@ Brennholzfraktion: Holzspalter mit Winde - bringts was?

hueroth

New member
25. Aug. 2005
432
0
16
Hallo,

hat jemand Erfahrung mit Holzspaltern mit eingebauter Winde (siehe Bild 3)?

Wie arbeitet sichs mit einem einfachen horizontalen Spalter (Bild 2)?

Oder sollte es eher ein horizontaler Profi-Spalter Bild 1 sein?

gruesse
hueroth

p.s.: Der Einfachheit halber hab ich Bilder von Posch genommen. Andere Hersteller bieten ähnliche Geräte an.
 

Anhänge

  • posch_22to_u_Winde_vk.JPG
    posch_22to_u_Winde_vk.JPG
    53,1 KB · Aufrufe: 3.555
  • posch_24to_horizont_VK.JPG
    posch_24to_horizont_VK.JPG
    7,9 KB · Aufrufe: 3.555
  • posch_26to_horizont_profi_vk.JPG
    posch_26to_horizont_profi_vk.JPG
    18,8 KB · Aufrufe: 3.555
Hallo,

ich habe zwar noch nicht mit einem Spalter mit Winde gearbeitet, aber ich kann mir vorstellen, daß das parktisch ist, um große Klötze alleine zum Spalter zu ziehen und aufzurichten. Man kann also alleine Holz bearbeiten, für das man sonst 2 Personen bräuchte (was vom alleine Holz spalten zu halten ist, mag sich jeder selber überlegen).

Daß das warscheinlich länger dauert, als mal eben zu zweit den Klotz in den Spalter zu packen, dürfte klar sein ... aber rückenschonender ist es auf jeden Fall !

Ich habe mir bisher z.B. so beholfen, daß ich zum Aufrichten des Stamms einen Gurt drumgebunden und ihn mit dem Hub des Vertikalspalters aufgerichtet habe ... nicht die eleganteste Lösung, aber es geht.

Eine alternative zur Winde wäre ein Spalter mit Stammaufrichter, allerdings kann man damit nicht das im Umkreis verstreut liegende Holz heranziehen.

Könnte also wirklich praktisch ein - ob es den Mehrpreis wert ist, bliebe zu überlegen.


mfg,
Andreas
 
Hallo Hueroth!
Für mich stellt sich die Frage, wie lang ist das Seil, wieviel Kraft, welche Geschwindigkeit und hat es einen Leerlauf zum Ausziehen ohne das Steuerventil betätigen zu müssen.
Ich finde es schon praktisch, denn ich Arbeite so mit meiner Seilwinde.
Meine Winde ist im Rahmen eingebaut mit Seilauslauf hinten über eine Schmetterlingsrolle und über eine einseitig offene Umlenkrolle auf meiner Hecktraverse führe ich da Seil nach vorne. Am Spalter ist auch eine Rolle für Schrägzug. Damit ziehe ich oft ganze Bäume zu Mog und schneide sie dort erst in Meter, das mache ich auch mit dünneren die ich meterweise tragen könnte. Den Scheiteranhänger stelle ich meist daneben zum gleichzeitigen aufladen.
Theoretisch könnte ich das Seil über eine weitere Rolle nach oben führen zum Aufstellen, aber solche Starkholz habe ich ganz selten.
Zum Anhängen habe ich keine Zange, sondern einen Blochstreifhaken, den man einschlägt und mit dem aufgebogenen Ende mit einen Schlag wieder rausbringt.
Ein Vorteil fällt mir bei der Spalterwinde noch ein, man könnte den Stamm hinziehen, angehoben lassen, meterweise anritzen und von hinten beginnend von unten nach oben abschneiden. So zwickt es nicht, man braucht den Stamm nicht umdrehen und macht sich die Säge nicht stumpf bei sandigen und steinigen Boden.
 
