber zumindest die heizung in der wohnung läuft mit holz :-)

was ich sagen will: nicht die beimischung von nachwachsenden ölen ist das problem, sondern, daß bio-diesel kein gleichwertiger ersatz (1:1 !) für mineral-diesel ist ! d.h. die herren chemiker müßten noch mal ein paar hausaufgaben machen und eben doch versuchen, was besseres zu basteln, bevor man es auf breiter basis einsetzt.

bis es den ersatz gibt, muß parallel dazu das herkömmliche material unverändert lange genug verfügbar sein, z.b. so wie bei der bleifrei-einführung der fall war.
man kann doch nicht erwarten, daß jetzt plötzlich sämtliche arbeitsmaschinen (die teilweise ziemlich alt sind) umgerüstet oder weggeworfen werden, oder ?

die einführung von bio-diesel muß dann auch preislich attraktiv sein - es bringt nichts, wenn man dann genauso viel dafür zahlt (preis: 80%, energiedichte: auch 80% vom diesel, also wo liegt der vorteil ???) oder das ganze fahrzeug dann von problemen und verschleißteilen nur so wimmelt !

parallel dazu muß natürlich die umstellung bei neuen motoren erfolgen, damit dann die verfügbaren bio-öle benutzt werden können.

wichtig ist eben, daß wir weltweit (!) so schnell wie möglich das verbrennen von mineralöl auf das verbrennen von nachwachsenden ölen (oder anderen sinnvollen energieträgern) umstellen, und zwar mit der derzeit existierenden technik wie auch mit neuen technologien ! sonst ist in einigen jahren der ofen aus - und dann stehen wir dumm da in unserem übertechnisierten land ohne ausweichmöglichkeiten und ressourcen !

ergo: schnellstmöglich umstellen, aber eben nicht mit so idiotischen ansätzen wie diesen. nicht erst die leute auf was trimmen und die wirtschaft drauf aufbauen (z.b. kfz im allgemeinen, diesel-maschinen im speziellen - es gäbe genug andere möglichkeiten statt diesel-motoren !) und dann immer drauf rumhacken und schließlich sagen: ätsch, verarscht !

na ja, wir werden sehen ... lassen wir uns den spaß am mog nicht verderben !

Andreas
 
He, nix gegen den Michel, gell :D :D :D

Aber Du hast vollkommen recht. Ein bisschen wird gefordert und wir doofen Deutschen preschen voran. Naja, was willste dagegen machen ?

Michel421
 
Wenn Bio, dann richtig! Also sollen sich die Konstrukteure bei den großen Motorenbauern mal von der Mineralöllobby lösen und amtliche Pflanzenölmotoren auf den Markt bringen. Aber das ist weder wirtschaftlich noch politisch gewollt. Da könnten dann die Bauern ja auch mal dann eine Mark verdienen ... und dann die bösen Monokulturen, stattdessen wird durch die neuen Prämienmodelle wertvolles Agrarland wieder zu Brache werden. Schöne Aussichten.

Gruß Michi!
 
Hallo,

--> Michi,
auf sowas wollte ich ja auch ungefär raus: alle brachflächen mit öl-/biomasse produzierenden pflanzen vollbauen und damit dann ölmotoren und stationäre festbrennstoffanlagen betreiben, um mal endlich unabhängig von dem \"mineralölkram\" zu werden.

aber wie du sagtst - damit würde man der landwirtschaft eine macht zugestehen, die man ihr seit abschaffung der nahrungsmittelknappheit aberkannt hat ! und es könnte sich jeder seinen triebstoff selber machen, wenn man das öl direkt verbrennen könnte (solche motoren gibt\'s sehr wohl !) - damit wäre die abzocke dahin. also baut man weiterhin immens aufwendige chemisch-technische prozesse ein (siehe RME), um das zu verhindern ... (okay, diese darstellung dürfte etwas überzogen sein, RME kann man wohl auch in privaten anlagen auf dem hof herstellen, und man bewahrt sich damit auch eine - zumindest teilweise - \"kompatibilität\" zum mineral-diesel, aber man gewinnt schon manchmal den eindruck, daß es so gewollt ist !

