Hallo Thomas,
es gibt bestimmt eine Menge verantwortungsbewußte Prüfer und Werkstätten. Ja, ich gehe sogar davon aus, der überwiegende Anteil handelt Verantwortungsbewußt. Meinen PKW habe ich auch bei einer Werkstatt. Ich habe Vertrauen zu dem was sie machen. Wenn der Meister sagt, mit der Bremsanlage kannst du noch ein halbes Jahr fahren, aber danach müssen wir etwas tun, dann gebe ich sofort den Auftrag dazu. Beim Kauf des Mog's bin ich auch davon ausgegangen, das man einer Vertragswerkstatt trauen kann. Ich habe aus dem Fall gelernt. Nach dem Kauf habe ich mir sämtliche Unterlagen angesehen und Fahrer des Bauhofes gesprochen, in dem er vorher lief. Daher wußte ich auch über die Betriebsstunden Bescheid und die Fehler. Einige Sachen stimmten eben nicht mit den Betriebsunterlagen überein. Übrigens hat die Werkstatt Jahre vorher einen elektrischen Betriebsstundenzähler eingebaut, da der am Motor angeblich nicht mehr lief. Nach deren Auskunft wäre das bei DB ein bekanntes Problem. Ich mußte der Werkstatt allerdings beweisen, das der elekrische zeitweise rückwärts! läuft. Aus unerfindlichen Gründen macht er das tatsächlich, laut Werkstatt ist das technisch nicht möglich.
Übrigens kann ich dem Prüfer schon etwas...
Er unterschreibt den fahrtauglichen Zustand der Maschine. In meinem Fall hätte ich nachweisen können, das dieser Zustand eben nicht fahrtauglich war bei der Übernahme. Für mich bedeutet das, die Plaketten werden teilweise in den Werkstätten in blindem Vertrauen geklebt, ohne sich das Fahrzeug anzusehen. Die Spurstange schlägt nicht aus, wenn ich damit irgendwo gegenfahre, dann wäre sie krumm! Da die Werkstatt mach meinem massiven Auftritt soweit eingelenkt hat, dass sie die Kosten von mehreren 1000Euronen getragen haben, sagt mir, dass sie noch mehr "Dreck am Stecken" haben. Deshalb bin ich da ja auch nicht mehr.
Ich sehe das so: Mit dem TÜV gebe ich ein Gutachten in Auftrag, das die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs bestätigt. Mit seiner Unterschrift steht der Prüfer dafür ein. Da ich nicht befugt bin so ein Gutachten auszustellen, muß ich bei der entsprechenden Stelle dafür bezahlen. Kann ich mich auf ein Gutachten nicht verlassen, ist es wertlos!
Übrigens wollte ich mit meinem ersten Beitrag in diesem Thema nur darauf hinweisen, das mir bei meinem 1200er ähnliches passiert ist mit der Bremsanlage wie Heinz. Außerdem ließ sich der Mog auch überhaupt nicht mehr bremsen - genau wie bei Heinz. Auch bei mir war nur ein Behälter leer. Vielleicht löst das bei einigen Lesern ja einen Denkprozess aus und verhindert falsches Sicherheitsgefühl, so nach dem Motto "ein Behälter leer - macht nix, Notbremsung über 2 Räder funktioniert ja noch" . Ich hatte durch meine Beschreibung auch eher gedacht da kämen Hinweise, so wie " das kenn ich, das liegt daran,...." ,oder "Vorsicht, da kann....".
Aber gut, sonst hatte so ein Problem wohl noch niemand. Außerdem sind ja alle Mogs TÜV abgenommen, die Familien sind sicher, auch wenn einige Forenteilnehmer ihre Mogs mit 4-6t über Kopf drehen und das rein Funmäßig im Gelände zum rumtoben. Naja, ist halt Ansichtssache mit was für Risiken man leben will und mit welchen nicht.
Gruß,
Bolko