Bremsenfrage

alumog

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31. Juli 2005
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Hallo und alles Gute für Euch alle in 2020

Meine Handbremsseile tausche ich gerade aus und es fällt mir auf, dass das dazugehörige Hebelwerk, Spindel, etc. völlig trocken ist. Ich weiß man soll mit den Ölkännchen in der Bremse nicht herumpantschen aber ein Hauch Kupferpaste könnte die Mechanik schon vertragen.

Wie handhabt ihr diese Stelle?

Grüße: Zsolt
 
Hallo Zsolt,

für das Hebelwerk gibt es einen Schmiernippel, damit wird die Lagerung von den Hebeln für Handbremse und Allrad/Sperren geschmiert. Der Schmiernippel sitzt seitlich auf der Lagerung von den Hebeln. Wenn du dir die Mühe machst und den Allradhebel mal von der Welle nimmst, erreichst du darunter auch den Mechanisumus (Kugel mit Feder), der den Hebel in den zwei Positionen fixiert. Wenn du diese Teile reinigst und fettest lässt sich der Allradhebel anschliessend auch wieder leichtgängiger bewegen und rastet sauber ein.

Bei der Handbremse ist ja dann nicht mehr viel übrig. Die Teile der Spindel zwischen dem Handbremshelbel und Seilen kannst du ja leicht einfetten, da besteht ja keine Gefahr daß von dort aus Fett zur Bremse kommt und heiß wird das an der Stelle auch nicht, da kann auch ganz normales Fett verwendet werden.

Diese Teile alle sauber und gängig machen und fetten ist durchaus sinnvoll.

Grüße
Günter
 
Hallo Zsolt,
ergänzend zu der Beschreibung von Günter, der den Bedienungsmechanismus behandelt:
Solltest du den Hebelmechanismus bei den Bremsbacken meinen: Hierfür nehme ich, wie von dir vorgeschlagen, Kupferpaste.
Anbei eine Anschlussfrage: Hat jemand eine bessere Lösung für die M10 Senkschrauben, die die Trommeln fixieren? Ich muss die Dinger regelmäßig aufmeiseln. In der Folge habe ich sie auch schon mal weggelassen.

Gruß Tobias
 
atloff schrieb:
Anbei eine Anschlussfrage: Hat jemand eine bessere Lösung für die M10 Senkschrauben, die die Trommeln fixieren? Ich muss die Dinger regelmäßig aufmeiseln. In der Folge habe ich sie auch schon mal weggelassen.

Hallo Tobias,

die Schrauben fette ich immer leicht mit Kupferpaste ein und ziehe sie nicht sehr fest an, dann lassen die sich auch wieder lösen. Im Fahrbetrieb ungewollt lösen können die sich ja nicht, weil dann die Felge darüber liegt.

Grüße
Günter
 
Hallo,

danke für die Rückmeldungen. Ich habe mich nicht ganz eindeutig ausgedrückt, weil ich nicht gesagt habe, dass ich diese Arbeiten direkt im Bremstrommel gemeint habe.

Wie empfolen werde ich mit Kupferpaste vorsichtig die bewegliche stellen behandeln.

An dieser Stelle wollte ich noch fragen ob Bremsbelege eigenlich altern? Ich habe noch genug Belagstärke aber die aufgenieteten Belege sind Jahrzehnte alt.

Grüße: Zsolt
 
Hallo Zsolt,
sicher altern Bremsbeläge, sie neigen zur Verglasung. Aber so lange die Bremswirkung ok ist, würde ich da nichts wechseln. Öfter öffnen (habe die Schrauben zur Fixierung der Trommel noch nie installiert, da die Trommel ja auch durch die Felge fixiert ist), säubern, abschmiergeln mit feiner Körnung (auch die Trommel) und neu einstellen gemäß Bedienungsanleitung. Wichtig ist gleichmäßige Belagstärke(Einstellungssache) und fettfrei. Meine Beläge sind bestimmt schon 15 Jahre alt und der TÜV hat immer eine hervorragende Bremswirkung festgestellt. Die Handbremsseile zu wechseln ist sicherlich eine gute Idee, da diese schnell vergammeln, d.h. festsitzen und dann die ohnehin schwache Handbremse zum Risiko werden kann. Hat sich bei mir über den laufenden Motor mal losgerüttelt und mein kleiner Sohn saß noch im Mog. Das Brems- und Hebelwerk über dem Getriebe ist Dreck und Staub ausgesetzt. Regelmäßig reinigen, fetten (Schmiernippel als auch die Zahnstange zur Rasterung) und vor allem die drei Bohrungen zur Rasterung freihalten. Mir ist schon passiert, dass ich den Allrad nicht bei Bedarf einlegen konnte aus diesem Grund. Auf die Schnelle hift auch ein wenig W40, Caramba, Rostlöser etc.
Mit Mog Grüßen
Roland
 
Hallo
(habe die Schrauben zur Fixierung der Trommel noch nie installiert, da die Trommel ja auch durch die Felge fixiert ist)
hast du dafür eine fundierte technische Begründung? Es handelt sich dabei keineswegs um eine veraltete Technik sondern wird auch heute noch so verbaut, bei den Bremsen z.B. wenn Scheiben mit integrierter Trommelbremse für die Handbremse verbaut ist.
Leider lässt die Wandstärke der Trommel an dieser Stelle kein üblichen Normschrauben zu.
 
Hallo,

Diese Schrauben gibt es auch in Edelstahl zu Kaufen die dann Ordentlich mit Kupferpaste Eingesetzt und nicht angeballert gehen die auch wieder bei Bedarf auf....

Habe aber auch schon aufgemeiselt, und sogar Ausgebohrt ect. um diese Schrauben raus zu bekommen....und Sie daher auch Irgendwann mal Einfach weggelassen, weil sich mir auch der Sinn nicht Erschliesst was diese Schrauben Bewirken sprich da groß halten sollen wenn der Reifen Montiert ist ....

Gruss Ralf
 
Sorry Helmut,
auch mit Deinen Angaben erschließt sich mir der Sinn für diese Schrauben an meinen Trommelbremsen nicht.
Wäre schön, wenn mir nach Lösen dieser Schrauben die Trommeln "entgegenfallen" würden, aber leider muß ich sich nach wie vor mittels zweier "Druckschrauben" und kleinen Schlägen mit dem Gummihammer von der Nabe etc. lösen.
Da ich auch schon Ralf's Problem hatte (ausmeiseln, ausbohren) habe ich sie einfach weggelassen, zumal ich bei meiner hohen Kilometerleistung die Trommeln öfters zur Inspektion öffnen muß.
Mit Mog Grüßen
Roland
 
Hallo Ihr Lieben,
wollte keine Diskussion lostreten...Auch ich bin letztlich dazu übergegangen die Schrauben bei meinem Reiseunimog wegzulassen da ich die Trommeln oft offen habe und wenig Sinn in den Schrauben sah. (mir ist leider auch noch nie eine Trommel entgegengefallen)
Jetzt habe ich bei einem Zweitfahrgestell mal wieder vor den Schrauben gestanden, gemeißelt, gebohrt und geflucht.
Ich dachte daran, dieses mal moderne Innensechrund Schrauben (TX50) einzubauen um mal wieder vorschriftsmäßig unterwegs zu sein. Einen Versuch geb ich ihnen....
Mit besten Grüßen zum neuen Schrauberjahr!
Tobias