davon mal abgesehen - falls man wirklich bio-öl (oder ähnliches, stichwort: festbrennstoffe aus bio-masse) in großem stil propagieren und verbrauchen würde, dann würde das zeugs sicher nicht von den total überteuerten deutschen betrieben produziert, sondern mit einem gigantischen transportaufwand aus ländern mit billigst-anbauflächen produziert ... oder ?

mfg,
Andreas

PS: \"Power to the Bauer\", hieß das mal früher, oder nach dem Motto: \"Mein Tnkinhalt wächst auf meinem Acker !\"

irgendwo im Web hab\' ich mal ein rezept zur herstellung von RME aus pflanzenöl gesehen ... !
 
Hallo,
ich hab gerade die Tage einen Achsölwechsel gemacht- mit Mineralöl! Wenn das der Tritt-Ihn wüßte.
Spaß beiseite. Ich hab nichts gegen die Bioöle dort wo man sie sinnvoll einsetzen kann. Bei meinen Kettensägen verwende ich seit Jahren nur Bio-Kettenöl und benzolarmen oder gar benzolfreien Sonderkraftstoff der teurer ist als normaler. Das ist mir meine Gesundheit schon wert. Oder wenn ein Bagger in einem ökologisch beudeutsamen Gebiet arbeitet und mit Bioöl befüllt wird kann ich dies durchaus nachvollziehen. Gleiches gilt für Forstmaschinen die z.B. in Wasserschutzgebieten eingesetzt sind. Ist in Ordnung so. Warum sollte nicht der Landwirt mit dem Ertrag seiner Flächen tanken können? Ganz klar: weil dann die Mineralölsteuer fehlt!! Gibt es etwa für den Mischdiesel eine Steuermäßigung? Träumt weiter! Nicht in Deutschland. Anstatt sich immer neue Steuerquellen zu suchen sollte man vielleicht eher mal auf der Ausgabenseite kürzen. Hier einige Vorschläge von mir:
-Politikerdiäten deutlich kürzen
-Ausgaben für EU deutlich kürzen (wir zahlen doch eh viel mehr als wir jemals bekommen)
-Wirtschaftshilfe ins Ausland streichen (das Geld kommt doch niemehr zurück)
-Ostkredite streichen (siehe oben)
-mehr Macht für den Bundesrechnungshof (was die alles audecken,....!)
-Regress für Steuerverschwendung ( LKW-Maut,.....)
Diese Liste liese sich problemlos über Seiten fortsetzen.
Was sollen eigentlich die Demos der Gewerkschaften von gestern bringen? Genau die haben doch die Roten jahrzehntelang unterstützt und gewählt! Und nun schreien die am lautesten gegen die rot-grünen Vorschläge. Hier kann doch etwas nicht stimmen. Wozu eigentlich Mehrarbeit? Sind denn etwa schon mehr Aufträge da? Es glaubt doch wohl keiner ernsthaft daran daß wenn wir 2 oder 5 Stunden länger pro Woche arbeiten mehr Arbeitsplätze entstehen. Im Gegenteil, die geldgeilen Unternehmer werden Arbeitsplätze weiterhin bei uns hier abbauen und ins zukünftige EU-Ausland im Osten verlegen. Mann oh Mann, in diesem Land läuft doch einiges schief.
 
Hallo Thorsten,
Im großen und ganzen Stimme ich dir zu, vor allem im Bezug auf die EU, aber das mit den Politikergehältern, naja da bin ich etwas andere Ansicht:
1. Das ist bei den Summen mit denen in der Politik hantiert wird ein Tropfen auf den heißen Stein.
2. Noch schlechtere Bezahlung noch schlechtere Köpfe, wer was drauf hat, geht nicht in die Politik, denn im Vergleich zu den Gehältern die man vor allem im Ausland in der Wirtschaft machen kann, sind Politikergehälter ein Witz!
3. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, etwas mehr zu zahlen, dafür fähige Köpfe zu bekommen, die sich durch weniger teure Fehlentscheidungen oder weniger benötigte Berater, selber finanzieren würde!