Hallo zusammen,
mein Vater 70 und ich 45 haben seit Herbst 2005 einen 12 tonnen Vogesenblitz Senkrechtspalter mit nachträglich selbst angebauter Hydraulikseilwinde orginal von Vogesenblitz mit 500 KG Zugkraft. Der Spalter hängt am Heckkraftheber unseres Unimog 421 und wird ausschließlich über Zapfwelle 540 1/min mit Aufsteckpumpe angetrieben. Da diese nur mit einer Kette gegen verdrehen gesichert war und die Kraft bei voller Spaltkraft den Pumpenbefestigungshebel ca. 6mm Blech leicht verbogen hat, habe ich mir am Unimog eine Spezialhalterung mit einer M12 Schraube montiert was jetzt absolut stabil ist. Weiterhin habe ich mir an der massiven Spaltergrundplatte eine Kugelkopfkupplung montiert, so ausgerüstet kann ich zusätzlich mit 1,8 t Pkw ein-Achsanhänger direkt zum Flächenlos fahren das Holz auf 1m Stücke sägen mit der Spalterwinde zum Spalter zeihen in den Spalter stellen Spalten und sofort aufladen. Mit der Winde habe wir auch schon Stämme mit 3-4 m problemlos herangezogen angehängt an der Winde von hinten her abgelängt und gespalten. Wir haben in diesem Winter gute 100 RM auf diese Weise gemacht. Bei dieser Menge war ein einziges ca. 1m dickes knorriges Eichenbodenstück wo der Spalter nicht geschafft hat dabei, was wir dann auf 50 cm halbiert haben und dann gespalten. Also wir möchten auf gar Keinen Fall speziell auf diese Kombination verzichten da beim Senkrechtspalter unseres Erachtens die Arbeit am effektivsten von der Hand geht. Ich finde es sehr praktisch das Holz das ja nicht auf einmal gespalten werden kann an den seitlichen Schutzbügeln schräg abgestellt werden kann, bis es nochmal oder auch mehrmals gespalten wird bis auf die richtige Größe. Beim Waagrechtspalter muss das Holz nach dem ersten Spaltvorgang und das kann bei dicken Stücken noch ganz schön schwer sein sehr Rückenzehrend wieder zurück zum Spaltmesser getragen werden. Ausserdem bleibt der ganze Spaltabfall (Rinde kleine Holzstücke u.s.w.) in der Spaltwanne liegen. An unserem Vogesenblitz gefällt mir auserdem die Zweihebelbedienung wobei mit dem linken Hebel das Holz fixiert wird und mit dem rechten der Spaltvorgang ausgelöst wird. Im Vergleich zu anderen Spaltern (z.B. Thor gesehen auf der Interforst) läuft der Vogesenblitz deutlich schneller. Natürlich will ich auch einen Nachteil nicht verschweigen, die Winde war vom Werk so Stark eingestellt das sie bei Unachtsamkeit mehrmals das Seil abgerissen hat. Dies lag aber nicht nur am zu hoch eingestellten Hydraulikdruckbegrenzungsventil sonder auch am nicht vorhandenem Seilendanschlag welchen ich mir dann selbst konstruiert habe und auch 100% funktioniert. Auf der Interforst habe ich dies Problem auch bei wesentlich teuereren Produkten z.B. Posch gesehen an diesen Feinheiten sieht man dann das auch dort nicht zu Ende gedacht wurde. So nun habe ich keine Lust mehr.
Gute Nacht M.f.G. Bernd
 
Hallo,

von einem einfachen waagerecht-Spalter ohne Hubvorrichtung kann ich nur abraten.

Speziell bei schweren Stücken muss man gleich zwei mal wuchten bis das Holz richtig liegt - und nach dem Spalten beim Spalten fällt es entweder seitlich runter oder muss wieder neu positioniert werden.

Beim Senkrechtspalter kann man die Teile für den nächsten Spaltvorgang schön stehen lassen.

Wer eine "Armverlängerung" hat (Haken mit Griff oder kurze Sappie), kann auch schwere Meterstücke relativ leicht in senkrechte Position bringen. Geht lang nicht so ins Kreuz.

Für richtig Fette Stücke ist so eine Winde oder zumindest eine Aufstellhilfe aber gut. Sollte zumindest nachrüstbar sein.

