Bohrung in Rückwand 411

JürgenAhlden

New member
16. Dez. 2004
230
0
16
Hallo Kollegen, ich möchte mir einen Hauptschalter für die Spannungsunterbrechung (+ oder - Pol?) in die Rückwand des offenen Fahrerhauses einbauen. Dazu muss ich jetzt in mein frisch lackiertes Haus eine große Bohrung einbringen (genaues Maß werd ich nachher mal ermitteln).
Das ganze jetzt mit kleinen Bohrungen in kreisform zu machen und dann zu feilen ist eine (schlechte) Idee.
Gibt es da bessere Lösungen? Ich hatte an ein Gerät gedacht, wie es die Installatöre verwenden, um die Bohrung für den Wasserhahn in die Edelstahlspüle zu bekommen. Gibt es das Gerät in unterschiedlichen Durchmessern und welche Blechstärke ist damit bearbeitbar?
Andere Ideen sind gern willkommen.

Gruß Jürgen
 
Hallo Jürgen,

Beim besten Willen könnte ich Dir die Perforierung Deiner Hütte nicht anraten.
Setze doch vor dem Batteriekasten am Rahmen ein Winkelblech an und befestige hieran einen Bateriehauptschalter oder Natoknochen (gibts in ebay jeden Tag) , trenne die Minuspol / Masseleitung .

Das ist meiner Meinung nach die sauberste und vor allem die baulich kürzeste Lösung.

Schönen Sonntag,

Bernd
 
Hallo Bernd, da hab ich auch schon dran gedacht. Mir graut auch ein wenig davor die Hütte anzubohren.
Ich hatte an einen kleinen Kasten seitlich am Batteriekasten gedacht, der könnte dann auch noch gleich einen Stecker fürs Ladegerät aufnehmen. Im Augenblick schraub ich den Deckel immer mit drei Schrauben ab und klemm das Ladegerät an.
Die Bohrung (wo auch immer) muß 23 mm haben.

Gruß Jürgen
 
Hallo Namesvetter,

ich würde dazu raten daß Du den Batteriehautschalter, direkt in den Batteriekasten setzt, und damit wie es richtig ist die Masseleitung unterbrichst.
Es gibt Spritzwasser geschütze Schalter die für solche Zwecke bestens geeignet sind. Meistens zu finden bei LKW für Gefahrengut.
 
Hallo Leute,
eine andere gute Möglichkeit kann man sich vom 404 abschauen. Hier wird die Masseleitung durch einen Schalter (Natoknochen) am senkrechten Blech unter dem Fahrersitz getrennt. Dort ist es unauffällig und die Leitungswege sind auch nicht so lang.
Gruß, Frank
 
Moin Jürgen,

das "Anbohren" tut weh :wink:

Es gibt diese "Geräte" aber in verschiedenen Grössen.
Ich habe zB. den Ausschnitt für die Tankanzeige ins Armaturenbrett geschnitten.
Passt der Schalter nicht mehr in den Batteriekasten?

der könnte dann auch noch gleich einen Stecker fürs Ladegerät aufnehmen.
Solch eine kleine Steckdose findet man bei mir im Armaturenbrett.
Ein entsprechender Stecker am Ladegerät, und gut issss..
Einerseits kannst Du Strom abnehmen, andererseits die Batterie wieder laden.
 
Hallo alle,
ja das ist nun nicht so einfach. Es gibt für alle Vorschläge gute Gründe und leider auch Vor- und Nachteile.
@Reiner: Die vorgestanzten Ausbrüche im Armaturenbrett habe ich rechtzeitig alle gut mit Standardgeräten heraus bekommen.
Die Blechstärke hat die Stanze (oder wie auch immer das Gerät heißt) also geschafft?!
Den Schalter in den Batteriekasten zu setzen hab ich auch schon überlegt. Das Problem mit der Bohrung ist da aber noch größer, bei mir besteht der Kasten aus 1,5mm VA. Damit hätte ich auch noch keine Lösung für die Nato-Steckdose.
Die kleine Steckdose im Armaturenbrett hilft doch nicht mehr, wenn ich die Leitung unterbrochen habe, oder sehe ich das falsch?
@Frank: So hatte ich mir das ja auch gedacht, zumindest für die Lösung mit dem Schalter. Das hätte den Vorteil mit dem versteckt angebrachten Schlüssel (der auch nicht so schnell verloren gehen könnte).
@Jürgen: Die Schalter sind doch auch so schon teuer genug, jetzt auch noch Spritzwassergeschützt. Ich habe ein Teil von Hella, schadet dem das Spritzwasser? An der Rückseite sitzen die Anschlußschrauben völlig offen.

