Bremsschläuche zugequollen?

Ckoepke

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01. Juli 2013
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Linkenheim
Hallo zusammen,

ich hätte da mal eine Frage an die Bremsenprofis unter euch.
Ich fahre einen 406er Trommelbremser und habe aktuell (mal wieder) ein bisschen Probleme
mit meiner Bremsanlage.

Nachdem ich schon einiges hier gelesen habe dachte ich das bei mir die Symptome voll und ganz auf zugequollene
Bremsschläuche hindeuten.

Fehlerbild: Nach längerer Standzeit ( ca. 1,5 Wochen) geht nach dem ersten Bremsen mal abwechselnd links und mal rechts die Vorderradbremse zu. Nach kurzer Wartezeit (20 sek.) ist die Bremse wieder offen und bei erneutem Betätigen haut sie dann voll zu. Erneut kurz warten und weiter geht's. Beim nächsten Bremsen gleiches Spiel von vorne.
Was mich nur wundert ist, dass nachdem sich dies 4 bis 5 mal wiederholt hat, die Bremse dann ganz normal funktioniert. Ich habe dann einen super Bremspunkt und kann fein dosiert bremsen und nach dem Bremsen löst sie sofort wieder. Was mir auffällt ist, dass je kälter die Umgebungstemperatur ist, desto länger dauert es bis alles normal funktioniert. Im Sommer habe ich das Problem dann gar nicht.
Was meint ihr dazu, trotzdem Bremsschläuche tauschen oder liegt das Problem doch wo anders?
Radbremszylinder wurden beide schon getauscht - die würde ich daher als Ursache ausschließen wollen.

Danke schon mal im Voraus für eure Meinungen und Hinweise.

Gruß Chris
 
Hallo Chris
ich habe ein ähnliches Problem, auch nach langer Standzeit blockiert das rechte Vorderrad bei der ersten Bremsung. Ich habe auf undichten Bremszylinder getippt, Flüssigkeit tropft in Bremstrommel, da Hygroskopisch folgt daraus Rost, erhöhte Reibung, dann blockieren. Habe jedoch schon mehrmals die Trommel geöffnet und geprüft, keine Leckage festzustellen, auch kein Rost. Wie bei dir ist nach 2-3mal bremsen alles OK. Ich vermute, dass die Bremsbacken irgendwie ungleich ziehen. Da nach ein paar Bremsungen alles prima geht schließe ich die Bremsschläuche aus.
Meine nächste Aktion wird sein die Bremsbacken auf Leichtgängigkeit nach langem Stand zu prüfen.
Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

Die Bremsen sind nicht nach der Standzeit an der Trommel festgebacken, da sich der Unimog ohne betätigen der Bremse leicht Rollen lässt. Problem tritt erst nach Betätigen der Bremse auf. Trommel hatte ich auch schon runter - alles sauber und ohne Rost bzw. Leckage. Somit scheidet das als Ursache auch aus.

Gruß Chris
 
Servus.diese von euch genanten Probleme bei den Trommelbremsern kommen öfter vor.Standzeit+wechselnde Temp(Winter)leichter Flugrost+.Beläge knapp eingestelt.Dann kommts vor bei den ersten Bremsungen das die Beläge sich sperren!!
Habe bei meinen Trommelbremsen die Beläge an den beiden Enden masiv abgeschrägt,eingestellt und gleich wars besser.Muß natürlich nicht bei allen zutreffen,kanns aber schon gewesen sein. Gruß Georg
 
Hallo Chris,

das von Dir beschriebene Fehlerbild hatte ich an einem 406 auch schon einmal. Ursache war, dass die Bremsbeläge an den äußeren Nietungen gebrochen waren und sie sich wohl zeitweise verkeilten. Mit neuen (gebrauchten) Bremsbacken und zugehörigen Trommeln war wieder alles in Ordnung.

Die alten Trommeln dienen seither als Pflanzgefäße im Garten. :wink:

Unabhängig davon empfehle ich jährlich einen Wechsel der Bremsflüssigkeit und alle 10 Jahre den Tausch sämtlicher Bremsschläuche.
 
Moin
Das ist immer das selbe,mit den Trommel 406ern!
Vorausgestzt die Beläge+der Rest ist in Ordnung folgende Startvorbereitung:
im 3ten Gang losfahren+mit dem linken Fuß ein "bisschen" die Bremse treten,dann schleift sich der fast
unsichtbare Flugrost weg,das wirkt Wunder.Einfach mal probieren,bei mir hats jahrelang geklappt+nix gekostet!
Gruß,Rainer
 
Hallo Chris.
Mein 403 mit Trommelbremsen hatte vor einigen Jahren genau dasselbe Problem. Und es waren tatsächlich die zugequollenen Bremschläuche. Exakt die selben Symtome traten auch bei meinem 403 auf. Nach dem Wechsel bzw. Austausch aller Bremsschläuche gegen neue, war das Problem sofort gelöst. Es war nur etwas diffiziele Arbeit, zum Einstellen der Bremsen die Backen ganz knapp gegen die Trommeln einzustellen, da sonst der Pedalleerweg zu groß ist. Bis heute habe ich keine Blockaden oder sonstige Zwangsstopps mehr weil die Bremsen nicht mehr öffneten. Das war oft äußerst unangenehm, wenn man an der Ampel stand und nicht weg kam.
Gruß wermus
 
Hallo zusammen,

Ich bin der Sache gestern nochmal auf den Grund gegangen und das Problem liegt wirklich am Festbacken der Beläge an der Trommel.
Der Tipp die ersten paar Meter rückwärts mit leicht schleifenden Bremsen zu fahren ist die einfachste Lösung und hat tadellos funktioniert. Somit geht der Krug mit dem Bremsschlauchwechsel nochmal an mir vorbei wenn auch nur für heute :wink:
Danke an alle die mir geantwortet haben und mit deren Hilfe ich jetzt wieder etwas Unimog-schlauer bin :spitze

Gruß Chris
 
Ich bin der Sache gestern nochmal auf den Grund gegangen und das Problem liegt wirklich am Festbacken der Beläge an der Trommel.

Moin Chris,

das freut mich für Dich, passt m. M. nach aber nicht zu Deiner Schilderung. :?

Was mich nur wundert ist, dass nachdem sich dies 4 bis 5 mal wiederholt hat, die Bremse dann ganz normal funktioniert

Wenn die Backen während der Standzeit "Festbacken", muß die Bremse bereits beim Anfahren "fest" sein.
 
Hallo Reiner,
Was soll ich sagen - habe es so beschrieben wie ich es wahrgenommen habe.
Kann ja auch nicht ganz falsch gewesen sein, da die Lösung des Problems bei den Antworten dabei war.
Im Prinzip ist es aber jetzt auch egal da ich weis was zu tun ist wenn das Problem wieder Auftritt.

Gruß Chris
 
Hallo Chris,
ich kann dir bestätigen, dass es nicht an den Bremsschläuchen liegt. Ich hab nämlich bei meinem letztes Jahr neue Schläuche eingebaut und er hat dieses 1-3malige einseitige Blockieren bei Fahrtbeginn trotzdem. Nicht immer aber ab und zu und auch nur im Winter. Nun steht er im Winter in der Halle und gut ist ;-).
Schlauchtausch war erforderlich, weil der linke nahezu komplett zu war und ich dem TÜV-Mann nicht mehr erklären konnte, das die erreichte Bremsleistung so sein muss....
Zudem macht es bei einer Einkreisbremsanlage Sinn, dass die Leitungen i.O. sind.
Gruß
Bernhard