Gruß, Daniel
 
Hallo,

kurz nochmal zum Problem: Ich habe überwiegend stärkers Buchenholz - ca. 40 - 60 cm Durchmesser. Ist sehr knochig, astig und verwachsen. Verkauf an Sägewerke lohnt nicht, da Qualität zu schlecht und zur Zeit nicht absetzbar. 1 m Stücke dieser Größe kann, auch wenn man zu Zweit ist, nur sehr schwer bewegen.

@ Herbylix:
Seil ist lt. Posch-Prospekt 20 m lang, Zugkraft 500 kg. Viel mehr darfs vermutlich auch nicht sein, da der Seileinzug relativ hoch angebracht ist und Du über die Hebelkräfte (hast ja keine Bergstütze) Deinen Schlepper/Unimog umwerfen würdest.

@ Bebä
Wie starkes Holz spaltet Ihr?
12 Tonnen ist ja nicht die Welt. Mit dem PKW-Anhänger das ist Super. Mache ich auch so. Hab einen 3,5 to. PKW-Anhänger (Pritschenhochlader). Da braucht man das Holz nicht so hoch zu wuchten, wie bei einer Unimogpritsche oder einem Landwirtschaftlichen Kippanhänger.

@ Daniel_Buck
Ja, ohne Hubvorichtung beim Waagerechtspalter gehts nicht. Ich frage mich bei meinen 50 cm Durchmesser 1 m Buchestücken allerdings, ob 1.) ein Waagerechtspalter mit Hebevorrichtung oder 2.) ein Senkrechtspalter mit Winde sinnvoller ist?
Beim Senkrechtspalter mit Winde weiß ich, wie ich die 1m-Stücke zum Spalter bekomme. Beim Waagerechtspalter müßte ich die Buchenstämme schon am Weg schön aufreihen, durchschneiden auf 1 m und dann bei jedem Spalten etwas vorfahren.

gruesse
hueroth
 
Hallo hueroth,
zu deiner Frage: wir spalten Holz so wie es als Flächenlos verkauft wird, dies sind gefällte Bäume teilweise mit Stamm sofern dieser nicht als Nutzholz verkauft werden Kann. Der größte Teil wird wohl bis ca 60 cm dick sein, was den Spalter in keinster weise beeindruckt auch nicht wenn das Holz verastet ist der Spalter hat so viel Kraft das er die Verastungen mit brachialer Gewalt teilweise abschneidet. Bei dem ca 1m dickem Eichenbodenstück das übrigens so schwer war, das es von Hand nicht mehr zu bewegen war, es war triefnass der Spaltkeil ging ca. zu einem 1/3 ins Holz und war dann von Hand mit der Axt nich mehr frei zu bekommen, habe es dann mit der Kettensäge freigesägt. Auch die seitlichen Schutzbügel sind sicherheitstechnisch unbedingt notwendig teilweise knallt das Holz regelrecht auseinander und prallt mit voller Wucht gegen diese Bügel, weshalb ich von Spaltern mit den Handhaltezangen rechts und links unbediengt abraten würde. Beim seitlichen heranziehen des Holzes sind die Schutzbügel aber teilweise im Weg weshalb ich meine zur einfachen Demontage mit Steckbolzen umgerüstet habe. Zur Frage der Seillänge: ich habe 15m mit Freilauf was in 99% aller Fälle ausreicht und wenn nicht habe ich nochmal ca. 12m zum verlängern, meist ist es aber effektiver den Unimog umzusetzen. Da wir meist Lose kaufen wo sonst niemand will, an schlecht zugänglichen Stellen ist meist auch sehr preiswert die über 100 RM (habe bis Ende April garnicht alles geschafft sind bestimmt noch 10-15 RM im Wald) waren 2 Lose um 140 Euro. Für den Unimog mit seiner sehr guten Geländegängigkeit stellt dies meist kein Problem dar, und wenn doch nur wenn es nass ist musste ich mich in diesem Winter zweimal mit der Frontwinde selbst bergen.

M.f.G. Bernd