Ich werd noch mal ein wenig abwarten und mich dann entscheiden.
Noch einen schönen Sonntag.
Gruß Jürgen
 
Hallo Jürgen
Loch-D23mm: Kennst Du die Teile auf dem Bild?
Rechts das ist ein Sortiment von Schälbohrern (bis 30,5mm, der Schaft paßt in jede normale Handbohrmaschine), das andere ist ein Schraub-Locher D32mm (gibts auch in diversen andren Durchmessern).
Die Werkzeuge wird jede Werkstatt haben, die ernsthaft mit Blech arbeitet. Also einfach mal beim nächsten Flaschner oder KFZ-Werkstatt (die nicht nur spachtelt) nachfragen.
Position des NATO-Knochens:
Weißt Du wo das Teil beim 406 verbaut ist? Da wurde es in die Abdeckung der Schaltplatte integriert (war bei meinem original dabei). Dann sparst Du dir Löcher im Blech.

mfG
Axel

PS: Die Schraublocher müßten sogar Elektriker haben, die an Schaltschränken rumschrauben.
 

Anhänge

  • IM006836kl.jpg
    IM006836kl.jpg
    75,1 KB · Aufrufe: 2.290
Hallo Jürgen,

Neue Löcher in Deinen schön und liebevoll restaurierten Mog würde ich nicht bohren.
Selbst bei meinem, der lange nicht so schön dasteht und einiges durchmachen muss, hatte ich Manschetten.
Daher habe ich beides, den Hauptschalter, der selbstverständlich Masse schaltet, und die Steckdose, die allerdings mehr zu Gabelstaplern und weniger zur NATO gehöhrt, in den Batteriekasten gesetzt.

CIMG6347.JPG


Zugegeben, der Batteriekasten ist auch nicht 100% Original und besteht auch aus dickem Stahlblech. Die Löcher habe ich mit guten Stahlbohrern und der Handbohrmaschine gebohrt. Das große Mittelloch des Hauptschalters mit Schälbohrern, siehe Beitrag von Axel, aufgeweitet.

Vorteil meines Stecksystems. Es ist robust, für sehr hohe Ströme geeignet und sehr günstig verglichen mit dem NATO-Kram. Allerdings nicht kompatibel hierzu, es sei denn man Schaft sich bei Bedarf einen selbstgebauten Adapter.
 
@Axel: Jetzt wissen wir schon mal wie das Gerät heißt "Schraub-Locher".
Die Schälbohrer habe ich, allerdings noch nicht verwendet.
Egal welche Variante, damit komme ich weiter. Danke.
@Jürgen: Seh ich das richtig? Du must hinter den Batteriekasten greifen und den Schlüssel drehen. Warum hast du den Schalter nicht an die rechte Wand angebracht, Wasser?

Für die Anregungen erst einmal vielen Dank. Mal sehen, wie es letztlich wird.
Gruß Jürgen
 
Hallo Jürgen,

Ja, dass siehst Du richtig, ich greife um den Batteriekasten.

Gründe:
1. hier war bereits ein 2. Loch unter der Kabeldurchführung, welches ich nur etwas mit dem Schälbohrer weiten musste;
2. dabei konnte ich bequem von vorne arbeiten;
3. Man sieht den Schalter nicht auf den ersten Blick. Dh. ein klein bisschen primitive Wegfahrsperre für den Laien, nachdem das Zündschloss (kann man es so nennen) bereits mit einem Nagel überlistet werden kann.
 
Hallo Jürgen,
ich bohre Löcher in Blech immer mit HSS Lochsägen, die gibt es in allen Abmessungen und haben den Vorteil das Zentrierung durch den Mittenbohrer , man kann auch Rundungen und unebene Flächen relativ gratfrei durchbohren/sägen , in jedem Metall , auch VA (mit Wasser kühlen-niedrige Drehzahl)
Meine Ausschnitte im Armaturenblech 60mm und 80mm habe ich ohne probleme hinbekommen

gruss Jochen
Beispielbild eb..
 

Anhänge

  • lochsäge.jpg
    lochsäge.jpg
    19,3 KB · Aufrufe: 2.000
Hallo Jochen,

verwendest Du solche Bohrer freihändig? Mir sind die großen Schälaufbohrer schon oft unheimlich genug und haben mir die Bohrmaschine aus der Hand gerissen!
 
Hallo Christoph,
ganz ganz vorsichtig Freihändig, aber die sind so scharf das man kaum hängen bleibt. Durch den Zentrierbohrer geführt kann mann die Säge praktisch durchschleifen lassen,wie gesagt es gibt noch nicht einmal einen scharfen Grat
Im armaturenbrett hast du nicht die möglichkeit einer Fixierung.
Sonst nutze ich diese Lochsägen natürlich nur in der Standbohrmaschine und das Werkstück fixiert
(immer auf Sicherheit bedacht)
gruss Jochen
 
Grüß euch!

bin zwar noch lange nicht soweit den Hauptschalter anzuklemmen, aber eine Frage stellt sich mir doch.....

