Bremsausfall 406

desmo

New member
05. Sep. 2005
149
0
16
Polch
www.wbotech.de
Hallo Unimog Gemeinde,
habe am gestrigen Sonntag den 406 Baujahr 1986 aus seinem Winterschlaf geweckt.
Während der Fahrt wurde das Fahrzeug plötzlich langsamer.
Ich hielt sofort an und merkte, dass die Bremse fest war.
Das Bremszeigte keinen Wiederstand und bewegte sich ins leere.
Die Luftdruckanzeige stand permanent auf ca. 2,0 Bar.
Nach mehrmaligem kompletten durchtreten des Bremspedales löste sich die Bremse wieder. Auch die Druckanzeige war dann ordnungsgemäß auf Null.
Da ich auf geteertem Feldweg unterwegs war setzte ich meine Fahrt fort.
Jedoch zeigte sich dieser Fehler noch einige mal.
Was kann hier klemmen oder festsitzen.
Wie bereits erwähnt, ging die Druckanzeige von alleine in die Höhe wie bei einer normalen Bremsung.

Gruß Martin Eisenbürger
 
Ich heisse zwar nicht Helmut, aber trotzdem...
Das sieht nach einem Fehler in dem Bremskraftverstärker aus. Da das Fzg lange gestanden hat, würde ich zuerst mal wie folgt vorgehen: Bei stehendem Fzg und vollem Luftdruck mehrmals das Bremspedal kräftig bis zum Anschlag durchtreten und loslassen, so ca. 8 - 10 mal. ( richtig pumpen ) Evtl. ist da ein Ventil im BKV nur verharzt und löst sich wieder, auch kann ein Spritzer WD 40 oder Ballistol in die Luftleitung zum BKV (vorher ! ) auch hilfreich sein. Wenn das nichts nützt, ist Zerlegen und Überprüfen des BKV angesagt.
Gruss
e.a.
 
Hallo e.a. ich danke Dir für dein Interesse an meinem Problem.
Habe dies bereits probiert, ob es von Erfolg gekrönt ist muß ich abwarten.

Danke, Martin Eisenbürger
 
Hallo Martin!
Wenn ich so nachdenke, scheint das Problem beim hydropneumatischen Anhängersteuerventil zu liegen.
Ich vermute, da dürfte sich ohne hydraulische Beeinflussung Bremsdruck aufbauen und dann die zweite Kammer des BKV beaufschlagen.
Kontrollieren könnte man ob das wirklich zutrifft, indem man einen Anhänger anschließt (oder nur simuliert), denn dann schaltet das blaue Ventil im Motorraum um und sperrt den Luftzufluss zur 2. Kammer (Reduzierung der Bremsleistung bei Anhängerbetrieb). Bei den älteren Baujahren wäre es einfacher, da bräucht man nur den Absperrhahn über der Hecktraverse schließen.
Simulieren würde ich das, indem ich die untere Leitung des Ventiles abschließe und mit einer M 5 Schraube das Ventil mechanisch betätige und das ganze mit Isolierband fixiere und dann eine Probefahrt mache.
 
Hallo zusammen,

zum Thema entlüften noch eine zusätzliche Möglichkeit:

Ähnlich wie das System "Eazy Bleed" kann man auch ein größeres Behältnis mit Standrohr zwischen Bremsflüssigkeitsbehälter und Luftdruckquelle zwischenschalten. Dadurch lassen sich problemlos auch größere Mengen Bremsflüssigkeit durchspülen ohne ständig wieder auffüllen zu müssen. Als Druckquelle reicht auch ein auf 1 bis 1.5 bar gefüllter Reservereifen.

Grüße Bernhard aus Bamberg
 
Herbylix schrieb:
Hallo Martin!
Simulieren würde ich das, indem ich die untere Leitung des Ventiles abschließe und mit einer M 5 Schraube das Ventil mechanisch betätige und das ganze mit Isolierband fixiere und dann eine Probefahrt mache.

Hallo Herbert aus dem schönen Wien, würdest Du mir dies etwas einfacher erklären.
Kenne die Maschine nicht so wie Du;-))

Gruß aus der Vordereifel

Martin
 
Hallo Martin!
Entschuldige dass ich Dich solange warten ließ, ich war einige Tage unterwegs.
Die Mutter der Leitung beim roten Pfeil abschrauben, dann eine Schraube M4 oder M5 ca. 3-4cm lang durch das Loch ins Ventil stecken, dann spürst Du, wie sich ein Kolben gegen Federkraft bewegen lässt. Dann eindrücken und mit Isolierband fixieren und damit sperrt das Ventil die Luftzufuhr vom Bremsdruck zum BKV.
Wenn dann bei einer Probefahrt Dein "Selbsbremsphänomen" nicht mehr auftritt, dann hast Du die Ursache eingegrenzt.
 

Anhänge

  • 3-2 Wegventil   x.JPG
    3-2 Wegventil x.JPG
    61 KB · Aufrufe: 1.178