Bracken bzw. Bordwände U411

Jürgen411

New member
23. Feb. 2003
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Hallo allerseits!
Besteht nun eine einzelne Bracke bzw. Bordwand aus 4 oder 3 Brettern?
Ich glaube die \"alten\" Achsen bestanden aus 3 und die mit den \"neuen\" Achsen aus 4 Brettern - bin ich da richtig in der Annahme? Ich würde gerne möglichst detailgenau restaurieren.
 
Hallo allerseits!
Besteht nun eine einzelne Bracke bzw. Bordwand aus 4 oder 3 Brettern?
Ich glaube die \"alten\" Achsen bestanden aus 3 und die mit den \"neuen\" Achsen aus 4 Brettern - bin ich da richtig in der Annahme? Ich würde gerne möglichst detailgenau restaurieren.
 
Hallo Jürgen,

mein 411 Bj. 63 hat neue Achsen und 4 Bretter. So betrachtet hast du recht.
Ich habe aber auch schon andere Versionen vom 2010 bis 411 mit alter Achse im originalen Zustand gesehen die ebenfalls 4 Bretter per Bordwand hatten !?
Eventuell haben die Jungs bei Böhringer und Daimler das verbaut was gerade zur Verfügung stand!
Mein Schreiner( Nachbar), der mir das Holz für die neuen Bordwände besorgt hat, hatte so seine Schwierigkeiten die Sorte des original verbauten Holzes zu bestimmen.
Es sah aus wie Buche, sehr feinmaserig und Astfrei.
Eventuell gibt es unter uns jemanden, der die Frage restlos klären kann.!

Auf alle Fälle,
holzige Grüße ;)

Heino
 
Hallo

Würde mich auch interessieren warum es 3 und 4 bretter gab.Ich werde die Bordwände an unserem 411er jetzt auch erneuern.Der ist baujahr 61 und hat 4 bretter und alte achse.Der andere von uns ist von 68 hat auch 4 und neue achse.Die haben bestimmt das genommen was gerade da war.Ich bin selbst Schreiner und hab das Holz bis jetzt auch noch nicht entziffert.Ich werde die neuen aus Meranti machen.Vielleicht findet ja noch einer den grund wegen der bretter.Würde mich interessieren!.Hoffe ich konnte helfen.

schöne grüße Olli aus aachen
 
Hallo
Ich habe einen U421 Bj.70
Ich habe 4 Bretter aus Eiche und bin ebenfalls Schreiner.
Habe mir allerdings letzte Woche eine komplette Pritsche aus Stahl gekauft neu.
Bei mir spielt die Originalität keine so grosse Rolle.
Viele Grüsse aus Niederbayern
Konrad Grötzinger
 
Hallo Jürgen,

hatte im letzten Sommer das gleiche Problem. Mein 411, Bj. 59, hatte Bracken mit 3 Brettern.
Mein Holzhändler hat mit dazu erklärt, dass Brackenbretter mit Nut und Feder üblicherweise aus langsam wachsender nordischer Fichte hergestellt würden.
Standardbreite sei allerdings heute 105 mm, während früher 120 mm üblich waren.

Da die alten 411er-Bracken ja 36 cm hoch sind, kam man früher wunderbar mit 3 Brettern hin.
Um einerseits ein vermünftiges Bild auch mit den neuen 4 Brettern hinzubekommen, andererseits aber auch um die Löcher für die Schrauben der alten Beschläge nicht im Nut- und Feder-Bereich bohren zu müssen, habe ich das jeweils obere und untere Brett
gleichmäßig auf 75 mm Breite gesägt. (Beim oberen Brett die Federseite, beim unteren Brett die Nutseite gekürzt)
Ergebnis sieht ganz gut aus. 120 mm breite Bretter als Sonderanfertigung im Sägewerk zu bestellen, war mir einfach zu teuer.

Gruß Josh
 
Hallo,
meines Wissens wurden die Bordwände beim Bröringer bis 401er aus 3 Bretter erstellt. auch der einige 411er der Anfangsbauzeit sollen 3 Bretter besitzten. Könnte mir vorstellen, daß mit dem Trennen der Pritsche vom Fahrerhaus die Variante mit den 4 Brettern eingeführt worden ist.
Gruß
Bernd Thomes
 
Hallo,
ich glaube kaum daß in der damaligen Zeit so groß nach bestimmten Hölzern gesucht wurde. War sicherlich auch damals schon eine reine Preisfrage was verbaut wird. Ein sehr langlebiges Holz für den Außenbereich ist auch Douglasie oder Lärche, beides einheimische Hölzer mit hohem Harzanteil und recht langsam, also dicht wachsend. Eiche, Buche und nordische Fichte halte ich persönlich nicht für original.
Thorsten
 
Ich habe mal alle alten Fotos untersucht und folgende Varianten gefunden:
ab Einführung der Hydraulik und 3 Seitenkipper ( ca. Herbst 1962 ) immer die Variante mit 4 Brettern, ab Bj. 1958 aufwärts habe ich beide Ausführungen gefunden.
Man weiss aber nie, was da schon mal erneuert wurde. Ein Prototyp hatte übrigens auch 4 Bretter.
Gruss
e.a.
 
Hallo zusammen,

Habe meine Bretter auf meinem U411 Bj. 62 mit alter Achse vor einem jahr erneuert.
Original waren je Seite jeweils 4 Bretter vorhanden aussen 2 mal breit und innen 2 mal schmal.
Mein Tischler hat mir einen Fräser geschliffen, damit die Feder / Nut Verbindung exakt wie beim Original aussieht.
Das Original Material war ESCHE - verwendet für Stiele etc. ist sehr sehr zäh und hart.
Das Ergebnis schaut super aus - achteung der erste Anstrich muss ein sog. Bläueschutzmittel sein, sonst hält der lack nichtt.

Einziges Problem das ich hatte / habe : Die Nieten für die Blechunrandung sind in der richtigen Länge einfach nirgends zu kriegen.
Vielleicht hat hier einer einen Tipp - Schrauben kommen allerdings für mich nicht in Frage.

ich hoffe ich konnte helfen,

grüsse vom kalten Bodensee
 
Hallo Scal (komischer Name übrigens),

das Problem mit den Nieten hatte ich auch. Die gibts als Ersatzteile für den U411 bei DC nämlich nicht mehr.

Aber: Frag bei deiner hiesigen Unimog-Vertretung mal nach Nieten für die Bordwände des U421. Die gibts nämlich witzigerweise noch und die Holzbordwände des U421 waren ja bekanntlich identisch zum U411 und hatten auch die gleichen Nieten.

Die Nieten kosteten letztes Jahr glaub\' ich so ca. 15 Cent/Stk.

Ruf mal bei DC an. Wenn die nix finden melde Dich nochmal. Dann schau ich, ob ich die ET-Nummer noch irgendwo habe.

MfG

Roland Huscher
 
Hallo,

wenn mich nicht alles täuscht, sollte die Nummer N 910006 003007 sein, Preis: 0.39 EUR / Stück. Mich wundert es allerdings, daß es die nirgendwo sonst geben soll...