Warum die Masse trennen?

Es ist mir klar das dies der einfachste und schnellste weg ist ALLES stromlos zu machen. Aber ich habe z.B. eine Uhr eingebaut und die soll weiterlaufen... also ein Kabel gelegt...
Das würde den Hauptschalter(Masse schaltend) überbrücken.
Und dann einmal vergessen den Hauptschalter einschalten und starten... ich denke so ein nachträglich verlegtes Kabel, sagen wir 1,5 mm2, weil ja nur die Uhr draufhängt, fängt dann zu glühen an...

Ich habs bei mir so geplant, dass der Pluspol getrennt wird.
Da kann ich dann z.B. für die Uhr ein Pluskabel extra direkt zur Uhr an deren +-Klemme legen. Die Uhr funktioniert normal und der Hauptschalter erfüllt trotzdem seinen Zweck...

mfg Andreas
 
Hallo Andreas,

da kann ich dir nur beipflichten. Bei den neuen LKWs laufen die Uhren auch weiter. Sonst müssten die immer den Fahrtenschreiber, Radio und die OBU neu einstellen. Wie das konstruktiv gelöst wurde weiß ich nicht mehr, kann mir aber schon vorstellen, dass die den +Pol trennen. Das Kabel mit 1,5mm² würde ganz sicher glühen und an einer Schwachstelle durchbrennen.

Gruß
Schorsch
 
Hallo Andreas,

Warum die Masse trennen?

Schnelle Antwort, weil es einfacher ist, Du schreibst es ja bereits :D

Generell ist es elektrisch gleichwertig in welche der beiden Leitungen, die von den Batteriepolen abgehen, der Hauptschalter eingesetzt wird.

Der Vorteil der Masseabschaltung liegt eigentlich nur an der etwas einfacheren Montage und eventuell etwas einfacherer bzw etwas billigerer Schalter.
Der Schalter wird meistens an einer stabilen Halterung, bei mir z.B. Batteriekastenwand befestigt. Diese ist dann ebenfalls meistens aus Metall und somit höchstwahrscheinlich mit der Fahrzeugmasse direkt verbunden.
Oft ist dann auch der Abstand der Anschlussklemmen zu einem Bauteil der Fahrzeugmasse geringer als bei den Batteriepolen selbst.
Im unwahrscheilichen Falle eines Defektes des Hauptschalters könnte bei ein Kurzschluss zur Fahrzeugmasse erfolgen. Bei der Masseabschaltung ist dies unkritisch. Bei der Plusabschaltung führt dies aber zu einem direkten Batteriekurzschluss mit der möglichen Folge eines Kabelbrandes oder schlimmeren.
Bei den einfachen Trennschaltern mit offenen Kontakten, kann unter Umständen, je nach Einbauort, die Watfähigkeit des Fahrzeugs beinträchtigt werden. Nähmlich dann wenn durch Feuchtigkeit ein Kurzschluss zwischen Masse und den Kontakten hervorgerufen werden kann. Hier empfiehlt sich dann eventuell ein entsprechend gekapselter Schalter (teuer).
Auch ist bei den wenig häufigen Fällen des An und Abklemmen bei der Plusabschaltung ein Augenmerk auf die Reihenfolge zu legen, um nicht versehentlich mit dem Schraubenschlüssel einen Kurzschluss herbei zu führen.
Generell gilt eigentlich immer zuerst den Minuspol abklemmen und zu letzt wieder anklemmen. Dies ist bei der Masseabschaltung allerdings eher unkritisch bei der Plusabschaltung aber unbedingt notwendig.

Wenn Du permanente Verbraucher im Fahrzeug haben möchtest, Uhr, Fahrtenschreiber, Radio mit flüchtiger Programmierung etc. bleibt Dir allerdings eigentlich nur die vernünftig ausgeführte Plusabschaltung mit paralleler getrennter Versorgung der permanent betrieben Geräte.
Eine Masseabschaltung mit einer parallel geführten Masseleitung für einen Verbraucher ist nur möglich, wenn dieser Verbraucher auf gar keinen Fall, Gehäuse, Beleuchtung etc mit der Fahrzeugmasse verbunden ist. Andernfalls raucht das Kabel ab, wenn mal vor dem Anlassen der Hauptschalter vergessen wurde.
Eine einzige aber unelegante und nicht empfohlene Alternative wäre eine Masseabschaltung mit einer kleinen direkt am Schalter befindlichen parallelen Sicherung (2-4A). Dabei könnten kleine Verbraucher, Uhr etc. weiterarbeiten auch wenn der Hauptschalter getrennt wird. Allerdings fließen auch alle kleinen Kriechströme weiterhin, so dass der ein Hauptnutzen des Trennschalters hinfällig ist. Wird jetzt versucht zu starten, oder auch nur das Licht brennen lassen, fliegt die Sicherung raus und nichts weiteres passiert.
 