Zum Thema Bioöle:
Ich würde wenns wirklich gleichwertige alternativen gibt umsteigen, denn das könnte mir die Horrorvorstellung, aufgerissene Ölwanne, Hydrauliktank/Leitung usw. und damit verseuchter Boden auf dem Feldweg nehmen!
 
Meinolf Körkemeier hat mir den folgenden Beitrag zum Thema Pflanzenöl zukommem lassen.
Danke dafür.
Thorsten

Evtl. wäre es für Euch interessant, naturbelassenes Pflanzenöl
(z.B.Rapsöl) als Kraftstoff zu verwenden. Speziell die
MB-Vorkammermotoren mit Reiheneinspritzpumpe (z.B. OM 616) sind dafür
sehr gut geeignet. Voraussetzungen sind eine Vorglühanlage mit
Schnellstart-Stabglühkerzen und Einspritzdüsen mit Vorstrahlfunktion
(z.B. Bosch DN 0 SD 265). Beides war bei neueren MB-Vorkammermotoren
(z.B. OM 60x) serienmäßig. Die älteren Motoren kann man entsprechend
nachrüsten.

Reines Pflanzenöl ist, anders als Biodiesel (RME, PME), nicht agressiv
und löst keine Schläuche, Kunststoffe und Dichtungen an.

Umfangreiche Infos und Erfahrungen dazu gibt es im Pflanzenölfahrer-Forum.
http://www.fmso.de
In der dortigen Fahrzeugdatenbank stehen auch einige MB-Fahrzeuge, deren OM 61x/60x mit
Pflanzenöl betrieben werden.

Mit freundlichen Grüßen,
Meinolf Körkemeier

MB 190 D (W201) mit OM 601 (fast serienmäßig), seit 11 000 km mit 100%
Pflanzenöl, bei unter 0°C mit 5-10% Diesel.
 
Hat dennn jetzt schon jemand?
Hallo Mogller,
Hat den jetzt schon einer von euch reines Rapsöl in einem 406 gefahren?
Nix:\"ich hab von einem gehört dessen Schwester...\"
Habe einen 406 BJ.68 mit 70 PS und(einen 411 èr )und einen Skoda Fabia mit 100 PSund das Wägel`chen röhrt gewaltig mit reinem Rapsöl. Heißt Elsbett-steht hinten drauf!
Das Rapsöl kostet übrigens 66Cent/Liter.
Die Links hab ich übrigens schon alle Durchstöbert aber konkrete Erfahrungen mit einem 406 habe ich nicht gefunden.
Nollmichael
 
Ich habe vor meinen Mog-Zeiten einen MB 124er 200D mit 100 % Pflanzenöl etwa 35.000 km ohne jegliches Problem gefahren. Welcher Motortyp genau da drin war müßte ich mal ermitteln, ich habe den Wagen nicht mehr (Dienstwagen bekommen, bei dem ich das noch nicht wage).
Aber: seit einigen Tagen habe ich einen 421er von 1986, der erst 13500 km hinter sich hat und mich würde brennend interessieren, ob er PÖL schluckt. Falls jemand schon Erfahrungen hat, bitte ich um einen kurzen Hinweis. Der Vorteil bei dem dünnen PÖL-Tankstellennetz gegenüber PKW ist die leichter vergrößerbare Tankkapazität beim Mog.
 
Ja, ich hab reines PÖL in einem U1000 verfahren. Ich hatte damit keine Probleme. Rapsöl mit Zertifikat kostet derzeit 62 Cent. Die Leistung ist beim PÖL gleich, der Verbrauch auch. Probleme gibt\'s eher im Winter, wenn das Öl dickflüssig wird.

Versucht es einfach und füllt mal bei fast leerem Tank paar Liter PÖL ein. Wenn Ihr dann das Gefühl habt, irgendwas stimme nicht, könnt Ihr ja locker wieder 40l draufdieseln. Ich denke aber, Ihr werdet, schon wegen des angenehm nussigen Geruches und der deutlich niedrigeren Emisionen eher nachölen. (Das Frittengestinke ist RME. Selbst echtes Fritten-Alt-Fett verbrennt mit nussigem Geruch)