Bremse

Hendrik_U404

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22. Apr. 2007
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Hallo an alle Schrauber,

wollte meinen Hauptbremszylinder überholen, Rep.-Satz gekauft, Hauptbremszylinder zerlegt, dann kam leider nichts gutes zum Vorschein.

Die Laufflächen des Zylinders haben Spuren (Oxidation...) :(

Jetzt mein Anliegen:

1. Kennt jemand von euch die ATE-Nummer eines neuen/Austausch- Zylinders?

2. Oder hat jemand von euch noch ein gebrauchten Zylinder, bzw. nur das Gehäuse zum Verkauf?

3. Ich möchte den Zylinder morgen mal Hohnen, mal sehen wies dann aussieht. Hat jemand von euch Erfahrung damit, kann man sich überhaupt kleine Spuren leisten? Ich weiß, hohes Risiko bei einer Einkreisbremse!

Bin über jede Anwort dankbar :lol:

MFG

Hendrik
 
Hallo Hendrik,
sofern der Hauptbremszylinder in etwa gleich aufgebaut ist wie die Radbremszylinder hätt ich mit dem überholen keine Probleme -

Rost bzw. Oxid ließen sich bei meine Radbremszylinder so perfekt ausschleifen - der Guss ist so massiv - dass der Rost keine Riefen gebildet hat - mit Riefen natürlich würd ich ihn auch tauschen!

Versuchs einfach mit etwas 600er bis 1200 nassschleifpapier und ein wenig Rostlöser und schleif ein wenig,
dann siehst ja was draus wird

Gruss
 
liebe freunde der unimogbremse,

einen stark korrodierten bremszylinder sollte man nicht ausschleifen. es ist wichtig, daß die passung von zylinder und kolben erhalten bleibt.... mit schleifpapier ausschleifen wird funktionieren, würde ich aber nur als vorübergehende improvisation betrachten....

der hauptbremszylinder ist ein zentral sicherheitsrelevantes teil und da muß man dann schon mal die 200€ für einen neuen in die hand nehmen....

viele grüße

martin
 
Hallo, Hendrik,

wenn die Korrosion nicht allzu schlimm ist und Du ein Hongerät hast, ist das überhaupt kein Thema. (z.B. ein kleines dreiarmiges federgespanntes Fliehkraft-Hongerät für die Bohrmaschine.)
Selbst mit 1200-er Schleifpapier werden maximal ein paar µ Material abgetragen, die der Funktion und Sicherheit des HBZ keinen Abtrag tun.

Aber nicht von Hand schleifen, sondern mit Maschine!

Schleifband ein paar Wicklungen in geschlitzten Rundstahl spannen und in Bohrmaschine einspannen und "rund gehts" Langsame Drehzahl und nicht zu lange.
Immer gleichmäßig rein und raus, damit ein Kreuzschliffbild entsteht. Am besten genau so schnell rein und raus, wie rundherum...

Natürlich ist die Bremse ein sicherheitsrelevantes Bauteil und es sollte nur der schleifen bzw. honen, der weiß, was Rundheit ist.

Die Dichtigkeit wird aber über die Dichtungen erzeugt und nicht über den Kolben.

Die Riefen sollten nach dem Honen bzw. Feinschleifen am besten weg sein, allenfalls noch leicht sichtbar sein.
Die Dichtigkeit und vor allem die Tragfähigkeit für das Schmiermittel (hier die Bremsflüssigkeit) wird ja über eine Mindestrauhigkeit erzeugt, deswegen hont man ja.
Eine spiegelglatte Oberfläche zerstört binnen kurzem die Dichtungen infolge Abscherung des Schmierfilmes. Deshalb ist eine "gerade noch sichtbare" Riefe tolerierbar. Besser ist natürlich, sie ist weg.

Wenn möglich, nicht mehr, als 1 bis 2 Hundertstel abtragen, denke über 5 Hundertstel sollte es nicht sein, dann hast Du ausreichend Sicherheitsreserve, denn das wäre gerade mal ein halbes Zehntel.
Messmöglichkeit?

Anschließend das ganze zusammenbauen, entlüften und den HBZ mal mehrere Male richtig fordern, am besten mal gebremst eine längere Zeit festhalten.

Wenn dann die Flüssigkeit nicht zur Kolbenstangenseite durchgedrückt wird, ist er wieder dicht.

Noch einmal: Das ist nichts für handwerkliche Laien!

Grüße

Holger
 
hallo,

das stimmt im prinzip, nur wenn die oberfläche richtig korrodiert ist, daß muß man schon gerne mal 5/100 wegnehmen, bevor die oberfläche wieder glatt ist und damit dichtet... und das würd ich nicht machen...

viele grüße

martin
 
Also mal ehrlich, bei einer Einkreis Bremsanlage würde ich an einem so wichtigen Teil wie dem Hauptbremszylinder tunlichst die Finger von lassen, geschweige denn anfangen zu schleifen usw.

Man sollte sich selber mal an die Nase packen, was einem die eigene Sicherheit und die anderer Wert ist.
 
Hallo zusammen, ich habe heute mit einem flexiblen Hohn-Werkzeug in der Standbohrmaschine den HBZ gehohnt!
Das geht prima, tolle Oberfläche und kleine Riefen gehen weg. Leider ist im unteren Bereich, wo sich warsch. Wasser abgelagert hat die Oberfläche sehr angegriffen.
Zu viel da gibt es kein Diskussion!

Jetzt bleibt wohl nur noch die Frage, hat noch jemand ein Gehäuse, oder die ATE-Nummer?
 
Hallo,
ich hab noch einen neuen.
Bei Intresse E-Mail an:
the-unimog-men@web.de

Gruß
Matthias
 

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Bei einer Einkreisbremsanlage find ich jedes Teil mehr oder weniger gleich "Sicherheitsrelevant".

Egal was undicht wird - bleibt der Mog nur mehr mit Glück stehen...

wie gesagt - habe nur meine Radbremszylinder überholt - aber meine meinung nach ist so ein Zylinder ein primitives Teil - bei diesen Toleranzen und dieser Art der Abdichtung wird mein "fingergeschliffener" Zylinder (sofern "keine" Riefen sind) genau so gut seinen Dienst verrichten als ein neuer! Ich entferne damit ja nur die Ablagerungen und hohne nicht den Zylinder...

Das Hohngerät für die Bohrmaschine würde ich nit empfehlen - weil auch mit feinen Schleifsteinen per Hand keine so feine Oberfläche entsteht als sie ab Werk ist! (Fingernageltest) Dicht wird ein Zylinder bald - aber wie lang die Dichtung das mitmacht sei dahingestellt!

Mit dem richtigen Werkzeug sicher eine super Sache!
Und im Zweifelsfall lieber neu ;)

mfg