Hallo Schorsch,

hab grad bei unserem Feuerwehr-Unimog nachgeschaut.
Auch bei dem ist die +-Leitung durch den Hauptschalter getrennt.
zur Uhr, Radio, usw. geht eine 1,5mm² Leitung, die extra abgesichtert wurde.
Allerdings ist der Hauptschalter in ein Kunststoff-Drehteil eingebaut und damit gegen die Karosserie-Masse isoliert.


mfg Andreas
 
Hallo alle, ich werd bei mir auf alle Fälle den Minuspol aus den genannten Gründen trennen. Ständige Verbraucher habe ich nicht, ein Radio könnte ich während der Fahrt gar nicht verwenden, ist alles viel zu laut in der Bude.
Ist jedenfalls eine interessante Diskussion gewesen.
Die Variante mit der Lochsäge ist nach dem ersten Anschein nicht so vertrauenserweckend. Aber Jochen berichtet da ja durchaus positiv, ich werde es dann mal versuchen. Alles andere ist bei den größeren Bohrungen wohl auch mehr Murks.

Es gibt noch viel zu tun.
Gruß Jürgen
 
Andreas,

beim Durchlesen der Beiträge vor Deinem dachte ich daran, etwas Ähnliches wie Du dazu zu schreiben.

Wir haben auch einen Masseabschalter (vielleicht Warschauer-Pakt-Knochen) am U421 eingebaut, wie es in Russland üblich ist. Plus-abschaltung ist gänzlich unbekannt gewesen.

Danach kamen mir dann auch Zweifel, ob das so richtig war, gerade wegen der ebenfalls russischen Borduhr, die unbedingt beim Wiedraufbau zusammen mit einem vergodleten Außenthermometer, - für EUR 90 bei ebay ersteigert, man hat ja sonst keine Freude im Leben -, isntalliert und dann auch ständig weiter schnurren sollte.

Als ehemaliger Besitzer eines russischen UAZ-Geländewagens war ich so auf die Masseabschaltung fixiert, dass mir völlig entging, dass im Handel in D auch Plusabschalter angeboten wurden.


Unsere Lösung sieht jetzt folgendermaßen aus:

a) Der Umbau von Masse- auf Plusabschaltung stand nicht mehr zur Debatte, da der Mog schon frisch lackiert war.

b) Bei einem Moskauer Autoteileladen gab es die gleichen russischen Uhren mit Plastikgehäuse; ca. 12 EUR, könnte ich jederzeit besorgen.

c) Unser Batteriekasten ist auch nicht mehr ganz original, da hier der Bedarf nach größeren Akkumulatoren für Dieselmotoren im Raum steht, wegen der Kälte zum einen, aber auch, weil der Unimog aus Gründen der Verkerhssicherhiet mit vielen zusätzlichen Postitions-, Brems und Blinklichtert ausgestattet ist, - was mir schon viel Spott im Forum einbrachte.

d) In den geräumigen Batteriekasten wurde ein 4-er Sicherungskasten eingebaut.

Eine Minus-Sicherung sichert die extra verlegte zusätzliche Masseleitung (31b), also geschaltet über einen kleinen Zugschalter (ebenfalls auf Masse) für alle Fälle gegen Durchglühen ab, wenn es zu dem oben geschilderten Fall beim Anlassen kommen sollte.

An einer weiteren Minus-Sicherung hängt dann noch ein 2-poliger Steckdose außen am Kasten. Dieser wrude vorgesehen, falls eine Havarie bei Dunkelheit Nacht erfolgt und weitab der Zivilisation die Batterie während der Arbeiten stark beansprucht werden könnte.

Außerdem kann man über diese Stecksdose auch mal ein kleines Batterieladegerät anhängen, ohne gleich den Batteriekastendeckel aufmachen zu müssen. Denn dieser wurde von Vassili mit einer "Sekretka", einem Schloss ohne Schlüssel versehen, da man hier Akkumulatoren, Feuerlöscher und vieles nicht einfach so ungeschützt abstellen sollte....

Der zusätzliche kleine Zugschalter (31b) kann beim Ladevorgang die Masse zur Uhr trennen, damit ggfs. der Chronometer nicht durch unkontrolliert hohe Ladespannung zu Beginn des Ladevorgangs zu Schaden kommt.

An der dritten Massesicherung hängt dann noch eine Steckdose und eine ebenfalls einer masseisolierter Kofferraumleuchte im Motorraum.

High Tech made in Russia! Hoffe, dass was für Deine Lösung dabei war. Wurde auch schon mit frischem Neuschnee für meinen Beitrag belohnt.

Gruß! Karl